Dienstag, 19. März 2019

[Rezi] "Tiefseeherz" von Johanna Rau

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar].
(c) Bildrechte: Thienemann-Esslinger/Loomlight
"Tiefseeherz"
von Johanna Rau
Verlag: Thienemann-Esslinger, 2019
Einzelband | 320 Seiten
[eBook] ISBN: 978-3-522-65425-8

~Klappentext~
Schon der erste Blick in Jacks meeresblaue Augen lässt Lizzies Herz höher schlagen. Doch sie kann die Zeit mit ihm nicht richtig genießen, denn in dem kleinen Küstenort Lavender verschwinden immer wieder Menschen spurlos – und Lizzie wird das Gefühl nicht los, dass Jack etwas damit zu tun hat. Kann sie ihm überhaupt vertrauen? Als ihre beste Freundin Sophie verschwindet, stellt Lizzie Jack zur Rede. Das Geheimnis, das er ihr offenbart, stellt ihr Leben auf den Kopf. Ist ihre Liebe zum Scheitern verurteilt?
~Meine Meinung~
Mit "Tiefseeherz" legt Johanna Rau ihr Debüt vor, auf welches ich v.a. wegen dem schönen Cover aufmerksam wurde. Und weil ich Geschichten, in denen das Meer eine Rolle spielt, gerne mag. Ich bin selbst nah am Meer aufgewachsen und fühlte mich daher in Lavender richtig wohl.

Der Einstieg in den Roman fiel mir leicht, da der Schrteibstil sehr flüssig und bildhaft ist, sodass man direkt in die Geschichte eintauchen kann. Schnell wird Lizzies Liebe zum Meer deutlich und wie verbunden sie sich damit fühlt. Das gefiel mir und machte mir Lizzie direkt sympathisch.
Allerdings dauert es bis etwa zur Hälfte des Buches, bis die Handlung an Fahrt aufnimmt. Zuvor wird v.a. Lizzies Leben in Lavender dargestellt - Konflikte mit ihrer Schwester und Mutter, die Freundschaft zu Sophie und das Kennenlernen mit Jack. Bis dahin war mir nur grob klar, worauf die Handlung hinauslaufen wird.
Besonders im Fokus liegt die aufkeimende Beziehung zwischen Lizzie und Jack - und das ging mir alles viel zu schnell. Sie haben erst wenige Sätze gesprochen und sind dennoch direkt "unsterblich verliebt" und verhalten sich in manchen Szenen wie ein altes Ehepaar. Das war für mich nicht nachvollziehbar. Dennoch waren die romantischen Szenen sehr gefühlvoll geschrieben und haben Herzklopfen verursacht. Zudem sind die beiden ein tolles Team und passen definitiv zusammen - nur wäre eine ausführlichere, längere Vorlaufzeit schön gewesen.

Nach der Hälfte wird es dann deutlich spannender und die verschwundenen Menschen gewinnen an Bedeutung. Gemeinsam suchen Lizzie, Jack und seine Freunde nach einem Weg, die Menschen zurückzuholen. Und hier spielt das Meer die entscheidene Rolle. Was genau der Fantasy-Aspekt ist, verrate ich natürlich nicht, aber es ist etwas anders als anfänglich erwartet. Allerdings war ich auch hier zwiegespalten, denn die beschriebene Unterwasserwelt ist in vielen Teilen unlogisch und folgt leider keinen physikalischen Gesetzen. Hier wären bessere Erklärungen oder ein konsequenteres Umsetzen der Fortbewegung usw. besser gewesen.

Das Finale ist dann auch für meinen Geschmack zu schnell abgehandelt und die Probleme zu einfach gelöst worden.

Die Charaktere fügen sich allesamt gut in die Handlung ein und machen diese lebendig. Besonders die Freundschaft von Lizzie und Sophie fand ich schön beschrieben. Wohingegen Lizzies Schwester und ihre Mutter wirklich anstrengend waren und ich an Lizzies Stelle oftmals genauso ausgerastet wäre. Jack und seine Freunde bleiben leider etwas blass, da sie im Vergleich zu den anderen wichtigen Charakteren eher weniger Raum bekommen. Dennoch wuchs auch er mir ans Herz und war mir sympathisch.

