Donnerstag, 17. Oktober 2019

[Rez] "Das Lied der Wächter. Das Gesetz" von Thomas Erle

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar].
(c) Bildrechte: Gmeiner Verlag
"Das Lied der Wächter. Das Gesetz"
von Thomas Erle
Verlag: Gmeiner, 2019
Band 3 von 3 | 418 Seiten
[TB] ISBN: 978-3839223604

~Klappentext~
Nach vielen Irrwegen glaubt sich Felix endlich am Ziel seiner abenteuerlichen Reise - er hat seine Eltern gefunden, die vor 16 Jahren bei einer Atomkatastrophe verschwunden sind. Doch was hat es mit der unsichtbaren Kraft auf sich, die alles Leben im Sperrgebiet bedroht? Felix will auch dieses Rätsel lösen. Was er unterwegs erlebt, erschüttert ihn derart, dass er kurz davor ist aufzugeben und über den Sperrzaun in die nahe Schweiz zu flüchten. Aber eine unerwartete Begegnung zwingt ihn, seine Pläne zu ändern. Felix weiß jetzt, dass sein Weg noch nicht zu Ende ist...
~Meine Meinung~
Die Trilogie "Das Lied der Wächter" konnte mich mit Band 1 und 2 sehr begeistern und so war ich auf den Abschlussband unglaublich gespannt! All die Fragen, die sich über die ersten beiden Bände gesammelt hatten, hoffte ich, geklärt zu bekommen. So viel vorweg: Meine Erwartungen wurden nicht vollständig erfüllt, aber dennoch behält diese Reihe einen besonderen Platz in meinem Leserherz.

Nachdem Felix im zweiten Band endlich seine Eltern gefunden hat, verbringt er einen schönen Sommer mit ihnen. Doch er bleibt ruhelos. Seit den Ereignissen mit Chiara möchte er wissen, was es mit der mysteriösen Kraft im Schwarzwald auf sich hat. Seine Reise ist also noch nicht zuende.
Wie schon in den vorherigen Bänden verläuft die Handlung eher ruhig mit hintergründiger Spannung. Der Leser wandert gemeinsam mit Felix durch den verlassenen Schwarzwald, sucht nach Wegen, die tödliche Kraft der "Spinne" zu umgehen und trifft dennoch immer wieder auf andere Menschen, die ihm helfen und ihn der Antwort auf die mysteriösen Ereignisse näher bringen. Doch gerade zu Beginn und am Ende ist Felix auch gefährlicheren Situationen ausgesetzt, die wirklich fesselnd geschrieben sind. Mir wurde daher auch beim Abschlussband nie langweilig und ich war sehr neugierig, was die Auflösung des Ganzen sein wird.

Rückblickend ist die Entwicklung von Felix sehr gelungen und im Vergleich zum Anfang des 1. Bandes ist er richtig erwachsen geworden und kann über seine damalige Naivität selbst lachen. Die verschiedenen Begegnungen mit anderen Charakteren und die Erlebnisse im Schwarzwald prägen ihn, ohne dass er ein komplett anderer Mensch wird. Er stellt immer noch zu viele Fragen, reagiert immer noch ab und an zu übereilt, aber er lernt dazu, kann auch mal abwarten und in Ruhe nachdenken, wenn es sein muss. 
Ich finde es auch immer noch klasse, wie Thomas Erle andere Charaktere einbaut, die oft nur kurz an Felix' Seite bleiben, aber dennoch alle individuell ausgestaltet sind und mit wenigen Worten lebendig werden.

