Dienstag, 25. September 2018

[Rezi] "Hunter" (Carter-Akten #2) von Felix A. Münter

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar].
(c) Bildrechte: Papierverzierer Verlag
"Hunter" (Carter-Akten #2)
von Felix A. Münter
Verlag: Papierverzierer, 2017
Band 2 von bisher 6, 156 Seiten
[eBook] ISBN: 9783959626071

~Klappentext~
Carter ist käuflich. Leeland als Freund zu bezeichnen, wäre zu viel verlangt. Allerdings kennen sie sich schon eine ganze Weile. Als sie sich im Supermarkt begegnen, bekommt Carter einen unschlagbaren Preis genannt, weshalb er den dazugehörigen Auftrag eigentlich nur annehmen kann. Er soll Informationen beschaffen, die Einfluss auf das gesamte Weltgeschehen haben könnten. Wenn es Drecksarbeit zu erledigen gibt, sucht man sich nun mal qualifiziertes Personal ... jemanden wie Carter.
~Meine Meinung~
Im zweiten Band der Carter-Akten reist Carter nach London, um an streng geheime Informationen zu gelangen. Wie schon aus Band 1 bekannt ist das Unterfangen nicht so einfach, wie es sich im ersten Moment anhört und Carter tut gut daran, den Auftrag nicht unbewaffnet anzutreten. Sehr actionreich erkämpft Carter sich den Weg ans Ziel und stößt diesmal auf gleich mehrere gegnerische Parteien, die ihn aufzuhalten versuchen bzw. zuerst ans Ziel gelangen wollen.

Die erste Hälfte des mit ca. 150 Seiten recht kurzen Thrillers verläuft jedoch recht entspannt. Carter erfährt die Auftragsdetails, reist nach London, sondiert erst einmal die Lage.
Doch dann geht es plötzlich mit deutlich angezogenen Tempo weiter und man klebt förmlich an den Seiten, wird von der Action mitgerissen und kann kaum erwarten, wie Carter das Problem schließlich löst. Schusswechsel und ein paar Verletzungen dürfen da natürlich nicht fehlen. Das Ende folgt dann aufgrund der Kürze recht schnell, die Auflösung war aber unerwartet. Zurück bleibt die Frage, wie Leeland das Chaos, das Carter angerichtet hat, wieder gerade biegen will.

Ich mag Carters sarkastische Art, wie er stets die Ruhe bewahrt, auch wenn es mal eng wird, und immer das letzte Wort hat. Das macht ihn - trotz seiner zweifelhaften Arbeit - sympathisch und man fiebert gerne mit ihm mit. Ich bin auf die weiteren Bände und die noch folgenden Aufträge und Handlungsorte schon gespannt.
Für Fans kurzweiliger, temporeicher Action sehr zu empfehlen!

Vielen Dank an den Papierverzierer Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Carter-Akten:
    Band 1 - Mercenary [meine Rezension]
    Band 2 - Hunter
    Band 3 - Hijacker
    Band 4 - Bloodhound
    Band 5 - Hitman
    Band 6 - Lone Wolf

Montag, 24. September 2018

Montagsfrage #18


Die Montagsfrage ist eine Aktion, die ursprünglich von "Bücherfresserchen" ins Leben gerufen wurde, nun aber von "Lauter&Leise" fortgeführt wird. Es wird jeden Montag eine buchbezogene Frage beantwortet. Hier ist der aktuelle Beitrag!

Die heutige Frage:
Ordnest du deinen Bücherschrank oder geht bei dir alles kreuz und quer?
Ein klein wenig geordnet ist es bei mir schon. Ich behalte allerdings nur die Bücher, bei denen ich denke, sie irgendwann nochmal lesen zu wollen und das sind nicht soooo viele. Daher habe ich auch nur zwei kleine Regale. Ein kleines Billy-Regal mit 4 Fächern und ein 4er-Kallax. Also wirklich recht wenig. :D
Auf dem Billy liegt mein SuB, darunter folgen 2 1/2 Fächer mit Taschenbüchern und darunter 1 1/2 Fächer mit Manga. Im Kallax sind meine großen Paperbacks und Hardcover und oben drauf meine Buch-Sammlung von Cassandra Clare. Reihen stehen bei mir immer zusammen und nach Möglichkeit auch Autoren, ansonsten habe ich keine bestimmte Ordnung.
Naja, und in zwei anderen Kallax-Regalen habe ich noch Kochbücher und Sachbücher verstreut zwischen einem Haufen anderen Kram untergebracht. Die Sachbücher sind vor allem Bestimmungsbücher und Restbestände aus meinem Studium, in denen ich rein theoretisch noch einiges lesen möchte. :'D Ach ja, und meine Shakespeare-Gesamtausgabe und Darwins Evolutionstheorie sowie ein paar Schreibratgeber stehen da auch irgendwo zwischen meinen Videospiel-Komplettlösungsbüchern und Artbooks.
Also joa, zumindest die Romane sind einigermaßen geordnet, der Rest ist eher chaotisch.

