Dienstag, 2. Oktober 2018

[Monatsrückblick] September 2018

Der September begann direkt mit einer kleinen Leseflaute, sodass ich gefühlt überhaupt nichts gelesen habe. :/ Und dann konnte mich auch noch kaum ein Buch fesseln, sodass ich mich den größten Teil des Monats eher gezwungen habe, zu lesen. Echt schade, aber ich hoffe, im Oktober greife ich wieder zu mehr richtig guten Büchern. Und gegen Ende des Septembers wurde es auch wieder etwas besser. Mich hat tatsächlich "Oliver Twist" aus der Leseflaute geholt. :D Vermutlich brauchte ich die Abwechslung einfach mal.
Jedenfalls sieht das auf den ersten Blick jetzt doch recht viel aus, aber von der Seitenanzahl her war der Monat durchschnittlich, da ich einige Bücher nur angefangen oder beendet habe und drei weitere mit um die 100 Seiten nur kurz waren.


Gelesene Seiten: 2.607
 
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(c) Bildrechte: Halo Summer

"Froschröschen" | Halo Summer
Das eBook habe ich zu Monatsbeginn beendet. Leider waren die letzten ca. 25% echt zäh und nur eine recht langweilige Auflistung der Ereignisse, also mehr als seichte Unterhaltung. Da fehlte mir noch ein letzter Höhepunkt oder eben deutlich weniger Seiten. Schade, denn der Anfang war wirklich unterhaltsam.
[3,5 Flämmchen - Rezension folgt]

(c) Bildrechte: Greenlight Press

"Heliosphere 2265. Das dunkle Fragment" | Andreas Suchanek
Das eBook (sowie Band 2-4) lag schon länger auf meinem Kindle und da es mit knapp 100 Seiten nur kurz ist, habe ich es nun endlich gelesen. Allerdings ist Sci-Fi eh nicht so mein bevorzugtes Genre und mir war das alles etwas zu technisch mit wenig Spannung. Auch die Charaktere bleiben aufgrund der Kürze total blass. Daher werde ich die Reihe nicht weiter verfolgen. Wenn mir nach Sci-Fi ist, greife ich doch lieber zu einem abgeschlossenen Einzelband. Einer Bewertung enthalte ich mich mal, da es eben einfach nur meinen Geschmack nicht getroffen hat.

(c) Bildrechte: Carlsen

"Worte für die Ewigkeit" | Lucy Inglis
Über das Buch habe ich vorher nur Gutes gehört und war somit wirklich gespannt darauf! Leider konnte es mich nicht richtig packen und hat meine Leseflaute noch verstärkt... :/ Dabei hat mir das Setting und der Wechsel zwischen den Erzählzeiten grundsätzlich gefallen - nur der Gegenwartsstrang war überwiegend überflüssig und langatmig. Etwas sauer aufgestoßen ist mir zudem Hopes Mutter, die zu Beginn des Romans mit ihrem übertriebenen Feminismus genervt hat. Zum Glück kam sie dann die meiste Zeit nicht vor.
[3,5 Flämmchen - Rezension]

(c) Bildrechte: Gmeiner Verlag

"Das Lied der Wächter. Das Erwachen" | Thomas Erle
Dieses Vorableseexemplar hat mich Anfang September erreicht und ich habe es direkt gelesen. Das Buch erscheint am 4.10. und dann gibt es auch meine Rezension zu lesen.
[4 Flämmchen - Rezension]

(c) Bildrechte: Kerstin Arbogast

"MondGlasNächte" | Kerstin Arbogast
Eigentlich habe ich bisher nur gute Erfahrungen mit den Büchern von Kerstin Arbogast gemacht, aber dieses Buch habe ich bei 42% abgebrochen. Der Humor war einfach nichts meins und der Schreibstil zu überladen. Ich mag es einfach nicht, wenn - egal in welcher Situation - immer Witze oder ironische Kommentare abgegeben werden. Wie soll ich da Charaktere oder Handlung ernst nehmen? Wie soll Spannung erzeugt werden, wenn selbst in Todesgefahr alles humorvoll genommen wird? Aber das ist schlichtweg Geschmackssache.

(c) Bildrechte: Ravensburger

"Oliver Twist" | Charles Dickens
Da ich ja mehr Klassiker lesen wollte, habe ich vor ein paar Monaten einige bei Rebuy gekauft. Auf "Oliver Twist" hatte ich nun spontan Lust, was mir zum Glück aus der Leseflaute herausgeholfen hat! Die Geschichte rund um den Waisenjungen, der es echt nicht leicht hat, war sehr berührend und spannend. Und ich war positiv über einige Frauenrollen überrascht, wo der Roman doch schon einige Jahre auf dem Buckel hat. ;) Alles in Allem sehr zu empfehlen!