Doch auch wenn ich mit "Das Gesetz" erneut kurzweilige und landschaftlich schöne Lesestunden verbracht habe, habe ich einen kleinen Kritikpunkt, denn die Erklärungen bleiben - wie Felix selbst treffend feststellt - schwammig. Niemand weiß, was genau es mit der "Spinne" auf sich hat, doch Felix und sein letzter Begleiter Furrer kommen der Antwort sehr nahe. Ich hätte mir gewünscht, dass ganz am Ende Felix vollends zu verstehen lernt, was im Schwarzwald geschieht. Dass er den "Fischmenschen" wiedertrifft und dieser ihm mit Erkenntnis/Wissen "segnet" oder irgendwie so etwas. Stattdessen bleibt die abschließende Begegnung relativ kurz und mit einem anderen Hauptziel; das Ende danach relativ offen. Zwar gefiel mir das Finale dennoch gut, denn es war wie in einem Traum zu lesen und passte zu dem mysteriösen Hintergrund, aber besonders im Vergleich zum allerersten Kapitel der Trilogie waren meine Erwartungen doch noch ein Stück weit anders: mit einer noch größeren Gefahr, der sich Felix konfrontiert sieht.
Auch ging der Feldberg, der zu Beginn der Trilogie immer wieder genannt wurde, irgendwie unter und ein anderer Berg wurde bedeutsam, was vorher nicht wirklich eingeleitet wurde. 
Und mich würde wirklich interessieren, wie die Außenwelt zukünftig mit dem Schwarzwald umgehen wird - das ist ja vielleicht Stoff für einen weiteren Band. ;-)

Auch wenn meine Erwartungen an das Ende nicht vollständig erfüllt wurden, so hatte ich doch auch mit dem letzten Band ein tolles Leseerlebnis und freue mich schon, den Schwarzwald irgendwann selbst zu durchwandern und die verschiedenen Orte aus dem Roman zu entdecken. Wer Landschaftsbeschreibungen und eine eher ruhige Handlung mit unterschwelliger Spannung mag, dem lege ich diese Trilogie wirklich ans Herz! Ich werde Felix und seinen Hund Leo vermissen.
Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

"Das Lied der Wächter"-Trilogie:
     Band 1 - Das Erwachen [meine Rezension]
     Band 2 - Der Gesang [meine Rezension]
     Band 3 - Das Gesetz

Dienstag, 15. Oktober 2019

[Monatsrückblick] September 2019

Ende September hatte ich Urlaub und war auf Korfu. Die Pause tat mal echt gut, denn es war eigentlich der erste richtige Urlaub dieses Jahr (im Mai hatte ich noch eine Woche Urlaub, aber da habe ich Reiten gelernt und das war eher weniger erholsam XD). Gemeinsam mit meinem Freund war ich auf der Insel wandern, was bei 28°C nicht unbedingt entspannt war, aber den Kopf einfach soooo gut frei pustet. :) Einen Bericht mit Fotos gibt es noch - irgendwann. XD
Daneben ging die Geschichte mit meinem Auge weiter - denn ja, es ist unverändert, aber mittlerweile stehen die letzten Ergebnisse aus dem Krankenhaus fest und es ist zumindest nichts richtig schlimmes, was schon mal beruhigend ist. Jetzt stehen noch ein paar Tests beim Augenarzt an, aber alles deutet darauf hin, dass ich einfach spontan eine Anisokorie (unterschiedlich große Pupillen) entwickelt habe. Kann wohl vorkommen und eigentlich ist es bei mir nicht so ausgeprägt, dass es das Sehen beeinträchtigen sollte, aber joa... tut es halt doch. XD Also mal abwarten, was das noch wird... So langsam fange ich ja an, mich damit abzufinden, auch wenn es weiter stört...
Gelesen habe ich weniger als erwartet, aber dennoch kam einiges zusammen. :)

