Samstag, 15. Mai 2021

[Rez] "Die Chroniken von Alice. Dunkelheit im Spiegelland" von Christina Henry

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar].
(c) Bildrechte: penhaligon
"Die Chroniken von Alice. Dunkelheit im Spiegelland"
von Christina Henry
Originaltitel: Looking Glass
Verlag: penhaligon, 2021
Band 3 von 3 | 368 Seiten
[HC] ISBN: 978-3764532673

~Klappentext~
Alice und der Axtmörder Hatcher haben in Christina Henrys finsterem Wunderland schrecklichen Gefahren getrotzt – jetzt erfahren die Fans, wie es mit den beiden weitergeht, und sie dürfen zudem tief in das Innerste von Henrys beliebtesten Figuren blicken: In einer von vier Kurzgeschichten berichtet Hatcher aus der Zeit, als er selbst noch Nicholas hieß und der beste Kämpfer der Alten Stadt war. In zwei anderen erzählt Alice von einer gruseligen Nacht in einem Schloss sowie von einem dunklen Geheimnis, das sie sogar vor Hatcher geheimhält. Und der Leser lernt Alice' Schwester Elizabeth kennen, die sich vom Jabberwock finstere Gedanken einflüstern lässt...
~Meine Meinung~
Der Band "Dunkelheit im Spiegelland" enthält vier Kurzgeschichten, die zeitlich nach den ersten beiden Bänden der "Chroniken von Alice" spielen. Man sollte zum besseren Verständnis die ersten beiden Bände daher kennen, aber grundsätzlich lassen sie sich auch unabhängig davon lesen. Die vier Kurzgeschichten hängen dabei lose zusammen, da auch sie zeitlich nacheinander spielen.

In der ersten Geschichte lernen wir Elisabeth kennen, Alice jüngere Schwester, die bei einem Fest in der Neuen Stadt zu neugierig wird und einem geheimnisvollen Vogelmann folgt - und sich in der gefährlichen Alten Stadt wiederfindet.
Ähnlich wie auch Alice im ersten Band muss sich Elisabeth den Gefahren der Alten Stadt stellen und entdeckt dabei, dass sie nicht so hilflos ist wie gedacht. Ich fand es gut, dass man mehr über Alice' Familie lernt und auch ein bisschen was über die Neue Stadt. Allerdings ähnelt sie Geschichte vom Muster her sehr dem ersten Band der Reihe und war daher vorhersehbar und etwas langatmig. Auch stört es mich langsam, dass immer alle Männer pauschal als böse dargestellt werden.

Die zweite Geschichte wechselt wieder zu Alice und Hatcher, die auf der Suche nach einer neuen Heimat in einen Schneesturm geraten. Während sie getrennt nach einem Unterschlupf suchen, findet Alice sich in einem düsteren Haus wieder, das von gruseligen Kreaturen bewohnt ist...
Hier mochte ich die Wesen, denen Alice begegnet, da die schon recht eklig waren. Aber auch diese Geschichte ist länger als sie sein müsste, wodurch die Spannung etwas zu flach bleibt. Es geht hier auch darum, dass Alice einen Zugang zu ihrer Magie sucht.

Die dritte Geschichte befasst sich mit Hatchers Vergangenheit, an die er sich zurück erinnert. Man lernt darin mehr über sein altes Ich und wie er seine erste Frau kennenlernt. Auch die Geschichte fand ich grundsätzlich interessant, aber wie auch die vorherigen hält sie sich zu sehr mit Kleinigkeiten auf, sodass es nicht unbedingt spannend bleibt.

In der letzte Geschichte erreichen Alice und Hatcher auf ihrer Heimat-Suche ein Dorf in den Bergen, das seltsame Angewohnheiten pflegt, denen sie ein Ende setzen wollen. Daneben geht es um die mögliche Zukunft des Paares, was ich insgesamt ganz süß fand.  

Insgesamt ist der Kurzgeschichtenband eine schöne Ergänzung für alle, die schon die ersten beiden Bände mochten, und stellt einen runden Abschluss der Reihe dar. Allerdings waren sie mir alle vier etwas zu langatmig, wodurch mir die Spannung fehlte, die ich bisher von der Autorin kannte.

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über das Bloggerportal. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

"Die Chroniken von Alice"
    Band 1: Finsternis im Wunderland [meine Rezension]
    Band 2: Die schwarze Königin [meine Rezension]
    Band 3: Dunkelheit im Spiegelland

Donnerstag, 13. Mai 2021

[Reihen-Rez] "Illuminae-Files" von Amy Kaufman & Jay Kristoff

http:// http:// http://
(c) Bildrechte: Knopf Books for Young Readers
 
von Amy Kaufman & Jay Kristoff
Verlag:  Knopf Books for Young Readers
Deutsche Ausgabe erscheint bei dtv. 
 
Band 1: Illuminae
608 Seiten | 2015 | ISBN: [HC] 978-0553499117
Im ersten Band wird der Angriff auf eine illegale Kolonie im Kerenza-Sektor beschrieben sowie die Flucht der Überlebenden auf den drei Raumschiffen Alexander, Hypatia und # vor dem feindlichen Schiff Lincoln. Man begleitet vor allem die beiden Jugendlichen Kady und Ezra, die sich kurz vor dem Angriff im Streit getrennt hatten.

