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Samstag, 6. Januar 2024

[Rez] "Chain of Thorns" von Cassandra Clare

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar].
(c) Bildrechte: derHörverlag

"Chain of Thorns. Die letzten Stunden 3"
von Cassandra Clare
Originaltitel: Chain of Thorns
Verlag: derHörverlag, 2023
Sprecher:in: Oliver Kube
Laufzeit: 29h und 21min (ungekürzt)
Band 3 von 3
Der Roman erschien 2023 im Goldmann Verlag [ISBN: 978-3-442-31456-0 | 896 Seiten].

~Klappentext~
Die junge Schattenjägerin Cordelia und ihre große Liebe James stehen gleich vor mehreren Herausforderungen: Während James gerade erst seine Gefühle für Cordelia entdeckt hat, ist diese vor ihrer unglücklichen Scheinehe nach Paris geflogen – ausgerechnet mit James' bestem Freund an ihrer Seite. Doch anstatt ihr nacheilen zu können, muss James sich auf die Suche nach seiner gleichfalls verschwundenen Schwester Lucie begeben. Denn gefangen in den Verstrickungen eines düsteren, diabolischen Plans steht diese kurz davor, den größten Fehler ihres Lebens zu begehen – und die gesamte Welt der Schattenjäger mit sich in den Abgrund zu reißen...
~Meine Meinung~
"Chain of Thorns" ist der Abschlussband der Trilogie "Die letzten Stunden" und setzt nahtlos am Ende von Band 2 an. Trotz des relativ großen Umfangs des Bandes bleibt die Handlung durchgehend spannend und konnte mich dadurch mehr überzeugen und fesseln als noch die ersten beiden Bände. Allzu viel zum Inhalt kann ich aus Spoilergründen nicht verraten, daher halte ich mich etwas oberflächlich:

Mittlerweile hat man als Leser*in die Charaktere der Trilogie ins Herz geschlossen und leidet mit ihnen mit. Während ich mich zu Beginn der Reihe mit der Vielzahl an Charakteren noch schwer tat, fand ich es hier sehr gelungen, wie sie alle ihre Päckchen weiter tragen und oftmals zu lösen vermögen. Das sorgt auch abseits der Haupthandlung für einige überraschende Wendungen. Und eines muss man Cassandra Clare da wirklich lassen: individuelle, lebendige Charaktere mit Ecken und Kanten kann sie einfach schreiben. Und sie alle machen eine nachvollziehbare Entwicklung durch.

Sowohl actionlastige als auch romantische Momente kommen nicht zu kurz, wobei ich hier den Fokus auf den Kampf gegen Dämonen und die Rettung der Welt sehr angenehm fand. In den ersten beiden Bänden war mir das Liebesdrama doch etwas viel. Das sorgte im Abschlussband dafür, dass endlich das altbekannte Schattenjäger-Feeling bei mir aufkam, das ich zuvor bei der Reihe vermisst habe. Aber in "Chain of Throns" hat Cassandra Clare auch mich endlich wieder komplett erreicht und überzeugen können. Nun bin ich doch etwas traurig, dass die Reihe beendet ist und es wohl kein Wiedersehen der Charaktere in dem Schattenjäger-Universum geben wird.

Gesprochen wird das Hörbuch erneut von Oliver Kube, der wieder einen sehr guten und angenehmen Job macht. Daher kann ich auch das Hörbuch empfehlen.

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über das Bloggerportal. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Samstag, 30. September 2023

[Rez] "100 erste Wörter" von Roald Dahl

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar].
© Bildrechte: Pinguin Junior 
"100 erste Wörter"
von Roald Dahl & Quentin Blake
Originaltitel: First 100 Words 
Verlag: Pinguin Junior, 2023
Kinderbuch | 16 Seiten
ISBN: 978-3328302704

~Inhalt~
Unterteilt in acht Themen werden die 100 ersten, wichtigsten Wörter – und ein paar alberne – anhand von lustigen Szenen erklärt. Denn ein bisschen Unfug darf bei Roald Dahl natürlich nicht fehlen! So ist hinter der ein oder anderen Klappen eine witzige Überraschung versteckt. Die Gegenstände werden auf diese Weise von den Kindern erkannt und benannt, wodurch der Spracherwerb ganz spielerisch unterstützt wird.
~Meine Meinung~
Das Buch ist großformatig und dadurch sehr übersichtlich gestaltet. Die Klappen im Inneren sind entsprechend ebenfalls groß genug, um von kleinen Kinderhänden gut umgeklappt werden zu können.
Jede Doppelseite umfasst einen Themenbereich ("Bei uns Zuhause", "Leckeres/ekliges Essen", "Ein herrlicher Garten", "Tolle Tiere", "Ein dreckiger Bauernhof", "Lustige Gesichter und fabelhafte Bewegungen", "Zeit fürs Bett").
Die Auswahl der Wörter umfasst einige "Standard-Wörter" wie verschiedene Tiere oder auch alltäglich Gegenstände. Dazu kommen ein paar Verben und ein paar "Spaß-Begriffe" (z.B. Purzelbaumvogel) oder "Laut-Worte" (z.B. Schmatz). Damit deckt das Buch 100 Wörter ab, die tatsächlich im Alltag oft verwendet werden sowie auch ein paar speziellere Worte, die das Kind sicherlich nicht oft zu Ohren bekommt.
Die Zeichnungen stammen von Quentin Blake und sind sicherlich Geschmacksache, da sie etwas krakelig sind. Wirken aber dadurch auch lustig und auch einige Situationen im Buch sind eher lustig gezeichnet. 
Meinem Sohn gefällt das Buch grundsätzlich gut, bei einigen Bildern lacht er auch. Allerdings fehlen ihm die Fahrzeuge. ;)
Altersempfehlung ist ab 12 Monaten.
Wer für seinen Nachwuchs oder als Geschenk mal ein etwas anderes "Erste Wörter"-Buch besorgen möchte, ist hier definitiv richtig.

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über das Bloggerportal. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Sonntag, 10. September 2023

[Rez] "Unravel Me" von Tahereh Mafi

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar].
© Bildrechte: cbj audio

"Unravel Me. Finde mich, wenn du kannst."
von Tahereh Mafi
Originaltitel: Unravel Me
Verlag: cbj audio, 2023
Sprecher:in: Leonie Landa
Laufzeit: 10h 24min
Band 2 von 6
Der Roman erschien ursprünglich 2013 bei cbj [ISBN: 978-3442481712 | 432 Seiten], 2023 gab es eine Neuauflage.

~Klappentext~
Juliette ist die Flucht gelungen. Sie und Adam sind den Fängen des grausamen Regimes entkommen und haben Zuflucht gefunden im Omega Point, dem Stützpunkt der Rebellen. Hier gibt es andere wie sie mit übernatürlichen Kräften, und zum ersten Mal fühlt Juliette sich nicht mehr als Ausgestoßene. Doch der Fluch ihrer tödlichen Berührung verfolgt sie auch hier – zumal Adam nicht länger völlig immun dagegen ist. Während ihre Liebe zueinander immer unmöglicher scheint, rückt der Krieg mit dem Reestablishment unaufhaltsam näher. Und mit ihm das Wiedersehen mit dem dunklen und geheimnisvollen Warner, hinter dessen scheinbar gefühlloser Fassade sich so viel mehr verbirgt, als es den Anschein hat...
~Meine Meinung~
Der zweite Band setzt nahtlos an Band 1 an. Juliette soll ihre Kräfte unter Kontrolle bringen und trainieren, doch das fällt ihr nicht leicht. Die Beziehung zu Adam macht ihr aufgrund neuer Erkenntnisse zunehmend zu schaffen und so versinkt sie in vielen Szenen in Selbstmitleid. Das war nicht immer einfach zu lesen und ich wollte Juliette oft schütteln, damit sie anfängt, wieder nach vorne zu sehen. Auch Adam bleibt mir unsympathisch, er ist so gefesselt von Juliette, dass er oft nicht mehr klar denkt und als Charakter immer blasser wird. Fan der Lovestory bin ich entsprechend weiterhin nicht. Vor allem, weil es ja auch immer noch Warner gibt, den Juliette nicht aus dem Kopf bekommt... Wer so gar keine Lust auf Dreiecks-Liebesgeschichte hat, ist hier falsch. 
Immerhin ist und bleibt Warner die interessanteste Person in der Reihe. Ihn finde ich charakterlich echt cool ausgearbeitet und man erfährt im 2. Band noch deutlich mehr zu ihm und seinen Hintergründen.
Als weitere interessante Person mausert sich hier Kenji. In Band 1 ging er mir noch total auf den Keks, aber hier bekommt er einige Szenen, die ihn mir haben sympathisch werden lassen. Hinter seiner aufdringlichen, direkten Art steckt ein echter Freund für Juliette.