Gelesene Seiten: 3.329

Die meiste Zeit des Monats las ich abwechselnd an "Dunkelgrün fast schwarz", "Das Sterben der anderen" und den letzten beiden Sammelbänden von "Das Erbe der Macht". Alle vier Bände gefielen mir richtig gut und v.a. das Ende der 1. Staffel von "Das Erbe der Macht" war soooo spannend und unerwartet! 
Im Urlaub gelang es mir dann noch, "Zwei in Solo" zu beenden und "Der Eisblumengarten" und "Wie ein Himmel voller Seehunde" zu lesen. "Zwei in Solo" war mir - wie bei dem Genre oft der Fall - zu zwanghaft dramatisch, aber die beiden Protagonisten mochte ich sehr gerne. Auch von "Der Eisblumengarten" hatte ich irgendwie mehr erwartet - es war eine schöne Geschichte, aber ich fand sie zu vorhersehbar. Und bei "Wie ein Himmel voller Seehunde" (welches ich ja v.a. wegen dem Titel gekauft habe XD) konnte ich die spontane Anziehung zwischen Anna und Louisa nicht nachvollziehen. Sie waren einfach zu plötzlich von einander fasziniert. Ansonsten aber auch eine schöne Geschichte für Zwischendurch. 
Zudem habe ich ENDLICH "Eragon" beendet! Den ersten Band habe ich damals bei Erscheinen gelesen und geliebt, aber Band 2 war so zäh, dass ich die Reihe jahrelang pausiert habe und sie nun endlich als Hörbücher beenden konnte. Und ja, die Reihe bleibt zäh und langatmig und den Endkampf gegen Galbatorix fand ich ehrlich gesagt sehr mau... Aber gut, habe ich das abgehakt. :P

Gemeinsam mit Sarah (Cube Manga) lese ich zudem den Abschluss der "Remnant Chronicles" (The Beauty of Darkness), den wir aufgrund der Länge bzw. der Spaltung in der deutschen Ausgabe auf zwei Monate aufgeteilt haben. :) Für die Monatsaufgabe September von "Mein SuB kommt zu Wort" habe ich zudem "Palace of Glass" begonnen und im Urlaub auch noch mit "Im Schatten des Fuchses", "Homo faber" und den 3. Band von Skulduggery Pleasant angefangen.

beendet
(c) Bildrechte liegen beim jeweiligen Verlag
         
"Dunkelgrün fast schwarz" | Mareike Fallwickl [Einzelband | RE | meine Rezension]
"Das Sterben der anderen" | Tanja Busse [Sachbuch | RE | meine Rezension]
"Wie ein Himmel voller Seehunde" | Sara Lövestam [Einzelband | Rezension folgt]
"Der Eisblumengarten" | Guy Jones [Einzelband | Rezension folgt]
"Das Erbe der Macht - Ascheatem" | Andreas Suchanek [3. Band | RE | meine Rezension]
"Das Erbe der Macht - Allmacht" | Andreas Suchanek [4. Band | RE | meine Rezension]
"Zwei in Solo" | Elja Janus [Einzelband | Rezension folgt]
"Eragon. Das Erbe der Macht" | Christopher Paolini [4. Band | Hörbuch | ohne Rezension]

begonnen
(c) Bildrechte liegen beim jeweiligen Verlag
   
"Im Schatten des Fuchses" | Julie Kagawa [1. Band | RE]
"The Beauty of Darkness" | Mary E. Pearson [3. Band]
"Skulduggery Pleasant. Die Diablerie bittet zum Sterben" | Derek Landy [3. Band | Hörbuch]
"Homo faber" | Max Frisch [Einzelband]
"Palace of Glass" | C. E. Bernard [1. Band]

Sonntag, 13. Oktober 2019

Reiten lernen als Erwachsene

Der ein oder andere hat es vermutlich mitbekommen: Ich war im Mai für eine Woche auf einem Reiterhof, um Reiten zu lernen. Im Folgenden stelle ich euch meine Erlebnisse - mit etwas zeitlicher Verzögerung XD - mal dar. :-)

Wie kam ich dazu?
Als kleines Mädchen hatte ich - wie viele andere auch - eine Pferdephase und wollte damals unbedingt Reiten lernen. Es war meiner Mutter aber immer zu teuer (verständlicherweise). Mehr als geführtes Ponyreiten war also nicht drin. Bei einem dieser Ponyreiten wurde ich allerdings abgeworfen und bin schmerzhaft auf dem Rücken gelandet. Interessiert hatte das damals keinen, sodass ich sowohl von den Pferden als auch von den Reitlehrern extrem enttäuscht war. Meine Pferdeliebe hörte damit auf.