(c) Bildrechte: Greenlight Press

"Das Königreich der Träume" | I. Reen Bow
Und schon wieder ein Auftakt einer Serie - in letzter Zeit fange ich solch kurze Episoden öfter an. XD "Das Königreich der Träume" hat mich aber sofort überzeugt! Die Idee fand ich tatsächlich mal neuartig und v.a. spannend umgesetzt, die Charaktere lebendig, den Schreibstil angenehm. Ich freue mich schon auf die weiteren Episoden!
[4,5 Flämmchen - Rezension folgt]

(c) Bildrechte: Papierverzierer Verlag

"Hunter" (Carter-Akten #2) | Felix A. Münter
Den 1. Band hatte ich um Ostern rum gelesen, jetzt habe ich auch Band 2 als Rezensionsexemplar erhalten. Und auch dieser Teil war wirklich unterhaltsam, witzig und actionlastig.
[4 Flämmchen - Rezension]

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begonnen/fortgesetzt

"The Strange Case of Dr Jekyll and Mr Hyde and Other Stories" | Robert Louis Stevenson
Nachdem mir Oliver Twist so gefallen hatte, wollte ich direkt einen weiteren Klassiker lesen. :D Das Büchlein enthält neben der Geschichte über Dr Jekyll und Mr Hyde noch weitere Kurzgeschichten des Autors. Das ganze auf Englisch, weil ich eigentlich Klassiker lieber im Original lese, das hat noch mal einen besonderen Charme (auch wenn ich dann etwas länger brauche). :) An den 54 Seiten "Dr Jekyll and Mr Hyde" saß ich daher auch eine Woche, allerdings hatte ich wegen Urlaubsvorbereitungen auch nicht sooo viel Lesezeit. Die weiteren Kurzgeschichten lese ich dann im Oktober.
[bis Seite 70 von 232]

"Moonchild" | Sandra Florean
Dieses Vorableseexemplar habe ich begonnen, darf aber noch nichts dazu sagen, denn es erscheint erst am 31.10. :)
[25% - ca. 140 Seiten von 562]

"Feenlicht und Krötenzauber" (Sumpfloch-Saga #1) | Halo Summer
Nachdem ich von Halo Summer ihre beiden Einzelbände "Aschenkindl" und "Froschröschen" gelesen habe und Band 1 und 2 der Sumpfloch-Saga SuB-Leichen auf meinem Kindle sind, dachte ich mir, lese ich die jetzt endlich. :) Band 1 ist bisher aber wirklich... naja, also irgendwie einfältig geschrieben, wie von einem Kind. Da es eines der ersten Werke von Halo Summer ist, hoffe ich einfach, dass es ab Band 2 besser wird. 
[19% - ca. 36 von 191 Seiten]

"Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge" | Rainer Maria Rilke
Auch diesen Klassiker habe ich weitergelesen und er blieb einfach zäh und deprimierend. Trotzdem möchte ich ihn irgendwie gerne zuende lesen. XD Vielleicht klappt das im Oktober endlich.
[Seite 64 bis 115 von 144]

"Eragon. Der Auftrag des Ältesten" | Christopher Paolini
Jaaaa, auch hiermit bin ich immer noch nicht durch. Das Buch ist soooo langatmig, es passiert einfach nichts wichtiges/interessantes. Hoffentlich wird Band 3 besser... Ich weiß jedenfalls, warum ich die Reihe jahrelang pausiert habe. :'D
[ca. 14,5h bis 21h von 27h]

"Hijacker" | Felix A. Münter
Auch Band 3 der Carter-Akten habe ich diesen Monat als Rezensionsexemplar erhalten und begonnen, zu lesen.
[13% - ca. Seite 26 von 205]

Sonntag, 30. September 2018

[Neuzugänge] September 2018

Da ich mich etwas am SuB-Abbau betätige bis Ende des Jahres (oder es zumindest versuche), hielten sich die Neuzugänge im September etwas in Grenzen und waren vor allem Rezensionsexemplare, die auch alle nicht lange ungelesen bleiben. :)

