Samstag, 21. November 2020

Mädelsabend bei Tanja & Leni


Heute bin ich endlich Mal wieder beim Mädelsabend von Tanja und Leni dabei! Wer ebenfalls mitmachen möchte, findet hier und hier den Post der beiden!
Ich bin aber wohl erst ab ca. 19 Uhr/19:30 Uhr richtig dabei. :)


Ich bin heute mit "Wild Card" von Nina Casement dabei. Es handelt sich dabei um ein Rezensionsexemplar und ich fange es heute an. Mal sehen wie weit ich komme. 

18:00 Uhr: Zeig uns das Cover deines aktuellen Buches und lass uns ein wenig darüber sprechen. Hand aufs Herz: Hast du dich beim Kauf deines Buches vom Cover beeinflussen lassen? Wenn ja, in welchem Maße? Verrate uns gerne ein wenig mehr über das Cover: Was gefällt dir daran besonders. Gibt es Elemente, die dich vielleicht nicht so ansprechen? Würdest du hier etwas anders machen? Was hältst du von dem gewählten Schriftzug?

Hier erstmal das Cover:
Und der Klappentext:
Manchmal kommt alles ganz anders. Am Ende ist es doch keine Schlacht der Mächtigen und auch nicht der Klimawandel, der das Antlitz der Welt unwiederbringlich verändert. Es ist ein Meteorit, Krishna genannt, der die Menschheit erledigt - und das gründlich.

Die 26-jährige Kore jedoch hat überlebt. Ob das wirklich ein Glück ist, weiß sie nicht, zu groß ist die Verzweiflung und zu gespenstig die neue Welt. Während sie um jeden einzelnen Menschen trauert, den sie jemals kannte, kämpft sie fortan Tag für Tag um ihre Existenz. In ständiger Gefahr, zu verhungern oder zu erfrieren, verstrahlt oder verschüttet zu werden, beginnt die junge Frau eine strapaziöse Reise. Die Suche nach erträglichen Klimabedingungen, Nahrung und anderen Überlebenden führt sie quer durch die Welt. Kann sie es schaffen? Und sind andere Menschen in der neuen Welt wirklich etwas Gutes?

Wie gesagt ist es ein Rezensionsexemplar, ich habe es also nicht gekauft. Und von Nina hatte ich vor zwei Jahren schon ihren ersten Roman gelesen. Da ich den sehr mochte, habe ich vor allem deshalb auch hier zugesagt. ;-) Das Cover war also untergeordnet.
Dennoch finde ich es sehr passend zum Inhalt (jedenfalls nach dem, was der Klappentext hergibt). Es ist düster und zeigt eine postapokalyptische Stadt, sehr wahrscheinlich direkt nach dem Meteoriteneinschlag. Von daher finde ich es grundsätzlich gut und passend! Was mir nicht ganz so gut gefällt, ist der riesige Autorinnen-Name, da der Schriftzug den Blick ziemlich vom Titel ablenkt.

19:00 Uhr: Würdest du deinem Protagonisten dein Lieblingsbuch ausleihen? Verrate uns mehr über deine Beweggründe.

Ich habe inzwischen 60 Seiten gelesen und kenne daher für die Frage Kore, die Protagonistin, schon etwas. Und ich fürchte, sie hat absolut andere Sorgen als Bücher zu lesen. Wobei sich in ihrem Gepäck immerhin ein Medizin-Buch und ein Buch über essbare Pflanzen befinden. Also falls mir unter meinen Lieblingsbücher ein hilfreiches Sachbuch einfällt, könnte ich ihr das ausleihen. Ich habe aber auch schon erfahren, dass sie mittlerweile ca. 16kg Gepäck mit sich herumschleppt, also vllt ist noch ein Buch mehr auch keine gute Idee. :'D