Samstag, 22. September 2018

[Rezi] "Worte für die Ewigkeit" von Lucy Inglis

(c) Bildrechte: Carlsen
"Worte für die Ewigkeit"
von Lucy Inglis
Originaltitel: Crow Mountain
Verlag: Chicken House/Carlsen, 2016
Einzelband, 393 Seiten
[HC] ISBN: 978-3-551-52087-6 | [TB] ISBN: 978-3551317766

~Klappentext~
"Sommer in Montana, darauf hat Hope so gar keine Lust. Aber gegen ihre resolute Mutter kann sich die 16-Jährige einfach nicht durchsetzen. Und hier, mitten im Nirgendwo auf einer einsamen Pferderanch, begegnet sie Cal, der ihr Leben für immer verändern wird.
Montana 1867, die 16-jährige Emily ist auf dem Weg zu ihrem Ehemann, den sie nie zuvor gesehen hat. Doch die Kutsche, in der sie unterwegs ist, verunglückt und als einzige Überlebende wird sie von Nate gerettet - einem Halbindianer, der ihr zeigt, was Leben und Freiheit bedeuten."
~Meine Meinung~
Dieser Roman fiel mir schon mehrfach ins Auge und durchweg waren die Stimmen positiv. Ich war demnach sehr gespannt, ob es mich auch fesseln könnte.

Vom Aufbau her fand ich es grundsätzlich schon mal gelungen. Man erlebt abwechselnd zwei Zeitebenen: die Gegenwart rund um Hopes unfreiwilligen Urlaub irgendwo im Nirgendwo in Montana und die Geschichte von Emily aus 1867, die ihre Erlebnisse als Tagebuch in "Du"-Form aufgezeichnet hat. Dieses Tagebuch fällt Hope in Montana zufällig in die Hände und so entsteht die Verbindung zwischen den beiden Frauen.
Diese "Du"-Form liest man eher selten und so war sie im ersten Moment gewöhnungsbedürftig, hat mir aber sehr gefallen, da dadurch eine besondere Nähe zu den Charakteren - vor allem zu Emily - entstand.

Überhaupt ist die Geschichte von Emily der bedeutsame Teil des Romans. Man verfolgt gespannt wie die stets behütet und bevormundet aufgewachsene junge Frau aus reichem Hause lernt, Alltagsdinge selbst zu erledigen und eine eigene Meinung zu entwickeln. Sie lernt ihre Wünsche und Stärken kennen, erlebt so viel neues und meistert die Herausforderung mit einer bewunderswerten Entschlossenheit. Dabei spielt natürlich auch die wachsende Beziehung zu Nate eine große Rolle, aber auch zu anderen seines Indianerstammes. Da bleiben auch Missverständnisse durch die sprachliche und kulturelle Distanz nicht aus. Dadurch erfährt man ganz nebenbei viel historisches Hintergrundwissen aus der Zeit und fühlt sich in den Weiten Montanas mehr als wohl. Alles in Allem war der Teil mit Emily wunderschön und berührend zu lesen und hat mir sehr gefallen. Hätte das Buch nur aus ihrer Geschichte bestanden, wäre es perfekt gewesen.