"Das Lied der Wächter. Das Erwachen" | Thomas Erle
(c) Bildrechte: Gmeiner Verlag
Darum geht's: "Seit einem verheerenden Atomunfall vor 16 Jahren gilt der Schwarzwald als unbewohnbar – die Bevölkerung wurde evakuiert und die gesamte Region zur Sperrzone erklärt. Die Menschen waren zunächst verunsichert, haben sich aber nach über einem Jahrzehnt wieder eingerichtet in ihrer heilen Welt. Doch die Regierung spielt seit Jahren ein falsches Spiel. Denn die Gefahr, die in dem verstrahlten Gebiet lauert, ist so viel größer, als sich die Menschen vorstellen können: Eine unerklärliche Kraft scheint alles Leben zu bedrohen…"

Das Buch erreichte mich als Vorableseexemplar Anfang September, worüber ich mich sehr gefreut habe. Es ist der 1. Teil einer All-Age-Fantasy Trilogie und ich habe es bereits gelesen.
Die Rezension erscheint passend zum Erscheinen am 4.10.!

"Schattenschein" | Martin Ulmer
(c) Bildrechte: Papierverzierer Verlag
Darum geht's (Band 1): "Seit langer Zeit wahren die verfeindeten Bruderschaften des Lichtes und der Dunkelheit im Verborgenen das Gleichgewicht der Kräfte. Doch kurz vor der zweiten Jahrtausendwende droht beiden die Auslöschung, da Ordensbrüder ermordet werden oder spurlos verschwinden. Gejagt von den Söldnern des ominösen Büro 13 geraten Johannes Sturm, ein Krieger des Lichtes, und Antoine Chevallier, ein Gelehrter der Dunkelheit, gemeinsam zwischen die Fronten. 

Hilfe erhalten sie von einem neugierigen Magiker und von der geheimnisvollen Ella, die sich den beiden auf ihrer Suche nach Antworten anschließen.
Mitten im Ruhrgebiet, in der Stadt Dortmund, kommt es zum letzten Gefecht, als auch noch eines der letzten Dunkellichtwesen in das Geschehen eingreift…"

Den ersten Teil dieser Dilogie "Dunkellicht" habe ich schon vor 2 Jahren als Rezensionsexemplar gelesen [meine Rezension] und im Rahmen meiner Planung, Reihen mal so langsam zu beenden (mache ich ja nur schon seit 2 Jahren und die Liste ist immer noch lang :'D) sowie passend zur Papierverzierer Challenge, habe ich mir "Schattenschein" zugelegt. Jetzt sollte ich ihn nur dieses Jahr auch noch lesen. :'D

"Moonchild" | Sandra Florean
(c) Bildrechte: Sandra Florean
Darum geht's: "Um der Tristesse ihrer ungewollt kinderlosen Ehe zu entfliehen, gönnt sich Rosalie einen Urlaub. In der verträumten Hafenstadt kreuzt der mysteriöse Matteo ihren Weg. Schon bald verbinden sie starke Gefühle, und er zeigt ihre seine Welt, eine Welt voller Gewalt und Grauen. Eine Welt, in der mächtige Feinde Matteo bedrohen. Als er ihr sein größtes Geheimnis anvertraut, muss sie sich entscheiden: Für den Mann, den sie liebt und der sie von allem isolieren wird, was ihr bisher vertraut war, oder für das Leben im Licht und auf alle Zeit getrennt von Matteo."

Ein weiteres Vorableseexemplar, zu dem ich noch nicht viel sagen darf, denn es erscheint erst am 31.10. ;)

"Rock my Body" und "Rock my Soul" | Jamie Shaw
(c) Bildrechte: blanvalet

Darum geht's (Band 1): "Feiern, tanzen – einfach Spaß haben! Das ist der Plan von Rowan Michaels und ihrer Freundin Dee, als sie zu einem Konzert der Band The Last Ones to Know in den angesagtesten Club der Stadt gehen. Was Rowan allerdings gründlich die Laune versaut, ist ihr Freund Brady, den sie dort mit einer anderen Frau beim Knutschen sieht. Noch vor Beginn des Konzertes flüchtet sie nach draußen, und trifft dort auf Adam Everest, den absolut heißen, verdammt attraktiven Sänger der Band. Sie lässt sich zu einem Kuss hinreißen – zu einem Kuss, der nicht nur ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird..."