Und weil hier ja einige interessiert am Buch waren, mal eine erste Einschätzung von mir. Zuerst einmal hier der Link zu meiner Rezension von dem anderen Buch von Nina Casement, das ich damals gelesen habe. Sie setzt in ihren Geschichten vor allem auf die Atmosphäre und die Landschaft, daher auch der Untertitel mit dem "Roadtrip". :D Kore hatte wie im Klappentext erwähnt die Möglichkeit den Meteoriteneinschlag in einem Bunker zu überstehen, findet sich danach aber in einer total verwüsteten Welt wieder, ganz auf sich alleine gestellt. Es wird abwechselnd aus der Sicht "heute" und "früher" erzählt, also vor und nach dem Einschlag und wie das alles anfing. Ich finde es bisher total cool, weil die Grundstimmung richtig bedrückend und einsam ist. Ich liebe es ja, wenn eine Geschichte ruhig aber trotzdem irgendwie speziell ist. Und das ist hier definitiv der Fall. Ich bin schon sehr gespannt, was Kore noch alles erleben wird!

20:00 Uhr: Lass uns ein wenig über deinen Protagonisten plaudern. Was magst du an ihm, was vielleicht weniger? Hältst du ihn für einen Helden oder eher weniger? Gibt es Eigenschaften, die du an ihm so gar nicht leiden kannst oder bewunderst du ihn vielleicht sogar für eine Tat oder einen Gedanken auf eine gewisse Weise? Verrate uns mehr darüber.

Kore nimmt ihr Schicksal ziemlich ruhig und pragmatisch an, was ich gut finde. Sie versucht, nicht zu sehr über die ganzen Gefahren nachzudenken, die ihr begegnen könnten, sondern versucht, einen Fuß vor den anderen zu setzen und einfach zu überleben. Am meisten Angst hat sie vor der radioaktiven Strahlung, weil das nichts ist, was sie irgendwie beeinflussen kann. Vor dem Einschlag war sie auch schon ein zurückgezogener Mensch und hat sich vor allem auf ihr Studium konzentriert und wenige Freunde gehabt. Sie wirkt dadurch etwas langweilig. Aber in der "neuen Welt" kommt sie bisher ganz gut zurecht. Und in der letzten Szene hat sie sich selbst einen Zahn gezogen, was sicher nicht jeder über sich gebracht hätte! :D

21:00 Uhr: Wir laden nun unsere Protagonisten zu unserer persönlichen Weihnachtsfeier ein. Was würdest du deinem Protagonisten als Weihnachtsgeschenk besorgen? Was bringt er oder sie dir vielleicht mit?

Haha, ich denke, wenn ich Kore einladen würde, wäre sie überhaupt mega happy, einen lebenden Menschen an ihrer Seite zu haben! XD Ich würde ihr nach Möglichkeit ein Festessen bereiten, denn Nahrung ist in ihrer Welt knapp. Und das wäre wohl Geschenk genug. Am besten steuert sie dann auch noch etwas Essen bei, dann werden wir hoffentlich satt. :D

22:00 Uhr: Zum Abschluss möchten wir von euch gerne erfahren, welche Bücher es im Laufe des heutigen Abends auf eure Wunschliste geschafft haben. Vielleicht fandet ihr ein Buch von einem anderen Teilnehmer interessant? Oder im Gespräch in den Kommentaren seid ihr neugierig auf eins geworden? Erzählt uns unbedingt mehr von eurem Wunschlistenzuwachs!

Mich interessiert besonders "When will fall", welches Leni gelesen hat, und "Im Zeichen der Mohnblume" von Barbara. Mal sehen, wann beides bei mir einziehen kann. :)


Zum Abschluss wie immer vielen Dank für den netten Abend! Ich habe sogar 100 Seiten gelesen, obwohl ich erst später eingestiegen bin. Das finde ich ganz okay. :D (Mehr als meistens bei Leseabenden. XD)
Bis zum nächsten Mal! :3

Freitag, 20. November 2020

Mein SuB kommt zu Wort #36

 

"Mein SuB kommt zu Wort" ist eine monatliche Aktion von Annas Bücherstapel, bei der jeder jederzeit mitmachen kann. :) Hier findet ihr die aktuelle Runde!