Gleichzeitig müssen sich die Rebellen auf einen Angriff des Reestablishments vorbereiten, denn Warner und seine Männer kommen Omega Point immer näher... Die eigentliche Handlung, abseits der Lovestory, fand ich weiterhin packend. Die Vorgehensweise des Reestablishments und v.a. von dessen obersten Führer sowie von Warner sind grausam und wissen an die Handlung zu fesseln. Man möchte unbedingt wissen, wer am Ende als Sieger hervorgeht: die Rebellen oder doch das Reestablishment? Und ist die dystopische Welt, wie wir sie hier kennenlernen, überhaupt noch zu retten? 
Zum Glück macht Juliette im Laufe des Bandes eine ordentliche Entwicklung durch, die sehr gespannt auf den 3. Band macht, der die ursprünglich als Trilogie angesetzte Reihe ehemals beendet hat.

Von der Hörbuchsprecherin bin ich weiterhin begeistert. Sie setzt auch hier Juliette Gedankenwelt und den teilweise speziellen Schreibstil gekonnt um.


Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über das Bloggerportal. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Samstag, 19. August 2023

[Rez] "Shatter Me" von Tahereh Mafi

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar].
(c) Bildrechte: cbj audio

"Shatter Me. Berühre mich, wenn du dich traust."
von Tahereh Mafi
Originaltitel: Shatter Me
Verlag: cbj audio, 2023
Sprecher:in: Leonie Landa
Laufzeit: 7h 58mim
Band 1 von 6
Der Roman erschien ursprünglich 2012 bei cbj [ISBN: 978-3442478491| 317 Seiten], 2023 gab es eine Neuauflage.

~Klappentext~
„Du darfst mich nicht anfassen“, flüstere ich. Bitte fass mich an, möchte ich in Wahrheit sagen. Aber wenn man mich anfasst, geschieht Seltsames. Schlimmes.
Ihr Leben lang war Juliette einsam, eine Ausgestoßene – ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Doch Juliette beschließt zu kämpfen – gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. Für ihre Liebe. Und für den Zauber der Berührung ...

~Meine Meinung~
Die Reihe wollte ich schon lange lesen und habe mich nun sehr über die neuen Hörbücher dazu gefreut. Die Sprecherin passt hervorragend zu Juliette und liest sie und ihre Gedanken immer mit der passenden Stimmung. Dadurch war es schwer, das Hörbuch zu pausieren.

Die Handlung beginnt sehr düster. Juliette ist in einer psychiatrischen Anstalt eingesperrt und diese gleicht eher einer isolierten Einzelhaft. Sie hat keinen Kontakt zu anderen Menschen, bekommt Essen und Dusche quasi einfach vorgeworfen. Entsprechend schlecht geht es ihr, ihre Gedanken sind manchmal wirr, was durch die Schreibart unterstützt wird. Viele ihrer Gedanken sind durchgestrichen, sie wiederholt oft Worte oder Sätze, hat ein Faible für Zahlen. Ich fand die Art wie der Text geschrieben und dargestellt ist, ziemlich cool. Man merkt auch in Laufe der Handlung, dass ihre Gedanken mit zunehmender Besserung ihrer Situation klarer werden.
Was Juliette so besonders macht und weshalb sie auch so einsam eingesperrt ist: wenn man sie berührt, erleidet man starke Schmerzen bis hin zum Tod. Juliette ist daher in einer Umgebung voll Abneigung aufgewachsen, bekam keinerlei Unterstützung von ihrer Familie oder anderer Stelle. Bis sie schließlich weggesperrt wurde...

Die Handlung wendet sich, als der mysteriöse Adam mit in ihre Zelle gesperrt wird. Ist das ein Test? Will man Juliette zusätzlich quälen? Von da an nimmt die Geschichte Fahrt auf und wird zunehmend dramatischer und actionlastiger. 
Mir gefiel die Geschichte grundsätzlich sehr gut. Es ist spannend,  fesselnd und hat so einige düstere Aspekte, die schwer zu ertragen waren.
Die wichtigen Charaktere sind gut ausgearbeitet, alle haben ihre moralischen Graustufen und ehrlich gesagt, war mir niemand durchgehend sympathisch. Juliette ist oft zu instabil, versinkt gern in Selbstmitleid, ist gleichzeitig aber auch mutig, entschlossen. Adam blieb mir noch etwas blass, über ihn konnte ich am Ende noch am wenigsten sagen. Besonders interessant war Warner, der charakterlich echt krass ist. 

Alles in allem hätte das Buch ein perfektes Highlight werden können. Wenn die Lovestory nicht wäre. Ich kann diese zwar nachvollziehen, aber die ging mir dennoch viel zu schnell. Aus Spoilergründen kann ich nicht weiter drauf eingehen, aber ja, die war mir zu plötzlich die große Liebe.

Dennoch bin ich sehr gespannt auf Band 2 und wohin Juliettes Reise noch führt.


Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über das Bloggerportal. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Donnerstag, 27. Juli 2023

[Rez] "Chain of Iron" von Cassandra Clare

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar].
© Bildrechte: derHörverlag

"Chain of Iron. Die letzen Stunden 2"
von Cassandra Clare
Originaltitel: Chain of Iron
Verlag: derHörverlag, 2021
Band 2 von 3 
Laufzeit: 25h 4min (ungekürzt)
Sprecher:in: Oliver Kube
Der Roman erschien 2021 im Goldmann Verlag (784 Seiten | ISBN: 978-3442314553).

~Klappentext~
London, Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Schattenjägerin Cordelia Carstairs hat eigentlich alles, was sie sich je wünschte: Verlobt mit ihrer großen Liebe James Herondale baut sie sich ein neues Leben auf – und mit dem legendären Schwert Cortana beeindruckt sie Freund und Feind. Doch das Glück ist nur Fassade, denn James' wahre Liebe gilt der mysteriösen Grace. Außerdem wütet ein Mörder unter den Londoner Schattenjägern. Cordelia und ihre Gefährten versuchen ihn aufzuhalten – und verstricken sich dabei nur immer tiefer in ihre eigenen Geheimnisse und Lügen...
~Meine Meinung~
Der zweite Band der Trilogie setzt direkt am Ende von Band 1 an, sodass man direkt wieder in der Handlung drin ist. Dabei war etwa das erste Drittel der Handlung sehr ruhig und drehte sich vor allem um die weitere Beziehung zwischen Cordelia und James. Erst danach wurde die aktuelle Bedrohung in der Schattenjäger-Welt wieder mehr von Bedeutung, denn es geschehen plötzlich mysteriöse Morde in London, die die Gruppe rund um James und Cordelia aufklären möchte. Eine große Rolle spielen hier auch James' Schwester Lucie und seine Geliebte Grace, ebenso wie Grace verstorbener Bruder Jesse.
Das erste Drittel war mir persönlich zu zäh und zu sehr von alltäglichen Erlebnissen geprägt. Da fehlte etwas der Schattenjäger-Touch und auch eine ordentliche Handlung. Danach gab es aber wieder einige Entwicklungen, die mich überzeugen konnten und die die Schattenjäger-Welt weiter ausbauen. Vor allem die Infos zu Cortana, Cordelias speziellem Schwert und allem, was damit zusammenhängt, fand ich interessant. Aber auch Lucie und ihre Fähigkeit bezüglich Geistern gefiel mir mit jeder Szene besser. 

Das Liebesdreieck zwischen James, Cordelia und Grace finde ich weiterhin unnötig und hier aufgrund zahlreicher Missverständnisse auch zunehmend anstrengend. Da bleibt zu hoffen, dass sich diese Beziehung nicht auch im Abschlussband weiter zieht.
Dafür bekommen wie erwartet auch die Nebencharaktere, von denen es eine Vielzahl gibt, langsam mehr Tiefe. Hier neben Lucie und Grace vor allem auch Matthew, dessen Charakter ich gegen Ende wirklich interessant fand. Hier bin ich sehr gespannt, ob er im letzten Band noch zu einem Happy End findet oder ob sein Alkoholproblem auch sein Ende bestimmt.

Was mir weiterhin auffällt: Cassandra Clare baut viele kleine Szenen ein, die vor allem für langjährige Fans der Reihen sind. So zum Beispiel einige Infos zu Jem und die Auftritte von Will und Tessa. Wer mit "Die letzten Stunden" in die Welt startet, wird da manches vermutlich nicht im Detail zuordnen können. Aber das stört den Lesefluss nicht, sondern könnte irritieren.

Das Ende war dann wieder packend und hatte einige Überraschungen parat, die neugierig auf den Reihenabschluss machen.

Alles im Allem hätte man den Band sicher um einiges kürzen können, dennoch gab es auch viele spannende und interessante Momente, sodass ich der Reihe weiterhin etwas zwiegespalten gegenüber stehe. Nicht meine liebste Schattenjäger-Reihe, aber trotzdem unterhaltsam. Für Fans von Cassandra Clare auf jeden Fall ein Muss. Jetzt bin ich gespannt wie die Trilogie zu Ende geht.

Der Hörbuch-Sprecher hat zu Band 2 gewechselt und gefiel mir jetzt auch deutlich besser. 