Die beiden Bände habe ich zufällig als Mängelexemplare im Supermarkt entdeckt. XD Die Reihe steht auf meiner WuLi und wäre tatsächlich meine erste New Adult-Reihe UND meine erste Rockstar-Reihe. Allerdings lese ich sie erst, wenn ich "Rock my Heart", den ersten Teil, besitze. Und das wird wohl dieses Jahr eher nicht mehr der Fall sein. :'D

"Hunter" und "Hijacker" (Carter-Akten #2 & #3) | Felix A. Münter
(c) Bildrechte: Papierverzierer Verlag

Darum geht's (Band 1): "Carter ist käuflich. Der Söldner ist bereits seit Jahren tätig und weiß, dass man nicht zu viele Fragen stellt – vorausgesetzt der Preis stimmt. Sein neuster Kontrakt bringt ihn nach New York, wo ein wohlhabender Klient auf die Dienste des Profis angewiesen ist.Der Auftrag scheint keineswegs außergewöhnlich zu sein, er ist einer von vielen. Doch bald schon merkt Carter, dass es um mehr geht als um die Aufklärung eines Bankraubs, der laut Aussage des Auftraggebers für die Polizei eine Nummer zu groß sei. Und tatsächlich erfährt der Söldner kurze Zeit später, was es bedeutet, einer wirklich heißen Spur zu folgen. Carter jagt der Fährte kreuz und quer durch New York, gerät an Gangs, die Mafia und an noch gefährlichere Typen. Der Profi verfängt sich in einem Netz aus Unwahrheiten, Lügen und der Gier skrupelloser Menschen.

Er geht an seine Grenzen, setzt sein eigenes Leben aufs Spiel – und muss sich am Ende der Frage stellen, ob Moral wirklich käuflich ist."

Den 1. Band hatte ich um Ostern herum als Rezi-Ex gelesen und wollte die Reihe danach eigentlich zügiger fortsetzen, weil Band 1 schon echt cool war. Nun habe ich das Glück, die Reihe weiterhin als Rezensionsexemplare zu lesen. Meine Rezension zu "Hunter" findet ihr hier.

Dienstag, 25. September 2018

[Rezi] "Hunter" (Carter-Akten #2) von Felix A. Münter

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar].
(c) Bildrechte: Papierverzierer Verlag
"Hunter" (Carter-Akten #2)
von Felix A. Münter
Verlag: Papierverzierer, 2017
Band 2 von bisher 7, 156 Seiten
[eBook] ISBN: 9783959626071

~Klappentext~
Carter ist käuflich. Leeland als Freund zu bezeichnen, wäre zu viel verlangt. Allerdings kennen sie sich schon eine ganze Weile. Als sie sich im Supermarkt begegnen, bekommt Carter einen unschlagbaren Preis genannt, weshalb er den dazugehörigen Auftrag eigentlich nur annehmen kann. Er soll Informationen beschaffen, die Einfluss auf das gesamte Weltgeschehen haben könnten. Wenn es Drecksarbeit zu erledigen gibt, sucht man sich nun mal qualifiziertes Personal ... jemanden wie Carter.
~Meine Meinung~
Im zweiten Band der Carter-Akten reist Carter nach London, um an streng geheime Informationen zu gelangen. Wie schon aus Band 1 bekannt ist das Unterfangen nicht so einfach, wie es sich im ersten Moment anhört und Carter tut gut daran, den Auftrag nicht unbewaffnet anzutreten. Sehr actionreich erkämpft Carter sich den Weg ans Ziel und stößt diesmal auf gleich mehrere gegnerische Parteien, die ihn aufzuhalten versuchen bzw. zuerst ans Ziel gelangen wollen.

Die erste Hälfte des mit ca. 150 Seiten recht kurzen Thrillers verläuft jedoch recht entspannt. Carter erfährt die Auftragsdetails, reist nach London, sondiert erst einmal die Lage.
Doch dann geht es plötzlich mit deutlich angezogenen Tempo weiter und man klebt förmlich an den Seiten, wird von der Action mitgerissen und kann kaum erwarten, wie Carter das Problem schließlich löst. Schusswechsel und ein paar Verletzungen dürfen da natürlich nicht fehlen. Das Ende folgt dann aufgrund der Kürze recht schnell, die Auflösung war aber unerwartet. Zurück bleibt die Frage, wie Leeland das Chaos, das Carter angerichtet hat, wieder gerade biegen will.

Ich mag Carters sarkastische Art, wie er stets die Ruhe bewahrt, auch wenn es mal eng wird, und immer das letzte Wort hat. Das macht ihn - trotz seiner zweifelhaften Arbeit - sympathisch und man fiebert gerne mit ihm mit. Ich bin auf die weiteren Bände und die noch folgenden Aufträge und Handlungsorte schon gespannt.
Für Fans kurzweiliger, temporeicher Action sehr zu empfehlen!