Irgendwann 2018 hatte eine Freundin mich dann gefragt, ob ich nicht Lust hätte, mal mit ihr zusammen so einen Wochen-Reitkurs zu machen. Meine Enttäuschung von früher ist inzwischen verflogen (wobei ich es immer noch unverantwortlich finde, dass es keine der anwesenden Personen interessierte, dass ich echt Schmerzen hatte, schließlich war ich erst 7 oder 8 Jahre alt...) und daher dachte ich mir "Joa, warum auch nicht?". Und so war das sichere Sache. XD

Auswahl des Reiterhofs
Das nächste Problem war dann, einen geeigneten Hof zu finden. Es kommt tatsächlich gar nicht so oft vor, dass Reitkurse über mehrere Tage auch für Erwachsene angeboten werden. Meistens gibt es das für Kinder in der Ferienzeit. Oder man muss halt Einzelstunden buchen.
Wir sind dann letztlich bei der Ferienreitschule Schulz in der Nähe von Salzwedel (Niedersachsen) gelandet, die auch im Internetauftritt ganz ordentlich aussah. Dort werden wöchentliche Reitkurse jeweils von Samstag bis Samstag angeboten - auch für Erwachsene ohne Vorerfahrung.

Wie war es denn nun?
Insgesamt hat mir die Woche gut gefallen. Wir hatten von Sonntag bis Freitag jeweils 2 Reitstunden am Tag (eine Vormittags, eine Nachmittags), meistens unterteilt in Reitunterricht und Ausritt. Eingeteilt wurden wir in Gruppen anhand unserer angegebenen Vorerfahrung. Wir waren daher bis Donnerstagvormittag in einer Gruppe mit 4 Kindern (6-14 Jahre) und einem älteren Herren - wobei alle anderen zumindest gelegentlich schon mal geritten waren. Meine Freundin und ich hatten aber Null Ahnung vom Reiten und entsprechend wurden wir ziemlich ins kalte Wasser geworfen. Denn leider gab es keine Einführung "für Dummies". Wie man Halfter, Zaumzeug und Sattel anlegt, wozu all die vielen Riemen waren, wie man Striegelt usw. - wussten wir alles nicht und erklärt hat es uns meistens eine der (jugendlichen) Begleitpersonen oder andere Kursteilnehmer statt den Reitlehrern - und das auch nur, wenn wir gezielt nachgefragt haben... Wir fanden das alles recht chaotisch, aber natürlich wurde es täglich einfacher.

Gleich in der ersten Stunde haben wir dann auch mit dem leichten Trab begonnen. :'D Für uns, die noch gar kein Gefühl für Pferde hatten, auch etwas schwer, v.a. da auch hier ordentliche Erklärungen bzgl. Haltung usw. fehlten. Insgesamt hatte ich sehr das Gefühl, dass sie es nicht kennen, so absolute Anfänger vor sich zu haben...

Die Pferde waren aber alle Top. Natürlich kam man mit dem ein oder anderen besser zurecht, aber ausgebildet waren sie alle höchst professionell, soweit ich als Laie das beurteilen kann. Aber sie haben sich nie verunsichern lassen und ganz stoisch mein planloses "Gezappel" ertragen. XD
Und sie durften außerhalb der Reitstunden immer auf der Weide stehen, was ich auch sehr schön fand. Übrigens wurde vor jeder Reitstunde neu eingeteilt, wer welches Pferd reiten will/darf, was ziemlich viel Zeit fraß.

Am Mittwoch ereignete sich dann leider ein Unfall in unserer Gruppe. Das 7-jährige Mädchen fiel in einer Kurve vom Pferd und brach sich ausgerechnet den Ellenbogen... :( Da kam sehr viel Pech auf einmal zusammen, aber die Kleine war wirklich tapfer und am nächsten Tag bekamen wir auch die Info, dass sie in Hamburg operiert wurde und es ihr wieder ganz gut ging.
Donnerstagmittag sind dann die restlichen Mitglieder unserer Gruppe abgereist (wegen irgendeiner Jugend-Veranstaltung), sodass wir am Nachmittag eine Reitstunde zu zweit hatten. Und die fand ich endlich richtig hilfreich, da viele Schwierigkeiten in Ruhe besprochen werden konnten.
Am Freitag wurden wir dann mit einer anderen Gruppe zusammengelegt, in der nur ca. 12-jährige Mädchen waren. Da kam dann auch der tolle Kommentar, dass sie mit "zwei älteren Frauen, die nicht Reiten können" zusammengelegt wurden. XD Es lief aber gut in der Gruppe, da sie nicht so viel besser Reiten konnten als wir inzwischen.