Die Art, wie die ganze Reihe geschrieben ist, finde ich mega cool. Denn es handelt sich "nur" um eine Aktensammlung. Man bekommt Chatverläufe, eMails, Funkgespräche und Beschreibungen von Kameraaufnahmen zu lesen, durch die sich der Vorfall allmählich ausbreitet.
Eine gewisse Distanz zu den beiden Protagonist*innen bleibt durch den Stil bestehen, aber das störte mich nicht allzu sehr. Immerhin sind Akten auch nicht unbedingt für ihre tiefgehende Story bekannt. :-P Dennoch gelingt es Amy Kaufman und Jay Kristoff eine spannende Handlung zu entwerfen. Man merkt ehrlich gesagt irgendwann nicht mehr so genau, dass man nur einzelne Szenen, oftmals nur in Dialogform, liest.
Die Handlung an sich fand ich wie gesagt spannend, aber auch vorhersehbar und sie braucht lange, um Fahrt aufzunehmen. Und dass mal wieder zwei Jugendliche alle retten, ist nicht unbedingt logisch. Aber es handelt sich halt um ein Jugendbuch. Und immerhin kommen auch Erwachsene zu Wort bzw. haben teilweise wichtige Rollen.

- 4 von 5 Flämmchen -

Band 2: Gemina
672 Seiten | 2016 | ISBN [HC] 978-0553499155
Im zweiten Band wechselt man zur Station Heimdall, zu der die Überlebenden aus Band 1 unterwegs sind. Heimdall ist eine "jump station", denn sie erzeugt ein Schwarzes Loch, das zum Überwinden großer Distanzen im All verwendet wird. Auf dieser Station begleitet man Hanna und Nik. Hanna ist die Tochter des Chefs von Heimdall und wächst behütet und wohlhabend auf. Nik hingegen ist Mitglied eines kriminellen Familienclans, die auf Heimdall Drogen verticken. Es treffen also zwei Welten aufeinander.

In diesem Band fand ich den Handlungsverlauf noch fesselnder und spannender, da schon früh der actionlastigere Teil beginnt. Zwar gibt es auch wieder unlogische Aspekte (Warum sind die Programmiergenies in dieser Reihe immer so jung???), aber dafür fand ich die Handlung auch mit mehr Überraschungen gespickt. 
Auch gefällt mir die Entwicklung der künstlichen Intelligenz AIDAN.

- 5 von 5 Flämmchen -
 
Band 3: Obsidio
624 Seiten | 2018 | ISBN: [HC] 978-0553499193
Der dritte Band behandelt zum einen das weitere Geschehen auf Kerenza IV und zum anderen auf dem Schiff Mao, auf das sich die letzten Überlebenden von Band 1 und 2 flüchten.
 
Es tauchen erneut neue Charaktere auf, aber auch alle bisherigen Charaktere, die noch leben, bekommen weiterhin Auftritte. Dadurch war es mir hier einfach zu viel Durcheinander und zu häufige Wechsel. Dadurch, dass man die Charaktere in der ganzen Reihe durch die Aktenform nur oberflächlich kennenlernt, fiel es mir hier auch oft schwer, sie auseinanderzuhalten.
Zudem ist vor allem zu Beginn der Fokus sehr auf den Lovestorys der drei Bände, was ich einfach überflüssig finde bei einer Aktensammlung. Das hätte durchaus mehr gekürzt werden können, da es zur eigentlichen Handlung kaum etwas beiträgt.

Während ich Band 1 und 2 an jeweils zwei Tagen weggesuchtet habe, kam bei Band 3 einfach keine Spannung auf und das Buch zog sich leider über drei Wochen... Ich hätte es auch fast abgebrochen, wollte dann aber doch wissen, wie die Reihe ausgeht. Aber auch das war leider eine Enttäuschung, denn das Ende ist mega knapp gehalten und ich hatte daran ganz andere Erwartungen. Schade, aber der Band war einfach lahm und beendet die Reihe für meinen Geschmack absolut unzureichend.

- 2 von 5 Flämmchen -

Gesamtbewertung:
http://

Dienstag, 11. Mai 2021

Manga-Montag #3

 
Der "Manga-Montag" ist eine neue Aktion von Sarah von Cube Manga. Hier findet ihr alle Infos zur Aktion!

Ich muss mal schauen, wie oft und gut ich hier mit machen kann, da aus Platzmangel der Großteil meiner Manga leider auf dem Dachboden steht. :( Außerdem kommt mein Post wohl meistens erst abends, da ich schlecht im Vorausplanen bin. :'D

Den aktuellen Post von Sarah findet ihr hier. Da könnt ihr natürlich auch gerne mitmachen! :)

Ich bin diesmal mit einem Tag Verspätung dabei, war aber gestern einfach total k.o. und hab nach der Arbeit gar nichts mehr gemacht... >.<

1. Welchen Manga hast du zuletzt gelesen und wie fandest du ihn?
Ich habe letzte Woche nur einen einzigen Manga gelesen und zwar Band 3 von "BL Metamorphosen". Ich finde die Reihe wirklich knuffig, der Band kam mir aber recht sprunghaft zwischen den Szenen vor. Irgendwie hatte ich manchmal das Gefühl, was verpasst zu haben. :'D
Hier nochmal der Klappentext zu Band 1: 
Yuki ist 75 Jahre als sie in einer Buchhandlung ein hübsches Manga-Cover entdeckt und fasziniert ist von der erzählten Geschichte. Auf der Suche nach der Fortsetzung lernt sie die junge Verkäuferin Urara kennen, selbst Fan jener Manga-Serie und komplett überrascht, dass eine alte Dame sich für einen BL-Titel interessiert. Zwischen den Einzelgängerinnen entwickelt sich auf Basis ihrer gemeinsamen Leidenschaft für das Genre „Boys Love“ eine innige Freundschaft, die für viele neue Ein- und Aussichten beider Charaktere sorgt.