Fazit: Ein insgesamt schönes Debüt mit tollen Charakteren, aber bei der Handlung mit viel verschenktem Potential. Für Romantasy-Fans, die auch Geschichten am/im Meer mögen, aber durchaus empfehlenswert!

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionexemplars über NetGalley! <3
Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Weitere Meinungen

Sonntag, 17. März 2019

[Monatsrückblick] Februar 2019

Besser spät als nie folgt mein Rückblick auf den Februar! Im Februar hatte ich wieder richtig Lust zum Lesen gehabt und mir dann auch relativ viel vorgenommen. Obwohl ich den SuB-Abbau in den Vordergrund stellen wollte, habe ich in dem Monat auch ein paar Rezensionsexemplare gelesen. Irgendwie ist es ja doch blöd, nur die alten Bücher zu lesen. :'D (Wodurch mein SuB allerdings gut gewachsen ist... *hust*) Insgesamt habe ich 10 Bücher beendet, wobei ich 5 davon noch aus Vormonaten mitgenommen hatte, und drei Bücher begonnen.

Gelesene Seiten: 2.848

Neben dem SuB-Abbau steht auch der Reihenabschluss bzw. die -fortsetzung weiterhin weit oben auf meiner Liste. Entsprechend habe ich diesen Monat mit dem 2. Band der "13. Fee" und dem 2. Band der "Lied der Wächter"-Trilogie Reihen fortgesetzt. Außerdem konnte ich ENDLICH das Hörbuch zum 3. Eragon-Band beenden. Mit Band 4 warte ich jetzt aber erstmal etwas...
"Leider" habe ich mit "Plötzlich Prinz", "Vampire Academy" und "Heartless" aber auch drei neue Reihen angefangen. XD "Das Erbe der Macht" hatte ich schon mal begonnen und nun den ersten Sammelband nochmal vollständig gelesen.
Auch "Dr Jekyll and Mr Hyde and other Stories" ist hier kein unbekannter. Mir fehlte noch die letzte Kurzgeschichte aus dem Sammelband, die mir wieder ganz gut gefallen hat.
Sehr empfehlen kann ich jedem Fan von Jugendbüchern "Das Reich der Tränen". Das Buch ist nicht nur sehr hübsch gestaltet, sondern hat auch eine berührende Geschichte mit einem ernsten Thema.
Auch der Einzelband "Herz aus Gold und Asche" hat mir gut gefallen und wies mal wieder etwas andere Fantasywesen auf.

Beendet
[Ein Klick aufs Cover bringt euch zu meiner Rezension, sofern vorhanden. Die Bildrechte liegen natürlich beim jeweiligen Verlag!]
https://crashies-wonderland.blogspot.com/2019/03/rezi-vampire-academy-blutsschwestern.html https://crashies-wonderland.blogspot.com/2019/02/rezi-das-erbe-der-macht-schattenchronik.html https://crashies-wonderland.blogspot.com/2019/02/rezi-das-reich-der-tranen-von-janine.html   https://crashies-wonderland.blogspot.com/2019/02/rezi-herz-aus-gold-und-asche-von-katja.html

"Die Dreizehnte Fee - Entzaubert" | Julia Adrian [2. Band | Rezension]
"Das Erbe der Macht - Schattenchronik #1: Das Erwachen" | Andreas Suchanek [1. Band | RE | Rezension]
"Das Reich der Tränen" | Janine Wilk [Einzelband | Rezension]
"Vampire Academy - Blutschwestern" | Richelle Mead [1. Band | Rezension]
"Dr Jekyll and Mr Hyde and other Stories" | R. L. Stevenson [Einzelband | ohne Rezension]
"Plötzlich Prinz - Das Erbe der Feen" | Julie Kagawa [1. Band | Rezension]
"Das Lied der Wächter - Der Gesang" | Thomas Erle [2. Band | RE | Rezension]
"Heartless - Der Kuss der Diebin" | Sara Wolf [1. Band | RE | Rezension]
"Herz aus Asche und Gold" | Katja Ammon [Einzelband | RE | Rezension]

