Donnerstag, 21. Juni 2018

[Monatsrückblick] Mai 2018

Im Mai lagen recht viele Feiertage und somit auch einige verlängerte Wochenenden. Trotzdem habe ich nicht viel mehr gelesen als sonst, da ich auch recht lange an "Faunblut" saß (winzige Leseflaute, das Buch war aber gut!). Und statt an meiner grob geplanten Leseliste zu lesen, habe ich spontan zwei dünnere Bücher dazwischen geschoben. Insgesamt ein durchwachsener Monat mit sowohl guten Büchern, die mich überraschen konnten, als auch echten Flops.

Meine Neuzugänge aus dem Mai findet ihr HIER!

Gelesene Seiten gesamt: 2849

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(c) Bildrechte: cbt


Faunblut | Nina Blazon
Nachdem ich im April mit "Ascheherz" mein erstes Buch von Nina Blazon gelesen habe, welches mir eher mäßig gefallen hat, habe ich es diesen Monat mit "Faunblut" versucht. Und hier war der Spannungsbogen deutlich besser ausgearbeitet und es war eigentlich nie langatmig. Nur die Liebesgeschichte verlief viel zu plötzlich und war daher nicht nachvollziehbar.
[3,5 Flämmchen - Rezension folgt]
(c) Bildrechte: Elvira Zeißler


Herzensglut. Stern der Macht | Elvira Zeißler
Habe ich im April begonnen und nun beendet. Eine einfache, typische Jugendfantasy (mit mehr Liebe als Fantasy) für Zwischendurch, die sich nicht von anderen Genrevertretern abhebt. Das Buch war leider nach einem interessanten Einstieg langweilig und mangelte etwas an spannender Handlung. Die Fortsetzung werde ich nicht lesen.
[2 Flämmchen - Rezension]
(c) Bildrechte: Papierverzierer


Elfenlicht. Märtyrerkunst | Judith Laverna
Ein Rezensionsexemplar, ebenfalls begonnen im April, welches mich sehr überrascht hat! Die düstere, wenig faire Elfen-Fantasy konnte mich fast komplett überzeugen und ich bin sehr auf die Fortsetzung gespannt!
[4,5 Flämmchen - Rezension]
(c) Bildrechte: Kira Gembri | Lena König


Wie Regen in der Wüste | Kira Gembri und Lena König
Eigentlich mochte ich bisher alle Bücher von Kira Gembri, aber dieses hat mich richtig enttäuscht. Ich habe mich ab ca. 1/3 nur noch durchgequält, auf der Suche nach Besserung. Leider kam die nicht mehr. Die Reihe werde ich also auch eher nicht weiterlesen. :(
[2 Flämmchen - Rezension]
(c) Bildrechte: Penguin Books


The Boy in the Striped Pyjamas | John Boyne
Das Buch wird ja überwiegend sehr gelobt. Leider hat es mich - gerade wegen dem schwierigen Thema - enttäuscht und wütend gemacht. Manches war einfach unlogisch und für mein Empfinden wurde die Unmenschlichkeit des Ganzen durch Brunos unschuldige, ahnungslose, regelrecht dumme Sichtweise zu sehr verharmlost.
Daher kam es hier zu meinem allerersten 1-Punkte-Buch.
[1 Flämmchen - Rezension]
(c) Bildrechte: Magellan


Sternschnuppenstunden | Rachel McIntyre
Ein Buch über Mobbing, Familienprobleme und die Liebe einer Schülerin zu einem Lehrer. Grundsätzlich wegen dem sarkastischen Erzählstil in Tagebuchform sehr unterhaltsam, einfühlsam und authentisch, aber aufgrund der vielen Probleme, die zusammenkommen, ein wenig too much. Nur Mobbing aufgrund der Familienprobleme hätte auch gereicht.
[4 Flämmchen - Rezension folgt]
(c) Bildrechte: Königskinder