2. Liest du aktuell auch einen? Wenn ja, welcher und wie gefällt er dir bisher? Wenn nein, welchen möchtest du ggf. bald lesen?
Als nächstes werde ich wohl zu "Moving Forward" Band 7 greifen, da ich die Reihe echt super finde und den Band eigentlich schon letzte Woche lesen wollte, als er frisch eigezogen war (s. Aufgabe 3).

3. Welche Manga durften zuletzt bei dir einziehen? Dabei ist es egal, ob du sie als Print, E-Manga oder einfach nur ausgeliehen hast.
Ich war am Dienstag Manga shoppen und habe die folgenden mitgenommen:
   
"Moving Forward" Band 7 ist der aktuelle Band einer meiner derzeit liebsten Manga-Reihen. Ich liebe einfach alles an der Geschichte inkl. dem Zeichenstil! [Und ich bin etwas stolz, dass mir direkt die Hiragana für "Kuko" eingefallen sind, mein Japanisch-Unterricht zeigt Wirkung. XD]
Klappentext Band 1:
Die Gymnasiastin Kuko prescht gut gelaunt und fröhlich durch die Welt. Sie schreibt einen Blog über ihre Sicht der Dinge und die ganz normalen Sorgen und Nöte des Teenageralltags. Weder ihr Vater noch ihr Freundeskreis ahnen, wie es in ihrem Herzen auch aussieht, und welches ihr größtes Thema ist: die Frage nach dem Sinn des Lebens. Denn einzig dem Kunststudenten Outa gewährt sie einen Blick hinter die heitere Fassade und lässt ihm gegenüber der Trauer um ihre beim großen Erdbeben verstorbene Mutter freien Lauf.

"BL Metamorphosen" Band 3 hatte ich oben ja schon erwähnt.

"10th" Band 1 erinnert auf den ersten Blick - wie Sarah letzte Woche angemerkt hat - an "Orange", daher bin ich hier schon sehr gespannt und hoffe auf eine berührende Lovestory.
Klappentext:
Take und Umeko sind seit ihrer Kindheit befreundet. Da Take schweres Asthma hat, fehlt er oft an der Schule und hat aufgrund seines Außenseiterstatus eine emotionale Mauer um sich gezogen. Selbst Umeko, die sich immer aufopfernd um ihn kümmert, wird nicht besonders nett von ihm behandelt. Doch als auf der Oberschule der fröhliche und beliebte Matsu in das Leben der beiden tritt, ändert sich mit einem Mal alles: Seine positive Art lässt erobert ihre Herzen im Sturm. Während die drei nach außen hin wie eine unzertrennliche Dreierclique wirken, merken sowohl Take als auch Umeko, dass sie sich in Matsu verliebt haben... Aber ist es wirklich wert, dafür die Freundschaft zu riskieren?

"Die Farbe aus dem All" ist der zweite Band von Gou Tanabes Manga-Adaption von Lovecraft, die ich mir gekauft habe. Mittlerweile sind da mehrere Bände erschienen und ich besitze schon "Der Hund und andere Geschichten", die ich... letztes (?) Jahr gelesen habe. Vor etwa 3 Jahren hatte ich eine Sammelausgabe von Lovecrafts Werken gelesen und bin seitdem ein bisschen in seinen subtilen Horror verliebt. Und wo mir Lovecraft selbst zu ausschweifend war, fasst Gou Tanabe die Geschichten knackig zusammen. Und das mit einem mega genialen Zeichenstil, der die düstere Stimmung super einfängt. Daher will ich endlich mal aufholen und mir die Bände nach und nach holen (die sind aber teilweise auch echt teuer... :'D). In "Die Farbe aus dem All" geht es, wie der Titel verrät, um eine Farbe aus dem All. XD Spaß beiseite, ein Junge findet eines Tages vor seinem Haus eine mysteriöse Farbe, die mit keiner bekannten Farbe vergleichbar ist, und die sich auf weniger schöne Art auf ihre Umgebung auswirkt...

4. Zeige 5 Mangas, die ihr mit dem Japantag verbindet. Alternativ 5 Mangas, die bisher nur in Japan erschienen sind (hier können es auch gerne Folgebände einer Reihe sein)
Ich glaube, ich habe noch nie aktiv irgendwas am Japantag getan, das ich mit Manga verbinden würde. :O Und leider bin ich bei noch nicht in Deutschland erschienen Manga auch raus, weil ich da schon ewig keinen Überblick mehr habe. :'D Natürlich freue ich mich auf alle weiteren Bände meiner Lieblingsreihen, aber das wäre hier zu einfach gelöst. XD Daher setze ich einfach mal unauffällig aus... :P

Samstag, 8. Mai 2021

[Rez] "Die Wahrheit über unsere Medikamente" von #DerApotheker

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar].
http://
(c) Bildrechte: lübbe life
"Die Wahrheit über unsere Medikamente"
von #DerApotheker
Verlag: lübbe life, 2021
Sachbuch | 320 Seiten
[TB] ISBN: 978-3404060054