Begonnen
(c) Bildrechte: Greenlight Press | blanvalet | Wordsworth Classics

"The Great Gatsby" | F. Scott Fitzgerald [Einzelband]
"Rheanne - An Bord der Adlerschwinge" | Anne Troja [1. Band | RE]
"Das Erbe der Macht - Schattenchronik #2 - Feuerblut" | Andreas Suchanek [2. Band | RE]

Freitag, 15. März 2019

[Rezi] "Vampire Academy - Blutsschwestern" von Richelle Mead

(c) Bildrechte: LYX
"Vampire Academy - Blutsschwestern"
von Richelle Mead
Originaltitel: Vampire Academy
Verlag: LYX, 2009
Band 1 von 6 | 304 Seiten
[TB] ISBN: 978-3-8025-8201-1 | [eBook] ISBN: 978-3-8025-8807-5

~Klappentext~
Die Vampire Academy ist eine Schule für junge Vampire und ihre Beschützer. Auch die siebzehnjährige Rose – halb Mensch, halb Vampir – wird hier zur Wächterin ausgebildet. Sie hofft, eines Tages ihrer besten Freundin Lissa zur Seite stehen zu können, der letzten Überlebenden der Vampirfamilie Dragomir. Seit Lissas Eltern bei einem Autounfall den Tod fanden, besteht zwischen Rose und Lissa eine besondere Verbindung. Kurz darauf kommt es zu einer Reihe merkwürdiger Vorfälle. Irgendjemand scheint es auf Lissas Leben abgesehen zu haben. Der Einzige, dem sich Rose anvertrauen kann, ist der gut aussehende Wächter Dimitri, der ihr Nachhilfestunden geben soll ...
~Meine Meinung~
Die "Vampire Academy"-Reihe gehört wohl zu den bekanntesten Vampir-Reihen und stand schon lange auf meiner Wunschliste, obwohl ich eigentlich nicht der große Vampir-Fan bin. Umso gespannter war ich, wie mir die Reihe gefallen würde.

Zu Beginn wird man direkt in die Handlung geworfen und ich hatte Schwierigkeiten, in die Geschichte reinzukommen. Es wird wenig erklärt und v.a. die verschiedenen "Rassen" (Dhampir, Moroi) konnte ich nicht zuordnen. Ebenso die Gesellschaftsstruktur und was genau überhaupt los ist. Es hat bestimmt das halbe Buch gedauert, bis ich einen Plan hatte, wer wer bzw. was ist und worum es geht. Zwar werden oft Andeutungen gemacht, aber Erklärungen werden immer wieder aufgeschoben. Das wirkte auf mich zu gezwungen und störte den Lesefluss. Entsprechend langatmig empfand ich die erste Hälfte und dachte nicht, dass es noch besser werden würde...

Etwa ab der Hälfte folgen aber endlich die lang erwarteten Erklärungen und ab da machte "Blutsschwestern" auch echt Spaß zu lesen. Es wurde spannender und ich war nicht mehr dauernd planlos, was die unterschiedlichen Charaktere und ihre Funktion angeht. Es folgen dann auch einige Offenbarungen, die ich durchaus gelungen fand. Die Gesellschaftsstrukturen und Geheimnisse/Fähigkeiten der Charaktere bieten auf jeden Fall eine Menge Potential für die Folgebände und lassen ahnen, dass "Vampire Academy" keine allzu typische Vampir-Reihe (also eher ernster, erwachsener, weniger kitschig) wird. Ich hoffe, meine Erwartungen werden in der Hinsicht auch erfüllt!