Doch es gibt ja auch noch Hopes Geschichte, die leider immer wieder aus Emilys Zeit herausreißt. Hier passiert kaum etwas und das wenige, was passiert, fand ich nicht immer nachvollziehbar.
Es begann schon mit Hopes Mutter, die extrem feministisch ist und jede noch so kleine Aussage oder Tat der männlichen Bevölkerung als Beleidigung auffasst. Ich finde Gleichberechtigung durchaus wichtig und erstrebenswert, aber wenn mein Gastgeber mich nach einer langen Anreise fragt, ob er meine Koffer tragen soll, finde ich das freundlich und mich nicht als schwaches Geschlecht hingestellt. Zum Glück spielte Hopes Mutter den meisten Teil des Buches keine Rolle.
Doch auch Hope war anstrengend. Eigentlich ist sie unfassbar schüchtern und bekommt in den ersten Kapiteln kaum den Mund auf. Doch sobald sie mit Cal in einer Berghütte "strandet" schmeißt sie ihre Schüchternheit quasi über Bord und die beiden sind sich verdammt schnell verdammt nah (und dabei verdammt unvorsichtig). Ich bin selbst früher extrem schüchtern gewesen und kann daher überhaupt nicht nachvollziehen wie Hope so schnell über ihren Schatten springen kann. Nur weil Cal zufällig gut aussieht?
Auch das "stranden" in der Berghütte habe ich nicht recht verstanden. Sie waren erst wenige Stunden mit dem Auto unterwegs gewesen, warum also nicht einfach die Straße zurücklaufen? Da hätte man sie sicherlich auch früher gefunden.

Der Mittelteil des Buches wurde durch die irgendwie sinnlosen Kapitel mit Hope und Cal, in denen nicht wirklich etwas passierte, recht zäh. Zudem gelang es der Autorin nicht, mir Hope und Cal wirklich nahe zu bringen. Sie bleiben bis zum Ende im Vergleich zu Emily und Nate sehr blass. Es wirkte einfach, als würde auf Zwang diese Verbindung zwischen den zwei Zeiten geschaffen werden sollen - was der Handlung einfach nicht gut tat. Auch das Ende fand ich dadurch übertrieben dramatisch und dann auch noch viel zu zügig abgehandelt.

Fazit: Eine schöne Geschichte, die perfekt gewesen wäre, hätte sie nur aus Emilys Zeitstrang bestanden. Die Kapitel mit Hope haben mich leider gestört und dazu geführt, dass ich kaum Lust hatte, weiter zu lesen.

Weitere Meinungen

Donnerstag, 20. September 2018

Mein SuB kommt zu Wort #11

"Mein SuB kommt zu Wort" ist eine monatliche Aktion von Annas Bücherstapel. Wer mitmachen mag, findet HIER den aktuellen Beitrag.

Verrückt, dass schon wieder ein Monat rum ist. Irgendwie vergeht die Zeit dieses Jahr besonders schnell... oder kommt das nur mir so vor?
Nun aber das Wort an Helmut, meinen SuB:

Frage 1: Wie groß/dick bist du aktuell?
Ich steht jetzt bei 65 Büchern, bin also tatsächlich um 6 Bücher geschrumpft diesen Monat... Dabei hat Alica gerade eine kleine Leseflaute gehabt. Da geht doch irgendwas nicht mit rechten Dingen zu. Bestimmt hat sie sich verzählt. :P Mir wurde aber schon mitgeteilt, dass ich Ende des Jahres gefälligst bei 50 Büchern stehen soll. Ob das was wird? Muss ich mir Sorgen machen??

Frage 2: Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeige mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!
Die drei neusten sind diese schönen Bücher:

(c) Bildrechte: blanvalet | Sandra Florean

"Rock my Body" und "Rock my Soul" von Jamie Shaw hat Alica zufällig beim Edeka als Mängelexemplare entdeckt, als sie mal wieder nicht wusste, was sie eigentlich kaufen wollte und ewig im Laden herumgeirrt ist. Typisch für sie, so vergesslich... *kopfschüttel* Aber mir kam es ja zugute. ;) Die Reihe steht jedenfalls schon eine Weile auf ihrer WuLi, gelesen wird sie aber erst, wenn der 1. Teil eingezogen ist. Es werden ihre ersten New Adult Bücher UND ihre erste Rockstar-Bücher. Oha. :D

Zuvor durfte "Moonchild" von Sandra Florean als Vorableseexemplar einziehen. Es erscheint zu Halloween und dann gibt es auch pünktlich eine Rezension. Schaut doch mal beim Blog von Sandra vorbei, wenn ihr mehr über das Buch wissen wollt. :)

Frage 3: Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?
Zuletzt beendet hat Alica ein Rezensionsexemplar, welches allerdings erst am 4.10. erscheint, daher darf sie noch nichts dazu sagen. ;)

Frage 4: Lieber SuB, mit dem Herbst kommen auch die prächtigen Farbenspiele der Natur in rot und orange – zeig uns drei deiner Bücher, die nach Indian Summer (rot, orange, gelb) aussehen oder sogar im Herbst spielen!