~Kappentext~
Wussten Sie, dass Ibuprofen tödlich sein kann, wenn Sie gleichzeitig ASS100 einnehmen? Haben Sie schon mal gehört, dass Johanniskraut die Wirkung der Anti-Baby-Pille reduziert? Und dass in pflanzlichen Arzneimitteln mehr Chemie steckt als in synthetischen? Viele Menschen kennen oft nicht die wichtigsten Fakten über die Tabletten, Sprays und Tropfen, die sie regelmäßig einnehmen. Dieses Buch klärt auf, wie die Bestseller aus der Apotheke wirken, was Sie bei der Einnahme beachten müssen und welche Mittel rausgeschmissenes Geld sind.
~Meine Meinung~
Der Autor ist Apotheker und betreibt seit längerer Zeit erfolgreich einen Twitter-Account, auf dem er über Erlebnisse in seinem Berufsalltag berichtet. Das hat ihn veranlasst, das Ganze auch in Buchform herauszubringen, wie er im Vorwort auch ausführlich erzählt.
Seine Erlebnisse beschreibt er dann auch anhand eines fiktiven Arbeitstages, also quasi in Tagebuchform. Dabei denkt er sich Dialoge mit Kunden und Kundinnen aus, die so oder so ähnlich regelmäßig bei ihm vorkommen. Der Erzählstil gefiel mir persönlich nicht so gut, mir hätten auch die Informationen alleine gereicht. Aber jemand, der ungerne Sachbücher liest, fühlt sich davon vielleicht weniger abgeschreckt.

Kern des Buches sind ohnehin die Informationen zu den Medikamenten oder Medikamentengruppen. Auch Kritik an Homöopathie kommt nicht zu kurz. Die Ausführungen sind dabei sehr gut verständlich zusammengefasst und betreffen vor allem häufig eingenommene Medikamente wie Schmerzmittel, die Anti-Baby-Pille oder Beta-Blocker. Hier wird sicherlich jeder Medikamente wiederfinden, die er:sie selbst schon einmal eingenommen hat oder gar regelmäßig nehmen muss. Und wer jetzt denkt, es wäre schon alles über die regelmäßigen Medikamente bekannt, der täuscht sich vielleicht. Denn tatsächlich klären die wenigsten Ärzt:innen oder Apotheker:innen umfänglich auf. 
Ich selbst habe z.B. erst nach 10 Jahren Einnahme erfahren, dass ich den Anbieter meiner Schilddrüsentabletten nicht wechseln sollte. Oder nach 3 Jahren, dass Antibiotika die Wirkung der Anti-Baby-Pille aussetzen kann. Dass Johanniskraut diese Wirkung auch haben kann, wusste ich erst nach 5 Jahren Einnahme. Und es waren nie die Ärzt:innen, die mir die Medikamente verschrieben haben, die mich darüber irgendwann aufgeklärt haben...
Daher lohnt es sich definitiv, sich andernweitig über die Medikamente zu informieren, die man einnehmen muss. Und dieses Buch bietet da eine leicht verständliche, umfangreiche Grundlage.

Nebenbei erfährt man zuden ein bisschen was über den Alltag in einer Apotheke, warum es verschiedene Rezepte gibt und wie diese in der Apotheke verarbeitet werden. Und auch Kritik am Umgang mit Patient:innen durch Apotheker:innen oder Ärzt:innen bekommt man mit...

Alles in Allem ein umfassendes Sachbuch über häufig eingenommene Medikamente, das ich gerne weiter empfehle, auch wenn mir der Erzählstil nicht zusagte - aber das ist schließlich nur eine subjektive Sache.

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über die Bloggerjury. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

Donnerstag, 6. Mai 2021

[Rez] "Wir Gotteskinder" von Nana Oforiatta Ayim

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar].
http://
(c) Bildrechte: Penguin
"Wir Gotteskinder"
von Nana Oforiatta Ayim
Originaltitel: The Godchild
Verlag: Penguin, 2021
Einzelband | 272 Seiten
[HC] ISBN: 978-3-328-60146-3
 
~Klappentext~
Maya Mensah ist im deutschen Exil täglich damit konfrontiert, anders zu sein. Auch ihre Eltern sind anders. Ihr Vater ist ein scheuer Intellektueller, und ihre schöne Mutter liebt es, das Geld mit vollen Händen auszugeben und an ihre königliche Abkunft zu erinnern. Doch wenn Maya in der Schule von ihrer glanzvollen Familie erzählt, wird sie verspottet. Beistand leistet ihr einzig ihr Cousin Kojo. Maya ist fasziniert von seinen farbenprächtigen Erzählungen aus Ghana, an das sie sich kaum erinnern kann. Sie klingen für sie wie Märchen, die mythisch und wirklich zugleich scheinen, und öffnen ihr den Blick: für ein Land, das seine Seele nach all den Jahren der Kolonialzeit erst wiederfinden muss, für ihre entwurzelten Eltern — und endlich erkennt sich Maya als Teil dieser Geschichte.
~Meine Meinung~ 
"Wir Gotteskinder" handelt von Maya, die gemeinsam mit ihren Eltern in Deutschland aufwächst, später nach England umzieht und zum Ende hin Ghana besucht. Wer die Kurzbiografie der Autorin auf dem Schutzumschlag liest, wird hier schnell Parallelen entdecken, daher hat der Roman auf jeden Fall auch autobiografische Züge.
 