Vielen Dank an den Papierverzierer Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Carter-Akten:
    Band 1 - Mercenary [meine Rezension]
    Band 2 - Hunter
    Band 3 - Hijacker [meine Rezension]
    Band 4 - Bloodhound [meine Rezension]
    Band 5 - Hitman [meine Rezension]
    Band 6 - Lone Wolf [meine Rezension]
    Band 7 - Hardliner [meine Rezension]

Samstag, 22. September 2018

[Rezi] "Worte für die Ewigkeit" von Lucy Inglis

(c) Bildrechte: Carlsen
"Worte für die Ewigkeit"
von Lucy Inglis
Originaltitel: Crow Mountain
Verlag: Chicken House/Carlsen, 2016
Einzelband, 393 Seiten
[HC] ISBN: 978-3-551-52087-6 | [TB] ISBN: 978-3551317766

~Klappentext~
"Sommer in Montana, darauf hat Hope so gar keine Lust. Aber gegen ihre resolute Mutter kann sich die 16-Jährige einfach nicht durchsetzen. Und hier, mitten im Nirgendwo auf einer einsamen Pferderanch, begegnet sie Cal, der ihr Leben für immer verändern wird.
Montana 1867, die 16-jährige Emily ist auf dem Weg zu ihrem Ehemann, den sie nie zuvor gesehen hat. Doch die Kutsche, in der sie unterwegs ist, verunglückt und als einzige Überlebende wird sie von Nate gerettet - einem Halbindianer, der ihr zeigt, was Leben und Freiheit bedeuten."
~Meine Meinung~
Dieser Roman fiel mir schon mehrfach ins Auge und durchweg waren die Stimmen positiv. Ich war demnach sehr gespannt, ob es mich auch fesseln könnte.

Vom Aufbau her fand ich es grundsätzlich schon mal gelungen. Man erlebt abwechselnd zwei Zeitebenen: die Gegenwart rund um Hopes unfreiwilligen Urlaub irgendwo im Nirgendwo in Montana und die Geschichte von Emily aus 1867, die ihre Erlebnisse als Tagebuch in "Du"-Form aufgezeichnet hat. Dieses Tagebuch fällt Hope in Montana zufällig in die Hände und so entsteht die Verbindung zwischen den beiden Frauen.
Diese "Du"-Form liest man eher selten und so war sie im ersten Moment gewöhnungsbedürftig, hat mir aber sehr gefallen, da dadurch eine besondere Nähe zu den Charakteren - vor allem zu Emily - entstand.

Überhaupt ist die Geschichte von Emily der bedeutsame Teil des Romans. Man verfolgt gespannt wie die stets behütet und bevormundet aufgewachsene junge Frau aus reichem Hause lernt, Alltagsdinge selbst zu erledigen und eine eigene Meinung zu entwickeln. Sie lernt ihre Wünsche und Stärken kennen, erlebt so viel neues und meistert die Herausforderung mit einer bewunderswerten Entschlossenheit. Dabei spielt natürlich auch die wachsende Beziehung zu Nate eine große Rolle, aber auch zu anderen seines Indianerstammes. Da bleiben auch Missverständnisse durch die sprachliche und kulturelle Distanz nicht aus. Dadurch erfährt man ganz nebenbei viel historisches Hintergrundwissen aus der Zeit und fühlt sich in den Weiten Montanas mehr als wohl. Alles in Allem war der Teil mit Emily wunderschön und berührend zu lesen und hat mir sehr gefallen. Hätte das Buch nur aus ihrer Geschichte bestanden, wäre es perfekt gewesen.

Doch es gibt ja auch noch Hopes Geschichte, die leider immer wieder aus Emilys Zeit herausreißt. Hier passiert kaum etwas und das wenige, was passiert, fand ich nicht immer nachvollziehbar.
Es begann schon mit Hopes Mutter, die extrem feministisch ist und jede noch so kleine Aussage oder Tat der männlichen Bevölkerung als Beleidigung auffasst. Ich finde Gleichberechtigung durchaus wichtig und erstrebenswert, aber wenn mein Gastgeber mich nach einer langen Anreise fragt, ob er meine Koffer tragen soll, finde ich das freundlich und mich nicht als schwaches Geschlecht hingestellt. Zum Glück spielte Hopes Mutter den meisten Teil des Buches keine Rolle.
Doch auch Hope war anstrengend. Eigentlich ist sie unfassbar schüchtern und bekommt in den ersten Kapiteln kaum den Mund auf. Doch sobald sie mit Cal in einer Berghütte "strandet" schmeißt sie ihre Schüchternheit quasi über Bord und die beiden sind sich verdammt schnell verdammt nah (und dabei verdammt unvorsichtig). Ich bin selbst früher extrem schüchtern gewesen und kann daher überhaupt nicht nachvollziehen wie Hope so schnell über ihren Schatten springen kann. Nur weil Cal zufällig gut aussieht?
Auch das "stranden" in der Berghütte habe ich nicht recht verstanden. Sie waren erst wenige Stunden mit dem Auto unterwegs gewesen, warum also nicht einfach die Straße zurücklaufen? Da hätte man sie sicherlich auch früher gefunden.