Im letzten Monat habe ich die Aktion ausgelassen (natürlich nicht vergessen, sowas würde mir nie passieren *hust*). Daher darf Helmut sich jetzt mal mit seinem Stand vom September vergleichen. :D

Frage 1: Wie groß/dick bist du aktuell?
Was für eine Frechheit, mich einen Monat schweigen zu lassen! Wenn das nicht mal Absicht war, um mein Wachstum zu verheimlichen! Aber das hat nicht geklappt, denn Alica hatte diesen Monat Geburtstag und so konnte sie den Zuwachs von Oktober leider nicht mehr ausgleichen. :-P
Also im September stand ich bei 47 Prints und 34 eBooks.
Jetzt sind es 55 Prints und 31 eBooks, also insgesamt ein Zuwachs von 5 Büchern.

Frage 2: Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeige mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!
Da kam durch Alicas Geburtstag diesen Monat ein bisschen was zusammen, ich zeige euch einfach mal drei Stück:
http:// http:// http://  
(c) Bildrechte: Brendow | Königskinder | cbt
 
"Der Duft von Pfirsichen" hat Alica von Cindy (Kumos Buchwolke) zum Geburtstag bekommen.  "Die wahre Geschichte von Regen und Sturm" und "Anna und der Schwalbenmann" hat Alica von ihrem Freund geschenkt bekommen.

Frage 3: Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?
Zuletzt beendet hat Alica "Ein Leben auf unserem Planeten" von David Attenborough. Sie mochte es sehr gerne und kann auch die Dokumentation dazu auf Netflix sehr empfehlen. Die Rezension findet ihr hier.
(c) Blessing
Frage 4: Lieber SuB, das Jahr 2020 neigt sich langsam dem Ende zu und jetzt wäre der richtige Zeitpunkt noch schnell ein paar Bücher zu lesen, die unbedingt noch gelesen werden sollten in diesem Jahr. Deswegen zeig uns eben jene Bücher, die dein Besitz*In noch lesen soll!
 
Da hat Alica sich schon Anfang Oktober einen Stapel zusammengestellt. Den findet ihr hier. Sie hat davon bisher noch nicht alles geschafft, also muss sie sich da noch ranhalten! 
Auf jeden Fall lesen sollte sie zudem "Der Nachtzirkus", das ich ihr im August rausgesucht habe! Bisher hat sie es noch gar nicht näher angeschaut, tse!
 
Nun der Rückblick auf die Aufgaben der letzten Monate:
  • Juli: Hier war noch "Welche Farbe hat die Wahrheit" ausstehend, aber inzwischen hat Alica beschlossen, es nicht weiter zu lesen. Es konnte sie auf den ersten 50 Seiten so gar nicht packen...
  • August: "Der Nachtzirkus" hat Alica auf ihrem Lese-Stapel liegen, aber noch nicht begonnen.
  • September: Hier stand "Herbstprinzessin" zur Wahl. Alica hat es begonnen und dann abgebrochen. Es fing leider total lahm im "Erklärbärmodus" an, was Alica einfach hasst. Eine Geschichte soll lebendig sein und nicht so kühl abgearbeitet werden... :(
  • Den Oktober hatten wir wie gesagt ausfallen lassen...

Dienstag, 17. November 2020

[Rez] "Ein Leben auf unserem Planeten" von David Attenborough

 Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar]. 
http://
(c) Bildrechte: Blessing
"Ein Leben auf unserem Planeten"
von David Attenborough
Originaltitel: A Life on our Planet
Verlag: Blessing, 2020
Sachbuch | 304 Seiten
[HC] ISBN: 978-3896676917
 
~Klappentext~
In seinen dreiundneunzig Lebensjahren hat David Attenborough einschneidende Veränderungen unserer natürlichen Lebensbedingungen miterlebt. Als er zur Welt kam, gab es noch auf allen Kontinenten Wildnis. Heute hingegen hat die Spezies Mensch sich vervierfacht, die entlegensten Winkel des Planeten erobert und drängt Fauna und Flora immer weiter zurück. Dadurch hat sich die Aussterberate im Vergleich zu ruhigeren erdgeschichtlichen Zeiten um das 100- bis 1000fache erhöht. Und doch vermittelt uns dieses Buch Hoffnung, das Artensterben und den Klimawandel zu stoppen und die Biodiversität zu retten. Denn selbst um die nach wie vor strahlende Atomruine von Tschernobyl holt die Natur, einmal in Ruhe gelassen, sich ihren Platz zurück.
~Meine Meinung~
David Attenborough hat sowohl dieses Buch als auch eine darauf basierende Dokumentation erstellt (die man sich unbedingt auf Netflix anschauen sollte!). 
 