Maya muss früh lernen, dass ihr andere Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe oft misstrauisch bis feindlich begegnen. Doch der Roman fokussiert weniger auf die negativen Erlebnisse und mehr auf das "große Ganze" von Mayas Leben und Abstammung. Zum Beispiel erfährt man, dass ihre Eltern in die Welt hinausgeschickt wurden, um zu studieren und mit mehr Wissen nach Ghana zurückzukehren. Doch während Mayas Vaters das Ziel aus den Augen verloren zu haben scheint oder sich zumindest nicht dazu fähig fühlt, seiner Heimat nützlich zu sein, beharrt Mayas Mutter, die königlicher Abstammung ist, darauf, eines Tages Königin in Ghana zu werden. Entsprechend verhält sie sich oft überschwenglich, fröhlich und gönnerhaft, obwohl die Familie nur ein durchschnittliches Einkommen hat. An diesem "Kaufrausch" zerbricht die Familie dann auch recht zu Beginn und Maya zieht mit ihrer Mutter nach England, wo Mayas Cousin Kojo zu ihnen zieht.
Über Kojo erfährt Maya mehr über die Kultur und den Glauben in Ghana und wird durch ihn für ein gemeinsames Ziel eingespannt. Zum Ende hin versuchen sie dieses in Ghana umzusetzen.

Der Roman behandelt neben dem Alltagsrassismus vor allem das Thema Selbstfindung und die Frage, ob man dem Land der Vorfahren etwas schuldig ist. Wie weit man sich dafür einsetzen sollte.
Was ich thematisch großartig fand, überzeugte leider nicht in der Umsetzung. Auf mindestens der Hälfte des Romans hatte ich keine Ahnung, worum es eigentlich geht. Was daran liegt, dass vieles nur angedeutet oder angeschnitten wird und man extrem viel zwischen den Zeilen lesen muss. Wäre mir vielleicht leichter gefallen, wenn ich mehr über Ghana gewusst hätte. So fühlte ich mich aber leider in der Handlung sehr verloren, die zudem auch immer wieder sehr sprunghaft ist. Plötzliche, größere Zeitsprünge, ohne das der vorherige Abschnitt sich abgeschlossen anfühlte, waren regelmäßig vorhanden. Zudem bleibt auch Kojo in seinen Erklärungen zum Leben in Ghana sehr rätselhaft und scheint Maya absichtlich nicht alles sagen zu wollen. Man bekommt immerhin das Gefühl, dass auch Maya nicht genau weiß, worum es Kojo eigentlich geht. Macht es aber nicht einfacher, den Inhalt zu verstehen.
 
Erst am Ende löst sich alles auf und ergibt plötzlich einen Sinn, aber bis dahin muss man erstmal durchhalten.

Insgesamt kann ich "Wir Gotteskinder" nur bedingt empfehlen. Es ist keine Lektüre für Zwischendurch und man muss aufmerksam lesen und wahrscheinlich hilft es auch, wenn ein wenig über das Leben in Ghana Bescheid weiß. Dennoch habe ich einiges aus dem Roman mitnehmen können, vor allem was den Lebensalltag von Maya angeht.
http://
Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über das Bloggerportal. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

Mittwoch, 5. Mai 2021

[Monatsrückblick] April 2021

Hier gibt's nicht viel neues zu berichten. :'D Zu Ostern hatte ich mir noch zwei Urlaubstage genommen, aber dann hat das Wetter natürlich nicht mitgespielt, tse.
Seit dem 22.04. lerne ich Japanisch, über einen VHS Kurs, der leider online stattfinden muss. Ist nur einmal die Woche, daher kann ich noch nicht allzu viel berichten. Außer, dass mir Sprachen lernen immer schwer fiel und ich noch nicht weiß, wie das wird. Bin ja auch nicht mehr die jüngste... *hust*
 
Dafür habe ich wie angekündigt wieder mit Sport angefangen und mich der 100-Liegestützen-Challenge gewidmet (falls wer interessiert ist, ich meine diese). Ich weiß, Liegestützen verabscheuen die meisten wie der Teufel das Weihwasser, aber sie sind einige der wenigen Body-Weight-Übungen, die tatsächlich meine Schmerzen in der rechten Schulter lindern. :) Und jetzt, wo ich seit Monaten nicht ins Fitness-Studio zu den passenden Geräten für meine Schulter konnte, machen sich die Schmerzen wieder zunehmend bemerkbar. Jedenfalls habe ich mit Liegestützen auf den Knien begonnen, weil ich anders nur mit Müh und Not eine geschafft habe, so aber immerhin mit Müh und Not die Challenge-Vorgaben einhalten konnte. XD Und tatsächlich kann ich nach einem Monat stolz verkünden, dass ich zwar keine 100 "richtigen" Liegestützen schaffe, dafür aber 4x12 Stück auf den Knien (was ja im Grunde 48 halbe sind :P). Es wird also weiter verfolgt. Und man sieht erste Erfolge, also optisch, denn bald kann ich als Türsteherin anfangen. XD (Problem an der Sache: Die T-Shirts werden eng.)