Der Koffer | Robin Roe
Ein Rezensionsexemplar, das mir freundlicherweise als Dank für meine Teilnahme an der Königskinder-Abschiedsaktion zugesandt wurde. <3 Ich habe es innerhalb weniger Tage verschlungen, denn die Geschichte weiß durch die schlimmen Dinge, die Julian wiederfahren, und der Hoffnung auf Hilfe, zu fesseln. Ein wirklich trauriges, bedrückendes Buch, das aber auch positive Seiten hat und mit Adam als zweiten Protagonisten einen wahren Sonnenschein.
[5 Flämmchen - Rezension folgt]
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begonnen/fortgesetzt

- "Das Erbe der Macht: Aurafeuer" von Andreas Suchanek -
Der erste Teil einer Serie und damit eigentlich recht kurz, aber ich kam wenig zum eBooks lesen... Es gefiel mir als Auftakt aber gut und mittlerweile habe ich es auch beendet.
[bis 50%]

- "Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge" von Rainer Maria Rilke -
Mein Klassiker des Monats. Ich liebe die Gedichte von Rilke und war auf seinen einzigen Roman gespannt. Dieser ist aber recht anstrengend zu lesen, da der Erzähler sehr überzogen tragisch und voller Metaphern und Vergleiche schreibt. Die etwa 150 Seiten lange Erzählung handelt von einem jungen Mann, der im Grunde in den "Quarterlife-Crisis" steckt und etwas ziel- und planlos nach Paris gereist ist, wo er arbeits- und geldlos sein Umfeld betrachtet und einige - zum Teil deprimierende - Gedanken verfolgt und Beobachtungen schildert. Man muss einfach in einer konzentrierten Stimmung sein, um das Geschriebene ordentlich zu verstehen und zu würdigen, weshalb ich nur selten weiter lese und das Buch im Mai auch nicht beenden konnte.
[bis Seite 48]

- "Der Anschlag" von Stephen King (Hörbuch) -
Hier kam ich nur wenig weiter, da ich immer zu schnell einschlafe. :P So richtig spannend ist es bisher aber nicht...
[bis Audio-Kapitel 150 von 391]

Mittwoch, 20. Juni 2018

Mein SuB kommt zu Wort #8

"Mein SuB kommt zu Wort" ist eine monatliche Aktion von Annas Bücherstapel. Wer mitmachen mag, findet HIER den aktuellen Beitrag.

Nun das Wort an meinen SuB (der ab sofort Helmut heißt):

Hallo, ich bin Helmut. Einen besseren Namen konnte Alica sich nicht ausdenken, tse! Aber gut, besser als weiterhin das namenlose Ding im Wohnzimmer zu sein...

Frage 1: Wie groß/dick bist du aktuell?
Aktuell bestehe ich aus 32 Prints und 27 eBooks, also insgesamt 59, was ein Buch mehr ist als im Mai. Und das, obwohl Alica versprochen hat, dass ich schrumpfen werde, da ich so langsam vom Regal falle... :( Ich mag ja eine gemütliche Größe, aber auseinanderfallen möchte ich nun nicht. Da soll lieber der eBook-Anteil wachsen...

Frage 2: Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeige mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!
Die drei neusten sind diese schönen Bücher:

 (c) Bildrechte: Macmillian USA | Nicky R. Kiesow

"The Kiss of Deception" und "The Heart of Betrayal" von Mary E. Pearson durften kurz nacheinander einziehen. Auf die Trilogie freut Alica sich schon eine Weile. Außerdem ist das eBook "Herbstprinzessin. Donnergrollen" von Nicky P. Kiesow eingezogen, was vom Cover her einfach ganz gut aussah.

Frage 3: Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?
Alica liest schon den ganzen Monat am 4. Hexer-Band "Der Schwalbenturm", weshalb sich bei mir aktuell echt wenig tut... Aber naja, sie hat mal wieder eine kleine Leseflaute, da soll man sich ja nicht hetzen. Davor hat sie zuletzt "Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden" beendet, wozu die Rezension aber noch aussteht. Es war aber ein Rezensionsexemplar, also sollte sie langsam mal ein paar Worte dazu tippen!