Rückblickend habe ich wirklich viel in der Woche gelernt und fühlte mich am Ende auch relativ sicher auf dem Pferderücken. Bis zum Galopp kamen wir nicht, aber das muss ja auch noch nicht sein. :P Absoluter Pferdenarr bin ich dadurch nicht geworden, aber ich könnte mir schon vorstellen, irgendwann wieder zu Reiten - so ein einwöchentlicher Kurs lässt sich im Jahr gut unterbringen. ;-)

Generell denke ich, dass man als Erwachsener eher versteht, was die Reitlehrer einem erzählen, besonders was die Bewegungen im Sattel angeht. Die Erklärung, leichter Trab ist wie dauerhafte Kniebeugen hat es für mich leicht umzusetzen gemacht. :D Natürlich sollte man sich auf Muskelkater einstellen, wobei ich zum Glück noch fit genug war, dass sich das in Grenzen hielt. Eigentlich war ich nur vom Muskelkater im unteren Bauch erstaunt, weil man beim Reiten gar nicht so merkt, dass man da Muskeln verwendet. :)

Zum Abschluss noch drei Fotos (leider war es schwer, jemanden zu finden, der Fotos von uns gemacht hat, da meine Freundin und ich ja beide in derselben Gruppe waren...):

auf Chimbarazzo und das einzige ordentliche Foto von mir beim Reiten
auf Kiara nach einem Ausritt im Regen, daher guckt sie so bedröppelt :P
nochmal mit Chimbarazzo


Freitag, 11. Oktober 2019

[Rez] "Schattenschein" von Martin Ulmer

(c) Bildrechte: Papierverzierer Verlag
"Schattenschein"
von Martin Ulmer
Verlag: Papierverzierer, 2017
Band 2 von bisher 2 | 368 Seiten
[TB] ISBN: 978-3944544632

~Klappentext~
In letzter Sekunde, aber für einen hohen Preis, konnten Johannes und seine Verbündeten das Schlimmste vor der Jahrtausendwende verhindern. Vorerst. Denn mit den am Boden liegenden Orden des Lichtes und der Dunkelheit, begehrt ein längst vergessener Feind auf. Aber auch andere Befähigte und das Büro 13 haben Pläne, das entstandene Vakuum der Kräfte zu ihrem eigenen Vorteil zu nutzen. Jeder ist auf sich allein gestellt und muss sich entscheiden, seiner Bestimmung oder seinem Herzen zu folgen.
~Meine Meinung~
Da der erste Band nun schon eine Weile zurück lag, hatte ich zu Beginn ziemlich Probleme, in die Handlung reinzukommen. Vor allem die vielen Charaktere konnte ich anfangs kaum zuordnen; das legte sich erst nach mehreren Kapiteln. Die Hauptursache waren wohl auch die häufigen Perspektivwechsel, denn die Handlung wird aus der Sicht mehrerer Charaktere erzählt und setzt sich erst nach und nach zusammen. Die meisten der Personen hatten auch schon im ersten Band Auftritte, doch auch neue Charaktere kommen zu Wort. Dabei verlaufen mehrere Handlungsstränge parallel und erst gegen Ende setzt sich langsam ein Gesamtbild daraus zusammen und einzelne Fäden laufen zusammen.

Die Handlung dreht sich nach dem Ende im ersten Band vor allem weiter um das Dunkellicht und die einzelnen Parteien, die dessen Macht nutzen oder eben davor schützen wollen. Eine besondere Rolle kommt dabei Ella zu, die im ersten Band noch eher eine Nebenrolle war. Einige Ereignissen konnten mich überraschen und es gab auch spannende Momente, insbesondere der spannende Beginn und das actionreiche Finale. Doch dazwischen zog sich die Handlung für mich leider sehr. Es gab viele Erklärungen, viele Handlungsbögen, die sich erst zögerlich aufbauten und das alles aus - für mein Empfinden - etwas zu vielen Perspektiven mit zu häufigen Wechseln. Ich hatte einfach leichte Probleme, den Überblick zu behalten und die wichtigen Punkte herauszufiltern. Hinzu kommt, dass weiterhin viele Fragen offen bleiben und sogar einige neue Fragen aufgeworfen werden. Das ganze Konzept rund um das Dunkellicht blieb daher für mich weiterhin zu wenig greifbar.