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über das Bloggerportal. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Dienstag, 11. Juli 2023

[Rez] "If We Were Villians" von M. L. Rio

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar].
© Bildrechte: derHörverlag 

"If We Were Villians"
von M. L. Rio
Originaltitel: If We Were Villians
Verlag: derHörverlag, 2023
Sprecher:in: Roland Wolf
Laufzeit: 779min (ungekürzt)
Einzelband
Der Roman ist 2023 im Penguin Verlag erschienen (464 Seiten, ISBN: 978-3-328-11086-6)

~Klappentext~
Oliver Marks bekommt immer nur die Nebenrollen. Trotzdem ist der junge Schauspieler glücklich am renommierten Dellecher College, einer abgeschiedenen Welt mit flackernden Kaminfeuern und ledergebundenen Büchern. Die sieben Studenten seines Jahrgangs sind eine eingeschworene Gemeinschaft, besessen von der Schauspielerei und von Shakespeare. Die Rollen, die sie auf der Bühne verkörpern, legen sie auch privat nicht ab: Mitläufer, Verführerin, Held. Der charismatische Richard gibt die unberechenbaren Tyrannen. Doch eines Tages treibt einer der Freunde tot im Collegesee. Die anderen stehen vor einer schwierigen Wahl: Sollen sie der Wahrheit ins Auge sehen oder weiter ihre Rollen wahren?
~Meine Meinung~
Auf diesen Roman war ich besonders gespannt, da hier Shakespeares Werke eine große Rolle spielen. Die Handlung findet vollständig am Dellecher College (eine Kunst-Schule) statt, an der im Theater-Fachbereich ausschließlich Shakespeare unterrichtet wird. Wer mit ihm also gar nichts anfangen kann, wird am Roman eventuell wenig Freude haben. Denn natürlich dreht sich auch viel um einzelne Stücke und Szenen, teilweise werden sogar Dialoge in Zitaten geführt. Ich fand diese Umsetzung ziemlich cool und an der Stelle auch ein großes Lob an den Hörbuch-Sprecher, der Shakespeares Verse sehr verständlich gelesen hat.

Der Abschlussjahrgang besteht aus sieben Schülern, die in ihren Rollen des Abschlussstücks absolut aufgehen, bis die Grenzen zwischen Realität und Rolle verschwimmen. Und das gelingt M. L. Rio so gekonnt, dass man auch als Lesender irgendwann unsicher ist, wer noch spielt und wer tatsächlich seinen wahren Charakter zeigt. 
Das macht auch einen großen Reiz dieses Romans aus, der einen hohen Krimianteil hat. Denn als einer der Schüler stirbt und niemand weiß, wer es getan hat, gehen die Nachforschungen los. Und was sagt man der Polizei, wo doch in der Gruppe ganz frisch Konkurrenzdenken bis hin zu starker Rivalität herrscht? Was, wenn einer von ihnen für den Tod verantwortlich gemacht wird? Oder ist gar einer von ihnen ein Mörder?

Die ganze Handlung wird aus Sicht von Oliver erzählt, der stets nur Nebenrollen spielt und sich auch innerhalb der Gruppe als Nebenrolle sieht. Er hält sich eher im Hintergrund, ist immer hilfsbereit und nett. Neben den strahlenden Hauptrollen geht er regelrecht unter. Und irgendwie machte ihn das für mich schnell sympathisch, während ich zu den anderen Charakteren schwieriger Zugang fand. Oliver ist aber durch seine Erzähl-Perspektive auch der einzige, bei dem man sich einigermaßen sicher sein kann, was er spielt und was nicht.

Aufgebaut ist der Roman wie ein Theaterstück in Akten. Innerhalb der einzelnen Szenen werden einige Dialoge zudem wie in einem Theaterstück geschrieben. Anfangs gewöhnungsbedürftig, sorgt es schnell dafür, dass man in das Stück, das die Gruppe spielt und lebt, hineingesogen wird. M. L. Rio gelingt es, auch durch den Schreibstil Wahrheit und Theater zu vermischen. Und damit insgesamt ein überragendes Debüt zu schreiben.

Einzig das Ende konnte mich nicht ganz überzeugen. Es gibt viel Drama, viel Tragik, viel Aufopferung. Und Olivers Entscheidung und dass er die Folgen davon nicht abschätzen konnte, habe ich dabei nicht ganz verstanden. Dennoch insgesamt ein großartiges Buch, das mich gut unterhalten und an mancher Stelle fest ans Hörbuch gefesselt hat. Wer Dark Academia Feelings mag und Shakespeare nicht abgeneigt ist, sollte einen Blick drauf werfen und sich selbst von der Handlung einsaugen lassen.


Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über das Bloggerportal. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Freitag, 9. Juni 2023

[Rez] "Chain of Gold" von Cassandra Clare

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar].
(c) Bildrechte: derHörverlag
"Chain of Gold. Die letzten Stunden"
von Cassandra Clare
Originaltitel: Chain of Gold
Verlag: derHörverlag, 2021
Band 1 von 3
Sprecher:in: Johannes Klaußner
Laufzeit: 24h, 21min (ungekürzt)
Der Roman erschien 2020 im Goldmann Verlag (704 Seiten, ISBN: 978-3442314546)

~Klappentext~
Von der eleganten Londoner Soirée zum rauschenden Ball – und unter dem Abendkleid verborgen ein tödlich scharfes Schwert: In Cordelia Carstairs Brust wohnen zwei Seelen. Denn eigentlich sollte die junge Schattenjägerin heiraten. Sie jedoch plant eine Zukunft als Dämonenjägerin – auch in ihren Kreisen eher unüblich Anfang des 20. Jahrhunderts. Während Cordelia noch mit ihrem Schicksal und der aussichtslosen Liebe zu James Herondale hadert, bricht Unheil über Londons Schattenjäger herein: Scheinbar unbesiegbare Dämonen drohen die Stadt zu überrennen. Und Cordelia muss erfahren, was der wahre Preis für Heldentum ist ...
~Meine Meinung~
Seit Langem habe ich ein Werk von Cassandra Clare auf Deutsch gelesen bzw gehört. Die Übersetzung fand ich diesmal sehr gelungen, damals war ich ja auf Englisch umgestiegen, weil mir die Übersetzung nicht gefiel... Hier habe ich aber nichts zu meckern.
Allerdings fand ich den Sprecher gewöhnungsbedürftig. Ich tue mich aber generell schwer mit männlichen Stimmen für Bücher von Autorinnen. Irgendwie habe ich da im Kopf immer was anderes im Sinn. Teilweise fand ich hier aber auch die Aussprache komisch, wobei ich gar nicht genau festmachen kann, woran es lag. Aber gerade die englische Aussprache der Namen klang manchmal merkwürdig. Also leider war der Sprecher nicht ganz mein Fall, hat aber an sich einen ordentlichen Job gemacht und die Stimmen auch gut variiert, sodass es nicht langweilig wurde.

Die Handlung spielt zeitlich einige Jahre nach "Clockwork Princess" und man trifft viele bekannte Figuren wieder. Für Fans der Schattenjäger-Bücher natürlich toll und etwas Vorwissen macht einige Einordnungen der Charaktere leichter, aber man kann "Chain of Gold" auch ohne Vorwissen lesen/hören. 

Anders als bei den anderen Reihen aus der Schattenjäger-Welt geht es hier vorrangig erstmal nicht um Weltherrschaft oder allgemein größere Macht über andere Gruppen, sondern um Einzelschicksale. Das kann sich über die beiden Folgebände vielleicht noch ändern, aber in diesem ersten Band ging es tatsächlich um die einzelnen Charaktere. Dabei hauptsächlich um James und Cordelia. Ersterer hat einige Schwierigkeiten mit seiner Fähigkeit, in das "Schattenreich" zu wechseln, und letztere will den Namen ihres Vaters reinwaschen. 
Daneben treten zahlreiche weitere Charaktere auf, die auf ihre Art von Bedeutung für die gesamte Handlung sind. Gefühlt baut Cassandra Clare von Reihe zu Reihe mehr Charakter ein, die mitmischen. Anfangs war mir das hier etwas viel und ich habe eine Weile gebraucht, um alle Charaktere einzuordnen und im Kopf zu behalten. Da wäre meiner Meinung nach eine kleinere Hauptgruppe einfacher zu merken gewesen, gerade weil auch so oft die Charaktere aus "Clockwork Angel" vorkommen.