Videospieltechnisch hatte ich ganz vergessen zu erwähnen, dass ich schon im März mit "Deponia" begonnen habe. Das Point-and-Click-Adventure hat ingsesamt 4 Teile, die schon vor Jahren erschienen sind, aber für die Switch portiert wurden. Im März hatte ich Teil 1 gespielt und weil der Humor da überwiegend voll meins ist, hatte ich auch Teil 2 begonnen. Der Teil hatte aber leider einen Bug, sodass ich ihn nicht selbst beenden konnte. Anfang April hatte ich mir daher den Rest des Spiels als Let's Play (von Gronkh, mein erstes Let's Play mit ihm XD) angesehen und danach Teil 3 gespielt. Leider war der 3. Teil echt.... bescheiden. Nicht nur fand ich die Rätsel hier noch unlogischer als in den vorherigen Teilen, es gab auch eine fragwürdige Szene mit einem Pädophilen, einige fragwürdige "Witze" über Mental Health und eine extrem rassistische Szene. Hat mir den Spaß sehr verdorben. Teil 4 hatte ich dann zwar noch begonnen, einfach weil ich es da hatte, aber das fing auch direkt mit so unlogischen und dummen Rätseln an, dass ich keine Lust mehr hatte.
Zwischendrin hatte ich vom selben Entwicklerstudie noch "Silence" gespielt, das mich total überzeugen konnte. Also sie können auch gute, nicht-diskriminierende Spiele...

Und natürlich habe ich auch "Shadow and Bones", die Netflix-Serie zu Grisha, bei Erscheinen direkt begonnen. Aber ehrlich gesagt finde ich zwar die Besetzung echt passend, aber die Handlung langweilig. Vllt weil ich sie durch die Bücher schon kenne. Jedenfalls habe ich noch nicht zuende geschaut und bin auch eher semi-motiviert dazu.

Ansonsten werde ich auf der Arbeit ab sofort neben Windenergie auch Photovoltaik bearbeiten und darf demnächst wohl auch bei einem Projekt zu Bodenverdichtung mit machen. Also zu wenig Arbeit habe ich definitiv so bald nicht. XD

Kommen wir zu meinen gelesenen und gehörten Büchern! Ist wieder relativ viel geworden, da ich einige nur dünne Bücher gelesen habe. Insgesamt aber weniger als im März. Und mit Rezensionen komme ich nicht hinterher... 
 
(c) Bildrechte liegen beim jeweiligen Verlag!
http:// http:// http:// http:// http:// http:// http://  http://   http://
"Ready Player Two" | Ernest Cline [2. Band | meine Rezension]
"Lodernde Schwingen" | Leigh Bardugo [3. Band]
"Every Heart a Doorway" | Seanan McGuire [1. Band]
"Down Among the Sticks and Bones" | Seanan McGuire [2. Band] 
"Beneath the Sugar Sky" | Seanan McGuire [3. Band]
"Zweiunddieselbe. Das geheime Leben der Jenna Fox" | Mary E. Pearson [1. Band]
"Code Genesis. Sie werden dich verraten" | Andreas Gruber [3. Band | meine Rezension]
"Wir Gotteskinder" | Nana Oforiatta Ayim [Einzelband | RE]
"Obsidio" | Amy Kaufman & Jay Kristoff [3. Band]
"Die Wahrheit über unsere Medikamente" | #DerApotheker [Sachbuch | RE]
"Wer wir sein könnten" | Robert Habeck [Sachbuch]
"Der kleine Prinz" | Antoine de Saint-Exupéry [Einzelband]
"Queens of Geek" | Jen Wilde [Einzelband]

http://
"Every Heart a Doorway" wollte ich schon länger lesen (eigentlich seit dieser Band und Band 2 + 3 im Deutschen unter dem Titel "Der Atem einer anderen Welt" als Sammelband erschienen sind) und habe ihn Anfang April dann einfach endlich gekauft und direkt gelesen. Die Bände der Reihe ("Wayward Children") sind nur kurz (< 200 Seiten) und lesen sich daher recht zügig weg. Dafür konnte mich der Einstiegsband absolut abholen. Den Schreibstil von Seanan McGuire mochte ich schon bei der "October Daye"-Reihe gerne und der passt auch hier wunderbar. Es geht in der Reihe um Kinder, die in anderen Welten landen (wie z.B. bei "Alice im Wunderland") und dann zurück in ihre Ursprungswelt kommen und wie sie damit umgehen, dass ihnen niemand glaubt. Die Idee finde ich großartig und die Umsetzung ist zu Weilen sehr melancholisch und mit sehr individuellen, speziellen Charakteren, die alle auch gute Gründe hatten, in anderen Welten zu landen. Besonders schön finde ich auch, wie divers die Reihe ist und wie unaufgeregt und natürlich sich das einfügt.

"Queens of Geek" ist einfach genial! Auf den ersten Blick erscheint es vllt wie eine typische Convention-Nerd-Story, aber es steckt so viel mehr darin. Man begleitet die Clique aus den beiden Mädchen Taylor und Charlie und ihrem Kumpel Jamie zu einer großen Fan-Convention. Wie das Cover verrät gibt es zwei Lovestorys, die ich neben dem "Nerdsein" super fand. Daneben geht es aber auch um Taylors Angst vor sozialen Interaktionen, die Jen Wilde so perfekt beschreibt. Ich hätte dieses Buch in der Schule echt gebrauchen können, weil es so deutlich beschreibt, dass es okay ist, wenn man "anders" ist, wenn man im Umgang mit anderen Menschen ängstlich bis panisch ist und kein Wort herausbekommt. Und dass es Menschen gibt, die das akzeptieren, statt dumme Ratschläge zu geben. Ich bin in die Geschichte auf einer persönlichen Ebene echt verliebt.
http://
"Code Genesis. Sie werden dich verraten" ist der Abschlussband der Trilogie und hat diese gelungen beendet. Ich mochte die Reihe insgesamt echt gerne und finde, dass sie in keinem Band von der Spannung her nachgelassen hat. Mehr findet ihr in meiner Rezension zur Reihe!
 