Frage 4: Lieber SuB, gibt es einen Verlag, der bei dir besonders häufig zu finden ist?
Ich bin tatsächlich gut durchgemischt und viele Verlage sind vertreten. Da ich aber nicht sooooo groß bin, ist aktuell der Egmont Lyx Verlag mit der kompletten Vampire Academy Reihe am häufigsten vertreten (6 Bücher). :'D

[Rezi] "The Boy in the Striped Pyjamas" von John Boyne

(c) Bildrechte: Penguin Random House
"The Boy in the Striped Pyjamas"
von John Boyne
Verlag: Penguin Random House, 2014
Erstveröffentlichung: 2006
[TB] ISBN 978-1-909-53119-2
Einzelband
216 Seiten
Die deutsche Ausgabe erschien bei Fischer KJB [ISBN 978-3596806836].

~Klappentext~
"The story of The Boy in the Striped Pyjamas is very difficult to describe. Usually we give some clues about the book on the cover, but in this case, we think it is important that you start to read without knowing what it is about.
If you do start to read this book, you will go on a journey with a nine-year-old boy called Bruno. Sooner or later, you will arrive with Bruno at a fence.
We hope you never have to cross such a fence."

~Meine Meinung~
Es fällt mir aufgrund des schwierigen Themas nicht allzu leicht, meine Meinung zu dem Buch zu formulieren. Ich finde es auf der einen Seite wichtig, die deutsche Vergangenheit nicht zu verleugnen/zu vergessen, sondern sie im Gedächtnis zu behalten und dafür zu sorgen, dass etwas so schreckliches, wie die NS-Zeit niemals wiederkehrt.
Allerdings halte ich "The Boy in the Striped Pyjamas" eben aus diesen Gründen für nicht gut umgesetzt - was eventuell auch daran liegt, dass der Autor Engländer ist und dadurch einen anderen Zugang zu den geschichtlichen Gegebenheiten hat als wir hier in Deutschland. Aber das ist nur Spekulation.

Also zum Buch. Das größte "Problem" war für mich Bruno als Protagonist. Er wird als 9-jähriger, neugieriger und relativ intelligenter Junge dargestellt - der aber auf der anderen Seite von dem Geschehen in Deutschland nichts mitbekommt und überhaupt keine Ahnung hat, wer "Der Führer" überhaupt ist. Ich denke nicht, dass man das damals nicht mitbekommen hat - schon gar nicht mit 9 Jahren als neugieriger Junge, der zur Schule geht und sogar mitten in Berlin wohnt. Sogar als die Familie nach Auschwitz umzieht, stellt er kaum Fragen und findet nicht heraus, was die "Menschen hinter dem Zaun" dort tun - und das über ein Jahr lang nicht, obwohl er sich sogar mit einem von ihnen anfreundet, der offensichtlich leidet.
Und das alles sorgte bei mir dazu, dass ich die Grausamkeiten zu verharmlost empfand. Klar, alles aus den Augen eines unschuldigen Kindes betrachtet, dass aus irgendeinem Grund zu beschränkt ist, um diese Grausamkeit zu erkennen. Aber das macht es nicht besser. Bruno hätten Fragen stellen müssen.
Und dann gibt es tatsächlich einen Zaunabschnitt, der nicht bewacht oder ordentlich gesichert wird? Wenn es so leicht gewesen wäre, sich in Auschwitz unbemerkt zu bewegen, dann wären sicherlich viele geflüchtet.

Wenn ich mir vorstelle, mein Kind würde mit 9 Jahren das Buch lesen und würde so vollkommen an der Realität vorbei mit dem Thema konfrontiert werden, schüttel ich echt den Kopf.

Daneben haben mich im englischen Original gestört, dass Bruno "Der Führer" mit "The Furor" falsch versteht und ausspricht und "Auschwitz" mit "Out-With". Beides macht, wenn man bedenkt, dass er eigentlich Deutsch spricht, keinen Sinn. Wie mies muss das Deutsch eines deutschen Kindes sein, damit er "Führer" nicht kennt und aussprechen kann? Bei Auschwitz könnte ich es noch etwas besser nachvollziehen, ist eben ein ungewöhnliches Wort, aber Bruno denkt selbst dann noch, es würde "Out-With" heißen, als er es auf einer Bank eingraviert liest.
Überhaupt ist das Buch geschrieben, als hätte ein 6-jähriger es erzählt. Alles sehr einfache Sätze, haufenweise Wiederholungen.