Von den dreien spielt vermutlich die "Herbstprinzessin" auch im Herbst oder hat zumindest mit dem Herbst zu tun. ;)
"Nemesis" ist hingegen ein Buch über ein Videospiel und "Der Totengräbersohn" über einen... Totengräber. :D
Mal sehen welche der drei dieses Jahr noch gelesen werden... Die Chancen stehen für den "Totengräbersohn" ganz gut, da er letztes Jahr ein Geburtstagsgeschenk war und Alica Geschenke ungerne so lange ungelesen lässt....(Und weil er das einzige Print von den dreien ist.)

Mittwoch, 19. September 2018

[Rezi] "Der dunkle Kuss der Sterne" von Nina Blazon

(c) Bildrechte: cbt
"Der dunkle Kuss der Sterne"
von Nina Blazon
Verlag: cbt, 2014
Einzelband aus der Welt von "Faunblut", 528 Seiten
[HC] ISBN: 978-3570161555 | [TB] ISBN: 978-3570310366

~Klappentext~
"In der siebten Nacht in der Wüste träumte ich von Tian. Er saß im Schneidersitz auf dem Bett, mit dem Rücken zu mir. Mit einem Aufschrei stürzte ich zu ihm, kroch über das Prunkbett und umarmte ihn von hinten. "Den Sternen sei Dank!", flüsterte ich. "Ich habe dich gesucht. Wo hattest du dich versteckt?" Er drehte sich um und zog mich in die Arme. Ohne Atem zu holen, fiel ich in seinen Kuss und war völlig überwältigt von einer Leidenschaft, die mich verwirrte. Noch nie hatte Tian mich so geküsst, wild und fordernd, fast wütend. Aber ich umklammerte ihn, fuhr mit den Händen über seinen Rücken, zu seinem Nacken - und griff in glattes, langes Haar. Im Kuss riss ich die Augen auf. Er war ein fremder Mann. "Endlich hast du mich gefunden", flüsterte er. Er lächelte mir zärtlich zu. Dann stieß er mir meinen eigenen Dolch ins Herz."
~Meine Meinung~
Seit "Ascheherz" und "Faunblut" bin ich ein Fan von Nina Blazons Schreibstil. Sie findet irgendwie immer wunderschöne, bildhafte Worte, die die Welten und die Geschichte, die sie erzählt, zum Leben erweckt. Allein der Schreibstil ist also schon ein guter Grund, ihre Bücher zu lesen. ;-)
Doch "Ascheherz" und "Faunblut" hatten beide ihre inhaltlichen Schwächen, die meinen Lesespaß etwas getrübt haben. Diese Schwächen wurden in "Der dunkle Kuss der Sterne" jedoch teilweise ausgemerzt, weshalb mir dieses Buch bisher von Nina Blazon am besten gefällt.
Doch alles der Reihe nach.

Erzählt wird aus der Sicht von Canda, die ihr behütetes Leben im Palast verlässt, um ihren Geliebten Tian zu finden, der - wie sie denkt - entführt wurde. Doch keiner glaubt ihr und sie wird von ihrer Familie verstoßen, soll ein Leben in Abgeschiedenheit und Armut führen. Die Gesetze in Candas Heimatstadt sind hart und unfair, das muss sie im ersten Abschnitt des Buches am eigenen Leib spüren. Doch sie kann entkommen und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise, bei der sie über sich selbst hinauswächst. Candas Entwicklung bleibt dabei glaubwürdig. Sie war schon immer durchsetzungsfähig und stur, das behält sie bei und schlägt sich wacker durch alle Gefahren. Ihre Überheblichkeit und ihren Befehlston legt sie nach und nach ab, als sie lernt, dass ihr Herrscherblut in einer Welt, in der jeder ums Überleben kämpft, nichts mehr wert ist. Die anfänglich wirklich unsympathische junge Frau wird nach und nach hilfsbereiter und warmherziger.
Auch die anderen, wichtigen Charaktere weisen Stärken und Schwächen auf, was sie menschlich und die Geschichte vielfältig macht.