"Zweiunddieselbe" ist - soweit ich weiß - die erste Veröffentlichung von Mary E. Pearson (hier v.a. durch ihre "Chroniken der Verbliebenden" bekannt) und handelt von Jenna, die nach einem Unfall ihr Gedächtnis verloren hat - aber das scheint nicht das einzig merkwürdige an ihr zu sein... Es geht hier um für ein Jugendbuch ungewöhnlich ernste und philosophische Fragen nach dem "Menschsein" und wie weit man aus Liebe zu einem Menschen gehen darf, um diesen zu retten. Thematisch fand ich es super, aber die Umsetzung ist schon recht kindlich/naiv gehalten, was aber teilweise auch durch Jennas verlorenes Gedächtnis bedingt ist.
 
"Wer wir sein könnten" ist das zweite Buch, das ich von Robert Habeck gelesen habe. Hier beschäftigt er sich mit der Frage, was Sprache bewirken kann. Die Gedanken sind richtig und klug zusammengefasst und zeigen auf, wie - hier natürlich v.a. auf die Politik bezogen - Sprache genutzt werden kann bzw. genutzt wird, um bestimmte Stimmungen und "Meinungen" zu erzeugen (als Beispiele z.B. von Populisten wie Trump oder aber während der sogenannten "Flüchtlingskrise"). Leider gibt er nur einen Überblick, aber keine Lösungsansätze. Jedenfalls aufgrund der geringen Seitenzahl und dem angenehmen, leicht verständlichen Stil eine empfehlenswerte Lektüre für den Einstieg in das Thema, das auch zum Nachdenken darüber anregt, wie man selbst Sprache verwendet oder sich durch Sprache beeinflussen lässt.

"Beneath the Sugar Sky" ist der dritte Band der "Wayward Children" und greift ebenfalls einen Aspekt aus Band 1 wieder auf. Ich fand auch diesen Band wieder sehr gut, aber ein paar Dinge gingen mir zu einfach. Außerdem bin ich der Meinung, das was vergessen wurde... Aber alles, was ich näheres sagen könnte, würde spoilern. Freue mich auf jeden Fall schon auf die weiteren Bände der Reihe!

"Die Wahrheit über unsere Medikamente" war ein Rezensionsexemplar und ist quasi ein Tagesbericht eines Apothekers, indem er Begegnungen mit Kunden beschreibt und anhand dessen pro Kapitel ein Medikament bzw. eine Medikamentengruppe erklärt. Die Erklärungen fand ich extrem hilfreich und wichtig, aber das drum herum mit den Kundengesprächen hätte man sich auch sparen können. XD

"Der kleine Prinz" war ein re-read, wobei ich es damals in der 4. Klasse gelesen habe und mich an nichts mehr erinnern konnte. :D Finde das Buch insgesamt wirklich süß und mit vielen wichtigen Botschaften, aber so richtig umhauen kann es mich nicht. Und ich glaube, als Kind versteht man das auch einfach nicht, jedenfalls weiß ich, dass ich damals eigentlich nur die Zeichnungen cool fand. 
http:// 
"Lodernde Schwingen" ist der Abschlussband der Grisha-Trilogie und nachdem ich etwas Zeit hatte, die ganze Trilogie abseits der Leserunde zu reflektieren und v.a. auch mit meiner Bewertung zu den Krähen zu vergleichen, vergebe ich hier doch nur 3 Flämmchen und revidiere für Band 1 und 2 auf 2,5 Flämmchen. Die Trilogie ist unterhaltsam und liest sich schnell weg, hat aber zu viele langatmige Passagen und zu wenig Handlung. Eigentlich ware alle drei Bände nach dem Schema "blablabla - große Wendung, dramatisches Ende" aufgebaut. XD Da hätte man sich einen Großteil der Seitenzahlen getrost sparen können. Dennoch gerade im Bereich Jugendfantasy durch das Worldbuilding hervorstechend.

"Down Among the Sticks and Bones" ist der zweite Band der "Wayward Children" und handelt von Jack und Jill, die im ersten Band schon eine größere Rollen hatten. Leider wird hier vieles, was man in Band 1 schon erfahren hat, nochmal detaillierter wiederholt, sodass es insgesamt inhaltlich wenig neues gab. Dafür erneut sehr schön geschrieben.
 