Wegen all dieser Gründe habe ich mich beim Lesen mehr geärgert, als es tragisch gefunden zu haben. Und deshalb würde ich das Buch auch nicht weiterempfehlen. Es gibt deutlich bessere Möglichkeiten, sich vor allem geschichtlich korrekt und auf "leicht verständliche" Art mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Und weil ich dem Buch tatsächlich überhaupt gar nichts Positives abgewinnen kann, haben wir hiermit meine erste 1-Punkt-Bewertung.

Weitere Meinungen

Dienstag, 19. Juni 2018

Gemeinsam lesen #47


"Gemeinsam lesen" ist eine Aktion von Schlunzenbücher, die ursprünglich von Asaviels Bücherallerlei begonnen wurde.
Es geht darum, jeden Dienstag vier Fragen zur aktuellen Lektüre zu beantworten, wobei die ersten drei Fragen immer dieselben sind.
Wer mitmachen möchte kommt mit einem Klick auf das Logo zur aktuellen Runde. :)

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese aktuell an zwei Büchern zeitgleich. :-)

(c) Bildrechte: dtv | Sternensand Verlag

"Der Schwalbenturm": Seite 369 von 543

"50 Tage": 55%

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Der Schwalbenturm": Alle Weisheit ist im Guten Buch enthalten.

"50 Tage": Bereits am nächsten Morgen ließen wir Santa Rosa hinter uns und fuhren weiter.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
"Der Schwalbenturm": Das ist der 4. Teil der Hexer-Reihe und irgendwie komme ich kaum voran. Jedenfalls lese ich schon die 3. Woche an dem Buch, aber es liegt nicht unbedingt am Buch selbst, ich bin aktuell irgendwie nur nicht so sehr in Lesestimmung und es ist nicht gerade ein Buch zum "nebenbei" lesen, da man auf den Inhalt schon achten muss, um nichts zu verpassen.

"50 Tage": Als eBook lese ich daher im Ausgleich zum "Schwalbenturm" ein lockeres Roadtrip-Buch, das wirklich einfach zu lesen ist und wo man nichts verpasst, wenn man etwas unkonzentriert ist. ;) Das ist aber nicht negativ gemeint, denn "50 Tage" ist eine schöne, sommerliche Liebesgeschichte mit kleinen ernsteren Untertönen. 

4. Verleihst du dein Bücher?
Wenn jemand fragt, klar. Aber ich kenne eigentlich niemanden persönlich, der den gleichen Lesegeschmack hat und so kommt es verdammt selten vor, dass ich etwas verleihen könnte. Am häufigsten liest noch meine Mutter etwas von mir und sie geht mit Büchern auch gut um, daher ist das kein Problem.


Was lest ihr gerade? Lasst mir für einen Gegenbesuch gerne euren Link da. ;)

LG Alica

Montag, 18. Juni 2018

[Rezi] "Wie Regen in der Wüste" von Kira Gembri und Lena König

(c) Bildrechte: Kira Gembri & Lena König
"Wie Regen in der Wüste"
von Kira Gembri & Lena König
Selfpublishing, 2018
Band 1 von bisher 2
[TB] ISBN 9781984291899
268 Seiten

~Klappentext~
"Es hätte der bisher glücklichste Tag in Lirias Leben werden sollen - stattdessen erweist er sich als der schlimmste: Aus heiterem Himmel wird ihre Heimatstadt von berittenen Kriegern angegriffen und Liria wird von einem der Männer verschleppt. Fortan muss sie beim Volk der Thokori leben, in ständiger Angst davor, wann ihr Entführer Thrakon erstmals Hand an sie legt. Doch mit der Zeit gewöhnt sich Liria immer mehr an die Bräuche des Wüstenclans und auch Thrakon schein ganz anders zu sein als gedacht. Bald kann Liria ihren eigenen Gefühlen nicht mehr trauen - denn hat es wirklich noch mit Furcht zu tun, wenn ihr Herz in Thrakons Nähe schneller schlägt?"
~Meine Meinung~
Die Jugendbücher von Kira Gembri lese ich unheimlich gerne und liebe da ihren Humor, aber auch die ernsten Töne. Umso gespannter war ich auf ihr "Erwachsenenbuch" in Zusammenarbeit mit Lena König.