Der Mittelteil des Buches wurde durch die irgendwie sinnlosen Kapitel mit Hope und Cal, in denen nicht wirklich etwas passierte, recht zäh. Zudem gelang es der Autorin nicht, mir Hope und Cal wirklich nahe zu bringen. Sie bleiben bis zum Ende im Vergleich zu Emily und Nate sehr blass. Es wirkte einfach, als würde auf Zwang diese Verbindung zwischen den zwei Zeiten geschaffen werden sollen - was der Handlung einfach nicht gut tat. Auch das Ende fand ich dadurch übertrieben dramatisch und dann auch noch viel zu zügig abgehandelt.

Fazit: Eine schöne Geschichte, die perfekt gewesen wäre, hätte sie nur aus Emilys Zeitstrang bestanden. Die Kapitel mit Hope haben mich leider gestört und dazu geführt, dass ich kaum Lust hatte, weiter zu lesen.

Weitere Meinungen

Donnerstag, 20. September 2018

Mein SuB kommt zu Wort #11

"Mein SuB kommt zu Wort" ist eine monatliche Aktion von Annas Bücherstapel. Wer mitmachen mag, findet HIER den aktuellen Beitrag.

Verrückt, dass schon wieder ein Monat rum ist. Irgendwie vergeht die Zeit dieses Jahr besonders schnell... oder kommt das nur mir so vor?
Nun aber das Wort an Helmut, meinen SuB:

Frage 1: Wie groß/dick bist du aktuell?
Ich steht jetzt bei 65 Büchern, bin also tatsächlich um 6 Bücher geschrumpft diesen Monat... Dabei hat Alica gerade eine kleine Leseflaute gehabt. Da geht doch irgendwas nicht mit rechten Dingen zu. Bestimmt hat sie sich verzählt. :P Mir wurde aber schon mitgeteilt, dass ich Ende des Jahres gefälligst bei 50 Büchern stehen soll. Ob das was wird? Muss ich mir Sorgen machen??

Frage 2: Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeige mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!
Die drei neusten sind diese schönen Bücher:

(c) Bildrechte: blanvalet | Sandra Florean

"Rock my Body" und "Rock my Soul" von Jamie Shaw hat Alica zufällig beim Edeka als Mängelexemplare entdeckt, als sie mal wieder nicht wusste, was sie eigentlich kaufen wollte und ewig im Laden herumgeirrt ist. Typisch für sie, so vergesslich... *kopfschüttel* Aber mir kam es ja zugute. ;) Die Reihe steht jedenfalls schon eine Weile auf ihrer WuLi, gelesen wird sie aber erst, wenn der 1. Teil eingezogen ist. Es werden ihre ersten New Adult Bücher UND ihre erste Rockstar-Bücher. Oha. :D

Zuvor durfte "Moonchild" von Sandra Florean als Vorableseexemplar einziehen. Es erscheint zu Halloween und dann gibt es auch pünktlich eine Rezension. Schaut doch mal beim Blog von Sandra vorbei, wenn ihr mehr über das Buch wissen wollt. :)

Frage 3: Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?
Zuletzt beendet hat Alica ein Rezensionsexemplar, welches allerdings erst am 4.10. erscheint, daher darf sie noch nichts dazu sagen. ;)

Frage 4: Lieber SuB, mit dem Herbst kommen auch die prächtigen Farbenspiele der Natur in rot und orange – zeig uns drei deiner Bücher, die nach Indian Summer (rot, orange, gelb) aussehen oder sogar im Herbst spielen!


Von den dreien spielt vermutlich die "Herbstprinzessin" auch im Herbst oder hat zumindest mit dem Herbst zu tun. ;)
"Nemesis" ist hingegen ein Buch über ein Videospiel und "Der Totengräbersohn" über einen... Totengräber. :D
Mal sehen welche der drei dieses Jahr noch gelesen werden... Die Chancen stehen für den "Totengräbersohn" ganz gut, da er letztes Jahr ein Geburtstagsgeschenk war und Alica Geschenke ungerne so lange ungelesen lässt....(Und weil er das einzige Print von den dreien ist.)