Der Handlungsverlauf ist relativ ruhig. Es gibt zwar immer wieder zwischendurch kurze Actionszenen, aber das Hauptaugenmerk liegt zum Einen auf den Lovestorys und zum Anderen auf der Aufklärung der Dämonenangriffe, also quasi Detektivarbeit. Den Beginn fand ich dabei etwas zu zäh, es findet viel Einführung in die historische Zeit und das Umfeld statt, mit Bällen und Höflichkeitsgeplänkel. Erst nach und nach baut sich die Handlung rund um Dämonen weiter auf, wobei sich dafür wirklich viel Zeit gelassen wird. Nebenbei gibt es immer wieder Szenen zu den Charakteren und deren Beziehungen untereinander. Aufgrund der Vielzahl an Charakteren kommt da einiges zusammen... Gleichzeitig bleiben viele der Charaktere noch etwas blass, da nicht ausreichend auf alle eingegangen werden kann. Vermutlich folgt das in den Folgebänden noch intensiver. Der Fokus liegt auf Cordelia und James und den damit verbundenen Lovestorys. Man muss sich hier auch erneut auf eine Dreiecks-Lovestory einstellen, was nicht hätte sein müssen, aber immerhin läuft sie anders ab als bei "Clockwork Angel".

Insgesamt ein solider Auftakt einer neuen Trilogie in der Schattenjäger-Welt, der aber etwas weniger Charaktere und einen etwas strafferen Handlungsverlauf hätte vertragen können.

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über das Bloggerportal. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Sonntag, 14. Mai 2023

[Rez] "Ich bin Gideon" von Tamsyn Muir

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar].
© Bildrechte: Randomhouse Audio

"Ich bin Gideon"
von Tamsyn Muir
Originaltitel: Gideon the Ninth
Verlag: Randomhouse Audio, 2020
Band 1 von 2 
Laufzeit: 1233 Minuten
Sprecher:in: Dagmar Bittner
Der Roman erschien 2020 im Heyne Verlag.

~Klappentext~
Gideon hat genug von dem düsteren Planeten, auf dem sie aufgewachsen ist. Genug von einem Leben als Dienerin des Neunten Hauses. Vor allem aber hat sie genug von Harrowhark, der Erbin ebenjenes Hauses. Also packt Gideon ihr Schwert und ihre Pornohefte ein, um endlich zu verschwinden. Doch sie wird erwischt. Zur Strafe soll sie Harrowhark als Schwertmeisterin an den kaiserlichen Hof begleiten, wo diese, gemeinsam mit den Erben der anderen royalen Häuser, an einem Wettkampf auf Leben und Tod teilnimmt. Wenn sie den Untergang des Neunten Hauses und ihres Planeten verhindern wollen, müssen die beiden zusammenarbeiten. Und das obwohl sie einander auf den Tod nicht ausstehen können – oder?
~Meine Meinung~
"Ich bin Gideon" spielt in einem düsteren Weltraum-Setting, bei dem auf verschiedenen Planeten verschiedene "Häuser" existieren, die verschiedene Aufgaben ausführen, wobei überall Totenmagie im Spiel ist. Jedenfalls soweit ich das richtig verstanden habe. Gideon ist eine junge Frau/Teenagerin, die im 9. Haus aufwächst und auf ihre Lebensumstände dort keine Lust mehr hat. Sie plant die Flucht auf einen anderen Planeten, wird jedoch von Harrowhark aufgehalten und muss ihr "als Strafe" zu einem Wettkampf zwischen den Häusern folgen. Ziel des Wettbewerbs ist es, neue übermächtige Krieger zu finden, die dem Herrscher über alle Häuser bei den intergalaktischen Kämpfen helfen.
Also das ganze Setting und die Hintergründe fand ich persönlich einerseits ausschweifend erzählt und andererseits teilweise nicht ganz klar. Besonders die Unterschiede zwischen den Häusern und wie die Kommunikation abläuft usw war mir zu schwammig. Oder ich hab's im Hörbuch überhört. Jedenfalls blieb die ganze Welt für mich wenig greifbar.

Was ich hingegen überwiegend spannend und interessant gestaltet fand, war dieser Wettbewerb. Die Teilnehmenden werden ins kalte Wasser geworfen und müssen die Aufgaben selbst herausfinden. Dabei gibt es einen Mix aus vielen Toten, verschiedenen Typen von Totenmagie, gruselige Mega-Monster, etwas Lovestory und etwas Krimi. Die ein oder andere überraschende Wendung ist auch dabei. Das Ganze wusste zu unterhalten und endet dann in einem sehr ausschweifenden Abschlusskampf mit einem doch eher unerwarteten Ende. Dennoch fehlte mir einfach etwas, um Interesse an Band 2 zu haben...

Und ich glaube, das liegt mit an den Charakteren. Gideon ist eine typische pubertierende junge Frau. Aufmüpfig, vorlaut, unangepasst, wirft mit Kraftausdrücken um sich. Harrowhark ist im Gegensatz dazu beherrscht, ruhig, krampfhaft autoritär. Wobei beide in ihrer Jugend oft naiv handeln. Während ich Gideon überwiegend unterhaltsam fand, war Harrowhark für mich nur anstrengend. Sie will immer Recht behalten und nutzt Gideon für ihren Sieg schamlos aus. Dennoch entwickelt sich eine kleine Lovestory, die aber zum Glück nicht im Vordergrund steht.

Neben den beiden tritt eine Vielzahl weiterer Charaktere auf, die aber alle vor allem Mittel zum Zweck sind und in ihren Rollen oberflächlich bleiben.

Insgesamt mochte ich den Mix aus düsterer Toten-Atmosphäre, actionlastigen Kämpfen und etwas Krimianteil, mir hat aber gerade bei den Charakteren mehr Tiefe und Sympathie gefehlt und das Worldbuilding war mir zu schwammig. Daher wurde ich zwar gut unterhalten, bin aber noch sehr unsicher, ob ich Band 2 lesen/hören werde.

Großer Pluspunkt geht an die Sprecherin Dagmar Bittner, die als Stimme von Gideon perfekt passt und so abwechslungsreich gelesen hat, dass es wirklich Spaß gemacht hat.


Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über das Bloggerportal. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Freitag, 5. Mai 2023

[Rez] "Nomaden der Ozeane" von Frauke Bagusche

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar].
© Bildrechte: Ludwig Verlag 

"Nomaden der Ozeane. Das Geheimnis der Meeresschildkröten"
von Frauke Bagusche
Verlag: Ludwig, 2023
Sachbuch | 224 Seiten
ISBN: 978-3453281394

~Klappentext~
Meeresschildkröten können Erstaunliches: Einige tauchen über 1000 Meter tief, manche transportieren Organismen durch die Meere und tragen so zu deren Ausbreitung bei, und wieder andere sorgen als »Architekten der Ozeane« für die Ausbreitung von Korallenriffen. Und sie alle haben verblüffende Supersinne, mit denen sie noch nach Jahrzehnten ihre tausende Kilometer entfernten Niststrände wiederfinden – dank ihrer Fähigkeit, sich am Magnetfeld der Erde zu orientieren, und dank ihres extrem guten Geruchssinns, mit dem sie vermutlich sogar ihren Geburtsstrand riechen können.

Die Meeresbiologin Frauke Bagusche nimmt uns mit auf eine einmalige Welt- und Zeitreise unter Wasser: In faszinierenden Geschichten über die ungeahnten Fähigkeiten der Meeresschildkröten zieht sie die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse ebenso heran wie ihre eigenen unmittelbaren Erfahrungen. Sie zeigt auch, warum die beliebten Panzerträger so dringend unsere Hilfe brauchen und wie wir alle helfen können, diese Tiere und unsere gemeinsame Lebensgrundlage, das Meer, zu erhalten.

~Meine Meinung~
Im zweiten Sachbuch von Frauke Bagusche dreht sich alles um Meeresschildkröten. Die sieben rezenten Arten werden im Detail vorgestellt und allerlei Wissen drum herum erzählt. Dabei wird deutlich, dass Meeresschildkröten oftmals unterschätzt werden. Oder wusstet ihr, dass sie sich am Erdmagnetfeld orientieren, um tausende Kilometer durch die Ozeane zurückzulegen? Oder dass das Geschlecht beim Schlüpfen von der Temperatur im Ei abhängt und damit auch durch den Klimawandel beeinflusst wird?
Wer am Ende der Lektüre noch offene Fragen hat, hat entweder nicht genau genug gelesen oder stellt sich dieselben Fragen, die sich auch die Wissenschaft noch stellt. Denn auch das wird deutlich: die Forschung steht in weiten Teilen dieser faszinierenden Wesen noch am Anfang. Und das, wo die Tiere aktuell stark gefährdet, teilweise sogar vom Aussterben bedroht sind. 
Frauke Bagusche zeigt die Bedrohungen auf, denen Meeresschildkröten sich stellen müssen, und damit auch einige Punkte, die sich ändern müssen, um das Meer als Lebensraum, nicht nur für Schildkröten, zu erhalten. Und neben all dem schlechten zeigt sie auch, dass es durchaus noch Hoffnung auf Besserung gibt.

Mir hat das geballte Wissen, verpackt in einen lockeren, gut verständlichen Schreibstil, sehr gefallen. Hier wird Wissen auch für Laien perfekt aufbereitet und macht beim Lesen Spaß. So lernt man gerne dazu. Abgerundet wird das Werk durch einen Fototeil in der Mitte und diverse Zeichnungen.