Thematisch ist das Buch in drei Hauptabschnitte eingeteilt. Der erste Teil beschreibt anhand von David Attenboroughs Leben und den Dokumentationen, die er im Laufe seiner Karriere gedreht hat, wie sich die Biodiversität in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Im zweiten Teil geht es darum, wie sich die Erde durch den Verlust der Biodiversität und dem damit eng verbundenen Klimawandel in den nächsten Jahrzehnten bis ca. 2100 verändern wird, wenn wir so weiter machen wie bisher. Im dritten Teil geht es schließlich um Lösungswege, um uns selbst als Spezies auf diesem Planeten zu retten. Denn: die Natur wird sich irgendwann erholen, das hat sie nach jedem Massensterben getan. Nur uns wird es dann nicht mehr (in der heutigen Form) geben.
 
Die Inhalte sind leicht verständlich aufbereitet und wirken durch David Attenboroughs Erzählart wie eine Geschichte, weniger wie ein Sachbuch. Das macht das Lesen sehr kurzweilig und angenehm, während man nebenbei noch etwas dazulernen kann. Für jemanden, der sich mit der Thematik auskennt, kommen nur wenige neue Aspekte hinzu. Aber für jeden, der sich bisher keine Gedanken um Klimawandel und Biodiversitätsverlust gemacht hat, ist das Buch genau richtig! So ziemlich alle wichtigen Punkte zu dem Themenfeld werden kurz angesprochen und besonders im ersten Teil anhand von Beispielen aus Davids Leben auch emotional untermalt.
Am Ende werdet ihr verstanden haben, was das Problem ist und wie einfach die Lösung im Grunde ist.
Zwar bleibt der Inhalt insgesamt eher oberflächlich - es werden einfach zu viele verschiedene Aspekte angesprochen, um jedem im Detail nachzugehen - doch genau das sorgt dafür, dass der Inhalt niemanden abschrecken kann.

Untermalt wird das Gesamtbild des Buches durch zahlreiche Fotos und Abbildungen in schwarz-weiß und in der Mitte des Buches durch einige Farbfotos, die sowohl David Attenboroughs Leben als auch verschiedene Tierarten oder Modelle zeigen, um das Erzählte bildlich abzurunden.
Am Ende wartet dann noch ein ausführliches Glossar, sodass das eigentliche Buch "nur" rund 250 Seiten lang ist.
 
"Ein Leben auf unserem Planeten" ist die perfekte Mischung aus biografischen Inhalten und grundlegendem Fachwissen, sodass ich das Buch wirklich jedem empfehlen kann, der in das Thema einsteigen möchte!
Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über das Bloggerportal. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

Sonntag, 15. November 2020

[Rez] "Gefährten der Hoffnung. Eriks Suche" von Jörg Krämer

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar]. 
http://
(c) Bildrechte: net-Verlag
"Gefährten der Hoffnung. Eriks Suche"
von Jörg Krämer
Verlag: net-Verlag, 2019
Band 1 von ? | 236 Seiten
[TB] ISBN: 978-3957202659

~Klappentext~
In einer zerstörten Welt, bewohnt von Mutanten und erwachten Wesen, findet Erik seine große Liebe: Irinskat.
Alles scheint perfekt. Doch dann schlägt das Schicksal zu. Irinskat und ihre Tochter Nanuk werden von Plünderern entführt.
Kann Eriks vierbeiniger Gefährte Odin, ein riesiger Bärenhund, helfen, Irinskat zu retten?
Und welche Rolle spielt Giada, die italienische Kriegerin, der sie unterwegs begegnen?
Während der Suche tritt immer häufiger Eriks Geheimnis zutage. Wird das seine Familie retten oder seine Gefährten in den Untergang reißen?