Insgesamt war ich zu oft verwirrt und vielleicht war mein Lesezeitpunkt auch einfach nicht gut gewählt, denn - auch wenn es vielleicht anders klingt - der Roman ist eine solide Fortsetzung und die einzelnen Handlungsfäden durchdacht und gut ausgearbeitet. Es ist aber definitiv kein Buch, das man mal eben nebenbei lesen sollte und aufgrund der Langatmigkeit und den vielen Informationen, die ich garantiert wieder vergessen werden, bin ich bisher noch unsicher, ob ich den 3. Band nach Erscheinen lesen werde. Ich würde jedem Interessierten empfehlen, die Trilogie irgendwann am Stück zu lesen, um alle Zusammenhänge wirklich zu erfassen.

Dunkellicht-Trilogie
    Band 1 - Dunkellicht [meine Rezension]
    Band 2 - Schattenschein
    Band 3 in Planung

Mittwoch, 9. Oktober 2019

[Rez] "Im Schatten des Fuchses" von Julie Kagawa

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar].
(c) Bildrechte: heyne fliegt
"Im Schatten des Fuchses"
von Julie Kagawa
Originaltitel: The Shadow of the Fox
Verlag: Heyne fliegt, 2019
Band 1 von 3 | 480 Seiten
[HC] ISBN: 978-3453272057

~Klappentext~
Sie hält das Schicksal Iwagotos in ihren Händen: die Gestaltwandlerin Yumeko. Nur sie kann verhindern, dass sich eine dunkle Prophezeiung erfüllt, die das gesamte Kaierreich in die Finsternis stürzt. Dazu muss Yumeko eine geheime Schriftrolle in einen entlegenen Tempel bringen. Als sich ihr unterwegs der Samurei Tatsumi anschließt, ist Yumeko zunächst überglücklich: Die Reise ist lang und gefährlich. Doch sie muss dem Samurei verschweigen, dass sie genau das hat, wonach er sucht. Und auch er hütet ein Geheimnis, das sie beide umbringen könnte. Vor allem, wenn sie sich ineinander verlieben...
~Meine Meinung~
Die neue Trilogie von Julie Kagawa spielt in der an Japan angelehnten Welt Iwagoto und bezieht zahlreiche Mythen und Sagen aus Japan mit in die Welt und die Handlung ein. So ist die Protagonistin Yumeko eine Halb-Kitsune, die über Illusionsmagie verfügt und sich in einen Fuchs verwandeln kann. Auf ihrer Reise zu dem entlegenen Tempel schließt sich ihr der Samurai Tatsumi an, der ein von einem Dämon besessenes Schwert bei sich führt. Erzählt wird dabei abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Yumeko und Tatsumi.

Der erste Band der Trilogie befasst sich mit dem ersten Abschnitt von Yumekos Reise zu einem Priester, von dem sie erfahren soll, wo der geheime Tempel ist, in den sie die Schriftrolle bringen soll. Unterwegs begegnen ihr und Tatsumi neben weiteren Gefährten, die sich "Dank" Yumekos offener und vertrauensseliger Art anschließen, auch allerhand unterschiedliche Dämonen, Geister und andere Wesen der japanischen Mythologie. Die Reise ist dadurch sehr kurzweilig und immer wieder durch actionreiche Kämpfe unterbrochen. Mir gefielen die verschiedenen Sagen und Wesen und wie sie in die Handlung verflochten sind, richtig gut! Julie Kagawa hat damit eine sehr lebendige und vielschichtige Welt geschaffen.