Doch leider wurde ich herb enttäuscht. Hinter dem wunderschönen Cover steckt eine leider sehr oberflächliche, langweilige Geschichte, die mich nicht überzeugen konnte.
Dabei war der Start noch vielversprechend. Die ersten ca. 50 Seiten haben ich verschlungen, wollte wirklich wissen, wie es weiter geht. Doch dann wurde es zunehmend langatmig und besondere Momente habe ich vergeblich gesucht.

Das größte Problem ist dabei Liria. Direkt zu Beginn steht sie noch voll hinter ihrem Volk von Myolis und ihrer Liebe zu Mutter Meer, möchte auf jeden Fall Hohepriesterin werden. Dann fallen die Thokori über die Stadt her, ermorden Lirias Mit-Novizen grausam und entführen sie. Liria wirkt dabei nur minimal schockiert und verängstigt und schon 4 Wochen später ist sie überglückliches, festes Mitglied des fremden Volkes und kümmert sich keinen Deut mehr um ihre ehemaligen Mitmenschen. Wer macht bitte in der kurzen Zeit eine 180 Grad Wandlung durch??? Warum ist es ihr in der kurzen Zeit so piepegal, was aus den Myolern wird? Und seit wann findet man sich in einer komplett fremden Kultur so schnell zurecht, lernt die Sprache und wird von (fast) allen akzeptiert? Ich war beim Lesen nur am Kopfschütteln, so unlogisch erschien mir das alles.

Auch die anderen Charaktere, allen voran Thrakon, sind oberflächlich und kaum ausgearbeitet. Die eigentlich traurige Vergangenheit von Thrakon und Sorrea konnte mich nicht berühren, da sie einfach zu lapidar erzählt wurde.
Überhaupt fehlt es an Hintergrundinformationen. Man erfährt fast nichts über die Welt, außer den aller notwendigsten Dingen, wodurch sie platt und leblos wirkt. Der Konflikt zwischen Myolis und Thokorim existiert halt, aber warum genau? Wen interessiert das schon? - Liria offenbar nicht.

Hinzu kommen eher holprige Dialoge, die so gut wie nie den gewohnten Witz von Kira Gembri versprühen, sondern sehr gezwungen wirken.

Einen kleinen Pluspunkt gibt es für die Liebesgeschichte, denn die ist an sich (wenn man mal ignoriert, dass das alles in 4 Wochen stattfindet und ein klarer Fall von Stockholm-Syndrom ist) süß. Thrakon lässt Liria Zeit, bedrängt sie nicht, während Liria, die für Mutter Meer Reinheit geschworen hat und von Liebesdingen nichts weiß, langsam solche Gefühle kennenlernt.

Fazit: "Wie Regen in der Wüste" war für mich leider eine Enttäuschung, da mir das ganze Drumherum um die Liebesgeschichte zu schlecht ausgearbeitet und durchdacht war. Wen sowas nicht kümmert und ein Setting wie bei Deanerys und Khal Drogo aus "Game of Thrones" mag, sollte aber ruhig einen Blick darauf werfen.

Die Naliri-Saga:
    Band 1 - Wie Regen in der Wüste
    Band 2 - Wie das leuchten des Meeres
    Band 3 - folgt Ende 2018

Weitere Meinungen

Montagsfrage #15


Die Montagsfrage ist eine Aktion von "Bücherfresserchen", bei der jeden Montag eine buchbezogene Frage beantwortet wird.

Die heutige Frage:
Welche/n Autor/in würdest du gerne mal treffen?
Ich bin niemand, der sich viel aus "Persönlichkeiten" macht, sei es nun Schauspieler, Sänger oder eben Autor. Sind doch alles nur Menschen. Und daher wüsste ich ebenso wie bei allen anderen fremden Personen gar nicht, was ich mit denen reden soll. :P Ich kann Small-Talk so gar nicht und müsste mir vorher sicherlich erstmal einige Fragen ausdenken... Daher fällt mir auch kein Autor ein, den ich unbedingt treffen möchte. ^^°
Naja, aber für ein Autogramm ohne viel Reden am ehesten noch Cassandra Clare oder Stephen King, da ich von beiden die Bücher sehr gerne lese und ein signiertes Buch von denen schon cool wäre. :)

Wie sieht das bei euch aus?