Zach, der Waldkauz, ist Nanuks Freund. Er unterstützt die Gefährten als Kundschafter und erzählt ihre Geschichte auf seine ganz eigene Art und Weise.
~Meine Meinung~
"Gefährten der Hoffnung. Eriks Suche" ist der Auftakt einer Reihe rund um Erik, der nach der Ausbreitung eines vernichtenden Masernvirus in einer postapokalyptischen Welt unterwegs ist. Quasi ein Mix aus Corona und "The Walking Dead". ;-) In diesem ersten Band werden seine Frau und seine Tochter entführt und er macht sich auf die Verfolgung der Entführer.

Das Besondere an dem Roman ist, dass er überwiegend aus der Sicht des Waldkauzes Zach erzählt wird. Das war auch der Hauptgrund, warum ich es lesen wollte, denn wie cool ist bitte die Erzählperspektive eines Kauzes? Natürlich geht damit einher, dass der Kauz etwas vermenschlicht wird, da es sich aber um einen dystopischen Fantasy-Roman handelt und das zweite wichtige Tier - ein Germanischer Bärenhund - telepathische Fähigkeiten hat, kann man darüber locker hinwegsehen. Ich mochte Zach und die Kommunikation mit Odin (dem Hund) auch wirklich gerne, vor allem durch Odins neckende Art.

Die Handlung selbst ist zwar nichts Neues, aber durchaus kurzweilig und liest sich spannend und flüssig weg. Was allerdings auch an dem doch sehr oberflächlichen Erzählstil und der Kürze des Romans liegt. Es wird vor allem auf das Voranbringen der Handlung gesetzt, weniger auf charakterlichen Tiefgang. Leider fällt dadurch aber auch ein durchdachtes Worldbuilding weg. Hier fehlten mir an vielen Stellen mehr Erklärungen oder weitergehende Ausführungen. Auch wirkte es seltsam, dass Erik so verhältnismäßig selten auf andere Menschen bzw. die Maserninfizierten (die aus unbekanntem Grund Zombie-ähnlich sind) trifft.
Neben den Kapiteln aus der Gegenwart, die aus Sicht des Waldkauzes erzählt werden, gibt es einen zweiten Zeitstrang, der sich auf den Beginn der Pandemie und Eriks Begegnung mit Odin konzentriert und dabei auch aus Sicht von Erik erzählt wird. Diese Kapitel fand ich deutlich holpriger als die Gegenwart. Vermutlich, weil man aus menschlicher Erzählsicht andere und vor allem ausführlichere Erklärungen erwartet als aus der Sicht einer Eule. 
 
Leider gab auch etwas zu viele Flüchtigkeits- (z.B. heißt Eriks Freund Özdem plötzlich einige Kapitel über Mehmet) und Logikfehler, die leicht zu vermeiden gewesen wären. Zu Beginn nach der Entführung heißt es z.B. plötzlich, dass sie Hajo verfolgen, obwohl nirgends erklärt wird, wie sie auf die Schlussfolgerung kommen. Auch wird direkt 24h nach dem Ausbruch des Virus eine Säuberungsaktion des Militär gefordert (sprich: alle töten), was ich extrem unlogisch finde. Sollte nicht erstmal Quarantäne und Impfstoff geprüft werden?

Alles in Allem habe ich vor allem die Kapitel aus Sicht von Zach sehr gerne gelesen und die Handlung hatte auch grundsätzlich Potenzial, das aber durch die Fehler geschmälert wurde. Dennoch eine kurzweilige, actionlastige Unterhaltung für Zwischendurch. Ohne die Flüchtigkeits- und Logikfehler wären es 3 Sterne, so leider nur 2,5.
http://
Vielen Dank an den Autor und den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

Donnerstag, 12. November 2020

[Monatsrückblick] Oktober 2020

Im Oktober hatte ich endlich mal zwei Wochen Urlaub! Das erste Mal dieses Jahr, vorher nur zweimal eine Woche. Und ich muss sagen, der Urlaub war mehr als notwendig, weshalb ich auch echt faul war. :'D Aber die Erholung hat gut getan. Seit ein paar Wochen läuft auf der Arbeit einfach alles total chaotisch ab, weshalb ich da ziemlich gestresst war... Bis Jahresende wird das auch nicht mehr viel besser werden, aber gut, ist ja nicht mehr allzu lange hin!