Yumeko hält vor ihren Gefährten - und besonders vor Tatsumi - geheim, dass sie die Schriftrolle bei sich trägt, doch von ihrem Auftrag erfahren dennoch finstere Mächte, die die Schriftrolle an sich bringen wollen und die Gruppe immer wieder angreifen und zu töten versuchen. Doch wer zieht im Hintergrund wirklich die Fäden? Hinzu kommen die Pläne von Tatsumis Clan, die ebenfalls an die Schriftrolle gelangen wollen und im Laufe des Buches immer mehr an Tatsumis Fähigkeit dazu zweifeln...

Zu Beginn fiel es mir schwer, mit den Charakteren warm zu werden. Denn durch die Anlehnung an Japan und das alte Kaiserreich sind die Umgangsformen eher steif und höflich. Yumeko lockert Situationen durch ihre unbedarfte und naiv-freundliche Art zwar oftmals wieder auf, wirkt dadurch aber auch sehr kindlich und manchmal regelrecht dümmlich. Doch sie ist auch sehr pflichtbewusst, wenn es darauf ankommt und nimmt ihren Auftrag sehr ernst. Zudem zeigt sie in kritischen Situationen Mut und eine Art intuitive Schläue.
Tatsumi ist der genaue Gegensatz dazu. Um sein Dämonen-Schwert unter Kontrolle zu halten, darf er keine Gefühle zulassen und muss stets konzentriert bleiben. Daher ist er gefühlskalt und wortkarg.
Im Klappentext wird eine Liebesgeschichte zwischen den beiden angedeutet, sie sich in diesem Band aber (noch?) nicht entwickelt. Vielmehr stößt Tatsumi durch Yumekos naive Art immer wieder an die Grenzen seiner Kontrolle und taut sehr langsam etwas auf - was jedoch eine riesige Gefahr birgt und in einem Finale endet, das mich tatsächlich überrascht und mitgenommen hat.
Erst als sich weitere Gefährten den beiden anschließen, lockerte die Atmosphäre richtig auf und mir wuchsen die Charaktere immer mehr ans Herz.

Insgesamt ein solider, spannender Auftakt der neuen Reihe, die durch das Setting überzeugen kann. Da ich jedoch erst zum Ende hin mit den Charakteren richtig warm wurde, zog sich der Anfang für mich ein wenig. Das grandiose Finale des Bandes samt fiesem Cliffhanger macht aber umso neugieriger auf die Fortsetzung!
Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über das Bloggerportal! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Die Trilogie:
    Band 1 - Im Schatten des Fuchses
    Band 2 - Im Schatten des Schwertes (erscheint November 2019)
    Band 3 - Im Schatten des Drachens (erscheint Juni 2020)

Montag, 7. Oktober 2019

[Rez] "Das Erbe der Macht - Schattenchronik #4: Allmacht" von Andreas Suchanek

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar].
(c) Bildrechte: Greenlight Press
"Das Erbe der Macht - Schattenchronik #4 - Allmacht"
von Andreas Suchanek
Verlag: Greenlight Press, 2018
Band 4 von bisher 6 | 510 Seiten
[HC] ISBN: 978-3958342774
Der Band enthält die drei auch einzeln als eBooks erhältlichen Bände "Ascheatem", "Zwillingsfluch" und "Allmacht"
Von den eBooks gibt es derzeit 19 Bände.

~Klappentext~
Max begibt sich in die Höhle des Löwen. Um Leonardo zu retten, geht er aufs Ganze. Doch hat er überhaupt eine Chance?Unterdessen betreten Jen, Alex, Chloe, Chris und Nikki den Boden von Arctica. Hier liegen die legendären Silberknochen verborgen, die das Siegel zur Traumebene darstellen. Das letzte Wettrennen gegen die Schattenfrau beginnt.
~Meine Meinung~
Die letzten drei Episoden der 1. Staffel "Das Erbe der Macht" - zusammengefasst in diesem Band - hatten es nochmal richtig in sich! Der Kampf gegen die Schattenfrau findet sein großes Finale und wieder gibt es viele unerwartete Wendungen und Überraschungen, mit denen ich so nie gerechnet hätte! Andreas Suchanek schafft es, in jeder einzelnen Episode so viel Spannung zu erzeugen, dass sich die Reihe einfach super schnell weg liest und man einfach wissen muss, was als nächstes passiert. Ganz großes Kino!