Samstag, 16. Juni 2018

Österreich 2013 - Teil 7

Noch 12 Tage... - 19.02.2013
Und gleich eine unschöne Neuigkeit…
Heute morgen ist eines der Kitze gestorben. Vorgestern Abend hatte es plötzlich schlecht Luft bekommen, war soweit aber noch fit. Daher wollten wir erstmal abwarten. Am nächsten Morgen ging es ihm nicht besser, eher schlechter, aber auch nicht zu schlecht. Und Thomas musste nach München, konnte also nicht zum Tierarzt. Brigitte und ich haben dann die Medizinbücher studiert, was der Kleine haben könnte. Da er aber kein Fieber oder eine laufende Nase hatte, war es schwer, etwas zu finden. Nach Lungenentzündung sah es nicht aus. Eher, als hätte er sich an etwas verschluckt und würde es nicht ausspucken können. Abends ging es ihm dann schon richtig schlecht. Er war nur noch am Röcheln, konnte nicht mehr trinken und sich auch nicht gegen die anderen Zicklein wehren, die sich einen Spaß daraus machten, ihn anzustoßen. Thomas wollte dann einen Tierarzt fragen, aber um die späte Uhrzeit war niemand mehr zu erreichen.

Am nächsten Morgen, also heute, ging es dem Kleinen dann wirklich schlecht. Als ich in den Stall kam, hatte Thomas den Kleinen schon in eine Einzelbox getan und wollte früher mit Melken anfangen, um schnell zum Tierarzt zu kommen. Der Kleine lag platt auf der Seite und hat nur noch geröchelt. Ich hab dann die anderen Kitze gefüttert – und plötzlich war es still. Das sagte eigentlich schon alles, dennoch hab ich nach dem Kleinen gesehen und da lag er tot da… :( Bin dann gleich zu Thomas, um ihm Bescheid zu sagen, dass er sich nicht mehr beeilen muss… Mensch, Thomas war auch ganz schön schockiert. Der Kleine ist so schnell gestorben und wir wissen immer noch nicht, was genau er hatte. :/ Ich würde darauf tippen, dass er sich an etwas verschluckt hat, was sich in den Atemwegen festgesetzt hat und zugeschwollen ist. Denn nach einer Erkrankung sah es in meinen Augen nicht aus. Thomas und Brigitte sind da anderer Meinung… Naja, ich bin nur Praktikantin, ich hab eh keine Ahnung.

Dann durfte ich erfahren, dass Thomas vllt sogar für 5 Tage nach Dubai fliegen will. Und mich alleine mit den Ziegen lassen will… An sich ist das kein Problem – ich weiß, was zu tun ist und melken kann ich. Aber das wird Stress pur und ich werde so fertig sein… Und das kurz bevor ich abreise. Ich hoffe sehr, dass er noch jemanden findet, der mir dann helfen könnte. Aber noch steht das eh alles nicht hundert pro fest und Thomas kriegt ja eh nichts gebacken…

Außerdem war heute mal wieder ausmisten dran. Thomas hat geholfen, also hätte es eigentlich schnell gehen müssen. Aber er musste dann dauernd telefonieren, dann haben wir die Kitze noch etwas umsortiert und mussten neue Trinkeimer anbringen usw. Und dann, wir hatten die Hälfte geschafft, musste Thomas rein, was mit Brigitte klären. Ich hab also erstmal alle gefüttert und ordentlich eingestreut. Von Thomas keine Spur… Also hab ich ein paar Trinkeimer sauber gemacht. Immernoch kein Thomas in Sicht… Ich beschloss also, langsam die nächste Box auszumisten, weil die eh weg sollte (nach dem Umsortieren fielen ein paar kleine Boxen weg). Und dann hab ich noch eine Box ausgemistet… Und es war plötzlich schon halb 3. Um halb 11 hatten wir angefangen… Ich hatte mittlerweile Durst und dass Thomas nicht wieder kam, ging mir auf den Keks. Also bin ich reingegangen und hab stattdessen mit dem Mittagessen angefangen. Thomas kam dann irgendwann rein, um zu helfen und tat so, als wäre er nie weg gewesen… Tse. Als ich ihm dann sagte, ich hätte noch zwei weitere Boxen ausgemistet, war er ganz erstaunt. Der dachte wohl, ich mache Pause, wenn er weg ist… -.-