Einziger kleiner Kritikpunkt: wer sich bereits mit Umweltverschmutzung, v.a. der Meere beschäftigt hat, wird hier viele Wiederholungen lesen. Das hätte man sicher auch kürzer fassen können. 
Im Gegensatz dazu fand ich die Einblicke in die Arbeit von Schildkrötenschützern zwar sehr interessant, aber zu knapp gefasst. Hier hätte ich tatsächlich gerne noch mehr Details erfahren.

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über das Bloggerportal. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Mittwoch, 26. April 2023

[Rez] "Die Schneekönigin" von C. E. Bernard

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar].
© Bildrechte: penhaligon
"Die Schneekönigin. Kristalle aus Eis und Blut"
von C. E. Bernard
Verlag: penhaligon, 2022
Einzelband | 368 Seiten 
ISBN: 978-3764532796

~Klappentext~
Jeder kennt ihre Geschichte: Weit im hohen Norden lebt die Schneekönigin in ihrem kalten Palast. Sie ist ein Monster, das Kinder entführt und Eiskristalle in ihre Herzen treibt. Doch ich glaube nicht daran. Im Gegenteil: Ich will, dass die Schneekönigin mein Kind rettet! Denn die Gunst des Winters und seiner eisigen Stürme gehört meinem Reich seit Generationen. Erst als am Tag der Winterwende ein geheimnisvoller Luchs auftauchte, sandte die Schneekönigin mir ihren Zorn. Doch ich werde ihre drei Prüfungen bestehen und meinen Sohn retten. Sogar, wenn ich dabei selbst zu Eis erstarren werde ...
~Meine Meinung~
Wie der Titel schon aussagt, handelt es sich hier um eine Adaption des Märchens "Die Schneekönigin" von Hans Christian Andersen. Das Original zu kennen, ist daher sicherlich hilfreich, der Roman lässt sich aber auch ohne Vorwissen gut lesen. Es sind zudem kurze Auszüge aus dem Märchen jeweils zu Beginn eines der Abschnitte im Buch enthalten.

Die Handlung wird aus der Sicht von Greta erzählt. Sie ist die Burgherrin im Norden und für das Wohl der umliegenden Bevölkerung zuständig. Jeden Winter, wenn die Meerenge zufriert, werden mit der Stadt auf dem Festland Waren getauscht. Zu anderen Zeiten ist ein Austausch aufgrund des tückischen Meeres unmöglich. Entsprechend zurückgezogen und "unmodern" leben die Menschen rund um Greta. Greta zeichnet sich durch ihre Entschlossenheit und Liebe zu ihrer Familie und ihrem Volk aus, für die sie alles auf sich nehmen würde. Gleichzeitig hält sie an den Traditionen fest und glaubt daran, dass sie die Schneekönigin, die vom Berg aus über den Norden wacht, freundlich gestimmt halten müssen durch Gesang und Opfergaben.
Als die Meerenge eines Winters nicht mehr zufriert und ihr Sohn in das eiskalte Wasser fällt, zögert Greta nicht lange und sucht Hilfe bei der Schneekönigin...

Die Handlung wird ähnlich wie ein Märchen etwas oberflächlich erzählt. Es geht um die Aufgaben, denen sich Greta stellen muss, alles andere wird überwiegend nur angerissen. Auch die Charaktere bleiben, bis auf Greta, flach und sind Mittel zum Zweck. Dabei werden neben dem ursprünglichen Märchen vor allem die Themen Klimawandel und Feminismus eingebracht. Die Idee fand ich interessant und an sich gut umgesetzt. Es wird aber vor allem auf dem "rückständigen" Rollenbild der Frau "in der Stadt" etwas zu sehr herum geritten. Gepaart mit Zweifeln an Gretas Mann, weil natürlich auch das Familienleben noch infrage gestellt werden muss. Das war mir dann am Ende doch etwas viel.

Das klingt jetzt vielleicht etwas zu negativ, aber mir hat das Lesen dennoch Spaß gemacht. Ich wollte stets wissen, ob die Schneekönigin wirklich existiert und ob Greta die erhoffte Hilfe bekommt. Dabei hat die Handlung auch ein paar Überraschungen parat und die Aufgaben, denen sich Greta stellen muss, wussten zu unterhalten. Das alles mit einer düsteren, einnehmenden Atmosphäre im kalten Eis. Das Ende war dann auch nochmal etwas, was mir persönlich gut gefällt. Wer auf Disney-Happy-Ends hofft, sollte das Buch aber vielleicht nicht lesen. 

Alles in Allem eine ungewöhnliche Märchen-Adaption, die ich trotz der Kritikpunkte gerne gelesen habe und die sich für Zwischendurch sehr gut eignet.

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über das Bloggerportal. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Donnerstag, 30. März 2023

[Rez] "Nijura. Das Erbe der Elfenkrone" von Jenny-Mai Nuyen

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© Bildrechte: Randomhouse 

"Nijura. Das Erbe der Elfenkrone"
von Jenny-Mai Nuyen
Verlag: Randomhouse Audio, 2006
Einzelband
Laufzeit: 7h, 8min (gekürzt)
Speicher:in: Anna Thalbach
Der Roman erschien 2006 bei cbj.

~Klappentext~
Als die magische Krone der Elfen einem machtbesessenen Menschen in die Hände fällt, steht alles auf dem Spiel: das Fortbestehen des Elfenvolks genauso wie das Gleichgewicht der Welt. Alle Hoffnungen ruhen auf der jungen Halbelfe Nill. Sie ist die Auserwählte – sie ist Nijura. Gejagt von Grauen Kriegern, unterstützt nur von wenigen mutigen Gefährten und ausgestattet mit der einzigen Waffe, die das Elfenvolk retten kann, macht sich Nijura auf die gefährliche Reise zum Turm des Königs.
~Meine Meinung~
"Nijura" war 2006 das Debüt der damals 18-jährigen Jenny-Mai Nuyen und wurde 2018 nochmal neu aufgelegt. 
Man merkt dem Roman an, dass er ein Erstling ist, jedoch auf relativ hohem Niveau, der mich gut unterhalten konnte.

Die Handlung dreht sich um Scapa und Arane, die zu Beginn das Ziel haben, die Diebesbande in ihrer Heimatstadt anzuführen bzw. den aktuellen Boss zu stürzen, der es den anderen Straßenkindern schwer macht. Nebenbei erfährt man schon erste Punkte zur Elfenkrone und dem König, der angeblich ein Mensch sein soll...
Später spielt auch die Halbelfe Nill, die als Auserwählte den Elfenkönig stürzen soll, eine große Rolle. Und auch weitere Personen treten auf, sodass man zeitweise einer relativ großen Gruppe folgt. Da bleibt die Charaktertiefe etwas außen vor, dennoch fand ich die Truppe unterhaltsam und die wichtigsten Personen (Scapa, Nill und Arane) ausreichend charakterisiert.

Was aber vor allem überzeugen kann, ist die Handlung und die Welt, in der sie spielt. Elfen sind hier nicht die unfehlbaren, gottähnlichen Wesen, wie man sie aus anderen Romanen oft kennt, sondern ziemlich das Gegenteil. Sie folgen dem Menschen als neuen König einzig aus dem Grund bereitwillig, dass er die Krone trägt. Auch sonst scheinen sie wenig eigene Ansichten vertreten zu können.
Der Handlungsverlauf ist spannend und hat ein paar überraschende Wendungen zu bieten, die das Lesen/Hören kurzweilig gestalten. Es gibt zwar auch teilweise langatmigere Passagen, vor allem den ersten Teil rund um den Untergrundkampf Scapas, der für die Handlung danach nicht soooo relevant ist, aber durch den flüssigen, bildhaften Schreibstil fliegt man dennoch durch die Geschichte.

Einzig das Ende und die Liebesgeschichte gingen mir etwas schnell, aber für ein Debüt hat mich "Nijura" alles in allem positiv überrascht und sticht trotz seines Alters aus der Masse an Jugendbuch-Fantasy heraus.

Das Hörbuch wird von Anna Thalbach gesprochen, die die Handlung spannend und der jeweiligen Situation angepasst in Szene setzt.


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Dienstag, 7. März 2023

[Rez] "Smoke" von Dan Vyleta

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© Bildrechte: carl's books

"Smoke. Sie wissen was du denkst"
von Dan Vyleta
Originaltitel: Smoke
Verlag: carl's books, 2017
Band 1 von 2 | 625 Seiten
ISBN: ‎978-3570585689

~Klappentext~
England, Ende des 19. Jahrhunderts. Thomas und Charlie sind adeliger Herkunft und besuchen ein Eliteinternat in Oxford. Dort werden sie nicht nur streng erzogen, sondern sollen gleichzeitig von einem düsteren Phänomen geheilt werden, das wie eine Krankheit um sich greift: Jeder unaufrichtige Gedanke, jede Lüge wird durch dunklen Rauch sichtbar, der unkontrolliert dem Körper des Betroffenen entweicht. Als die beiden Schüler es wagen, die Gesetze des Rauchs zu hinterfragen, stoßen sie auf ein Komplott aus Willkür, Macht und Unterdrückung. Und schon bald fürchten die beiden um ihr Leben.
~Meine Meinung~
"Smoke" hat jetzt schon ein paar Jahre auf dem Buckel, ich habe aber kürzlich gesehen, dass es im Englischen schon Band 2 gibt. Also wurde Band 1 endlich gelesen.