Die Spannung wird konstant aufrecht erhalten, was auf zahlreiche Geheimnisse zurückzuführen ist, die man gemeinsam mit Canda ergründen muss. Dabei wird gezielt Verwirrung gestiftet und Canda und der Leser auf falsche Fährten gelockt. Wie alles zusammenhängt und letztlich gelöst wird, hat mir wirklich gut gefallen und war stellenweise auch unerwartet und überraschend.
Daneben gibt es ständig etwas neues in der umfangreichen Welt zu entdecken und all die Details fügen sich zu einem lebendigen Werk zusammen. Können manches Mal aber auch etwas zu viel werden und von der eigentlichen Handlung ablenken.

Die im Buch enthaltene Liebesgeschichte war - im Vergleich zu "Ascheherz" und "Faunblut" - nachvollziehbar und hat sich in einem passenden Tempo entwickelt. Diesmal wirkte nichts überhastet oder an den Haaren herbeigezogen.

Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist allerdings, dass das Buch wie gesagt manches Mal zu überladen wirkte und man von der Welt fast erschlagen wird. Hinzu gesellen sich kleine Längen, die den Lesefluss ebenfalls ausbremsen. Das ist hier allerdings meckern auf hohem Niveau, denn verglichen mit den beiden anderen Werken, die ich von Nina Blazon schon gelesen habe, fallen sie weniger ausgeprägt aus.
Wer detailreiche Fantasywelten mit einem tollen, ungewöhnlichen Schreibstil mag und sich von vielen Details in einer umfangreich konstruierten Welt nicht abschrecken lässt, sollte definitiv reinlesen!

Dienstag, 18. September 2018

Gemeinsam lesen #51


"Gemeinsam lesen" ist eine Aktion von Schlunzenbücher, die ursprünglich von Asaviels Bücherallerlei begonnen wurde.
Es geht darum, jeden Dienstag vier Fragen zur aktuellen Lektüre zu beantworten, wobei die ersten drei Fragen immer dieselben sind.
Wer mitmachen möchte kommt hier zur aktuellen Runde. :)

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese aktuell an zwei Büchern zeitgleich. :-)

(c) Bildrechte: Kerstin Arbogast | Ravensburger Verlag 

"MondGlasNächte": 27%
"Oliver Twist": Seite 110 von 282

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"MondGlasNächte": "Genial", seufze ich und beäuge den Kessel daneben.

"Oliver Twist": Am Mittag des nächsten Tages, als der Dodger und Meister Bates in Geschäften ausgegangen waren, ergriff Farin die Gelegenheit, Oliver einen langen Vortrag über die schreiende Sünde der Undankbarkeit zu halten und ihm eingehend auseinanderzusetzen, daß er sich schuldig gemacht habe, indem er sich von seinen besorgten Freunden entfernte und ihnen sogar zu entfliehen versuchte, nachdem man so viel Mühe und Kosten darauf verwendet habe, ihn wiederzufinden.
[Bisschen langer Satz. XD]

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
"MondGlasNächte": Bisher mochte ich die Bücher von Kerstin Arbogast gerne, aber bei MondGlasNächte bin ich bisher noch recht zwiegespalten. Es wirkt stellenweise wie ein etwas wirrer Traum und gerade der Beginn war überstürzt und verwirrend. Der Schreibstil ist zudem sehr überladen und am laufenden Band gibt es ironische Wortgefechte. Mal sehen, wie sich das noch entwickelt... denn ich Grundidee finde ich sehr gut!

"Oliver Twist": Ich wollte ja häufiger Klassiker lesen. Eigentlich einen pro Monat. Daraus wurde natürlich nichts. xD Aber vor Ende des Jahres möchte ich zumindest ein paar noch lesen und habe daher spontan zu "Oliver Twist" gegriffen. Leider ist die Ausgabe nicht sonderlich schick und ein paar Tippfehler sind auch drin... Aber die Geschichte an sich ist wirklich fesselnd und der junge Oliver tut mir eigentlich auf jeder Seite furchtbar Leid. :(