Joa, und so ging der Tag auch irgendwann vorbei. Jetzt tun mir die Arme und der Rücken weh.. >.>


Noch 7 Tage - 24.02.2013
So, die letzte Woche hat begonnen. Und Thomas lässt mich nun doch nicht mit den Ziegen alleine, juhuu! :D Ich hab es zwar nicht ganz verstanden, aber scheinbar hat er den Flug doch nicht nehmen dürfen (trotz Reservierung???) und hier ist eh zu viel Stress, als dass er abhauen könnte ohne uns in Panik zu versetzen. xD
Alleine Melken durfte ich dennoch am Samstag (gestern). Thomas und Brigitte waren nach München zum Flughafen gefahren, um Pakete abzugeben, und aufgrund von sehr viel Stau auf der Autobahn haben sie für die Fahrt dreimal so lange gebraucht. Daher waren sie zum Melken noch nicht zurück und ich durfte alleine ran. ^^ Und es ging recht gut. Ich hab halt immer nur sechs statt zwölf Ziegen auf einmal gemolken, sodass es weniger stressig war. Und so viel länger habe ich auch gar nicht gebraucht als sonst. Allerdings kam Thomas kurz bevor ich fertig war wieder und hat dann die Reinigung übernommen und die schwere Milchkanne weggetragen. ^^ Dafür hätte ich ja sonst auch noch ewig gebraucht. Allein um die 20 Liter heißes Wasser von der Milchkammer zum Melkstand zu tragen hätte ich wohl zehn Minuten gebraucht. XD Ich bin zwar nicht soooo schwach, aber 20 Liter in einer Kanne sind schon nicht so leicht…

Heute wollten wir dann eigentlich zu dritt ins Kino nach dem Melken, aber daraus wurde natürlich doch nichts. >.< Erst konnte Brigitte keinem Film etwas abgewinnen, dann meinte Thomas, er würde alleine melken, damit ich mich umziehen gehen kann und dann hat er natürlich alleine zu lange gebraucht… u.u Tja, morgen folgt der nächste Versuch. xD Mal sehen, ob sie sich bis dahin auf einen Film geeinigt haben. Ich musste heute immerhin nicht mit melken, also ist es für mich doch positiv verlaufen. :P
Außerdem hat Brigitte heute Sachertorte gebacken! Die ist ja ein bisschen aufwändiger als normaler Kuchen, schmeckt aber nicht schlecht. ^^ Ich hab übrigens vor ein paar Tagen Bienenstich gebacken, der auch lecker war. :) Nur habe ich dafür den ganzen Tag gebraucht, weil die Hefe erst nicht wollte. XD Man sieht, wir ernähren uns echt gesund. :P

Die Ziegen sind bisher auch alle gesund. Zum Glück. Wäre doof, wenn in meiner letzten Wochen noch welche krank werden. >.> So langsam muss ich mir auch überlegen, wie ich meine Sachen zusammen packen soll. xD Ich hab zu viel Zeug hier!
Übrigens habe ich schon vor einer Weile ein paar Postkarten verschickt. Wer alles eine bekommen hat, möge bitte Bescheid geben, damit ich weiß, ob was verloren gegangen ist. ;)

Und es scheint, als würde mich hier jeder in der Straße kennen… O.O Als ich vorhin zur Wohnung ging, kam plötzlich aus dem Gebäude schräg gegenüber von meiner Wohnung ein Mann, der wissen wollte, wie es mir geht und wie lange ich noch bleiben würde. Ich kenne den gar nicht! xD Aber gut, dass er genau weiß, wer ich bin und wo ich arbeite… Und er fand es irgendwie schade, dass ich bald abreise. Ist das hier normal? Ich mein, hier sind ja nur vllt 10 Häuser an der Straße und die nächsten sind mehrere Kilometer entfernt. O.o