Es gibt auch einige Auflösungen, z.B. was es mit dem Zwillingsfluch genau auf sich hat - was dem Leser Kevin und Chris nochmal näher bringt. Andere Rätsel, z.B. das Geheimnis um Alex' Sigil, werden weiter ausgebaut. Der riesige Cliffhanger am Ende sorgt zusätzlich dafür, dass man die 2. Staffel kaum abwarten kann.

Insgesamt bauen sich die Charaktere mit alle ihren Facetten über die ganze erste Staffel langsam auf, bis sie sich zum Ende dieses Bandes richtig in mein Herz geschlichen hatten. Die Balance zwischen dem Weiterspannen der Haupthandlung, den vielen Nebenhandlungen, die letztlich in die Haupthandlung münden, und dem Ausarbeiten der vielen Charaktere gelingt im Gesamtpaket richtig gut, während in den einzelnen Episoden für sich gesehen, oft mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet werden und sich auf einzelne Charaktere fokussiert wird. Doch gerade das Puzzle aus den vielen einzelnen Ereignissen, die am Ende das Gesamtbild - und damit den umfangreichen Plan der Schattenfrau - aufzeigen, macht den Reiz der Reihe aus. 
Auf die Fortsetzung bin ich wie gesagt schon sehr gespannt!
Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionexemplars über NetGalley! <3
Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Das Erbe der Macht:
1. Staffel:
Sammelband #1: Schattenchronik 1: Erwachen
Sammelband #2: Schattenchronik 2: Feuerblut
Sammelband #3: Schattenchronik 3: Ascheatem
Sammelband #4: Schattenchronik 4: Allmacht

2. Staffel:
Sammelband #5: Schattenloge 1: Die Rückkehr
    Band 13 - Onyxquader
    Band 14 - Chronikblut
    Band 15 - Schattendieb
Sammelband #6: Schattenloge 2: In Asche und Blut
    Band 16 - Hexenholz
    Band 17 - Seelenmosaik
    Band 18 - Blutnacht
Sammelband #7: Schattenloge 3: folgt...
    Band 19 - Blutzeit
weitere in Planung

Samstag, 5. Oktober 2019

[Neuzugänge] September 2019

Im September waren meine Neuzugänge endlich mal sehr übersichtlich, denn nur ein einziges Rezensionsexemplar durfte bei mir einziehen! :D Weil ich meinen SuB-Abbau doch wieder ernster nehmen will, ist das auch dringend notwendig... Schließlich steht dieses Jahr auch noch mein Geburtstag und Weihnachten an. XD
(c) Bildrechte: heyne fliegt
"Im Schatten des Fuchses" | Julie Kagawa [1. Band | RE]

Inhalt
Die junge Yumeko ist eine Gestaltwandlerin – halb Mensch, halb Füchsin. Im Kloster der Stillen Winde lernt sie unter der liebevollen Anleitung von Mönchen, ihre Gabe zu kontrollieren. Doch eines Nachts greifen mörderische Dämonen die Tempelanlage an und setzen sie in Brand. Yumeko gelingt es als Einziger zu fliehen, mit einem letzten Vermächtnis der Mönche in der Tasche: einer geheimnisvollen Pergamentrolle, die sie in einem Tempel in Sicherheit bringen soll. Darauf befindet sich der Teil einer uralten Beschwörung, die so gefährlich ist, dass sie einst in drei Teile zerrissen und an verschiedenen Orten aufbewahrt wurde. Unterwegs trifft Yumeko den Samurai Tatsumi, der auf der Suche nach eben jener Pergamentrolle ist. Gemeinsam setzen sie ihren Weg fort. Tatsumi weiß nicht, dass Yumeko hat, wonach er sucht. Yumeko weiß nicht, dass Tatsumi ein Geheimnis hütet, das sie beide umbringen könnte. Und beide ahnen nicht, dass sie sich niemals ineinander verlieben dürfen.