Die Handlung spielt in England zur Zeit der Industrialisierung. Der Unterschied zu unserer Realität: die Menschen stoßen Rauch aus, wenn sie starke Emotionen haben. Das wird gemeinhin als Sünde bezeichnet und wer etwas auf sich hält, lernt diese Sünde zu kontrollieren bis Kleidung und Haut stets sauber sind.
Solche Selbstbeherrschung lernen Jugendliche an speziellen Schulen. So auch Thomas und Charlie, die Protagonisten des Romans. Als ihre Klasse eines Tages einen Ausflug nach London macht, ändert sich für die beiden Jungen alles und sie geraten in etwas hinein, dass ihr gesamtes Weltbild auf den Kopf stellt...

Erzählt wird vor allem aus der Sicht von Thomas und Charlie, es gibt aber immer wieder Kapitel aus der Sicht weiterer Personen. Mich hat das hier nicht gestört, da sich die anderen Sichtweisen gut in die Handlung eingefügt haben und nicht unnütz wirkten. Manch einem Lesenden mögen es aber zu viele Perspektivwechsel sein. 
Was dabei allerdings etwas auf der Strecke bleibt, sind die Charaktere. Es haben zwar alle ihre Eigenheiten und unterscheiden sich von einander, man bleibt zu ihnen aber distanziert. Vor allem mit Thomas und dessen "dunkler Seite" hatte ich Probleme, weil ich nicht fand, dass diese wirklich bemerkbar war im Vergleich zu den anderen Charakteren. Auch die Liebesgeschichte passte für mich nicht so ganz ins Bild und hätte ruhig weggelassen werden können.

Was den Roman meiner Meinung nach mehr auszeichnet, ist die Handlung und die Idee des Rauchs. Das fand ich sehr interessant umgesetzt und bin der Handlung gern gefolgt, auf der Suche nach mehr Informationen über den Rauch und dessen Ursprung. Die knapp 600 Seiten waren da tatsächlich schnell weggelesen. Zwar ist der Spannungsbogen eher flach, ich wollte jedoch trotzdem immer wissen, was als nächstes passiert. Die Hintergründe und Auswirkungen des Rauchs wurden in genau passenden Dosen über die gesamte Handlung gestreut.

Im zweiten Band erfährt man hoffentlich noch mehr über den Ursprung des Rauchs. Ob der Band übersetzt wird, steht aber wohl noch nicht fest.

Insgesamt war ich positiv von "Smoke" überrascht und von der Idee fasziniert. Die Umsetzung ist fesselnd, auch wenn die Charaktere durch die häufigen Perspektivwechsel distanziert bleiben.


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Dienstag, 20. Dezember 2022

[Rez] "Die Legende von Sleepy Hollow. Im Bann des kopflosen Reiters" von Christina Henry

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"Die Legende von Sleepy Hollow. Im Bann des kopflosen Reiters"
von Christina Henry
Originaltitel: Horseman
Verlag: penhaligon, 2022
Einzelband| 400 Seiten
ISBN: 978-3764532758

~Klappentext~
Dreißig Jahre ist es her, seit der kopflose Reiter das verschlafene Dorf Sleepy Hollow in Angst und Schrecken versetzte. Da wird in den Wäldern die Leiche eines Jungen gefunden, dessen Kopf und Hände abgetrennt wurden. Ist der Reiter wieder erwacht? Um die Lebenden vor den Toten zu beschützen, ist diesmal jedoch nicht Ichabod Crane zur Stelle, sondern ein 14-jähriges Kind: Ben Van Brunt weiß, welches Monster durch die Wälder streift. Doch außer seinem Großvater Brom schenkt ihm niemand Glauben. Bis zu dem Tag, als die Bewohner von Sleepy Hollow am eigenen Leib erfahren, dass selbst alte Legenden alles andere als vergangen sind ...
~Meine Meinung~
Christina Henry erzählt hier eine eigene Version der Legende von Sleepy Hollow, in der Ben, ein trans Junge, die Hauptrolle spielt. Er wächst bei seinen Großeltern auf, nachdem seine Eltern gestorben sind. Sein Großvater Brom ist in Sleepy Hollow eine Berühmtheit, hat er doch den kopflosen Reiter vor Jahren verjagt, sagt zumindest die Legende. Eines Tages wird im Wald die Leiche eines Jungen aus dem Ort gefunden - und die Ereignisse nehmen ihren Lauf...

Nach den bisherigen Büchern von Christina Henry hatte ich eine gruselige vielleicht sogar horrormäßige Geschichte erwartet. Vom Genre her ist es aber eher Mystery mit ein paar unappetitlichen Szenen. Ben versucht den Mörder zufinden und gerät dabei in einige gefährliche Geheimnisse rund um seine Familie.

Die Handlung empfand ich als eher ruhig. Ben macht Nachforschungen, ab und an gibt es Konflikte mit Familie und Nachbarn und allmählich kommt ans Licht, was tatsächlich hinter den Morden und dem kopflosen Reiter steckt.
Daneben spielt auch Bens Gender immer wieder eine Rolle, denn seine Oma will ihn als feine Dame großziehen. Das hin und her fand ich etwas unnötig, da es mich sehr von der eigentlichen Handlung abgelenkt hat und auch keinen großen Mehrwert bot. Ben ist dabei ein total sympathischer, mutiger und entschlossener Charakter, der altersentsprechend manchmal voreilig handelt. Die Konflikte mit seiner Oma wirkten zu gewollt, um Bens Identität immer wieder zum Thema zu machen.
Neben Ben spielen vor allem seine Großeltern größere Rollen. Während man seinen Opa mit seinem lauten, herzlichen Lachen schnell ins Herz schließt, ist die Oma als "Gegenpart" konstruiert, den man erst zum Ende hin verstehen lernen soll.

Insgesamt war mir die Handlung zu langatmig und zäh, es zieht sich einfach alles so hin, eine erste Teilauflösung kommt dann wiederum recht früh, sodass sich vor allem der letzten Abschnitt nochmal besonders zog. Ich hätte gerne einen engeren Spannungsbogen gehabt, denn genug Potential hatte die Idee. Auch der kopflose Reiter hätte gerne noch mehr in die Handlung eingebaut werden können, da hatte ich bezüglich der Vorlage in Kombination mit dem Titel deutlich was anderes erwartet.

Dennoch wird das Buch sicherlich seine Fans finden, denn es ist wie immer bei Christina Henry flüssig und schnell lesbar, sehr bildhaft und wie gesagt von der Idee her sehr cool mit einem sympathischen Protagonisten.

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Mittwoch, 30. November 2022

[Rez] "Projekt DreamWalker. Die Schatten" von Christoph Zachariae

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(c) Bildrechte: Christoph Zachariae
"Projekt DreamWalker. Die Schatten"
von Christoph Zachariae
Verlag: Selfpublishing, 2021
Band 1 von 3 | 454 Seiten
ISBN: 979-8788316659

~Klappentext~
Traumforscher Dr. Jakob Lem arbeitet im Schlaflabor der Berliner Charité an der revolutionären Behandlungsmethode Therapeuten in die Träume anderer Menschen zu schicken: Projekt DreamWalker.

Seine fünfzehnjährige Tochter Isabella ist hochsensibel. Sie hält sich von Geräuschen und Menschen fern und zeichnet lieber Insekten im Garten. Nur in ihren Träumen ist sie frei, denn Isa ist Klarträumerin, genau wie ihr Vater. Dr. Lem fördert das Talent seiner Tochter und will sie zur DreamWalkerin ausbilden.

Nach einem Verkehrsunfall liegt Dr. Lem im Koma und Projekt DreamWalker droht das Aus. Isa kann sich ein Leben ohne ihren Vater nicht vorstellen. Zum ersten Mal geht sie ein Risiko ein und bricht als DreamWalkerin zu einer Reise ins Unbekannte auf. Kann Isa den Traum ihres Vaters finden und ihn aus dem Koma wecken?
~Meine Meinung~
Thematisch hat mich der Klappentext sofort angesprochen. Ich finde Geschichten über Träume interessant und gut umgesetzt bieten sie einen besonderen Reiz, denn wir alle träumen und haben uns bestimmt schon mal gewünscht, unsere Träume kontrollieren zu können.
Das Projekt DreamWalker hat zum Ziel, in die Träume von Komapatienten zu reisen, um diese zum Aufwachen zu bewegen. Noch steckt die Forschung in den Kinderschuhen, aber Dr. Lem ist optimistisch. Immerhin gelingt es ihm, über die Maschinen in die Träume seiner Tochter einzutauchen und sich dort mit ihr zu unterhalten. Etwas, das Isa in der Realität sehr schwer fällt. Doch sie ist eine besonders talentierte Klarträumerin.
Nach einem Unfall liegt schließlich ausgerechnet Dr. Lem selbst im Koma und Isa beschließt, ihn aufzuwecken... Unterstützung bekommt sie vom Assistenten ihres Vaters, Roberto.