Erzählt wird auch der Sicht von Rose, die als Protagonistin durchaus gewöhnungsbedürftig ist und mir nicht gerade sympathisch war. Sie ist aufbrausend, neigt dazu, Probleme mit Gewalt zu lösen, und ist arrogant, nur weil sie als Dhampir weiblicher aussieht als ihre Moroi-Mitschülerinnen. Zudem macht sie gerne mit allen möglichen Jungs rum, nur um sie dann abblitzen zu lassen und wundert sich dann, dass sie als Schlampe bezeichnet wird. Dabei ist sie sonst bei allem so taff. Das passte für mich nicht ganz zusammen. Die meiste Zeit fand ich Rose daher anstrengend. Einzig im Umgang mit Lissa ist sie freundlicher und fürsorglich.

Die anderen Charaktere bleiben noch recht blass und wirklich interessieren tut mich bisher keiner von ihnen. Ich werde die Reihe dennoch weiterlesen, denn Potentiel ist definitiv vorhanden.
Die "Vampire Academy"-Reihe:
    Band 1 - Blutsschwestern
    Band 2 - Blaues Blut
    Band 3 - Schattenträume
    Band 4 - Blutschwur
    Band 5 - Seelenruf
    Band 6 -  Schicksalsbande

Weitere Meinungen

Mittwoch, 13. März 2019

[Rezi] "Das Lied der Wächter - Der Gesang" von Thomas Erle

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar].
(c) Bildrechte: Gmeiner Verlag
"Das Lied der Wächter - Der Gesang"
von Thomas Erle
Verlag: Gmeiner, 2019
Band 2 von 3 | 412 Seiten
[TB] ISBN: 978-3-8392-2354-3

~Klappentext~
Auch 16 Jahre nach dem verheerenden Atomunfall gilt der Schwarzwald als verstrahlt und unbewohnbar. Auf der Suche nach seinen seit der Katastrophe verschollenen Eltern dringt Felix immer tiefer in das Sperrgebiet vor. Er trifft auf Gutes und Bedrohliches und lernt auch mit dem ihm Unverständlichen umzugehen. Doch nicht nur die Natur, sondern auch die Menschen haben sich völlig verändert. Immer wieder begegnet Felix dem unheimlichen Gesang, einer Kraft, die niemand erklären kann, und die alles Leben bedroht…
~Meine Meinung~
Der zweite Band der Trilogie "Das Lied der Wächter" setzt nahtlos am Ende von Band 1 an. Felix setzt seinen Weg alleine fort und lässt Lena, ihre kleine Siedlung und die dortige Sicherheit zurück. Wie schon in Band 1 verläuft die Handlung überwiegend ruhig, konnte mich aber dennoch fesseln. Felix begegnet auch in diesem Band den unterschiedlichsten Personen im Sperrgebiet und nicht alle sind ihm freundlich gesinnt. Thomas Erle gelingt es dabei, die auftauchenden Personen mit wenigen Worten so in die Handlung zu integrieren, dass man ihre Interaktionen mit Felix interessant findet und bei jeder neuen Begegnung auf Hinweise hofft, die die seltsame Kraft im Gebiet erklärt. Doch ebenso wie Felix scheinen auch die Bewohner nur wenig über das zu wissen, was um sie herum geschieht. Sie haben sich damit arrangiert.

Anders als noch in Band 1 mehren sich die unheimlichen Ereignisse jedoch. Der "Gesang", der die "Spinne", jene unheimliche Kraft, ankündigt, zeigt zunehmend die damit einhergehenden Gefahren. Und dann trifft Felix im Laufe der Handlung ein Mädchen, das ein besonderes Geheimnis birgt und Felix' Welt in mehrfacher Hinsicht auf den Kopf stellt. Mich fasziniert die Art, wie die ruhige Handlung mit wenigen Hinweisen auf die geheimnisvolle Kraft eine Grundspannung erzeugt, die mich regelrecht an die Seiten gefesselt haben. Dazu die schönen Landschaftsbeschreibungen, bei denen ich stets das Gefühl hatte, selbst durch den Schwarzwald zu wandern. Für mich ist die Mischung fast perfekt - nur zum Ende hin hätte ich doch gerne mehr Klärung erhofft. Doch um herauszufinden, was genau diese Kraft nun ist, muss der Leser geduldig auf Band 3 warten. In der Hinsicht war das Ende von Band 2 leider etwas ernüchternd.