Mittwoch, 19. September 2018

[Rezi] "Der dunkle Kuss der Sterne" von Nina Blazon

(c) Bildrechte: cbt
"Der dunkle Kuss der Sterne"
von Nina Blazon
Verlag: cbt, 2014
Einzelband aus der Welt von "Faunblut", 528 Seiten
[HC] ISBN: 978-3570161555 | [TB] ISBN: 978-3570310366

~Klappentext~
"In der siebten Nacht in der Wüste träumte ich von Tian. Er saß im Schneidersitz auf dem Bett, mit dem Rücken zu mir. Mit einem Aufschrei stürzte ich zu ihm, kroch über das Prunkbett und umarmte ihn von hinten. "Den Sternen sei Dank!", flüsterte ich. "Ich habe dich gesucht. Wo hattest du dich versteckt?" Er drehte sich um und zog mich in die Arme. Ohne Atem zu holen, fiel ich in seinen Kuss und war völlig überwältigt von einer Leidenschaft, die mich verwirrte. Noch nie hatte Tian mich so geküsst, wild und fordernd, fast wütend. Aber ich umklammerte ihn, fuhr mit den Händen über seinen Rücken, zu seinem Nacken - und griff in glattes, langes Haar. Im Kuss riss ich die Augen auf. Er war ein fremder Mann. "Endlich hast du mich gefunden", flüsterte er. Er lächelte mir zärtlich zu. Dann stieß er mir meinen eigenen Dolch ins Herz."
~Meine Meinung~
Seit "Ascheherz" und "Faunblut" bin ich ein Fan von Nina Blazons Schreibstil. Sie findet irgendwie immer wunderschöne, bildhafte Worte, die die Welten und die Geschichte, die sie erzählt, zum Leben erweckt. Allein der Schreibstil ist also schon ein guter Grund, ihre Bücher zu lesen. ;-)
Doch "Ascheherz" und "Faunblut" hatten beide ihre inhaltlichen Schwächen, die meinen Lesespaß etwas getrübt haben. Diese Schwächen wurden in "Der dunkle Kuss der Sterne" jedoch teilweise ausgemerzt, weshalb mir dieses Buch bisher von Nina Blazon am besten gefällt.
Doch alles der Reihe nach.

Erzählt wird aus der Sicht von Canda, die ihr behütetes Leben im Palast verlässt, um ihren Geliebten Tian zu finden, der - wie sie denkt - entführt wurde. Doch keiner glaubt ihr und sie wird von ihrer Familie verstoßen, soll ein Leben in Abgeschiedenheit und Armut führen. Die Gesetze in Candas Heimatstadt sind hart und unfair, das muss sie im ersten Abschnitt des Buches am eigenen Leib spüren. Doch sie kann entkommen und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise, bei der sie über sich selbst hinauswächst. Candas Entwicklung bleibt dabei glaubwürdig. Sie war schon immer durchsetzungsfähig und stur, das behält sie bei und schlägt sich wacker durch alle Gefahren. Ihre Überheblichkeit und ihren Befehlston legt sie nach und nach ab, als sie lernt, dass ihr Herrscherblut in einer Welt, in der jeder ums Überleben kämpft, nichts mehr wert ist. Die anfänglich wirklich unsympathische junge Frau wird nach und nach hilfsbereiter und warmherziger.
Auch die anderen, wichtigen Charaktere weisen Stärken und Schwächen auf, was sie menschlich und die Geschichte vielfältig macht.

Die Spannung wird konstant aufrecht erhalten, was auf zahlreiche Geheimnisse zurückzuführen ist, die man gemeinsam mit Canda ergründen muss. Dabei wird gezielt Verwirrung gestiftet und Canda und der Leser auf falsche Fährten gelockt. Wie alles zusammenhängt und letztlich gelöst wird, hat mir wirklich gut gefallen und war stellenweise auch unerwartet und überraschend.
Daneben gibt es ständig etwas neues in der umfangreichen Welt zu entdecken und all die Details fügen sich zu einem lebendigen Werk zusammen. Können manches Mal aber auch etwas zu viel werden und von der eigentlichen Handlung ablenken.

Die im Buch enthaltene Liebesgeschichte war - im Vergleich zu "Ascheherz" und "Faunblut" - nachvollziehbar und hat sich in einem passenden Tempo entwickelt. Diesmal wirkte nichts überhastet oder an den Haaren herbeigezogen.

Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist allerdings, dass das Buch wie gesagt manches Mal zu überladen wirkte und man von der Welt fast erschlagen wird. Hinzu gesellen sich kleine Längen, die den Lesefluss ebenfalls ausbremsen. Das ist hier allerdings meckern auf hohem Niveau, denn verglichen mit den beiden anderen Werken, die ich von Nina Blazon schon gelesen habe, fallen sie weniger ausgeprägt aus.
Wer detailreiche Fantasywelten mit einem tollen, ungewöhnlichen Schreibstil mag und sich von vielen Details in einer umfangreich konstruierten Welt nicht abschrecken lässt, sollte definitiv reinlesen!

Bände der Faunblut-Welt:
    Ascheherz [meine Rezension]
    Faunblut [meine Rezension]
    Der dunkle Kuss der Sterne
    Der Winter der schwarzen Rosen [meine Rezension]

Dienstag, 18. September 2018

Gemeinsam lesen #51


"Gemeinsam lesen" ist eine Aktion von Schlunzenbücher, die ursprünglich von Asaviels Bücherallerlei begonnen wurde.
Es geht darum, jeden Dienstag vier Fragen zur aktuellen Lektüre zu beantworten, wobei die ersten drei Fragen immer dieselben sind.
Wer mitmachen möchte kommt hier zur aktuellen Runde. :)

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese aktuell an zwei Büchern zeitgleich. :-)

(c) Bildrechte: Kerstin Arbogast | Ravensburger Verlag 

"MondGlasNächte": 27%
"Oliver Twist": Seite 110 von 282

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"MondGlasNächte": "Genial", seufze ich und beäuge den Kessel daneben.

"Oliver Twist": Am Mittag des nächsten Tages, als der Dodger und Meister Bates in Geschäften ausgegangen waren, ergriff Farin die Gelegenheit, Oliver einen langen Vortrag über die schreiende Sünde der Undankbarkeit zu halten und ihm eingehend auseinanderzusetzen, daß er sich schuldig gemacht habe, indem er sich von seinen besorgten Freunden entfernte und ihnen sogar zu entfliehen versuchte, nachdem man so viel Mühe und Kosten darauf verwendet habe, ihn wiederzufinden.
[Bisschen langer Satz. XD]

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
"MondGlasNächte": Bisher mochte ich die Bücher von Kerstin Arbogast gerne, aber bei MondGlasNächte bin ich bisher noch recht zwiegespalten. Es wirkt stellenweise wie ein etwas wirrer Traum und gerade der Beginn war überstürzt und verwirrend. Der Schreibstil ist zudem sehr überladen und am laufenden Band gibt es ironische Wortgefechte. Mal sehen, wie sich das noch entwickelt... denn ich Grundidee finde ich sehr gut!

"Oliver Twist": Ich wollte ja häufiger Klassiker lesen. Eigentlich einen pro Monat. Daraus wurde natürlich nichts. xD Aber vor Ende des Jahres möchte ich zumindest ein paar noch lesen und habe daher spontan zu "Oliver Twist" gegriffen. Leider ist die Ausgabe nicht sonderlich schick und ein paar Tippfehler sind auch drin... Aber die Geschichte an sich ist wirklich fesselnd und der junge Oliver tut mir eigentlich auf jeder Seite furchtbar Leid. :(

4. Ein Buch wird mega gehyped (z.B. in Communities, den Medien oder deinem Freundeskreis). Wie gehst du damit um? Macht es dich erst recht neugierig oder weckt es eher eine ablehnende Haltung?
Das kommt wie bei allen Büchern ganz darauf an wie sich der Inhalt anhört. Grundsätzlich wird man auf gehypte Bücher natürlich eher aufmerksam als auf andere. Aber ich schaue mir trotzdem erstmal Klappentext und andere Rezensionen an, auch die eher kritischen, und entscheide dann, ob es auf der WuLi landet oder nicht. Viele gehypte Bücher entsprechen eh nicht meinem Lesegeschmack. Und bei denen, die vom Genre her zu mir passen, hatte ich sowohl schon persönliche Flops (z.B. "Obsidian"), aber auch echte Highlights (z.B. "These Broken Stars"). Wenn ein gehyptes Buch allerdings nur positive Meinungen bekommt, bin ich schon eher skeptisch und warte deutlich länger, bis ich darüber entscheide. ;)


Was lest ihr gerade? Lasst mir für einen Gegenbesuch gerne euren Link da. ;)

LG Alica