Die Handlung baut sich langsam auf und wird dabei abwechselnd aus der Sicht von Isa und Dr. Lem erzählt. Gelegentlich sind zudem Kapitel aus der Sicht weiterer Personen eingebaut. Anfangs wird vor allem die Forschung von Dr. Lem dargestellt, auf die Familiensituation mit Isa eingegangen und erzählt, wie es zu dem Unfall kommt. Der Klappentext nimmt daher eigentlich schon zu viel der Handlung vorweg, denn Isas Suche nach ihrem Vater setzt erst etwa ab der Hälfte ein. 
Der Verlauf ist vor allem in der ersten Hälfte sehr ruhig, aber dabei interessant, wenn man sich für das Thema interessiert. Allen anderen könnten die Überlegungen zu Klarträumen und den Einsatz bei Wachkomapatienten eventuell langweilen. Ich fand die Vorstellung aber faszinierend.
In der zweiten Hälfte wird es dann spannender und fantastischer und wusste mich mehrmals zu überraschen. Die Traumwelt, die der Autor hier erschafft, ist unglaublich fesselnd und macht neugierig auf Band 2.

Gelungen ist auch die Charakterisierung der beiden Protagonisten. Dr. Lem und Isa haben beide ihre Eigenheiten, die sie zu individuellen Menschen werden lässt. Ob die Autismus-Spektrum-Störung von Isa realistisch dargestellt ist, kann ich nicht beurteilen, aber ich konnte ihre Handlungen nachvollziehen. Beide Charaktere habe ich schnell ins Herz geschlossen und fand es toll, welche besondere Vater-Tochter-Beziehung sie haben.

Der Schreibstil ist bildhaft und lebendig, manchmal etwas ausschweifend, aber stets so, dass man gerne weiter liest. 

Großer Pluspunkt der Printausgabe sind die Zeichnungen am Kapitelanfang, die die jeweilige Erzählperspektive markieren. Der Käfer hat es mir echt angetan!

Fazit: Ruhige, aber dennoch spannende Geschichte rund um Klarträume mit zwei sympathischen Protagonisten. Ich war mehr als positiv überrascht und freue mich schon auf Band 2!

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Mittwoch, 16. November 2022

[Rez] "Das Apfelblütenfest" von Carsten Henn

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(c) Bildrechte: Osterwold audio
"Das Apfelblütenfest"
von Carsten Henn
Verlag: Osterwold audio, 2022
Sprecher:in: Richard Barenberg
Laufzeit: 10h, 17min (ungekürzt)
Der Roman erschien ursprünglich 2016 im Pendo Verlag (ISBN: 978-3866123861 | 352 Seiten)

~Klappentext~
Jules war neun Jahre alt, als er eine Stellenanzeige in den größten und schönsten Baum im Apfelhain der Familie ritzte. Er suchte damals eine Haushälterin für seinen Vater, dem nach dem Tod seiner Frau alles über den Kopf wuchs.

Seitdem sind zwanzig Jahre vergangen, Jules' Vater ist längst tot, und er selbst hat widerwillig den Hof übernommen, auf dem Calvados und Cidre produziert werden. Und plötzlich bewirbt Lilou sich um die längst vergessene Stelle, eine fröhliche, eigensinnige junge Frau, die in dem kleinen Ort an der normannischen Küste als Heilpraktikerin arbeitet.

Nach und nach öffnet sie Jules das Herz, für die Schönheit der Natur und auch für die Liebe. Doch allzu schnell müssen die beiden erkennen, wie zerbrechlich Liebe sein kann, wenn das Schicksal eingreift...
~Meine Meinung~
Ich hatte mich hierbei auf eine Feel-Good-Lektüre in hübscher Landschaft eingestellt, bekommen habe ich aber ein bisschen was anderes...

Aber beginnen wir mit den Dingen, die mir gefallen haben: Die Landschaftsbeschreibungen waren gelungen und sorgten für Urlaubsfeeling. Dem Autor gelingt es, die normannische Küste beim Lesenden lebendig wirken zu lassen. Dazu das Setting auf dem Hof mit den Apfelbäumen, passte sehr gut zusammen.
Grundsätzlich war die Handlung auch unterhaltsam und kurzweilig und hätte genau richtig für ein bisschen Romanze in schöner Kulisse sein können, denn Lilou und Jules geben zudem ein interessantes Paar ab. Besonders Lilou mochte ich gerne. Sie ist eine junge Frau, die ihren Weg geht ohne sich Vorschriften machen zu lassen und bietet anderen problemlos die Stirn. Mit Jules habe ich mich etwas schwerer getan. Er taut er durch Lilous Nähe langsam auf und findet wieder Freude im Leben.

Aber: Es war dann doch inhaltlich zu viel gewollt. Zu viel unnötiges Drama mit schweren Schicksalsschlägen. Hier wäre weniger mehr gewesen. Ich habe dadurch leider im letzten Drittel zunehmend das Interesse verloren, weil es einfach alles zu unauthentisch wurde.
Und wenn wir schon dabei sind: Es ist sehr unwahrscheinlich, dass eine 20 Jahre alte Stellenanzeige eingeritzt in Baumrinde noch lesbar ist. Da macht die Realität leider die nette Ausgangsidee zunichte. Darüber hätte ich jedoch hinwegsehen können, wenn der Rest der Handlung meinen Erwartungen entsprochen hätte.
Auch nicht ganz meins waren die manchmal ausschweifenden Berichte zu französischem Essen. Das macht zwar hungrig, fesselt mich aber nicht an die Handlung.

Gelesen wird das Hörbuch von Richard Barenberg, der mit seiner ruhigen Art der Handlung die richtige Atmosphäre verpasst. So habe ich sehr gerne zugehört.

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

Donnerstag, 3. November 2022

[Rez] "artgerecht durch den Familienalltag" von Nicola Schmidt

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(c) Bildrechte: Kösel
"artgerecht durch den Familienalltag"
von Nicola Schmidt
Verlag: Kösel, 2022
Sachbuch | 240 Seiten
ISBN: 978-3466311903

~Klappentext~
Artgerecht ist ein toller Ansatz, um Kinder großzuziehen – wenn nur der Alltag nicht wäre!
Morgendlicher Stress, ständiger Geschwisterzoff, die Schwiegermutter, die immer wieder spitze Bemerkungen macht ... In vielen Situationen fragen sich bedürfnisorientierte Eltern verunsichert: Wie gehen wir damit um? Was wird dem Kind und unserer Familie gerecht?

Gleichzeitig schaut sie auf die Frage hinter der Frage: Was ist es, das uns eigentlich zu schaffen macht? Wo kollidieren unsere Wünsche mit der Realität? Wo können wir Kompromisse machen – und wo bleiben wir unseren Idealen treu? Sie lädt Eltern dazu ein, falsche Glaubenssätze zu entlarven und ihren eigenen artgerecht-Weg zu finden.
~Meine Meinung~
In den Büchern von Nicola Schmidt geht es stets um einen bedürfnisorientierten Umgang mit Kindern, eben so wie evolutionsbiologisch vorgesehen "artgerecht". 
In "artgerecht durch den Familienalltag" werden die häufigsten Fragen rund um das Leben mit Baby, Kleinkind und Grundschulkinder sowie Trennungsfamilien, Alltag und Betreuung, Wut und Aggression und Unterstützung holen beantwortet. Dabei ist die Antwort immer nach dem Schema "Elternfrage - Nicolas Soforthilfe - Die Frage hinter der Frage - Was also tun?" aufgebaut. Zum Abschluss jedes Abschnitts gibt es noch ein Kapitel "Auf die Schnelle: Kompaktantworten", in dem weitere Fragen kurz und knapp beantwortet werden. Dadurch eignet es sich auch für das schnelle Nachschlagen von Fragen. Die Antworten sind leicht verständlich und praxisnah, lassen sich also auch gut im Alltag umsetzen bzw. geben Denkanstöße, was man im Umgang mit dem Kind ändern könnte. Und ja, auch ich habe mich die ein oder andere Frage bereits gestellt und hier Antworten gefunden, die mich darin bestärken, dass meine Intuition richtig ist. Hier werde ich sicherlich noch öfter nachschlagen!