Charaktere tauchen wie gesagt vielfach auf und begleiten Felix zumeist für eine kurze Zeit - entweder weil sie ihm helfen oder weil sie eine Gefahr darstellen. Obwohl die Nebencharaktere nur kurz von Bedeutung sind, empfand ich sie überwiegend als lebendig und authentisch beschrieben. Sie passen sich nahtlos in die Handlung ein und zeigen auf, wie das Leben im Sperrgebiet verläuft, ohne irgendwie gezwungen bedeutungsvoll zu sein. Selbst Chiara, die ein seltsames Geheimnis birgt, begleitet Felix ein Stück der Handlung, hat einen nachhaltigen Einfluss auf ihn - und lässt ihn weiterziehen. Das erzeugt eine erfrischende "Gelassenheit". 
Zeitgleich wächst Felix an den Aufgaben, die ihm auf der Suche nach seinen Eltern im Weg stehen. Er wird merklich nachdenklicher, reflektiert das Geschehen zunehmend und nimmt nicht mehr alles einfach hin. Er wird erwachsener und geht mit neuen Situationen zunehmend geplanter um. Wo ich Felix in Band 1 noch zu sprunghaft und unüberlegt fand, mag ich ihn mittlerweile echt gerne!

Fazit: Wer Band 1 zu langatmig und unaufgeregt fand, wird vermutlich auch an Band 2 keine Freude haben. Mich fasziniert eben dieses Unaufgeregte aber sehr und die hintergründige Spannung fesselte mich an die Seiten, sodass ich den Band innerhalb weniger Tage durchgelesen hatte. Zudem genoss ich die Landschaftsbeschreibungen und freue mich darauf, irgendwann selbst den Schwarzwald zu durchwandern! Wenn Band 3 die Rätsel um die seltsame Kraft nun endlich aufklärt, hat die Trilogie Potential, eine meiner liebsten Buchreihen zu werden!
Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

"Das Lied der Wächter"-Trilogie:
    Band 1 - Das Erwachen
    Band 2 - Der Gesang
    Band 3 - Das Gesetz

Freitag, 8. März 2019

[Rezi] "Das Erbe der Macht - Schattenchronik #2: Feuerblut" von Andreas Suchanek

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar].
(c) Bildrechte: Greenlight Press
"Das Erbe der Macht - Schattenchronik #2 - Feuerblut"
von Andreas Suchanek
Verlag: Greenlight Press, 2017
Band 2 von bisher 5 | 334 Seiten
[HC] ISBN: 978-3958342392
Der Band enthält die drei auch einzeln als eBooks erhältlichen Bände "Feuerblut", "Silberregen" und "Schattenfrau". 
Von den eBooks gibt es derzeit 15 Bände.

~Klappentext~
Endlich kann Jen den Folianten lesbar machen und erfährt den Inhalt von Joshuas Prophezeiung. Geschockt realisieren die Freunde, dass der Wall in größerer Gefahr schwebt, als bisher gedacht. Ein Rennen gegen die Zeit beginnt. Unterdessen stellt Leonardo ein Team zusammen, das die Identität der Schattenfrau aufdecken soll. Die erste Spur führt zu den Ashwells – und für Clara zu einer Konfrontation mit ihrer Vergangenheit.
~Meine Meinung~
Im zweiten Sammelband wird die Handlung aus den ersten drei Episoden nahtlos fortgesetzt. Jen kann die Prophezeiung endlich lesen und mit Schrecken müssen die Lichtkämpfer feststellen, dass die Schattenfrau auf der Suche nach einem mächtigen Artefakt ist. Können sie ihr zuvor kommen?