4. Ein Buch wird mega gehyped (z.B. in Communities, den Medien oder deinem Freundeskreis). Wie gehst du damit um? Macht es dich erst recht neugierig oder weckt es eher eine ablehnende Haltung?
Das kommt wie bei allen Büchern ganz darauf an wie sich der Inhalt anhört. Grundsätzlich wird man auf gehypte Bücher natürlich eher aufmerksam als auf andere. Aber ich schaue mir trotzdem erstmal Klappentext und andere Rezensionen an, auch die eher kritischen, und entscheide dann, ob es auf der WuLi landet oder nicht. Viele gehypte Bücher entsprechen eh nicht meinem Lesegeschmack. Und bei denen, die vom Genre her zu mir passen, hatte ich sowohl schon persönliche Flops (z.B. "Obsidian"), aber auch echte Highlights (z.B. "These Broken Stars"). Wenn ein gehyptes Buch allerdings nur positive Meinungen bekommt, bin ich schon eher skeptisch und warte deutlich länger, bis ich darüber entscheide. ;)


Was lest ihr gerade? Lasst mir für einen Gegenbesuch gerne euren Link da. ;)

LG Alica

Mittwoch, 12. September 2018

[Monatsrückblick] August 2018

Im August wollte ich versuchen, mehr zu lesen, und habe daher jeden Tag mindestens 50 Seiten gelesen. Allerdings fiel mir das an manchen Tagen echt schwer, da ich abends doch oft müde und unkonzentriert war... Dafür habe ich aber drei Bücher mit knapp über 500 Seiten gelesen, was ich sonst in einem Monat selten schaffe, und zudem zwei Trilogien abgeschlossen! Somit bin ich ganz zufrieden, allerdings mit dem Fazit, dass ich mich jetzt im September bisher kaum zum Lesen motivieren kann... :'D Mal sehen, ob sich das noch ändert...

Gelesene Seiten: 3.062

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"Nightmare - Alles hat ein Ende... nur der Tod nicht" | Sara Metz

Das eBook habe ich im Juli begonnen und direkt zu Beginn des Augustes beendet. Die Idee fand ich toll, aber die Umsetzung hat nicht wirklich meinen Geschmack getroffen. Der Humor war einfach nicht meins und ein paar Logikfehler haben den Lesefluss etwas gestört.
[3 Flämmchen - Rezension]

"Dark Wonderland. Herzkönig" | A. G. Howard
Auf den Abschlussband der Trilogie habe ich mich schon lange gefreut, kam aber irgendwie nie dazu - ihr kennt das ja. :'D Dafür wurde ich nicht enttäuscht! Es war erneut ein skurril-düsterer Ausflug in die Wunderlandwelt, der mich total an die Seiten gefesselt hat. Einzig das Ende war dann doch etwas zu einfach gelöst, da hatte ich mit mehr gerechnet. Und auch wenn ich die Dreiecksbeziehung wenig störend empfang, da der Ansatz eine gute Lösung war, fiel Alyssa doch in der Hinsicht vieles zu sehr in die Hände. Jeb und Morpheus mussten für sie sehr viel aufgeben, während sie genau bekommt, was sie will. Das ist schon unfair und machte Alyssa, die ich zuvor total mochte, zum Ende des Bandes hin immer unsympathischer. Dennoch liebe ich die Reihe und würde sie jederzeit wieder lesen! <3
[4 Flämmchen - Rezension]

"Frost & Payne. Die Schlüsselmacherin" und "Frost & Payne: Die mechanischen Kinder" | Luzia Pfyl

Der erste Band ruhte schon länger auf meinem Kindle, Band 2 zog erst vor Kurzem ein. Nun habe ich beide Teile gelesen und werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen! Das Steampunk-Setting mit den mysteriösen Fällen kann bisher überzeugen, auch wenn die einzelnen Bände leider echt kurz sind und die Charaktere bisher noch oberflächlich bleiben.
Eine Bewertung und Rezension folgt, wenn ich die ersten 3 Bände gelesen habe, so wie ich es bei "Das Erbe der Macht" und "Die Chroniken der Seelenwächter" auch plane.