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Sonntag, 16. Oktober 2022

[Rez] "Interspace One" von Andreas Suchanek

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(c) Bildrechte: Leonine Audio / Piper
"Interspace One"
von Andreas Suchanek
Verlag: Leonine Audio, 2022
Einzelband
Laufzeit: 9h 45min (ungekürzt)
Sprecher:in: Richard Barenberg
Der Roman erschien 2022 im Piper Verlag (ISBN: 978-3492706346, 384 Seiten)

~Klappentext~
Nach einer Reise zu einem weit entfernten Sonnensystem erwacht Commander Liam Mikaelsson in seinem Klonkörper, um mit seinem Team die geplante Erkundungsmission aufzunehmen. Doch etwas stimmt nicht. Sein Raumschiff ist auf einem unbekannten Planeten gelandet, zahlreiche Systeme sind ausgefallen. Und im Maschinenraum findet sich eine verkohlte Leiche. Gemeinsam mit der Sicherheitsspezialistin Kendra muss Liam herausfinden, wer die Mission verhindern will und ob ein Mörder unter ihnen ist. Ein Rennen gegen die Zeit beginnt, denn der Planet ist feindselig, und die Rückkehr nach Hause wird immer unwahrscheinlicher.
~Meine Meinung~
Reine Science-Fiction lese ich selten, aber "Interspace One" hat mal wieder gezeigt, dass das Genre so viele spannende Geschichten zu bieten hat! Hier passte für mich alles: Spannungsbogen, Setting, interessante Charaktere und ein Hauch Gesellschaftskritik. 

Die Story spielt in ferner Zukunft. Das Bewusstsein von Menschen lässt sich inzwischen digitalisieren und in Klonkörper transferieren. Auf diesem Weg ist es möglich, dass die Menschen auch zu weit entfernten Planeten reisen, denn sterben muss man nun ja nicht mehr.
Liam wacht in einem Raumschiff auf einem fernen Planeten auf und stellt schnell fest, dass ein Teil der Crew verschwunden/tot ist. Was könnte an Bord bloß passiert sein?

Die Handlung ist extrem spannend wie ich finde. Geheimnisse und Intrigen sind hier an der Tagesordnung, nichts ist wie es auf den ersten Blick scheint. So viele überraschende Wendungen wie hier hatte ich lange nicht und hab richtig mitgefiebert, ob es am Ende doch ein Happy End geben kann.
Es kommen relativ viele Charaktere für den Umfang des Buches daher, dadurch bleiben sie teilweise ein wenig blass, sind aber ausreichend ausgearbeitet, um sie schnell ins Herz zu schließen. Und so ziemlich jeder von ihnen hat irgendwas zu verbergen...

Natürlich ist der Roman auch etwas technisch/wissenschaftlich. Ich fand aber alles gut erklärt und kam auch damit zurecht, nur das Hörbuch zu hören (wo man Details ja schnell mal verpasst). Und es wird auch alles nicht zu sehr ausgewalzt. Ich hätte mir ganz im Gegenteil manchmal sogar noch mehr wissenschaftliche Passagen gewünscht. ;)

Gesprochen wird das Hörbuch von Richard Barenberg , der sehr angenehm liest. Hat mir gut gefallen!

Alles in allem war ich unglaublich positiv überrascht und hab mir das Buch im Anschluss noch als Print geholt. Das sagt hoffentlich alles.

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Freitag, 23. September 2022

[Rez] "True Crime. Der Abgrund in dir" von Romy Hausmann

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(c) Bildrechte: Hörbuch Hamburg
"True Crime. Der Abgrund in dir: Was den Menschen zum Mörder macht"
von Romy Hausmann
Verlag: Hörbuch Hamburg, 2022
Einzelband/Sachbuch
Sprecher:in: Romy Hausman, Heike Warmuth & Oliver Kube
Laufzeit: 10h 7min (ungekürzt)
Das Buch erschien 2022 bei dtv (ISBN: 978-3-423-26000-8 | 416 Seiten).

~Inhalt~
Mit den hier versammelten Fallerzählungen führt Romy Hausmann den Beweis, dass kein Thrillerautor auch nur annähernd so bizarre Verbrechen schreiben kann wie das Leben. In einfühlsamen Gesprächen mit Angehörigen und Opfern, Tätern und Ermittlern, mit renommierten Richtern, Forensikern, Medizinern und Traumaexperten spürt sie den Fragen hinter dem Offensichtlichen nach. Die Ergebnisse dieser Gespräche verdichtet sie zu einer sehr persönlichen Tagebucherzählung über die Macht der Gefühle von Opfern und Hinterbliebenen, zerstörte Leben und den Versuch, einen Abschluss zu finden.
~Meine Meinung~
Romy Hausmann erzählt hier abwechselnd elf verschiedene True Crime Fälle und eine Art Rahmenhandlung. 
Die einzelnen Fälle fand ich interessant und abwechslungsreich ausgewählt. Sie werden flüssig und einfühlsam nacherzählt, gehen auf die Taten und bekannte oder mögliche Hintergründe ein. Man merkt, dass hier ausführlich recherchiert wurde. Sowohl Täter als auch Opfer werden charakterisiert, sodass man beim Lesen/Hören das Gefühl bekommt, einer Kurzgeschichte zu folgen statt einem realen Mordfall. Dadurch ist das Buch sehr kurzweilig und die Tatsache, dass alles real passiert ist, umso erschreckender. Einzig etwas schade ist, dass es sich nur um Fälle aus den USA handelt. Dabei hätte auch Deutschland einiges zu bieten gehabt. 
Die "Rahmenhandlung" ist deutlich persönlicher von Romy Hausmann geschrieben. Sie bespricht darin was Menschen zu Mördern macht und bringt dabei als Beispiel einen Fall an, bei dem sie persönlich mit Betroffenen Kontakt hatte. Hier kommen auch Interviews mit Einschätzungen von Expert:innen zu Wort. Durch diese tagebuchartige Rahmenhandlung wird das Buch meiner Meinung nach perfekt abgerundet, man muss die teilweise sehr persönliche Note aber mögen.

Gelesen wird das Hörbuch von Romy Hausmann selbst sowie von Heike Warmuth und Oliver Kube. Alle drei machen einen hervorragenden Job und ein gelungenes Hörerlebnis.

Für "Fans" von True Crime definitiv eine große Empfehlung!

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Sonntag, 11. September 2022

[Rez] "Das Letzte, was du hörst" von Andreas Winkelmann

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar].
(c) Bildrechte: Audio-to-go
"Das Letzte, was du hörst"
von Andreas Winkelmann
Verlag: Audio-to-go, 2022
Einzelband
Sprecher:in: Charles Rettinghaus
Laufzeit: 10h (gekürzt)
Der Roman erschien 2022 im Rowohlt Verlag (ISBN: 978-3499007514 | 368 Seiten).

~Klappentext~
Lehn dich zurück. Höre diese Stimme. Vergiss deinen Alltag, den Job, den Ärger, die Sorgen. Vertrau dich den Worten an. Sie sind nur für dich. Aber Vorsicht: Wenn du einmal gefangen bist in dieser Welt, kommst du nicht mehr hinaus. Diese Stimme – sie ist das Letzte, was du hörst.

Sarah ist süchtig nach dem Podcast «Hörgefühlt». Die Stimme von Podcaster Marc Maria Hagen ist wie ein seidiges Kissen, seine Worte sind Trost für die Seele. Doch Sarah ahnt nicht, was hinter den Kulissen vor sich geht. Dass hinter den weichen Worten der Tod lauert.
~Meine Meinung~
"Das Letzte, was du hörst" war mein erstes Buch von Andreas Winkelmann, der offenbar ziemlich bekannt ist. So konnte ich unvoreingenommen an die Handlung herangehen. Im Mittelpunkt steht ein Podcast, in dem Mark Maria Hagen Ratschläge für das Leben gibt. Das Ganze wirkt durch seine ruhige, charismatische Art etwas esoterisch angehaucht, er hat damit aber einigen Erfolg. Doch dann sterben Menschen und sowohl die Ermittlerin Carola Barreis als auch die Journalistin Roya Mayer stellen schnell fest, dass die weiblichen Opfer den Podcast verfolgt haben. 

Die Handlung braucht etwas, bis die Spannung aufkommt und sich die Ereignisse zunehmend überschlagen. Dazwischen gibt es immer Mal wieder Rückblenden, deren Zusammenhang zum Rest der Handlung erst später offengelegt wird. Thematisch geht es dabei um Rache rund um ein Familiendrama. Nur wie hängt der Podcast mit allem zusammen? Und wer ist der mysteriöse Mark Maria Hagen?

Erzählt wird die Handlung aus Sicht der beiden Frauen, die unabhängig voneinander Nachforschungen anstellen. Royas Alleingänge haben mich etwas gestört, wohingegen ich Carola als Ermittlerin authentisch und sympathisch fand. 

Insgesamt fand ich die Handlung kurzweilig und spannend, mit einigen Überraschungen. Nur das Ende war mir dann leider zu konstruiert und wirkte zu übertrieben. Gerade die Idee mit dem Podcast und dessen Verbindung zu den Morden gefiel mir aber echt gut!

Die Stimme von Charles Rettinghaus fand ich als Hörbuchsprecher angenehm, aber nicht ganz optimal gewählt, wo die Handlung doch von Frauen erzählt wird. 

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!