Jede der drei Episoden umfasst einen eigenen Handlungsabschnitt, wobei die einzelnen Episoden aufeinander aufbauen. Zwei der Episoden befassen sich mit der Suche nach den Teilen des mächtigen Artefakts, im letzten Abschnitt kommt es dann zu einem ersten Showdown. Dadurch, dass "Das Erbe der Macht" als fortlaufende Reihe aus kurzen Episoden anlegt ist, hat jede einzelne Episoden ihren ruhigeren Start mit einem kleinen Finale. Somit wechseln sich in dem Sammelband die Verschnaufpausen mit den spannenden Kampfszenen perfekt ab und die Seiten fliegen nur so dahin!
Die Welt rund um die Licht- und Schattenkämpfer ist vielleicht keine innovative Idee, aber wie ich finde extrem gut umgesetzt. Wo mir im ersten Band noch etwas der Überblick fehlte, fühle ich mich nun in der Welt richtig heimisch.

Andreas Suchanek schreibt sehr lebendig, bildhaft. Zwar bleiben die Charaktere aufgrund der zügig voranschreitenden Handlung und der Fülle an Charakteren weiterhin überwiegend oberflächlich, man gewinnt aber von Episode zu Episode in einzelne Personen tiefere Einblicke. Diesmal stehen u.a. Clara mit ihrer strengen, unerfreulichen Kindheit und Max nach den traumatischen Ereignissen aus Band 1 im Vordergrund. Aber auch zu den anderen Charakteren erfährt man neue Hintergründe, die ordentlich Überraschungspotential aufweisen. Ich war auf jeden Fall mehrmals von den neuen Enthüllungen sprachlos und hätte mit den meisten Wendungen nie gerechnet. Und genau so soll es bei einer grandiosen Story doch sein!
Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionexemplars über NetGalley! <3
Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Das Erbe der Macht:
1. Staffel:
Sammelband #1: Schattenchronik 1: Erwachen
    Band 1 - Aurafeuer
    Band 2 - Essenzstab
    Band 3 - Wechselbalg
Sammelband #2: Schattenchronik 2: Feuerblut
    Band 4 - Feuerblut
    Band 5 - Silberregen
    Band 6 - Schattenfrau
Sammelband #3: Schattenchronik 3: Ascheatem
    Band 7 - Schattenzeit
    Band 8 - Opfergang
    Band 9 - Silberknochen
Sammelband #4: Schattenchronik 4: Allmacht
    Band 10 - Ascheatem
    Band 11 - Zwillingsfluch
    Band 12 - Allmacht

2. Staffel:
Sammelband #5: Schattenloge 1: Die Rückkehr
    Band 13 - Onyxquader
    Band 14 - Chronikblut
    Band 15 - Schattendieb
weitere in Planung

Donnerstag, 7. März 2019

[Rezi] "Plötzlich Prinz - Das Erbe der Feen" von Julie Kagawa

(c) Bildrechte: Heyne fliegt
"Plötzlich Prinz - Das Erbe der Feen"
von Julie Kagawa
Originaltitel: The Iron Fey, Book 1: The Lost Prince
Verlag: Heyne fliegt, 2014
Band 1 von 3, 512 Seiten
[HC] ISBN: 978-3-453-26866-1 | [eBook] ISBN: 978-3-641-12863-0

~Klappentext~
Der siebzehnjährige Ethan Chase ist nicht wie die anderen. Seit er als Kind von den Feen entführt wurde, folgen sie ihm auf Schritt und Tritt, sogar in seine neue Highschool. Als sie immer häufiger in sein Leben eingreifen, ahnt Ethan, dass sie ein Anliegen haben. Schweren Herzens macht er sich auf ins Nimmernie, in der Hoffnung, den Spuk endlich zu beenden. Begleitet wird er von der temperamentvollen Kenzie, von der er noch nicht so recht weiß, ob er sie lieben oder hassen soll...
~Meine Meinung~
"Plötzlich Prinz" ist das Sequel zu "Plötzlich Fee" und setzt mehrere Jahre nach dem Ende der Reihe an. Protagonist ist Meghans kleiner Bruder Ethan, der mittlerweile fast 17 Jahre alt ist. Es ist hilfreich, "Plötzlich Fee" zuerst zu lesen, aber kein Muss. In "Plötzlich Prinz" werde wichtige Aspekte nochmal wiederholt, sodass es auch alleinstehend gelesen werden kann.