"Blut und Eis" | Nika S. Daveron
Mein zweites Buch der Autorin, welches in das Genre "Horror" eingeordnet ist. Ich fand es aber recht harmlos und würde es eher als minimal gruselige Fantasy-Story einordnen. :P Dafür fand ich den Schauplatz (South Georgia, quasi das Ende der Welt) und den bildhaften Schreibstil klasse. Die Handlung war mir stellenweise zu hastig und die Charaktere ähnelten sich zum Ende hin zu sehr, ansonsten war es aber spannend, kurzweilig und mit einigen unerwarteten Ideen. Ich bin aber ehrlich: ich hatte wirklich mehr Grusel erwartet - es war letztlich doch zu harmlos.
[4 Flämmchen - Rezension]


"These Broken Stars. Sofia & Gideon" | Amy Kaufman & Meagan Spooner
Mit diesem 3. Band habe ich im August eine zweite Trilogie abgeschlossen, die ich sehr mag. Band 1 hatte mich 2016 komplett umgehauen, woran Band 2 und 3 leider nicht herangekommen sind. Ich fand das Ende der Trilogie gelungen - spannend, kurzweilig und alle Fäden zuende geführt. Allerdings waren mir Sofia und Gideon nicht so sonderlich sympathisch. Man wusste auch als Leser nie wirklich, woran man bei ihnen ist, was ich einerseits zwar gut umgesetzt fand, andererseits aber auch Distanz zu den Charakteren bewahrt. Dadurch hat mich der Abschluss emotional einfach nicht abgeholt.
[4 Flämmchen - Rezension]


"Der dunkle Kuss der Sterne" | Nina Blazon
Mein drittes Buch von Nina Blazon und das, welches mir bisher am besten gefallen hat. Die Liebesgeschichte war nachvollziehbar, die Handlung spannend und mit überraschenden Wendungen. Der Schreibstil ist wie gewohnt wunderschön - dadurch aber manches Mal auch anstrengend zu lesen. Mir hat das Buch sehr gefallen, einzig der besondere Funken wollte nicht übersprungen. Was wohl mit daran liegt, das den Charakteren die nötige Tiefe fehlt, um sich richtig in sie hineinzuversetzen.
[4,5 Flämmchen - Rezension]

"Lory-X" | V.T. Melbow
Ich habe mich Mitte August bei NetGalley angemeldet und dieses eBook als Einstieg dort angefordert. :) Bücher über Videospiele sind ja eh voll meins, bin ja selbst Zockerin. ;) Die Protagonistin Lory war mir etwas zu unsympathisch, vor allem zu Beginn, aber die Story war spannend und kurzweilig und das Videospiel cool beschrieben
[4 Flämmchen - Rezension]

"Politik und Charisma" | Julia Encke
Am Ende fehlte mir noch ein richtig knackiges Fazit oder Vorschläge zur Verbesserung der Situation, aber ansonsten ein gut geschriebenes, leicht verständliches Essay zum Thema Charisma in der Politik mit realen Beispielen, wodurch das Ganze sehr anschaulich und unterhaltsam wird.
Da ich im Moment nebenher regelmäßig in Politikbüchern lese, stelle ich demnächst vielleicht mal welche vor... Mal sehen. Aber vermutlich besteht da eh nicht so Interesse?
[4 Flämmchen - ohne Rezension]

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begonnen/fortgesetzt

"Eragon. Der Auftrag des Ältesten" | Christopher Paolini (Hörbuch)
Hier habe ich weiter gehört, aber es bleibt leider sehr zäh und ich schlafe immer fast direkt ein. Nur beim Joggen komme ich voran und da ware ich diesen Monat ein bisschen faul... :'D
[bis ca. 14,5h von 27h]

"Froschröschen" | Halo Summer
Da mir "Aschenkindl" von Halo Summer nicht sonderlich gut gefallen hatte, war ich unsicher, ob "Froschröschen" überhaupt was für mich ist. Aber das Cover hat überzeugt. :'D Und bisher liest es sich auch sehr unterhaltsam und spannend. Rosalies Abneigung gegen den Frosch/Prinz ist mal was neues und sie als Protagonistin wirklich cool. Ich hoffe, das Buch enttäuscht mich auch zum Ende hin nicht.
[bis 52%]

"Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge" | Rainer Maria Rilke
Das Büchlein hatte ich im Mai begonnen, aber es war mir einfach zu schwermütig und passte dann nicht zur sommerlichen Stimmung. Da ich es in diesem Jahr aber gerne beenden möchte (sind ja eigentlich auch nicht viele Seiten), habe ich mich erneut daran gewagt. Allzu viel weiter bin ich aber noch nicht...
[Seite 48 bis 64 von 152]