Aber gut, meine Pläne für diese Woche: Praktikumsbericht weiter schreiben (möglichst fertig werden xD), ein Abschiedsbild für Thomas & Brigitte zeichnen und ganz viel Käse und Marmelade kaufen! xD Mal sehen, ob ich das alles schaffe. ;)

Ich lade bald wieder Fotos hoch, versprochen! Bin nur im Moment zu faul, rauszusuchen, was ich noch nicht gezeigt habe und ggf neue Fotos zu machen. ^^ Da ich „meine kleinen“ aber eh noch mal fotografieren muss, bevor ich abreise, könnte ich das bald mal machen. ;) Und ich brauche ein Foto mit Giraffe! Dringend! Sie ist immer noch die süßeste von allen. <3 (Auch wenn die Minis mit ihren Ballonbäuchen auch verdammt knuffig sind. xD Ebenso wie das Alpaka-Chewbaka. xD Das muss ich euch echt mal zeigen. xD)


Morgen geht's heim! - 02.03.2013
Der Titel sagt alles. Und ich weiß, ich hatte noch Fotos versprochen… aber ich bin zu faul. xD Ich lade Montag welche hoch, wenn ich wieder daheim bin und Zeit habe, mir alle nochmal in Ruhe anzusehen. :3

Heute muss ich noch aufräumen und sauber machen. Morgen um 13:05 Uhr holt mich in Brixlegg der Bus zum Flughafen München ab. Gegen 18:45 Uhr lande ich dann in Hamburg. :) Kiel hat mich morgen Abend also endlich wieder! xD
Und ich glaube, ich werde die süßen Ziegen echt vermissen… Die zwei Monate waren schneller vorbei als gedacht… :/ Auch wenn ich doch froh bin, wieder nach Hause zu kommen. Schade, dass ich keine Ziege mitnehmen kann. xD Aber ich denke, wenn der Hof noch länger bestehen bleibt, komme ich mal wieder. Es ist hier wirklich schön gewesen und Thomas und Brigitte sind echt nett. :) Alles in allem haben sich die zwei Monate mehr als gelohnt! <3

Ich habe heute auch noch das Abschiedsbildchen für die zwei fertig bekommen. Morgen werde ich es ihnen überreichen. ^^ Mal sehen, was sie dazu sagen… Falls ihr es sehen wollt, ich habs auf meiner „Künstlerseite“ hochgeladen.
Man sieht: Thomas mit Kitz im Arm und Bibi auf der Schulter, Brigitte mit Bandido im Arm und Lilly am Bein und eine dumm guckende Ziege im Vordergrund. xD Ich hab mir Mühe gegeben, dass man sie zumindest etwas erkennt. xD Hatte aber keine Zeit für ne Koloration des Bildes… u.u Aber so geht es auch, denke ich…

Heute Mittag waren wir auch noch mal essen zum Abschied. Wiener Schnitzel. Die waren soooooo groß! :O Aber ich hab sie aufgegessen… *hust* und danach gab es noch ein großes Stück Kuchen… Jetzt bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich hier nicht doch zugenommen habe. xD Seit wann kann ich so viel essen??? XD
Und auch witzig: Da klingelte vorhin wer an der Tür. Ich mach auf und der Mann fragt: „Ist die Mama da?“ XD Hallo? Wie jung seh ich denn bitte aus? Und seit wann bin ich das Kind von den beiden? xD Oh mann…


Fotos, die letzte - 05.03.2013
Ich bin wieder daheim. :) Aber weil ich Fotos versprach, kommen nun noch ein paar Highlights. (Oder so. XD)

Giraffe ist groß geworden… und schwer… :/ Und meine Kamera ist doof. XD

Lillly – ich fand das Bild nur süß.
Alpaka-Chewbaka. XD Sieht er nicht mitleidserregend aus? xD Und er ist seit seiner Geburt son Weichei…
Yummi
Yummi yummi
Mal eine der großen Ziegen mit Hörnern!
Ich mit einer der Jungziegen.
Sun is shining~