Die Handlung ähnelt der Vorgängerreihe, denn erneut taucht eine neue, bisher unbekannte Feen-Art auf, die Unruhe stiftet und diesmal die Exilanten und Halbblüter in der Menschenwelt verfolgt. Nachdem Ethans Halbblut-Freund Todd verschwindet, beschließt Ethan, nach ihm zu suchen und wird bald selbst verfolgt.
Inhaltlich empfand ich "Das Erbe der Feen" als sehr vorhersehbar, denn es wird so ziemlich alles an Elementen genutzt, die bereits in " Plötzlich Fee" auftauchten. Inklusive alter Bekannter, wobei mich trotz allem wie immer Grimalkin begeistern konnte. Wer "Plötzlich Fee" allerdings noch nicht kennt, wird sich vermutlich für die fantastischen Ideen begeistern können. Denn ja, Julie Kagawa weiß wie man eine lebendige, fantastische Welt erschafft. Nur etwas mehr Abwechslung täte der Welt rund um das Nimmernie gut. Wirklich viele Überraschungen gab es auch nicht - denn alles, was angedeutet wird, weiß man entweder aus "Plötzlich Fee" bereits oder es wird so mit dem Zaunpfahl gewunken, dass man es sich selbst zusammen reimen kann.

Trotz dieser inhaltlichen Mängel liest sich "Das Erbe der Feen" kurzweilig. Es mangelt nicht an actionlastigen Szenen und auch die Romantik kommt nicht zu kurz. So eignet sich der Band hervorragend als Lektüre für Zwischendurch mit der man ein paar Stunden abschalten kann.

Protagonist Ethan wird allerdings nicht jedem Leser zusagen. Er ist ein Einzelgänger, der sich aufgrund der Feen, die sofort jeden piesacken, der Ethan zu nahe kommt, von anderen Menschen fernhält. Für sein junges Alter ist er sehr verbittert und zynisch. Das macht ihn bisweilen anstrengend und ich hatte Mühe, Sympathie für ihn zu entwickeln.
Die weibliche Hauptrolle spielt eine Klassenkameradin von Ethan - Kenzie - die ich leider das ganze Buch über nervig fand. Sie drängt sich auf, heftet sich an Ethans Fersen, bringt sich ständig gedankenlos in Gefahr. Später wird erklärt, warum sie so ist - aber ehrlich gesagt mochte ich sie trotzdem nicht lieber.
Die Nebencharaktere wuchsen mir hingegen etwas ans Herz. Grimalkin wie gesagt ist weiterhin der coolste Kater der Buchwelt. Und auch Keirran mit seinem "Maskottchen" Razor (ein Gremlin) mochte ich echt gerne.

Insgesamt ist "Plötzlich Prinz" eine solide Fortsetzung der "Plötzlich Fee"-Reihe, die besonders Fans begeistern dürfte. Für meinen Geschmack wurden aber zu wenig neue Ideen entwickelt, zu vieles wiederholt sich. So bleibt "Das Erde der Feen" eine nette Lektüre für Zwischendurch.
Die "Plötzlich Prinz"-Trilogie
    Band 1 - Das Erbe der Feen
    Band 2 - Das Schicksal der Feen
    Band 3 - Die Rache der Feen

Weitere Meinungen

Dienstag, 5. März 2019

[Rezi] "Rheanne - An Bord der Adlerschwinge" von Anne Troja

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar].
(c) Bildrechte: blanvalet
"Rheanne - An Bord der Adlerschwinge"
von Anne Troja
Verlag: blanvalet, 2019
Band 1 von ???, 316 Seiten
[TB] ISBN: 978-3734161858