"Wir Gotteskinder" war ein Rezensionsexemplar und handelt von Mary, die in Deutschland als Kind Schwarzer Eltern aufwächst, dann später mit ihrer Mutter nach England umzieht und am Ende auch in der Heimat ihrer Eltern - Ghana - ist. Es dreht sich v.a. um die Frage, was man dem Land der Vorfahren schuldig ist und wie weit man sich für dieses Land einsetzen sollte. Aber es geht auch um Rassismus und Selbstfindung. Thematisch ein wichtiges Buch, aber die Umsetzung ist mega verwirrend. Die Szenen springen sehr, ich habe ca. 80% des Buches überhaupt nicht kapiert, was mir das alles sagen soll. Viele Dialoge waren eher kryptisch gehalten, manches wird nur angedeutet und man muss verdammt viel zwischen den Zeilen lesen. Erst auf den letzten ca. 50 Seiten wird wirklich klar, was der eigentliche Sinn des Romans ist.
http://
Okay, das wird jetzt einige vllt erschrecken, weil der Band endlich für eine deutsche Übersetzung angekündigt wurde, aber ich mochte "Obsidio" nicht wirklich. Die Handlung spielt sich ähnlich ab wie in Band 1 und 2 - nur um so vieles langweiliger und nichtssagender. Wo "Illuminae" und "Gemina" spannend waren, plätschert "Obsidio" vor sich hin und verliert sich in Beziehungsfragen zu Charakteren, die man aufgrund des Aktenformats eh nur oberflächlich kennt. Dazu schon wieder eine Vielzahl neuer Charaktere und ein neues Liebespaar und schon wieder nur junge Leute, die "die Welt retten" und was für ein blödes Ende war das bitte? Also keine Ahnung, aber ich habe mich hier nur durchgequält, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht. Aber das Ende war dann leider gar nicht so, wie ich erwartet habe. Immerhin muss ich weiterhin den coolen Stil der Reihe loben, den finde ich sehr genial.
http:// 
"Ready Player Two" gehört zu den Fortsetzungen, die man sich getrost sparen kann. Ich will hier nicht zu viel wiederholen, da meine Rezension schon online ist. Aber puh, das war enttäuschend. :'D Hätte ich es nicht in der Leserunde gelesen, wo es allen ähnlich ging, hätte ich es wahrscheinlich nicht mal beendet.

Montag, 3. Mai 2021

Manga-Montag #2

 
Der "Manga-Montag" ist eine neue Aktion von Sarah von Cube Manga. Hier findet ihr alle Infos zur Aktion!

Ich muss mal schauen, wie oft und gut ich hier mit machen kann, da aus Platzmangel der Großteil meiner Manga leider auf dem Dachboden steht. :( 

Den heutigen Post von Sarah findet ihr hier. Da könnt ihr natürlich auch gerne mitmachen! :)

1. Welchen Manga hast du zuletzt gelesen und wie fandest du ihn?
Ich habe am Wochenende "My Magic Fridays" #1 und die Reihe "Sora Log" (4 Bände) gelesen, hier zeige ich euch mal nur Band 1.  
An "My Magic Fridays" hatte ich, wie letzte Woche im Beitrag erwähnt, eher wenige Erwartungen, weil es thematisch nicht ganz meins ist. Aber weil früher Arina Tanemura meine Lieblings-Manga-ka war, wollte ich der Reihe eine Chance geben. Doch leider haben sich meine Befürchtungen bewahrheitet: Die Dreiecks-Lovestory mit dem 11-jährigen Jungen und seiner deutlich älteren Cousine, die doch eigentlich auf einen gleichaltrigen steht, fand ich einfach total strange. Wenn man es als Schwärmerei eines Kindes behandelt hätte, okay, aber das ist hier nicht so. Ai bekommt sogar Herzklopfen und wird ganz unsicher, wenn ihr kleiner Cosuin ihr eindeutige Avancen macht. Das ist... einfach nein. :'D
"Sora Log" hatte ich jahrelang auf der WuLi und Anfang des Jahres endlich die 4 Bände gebraucht gekauft. Die Reihe wurde damals als "ungewöhnliche Love Story abseits aller Klischees" angekündigt. Dem kann ich nach dem Lesen so nicht zustimmen. Es ist eine klassische Bad Boy Geschichte mit allen typischen Klischees. :'D Dazu die üblichen Missverständnisse. Alles in allem nicht das, was ich erwartet hatte, aber für Zwischendurch mal ganz nett.
http:// 

"Sora Log" Band 1: 
Hikaru ist Mitglied im Astronomieklub und liebt den Himmel über alles. Eines Abends stolpert sie beim Sternebeobachten im Park über einen geheimnisvollen Jungen. Aus irgendeinem Grund hat sie das Gefühl, ihn wiedersehen zu wollen. Doch der große Unbekannte mit dem gebleichten Haar ist an der Schule bekannt als der „finstere Gerüchtekönig“. Warum nur fühlt sie sich ihm trotzdem derart verbunden?

2. Liest du aktuell auch einen? Wenn ja, welcher und wie gefällt er dir bisher? Wenn nein, welchen möchtest du ggf. bald lesen?
Ich lasse selten einen Band angefangen liegen, daher lese ich aktuell keinen. ;) Noch bin ich auch tatsächlich unsicher, was ich als nächstes lesen möchte...

3. Welche Manga durften zuletzt bei dir einziehen? Dabei ist es egal, ob du sie als Print, E-Manga oder einfach nur ausgeliehen hast.
Keiner. :O Ich warte noch darauf, dass die Carlsen-Neuzugänge erhältlich sind, da ich da einige auf dem Schirm habe. Nächstes Mal gibt es hier dann mehr zu berichten. ;)

4. 5 Manga-Neuerscheinungen, auf die du dich in diesem Jahr freust.
Ich habe meistens keinen großen Überblick über Neuerscheinungen... Tatsächlich hatte ich am Wochenende vor, mich mal damit auseinanderzusetzen, kam aber nicht dazu. :'D
Daher fallen mir gerade nur zwei Neuzugänge ein, die ich auf dem Schirm habe und auf die ich tatsächlich echt gespannt bin:  
 
Beide aus dem neuen Hayabusa-Label des Carlsen Verlag. "10th" erscheint schon diesen Monat, sodass ich ihn nächstes Mal vllt schon hier zeigen kann. Klingt nach einer süßen und ernsten Lovestory. 
"The Gender of Mona Lisa" erscheint im Herbst und klingt sehr ungewöhnlich für einen Manga.