~Klappentext~
Eigentlich hat die Ritterin Rheanne einen einfachen Auftrag: Sie soll ins ferne Land Genzabar reisen und dem dortigen Herrscher ein Geschenk überreichen. Doch an Bord der Adlerschwinge ereignet sich auf hoher See ein mysteriöser Todesfall. Ein Matrose ist ermordet worden, am Tatort findet sich schwarzes Blut. Rheanne beginnt zu ermitteln und findet ausgerechnet in dem attraktiven, aber geheimnisvollen blinden Passagier Cormac einen Verbündeten. Weitere brutale Morde geschehen, und Rheanne selbst gerät ins Visier des Täters. Längst ist ihr klar, dass der Mörder an Bord kein Mensch ist...
~Meine Meinung~
Der Klappentext vom ersten Fall der Ritterin Rheanne ließ auf einen Mix aus Fantasy und Krimi schließen wie ich ihn gerne lese. Bücher in diesem Genremix sind auch noch viel zu selten. Entsprechend gespannt war ich auf den Inhalt.

Rheanne wurde gerade erst zur Ritterin befördert und soll auf ihrem ersten Auftrag als solche ein Geschenk von großer Wichtigkeit sicher in das Land Genzabar bringen. Die Reise erfolgt per Schiff - der titelgebenden Adlerschwinge. Doch die Fahrt verläuft wenig entspannt, denn schon kurz nach der Abfahrt stirbt einer der Matrosen grausam - und alles deutet auf einen nicht-menschlichen Täter hin.
Rheanne sieht sich als Ritterin in der Pflicht, den Täter zu finden und stellt Nachforschungen an.

An sich mochte ich den Genremix und auch die begrenzten räumlichen Möglichkeiten durch das Schiff auf hoher See. Die entworfene Welt kann in den weiteren Bänden auch noch spannend werden, blieb hier aber noch recht oberflächlich. Auch gefiel mir, dass man den Täter tatsächlich nicht von vornherein erahnen konnte, sondern mitgrübelte, wer es denn sein könnte. Insgesamt liest sich der Roman auch kurzweilig und der Schreibstil ist angenehm.

Doch leider liegt der Fokus der Handlung nicht so stark auf den Ermittlungen wie erhofft. Stattdessen trifft Rheanne recht zu Beginn auf den geheimnisvollen Cormac, der so attraktiv und mysteriös ist, dass er Rheannes Gedanken direkt fast vollständig ausfüllt. Rheanne konzentriert sich mehr auf ihre neue "große Liebe" als auf den Fall. Und entwickelt sich dabei von einer anfangs vielversprechenden, selbstbewussten jungen Frau zu einem weinerlichen, eifersüchtigen Teenager. Diese Liebesgeschichte war nicht einmal im Ansatz nachvollziehbar und einfach nur nervig. Zwar ist Rheanne noch jung und erst kürzlich zur Ritterin ernannt worden - insofern verzeihe ich ihr ein paar Unsicherheiten - aber etwas taffer hätte sie Cormac gegenüber ruhig bleiben dürfen!

Neben Rheannes inkonsequentem Charakter blieben die weiteren Charaktere eher blass. Cormac, der neben Rheanne im Mittelpunkt steht, bleibt geheimnisvoll und abweisend, erst zum Ende hin erfährt man etwas mehr über ihn.

Insgesamt ein ausbaufähiger Auftakt der Reihe, der mit der plötzlichen Liebesgeschichte einen falschen Fokus setzt. Die Passagen, in denen Rheanne aber wirklich ermittelt, gefielen mir gut und ließen den Roman kurzweilig bleiben. Einem zweiten Band werde ich auf jeden Fall noch eine Chance geben und hoffe dann auf mehr Krimianteile.

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über das Bloggerportal! <3
Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Weitere Meinungen