Im Urlaub war ich mit meinem Freund für 5 Nächte in Güstrow. Vor allem, weil da wenig Menschen sind (= Corona-mäßig angenehmer) und der Wildpark dort sehr schön ist (war da mit der Uni mal). Leider haben die aber wenig gescheite Wanderstrecken. Man kann u.a. nicht um den Inselsee herum gehen. O.o Dabei wäre das touristisch ein totaler Anziehungspunkt. Und naja, das Klientel dort war... gewöhnungsbedürftig. U.a. wollte man uns ja verprügeln, weil wir die Verkehrsregeln besser kannten... Und das Wetter war leider auch nass. :( Aber immerhin war es grundsätzlich erholsam. XD
Den Rest der Zeit hatte ich Arzttermine, habe versucht, meine To-Do-Liste zu reduzieren, habe letztlich aber v.a. geschlafen und gelesen und etwas gebloggt. :'D

Daher ist auch der Oktober sehr lesereich geworden. :D
 
(c) Bildrechte liegen beim jeweiligen Verlag!
         
"Eine Woche für die Ewigkeit" | Nina LaCour & David Levithan [Einzelband | meine Rezension]
"Not Your Girl" | Annette Mierswa [Einzelband | meine Rezension
"The Red Scrolls of Magic" | Cassandra Clare & Wesley Chu [1. Band | Rezension folgt]
"2084. Eine Zeitreise durch den Klimawandel" | James Lawrence Powell [Sachbuch | RE | meine Rezension]
"Meine dunkle Vanessa" | Kate Elizabeth Russell [Einzelband | RE | meine Rezension
"Wonderlands" | Hrsg. Laura Miller [Sachbuch | RE | meine Rezension]
"Fortune Cookie Love" | A. L. Kahnau [Einzelband | Rezension folgt]
"Wütender Sturm" | Victoria Aveyard [4. Band | meine Rezension]
"Der Geruch von Häusern anderer Leute" | Bonnie-Sue Hitchcock [Einzelband | ohne Rezension]
"Zoe" | Clay Carmichael [Einzelband | Rezension folgt]
"Und in mir der unbesiegbare Sommer" | Ruta Sepetys [Einzelband | ohne Rezension]

"Eine Woche für die Ewigkeit" war ein Spontankauf, den ich absolut nicht bereue! Der Roman stellt die Freundschaft zwischen Katy und Mark ganz wundervoll dar.

"Not Your Girl" handelt von Tinka bzw. der Kim aus "Instagirl" (was man irgendwie in der Mitte des Buches erfährt). Grundsätzlich finde ich die Thematik - Probleme im Modelbusiness - wichtig, gerade für junge Mädchen. Aber die Umsetzung gefiel mir überhaupt nicht...

"The Red Scrolls of Magic" ist der erste Band der Trilogie rund um Alec und Magnus ("Malec") aus der Schattenjäger-Welt von Casandra Clare. Dieser erste Band spielt dabei zwischen "City of Glass" und "City of Fallen Angels". Und ich habe nichts zu meckern. Die beiden sind eh ein Traumpaar und die Mischung aus Action, Lovestory und Magnus Kleidungs- und Essensticks einfach mega unterhaltsam. Große Liebe! ♥

"2084" besteht aus fiktiven Interviews aus dem Jahr 2084, in denen Wissenschaftler*innen und andere Menschen zu den Auswirkungen des Klimawandels zu Wort kommen. Das dargestellte Zukunftsszenario war erschreckend und leider nicht unrealistisch, aber für ein halbes Sachbuch fand ich die fehlenden Quellen sehr schade. Und der Lösungsvorschlag von Powell ist sehr kurzsichtig gedacht und entspricht nicht den aktuellen technischen Möglichkeiten.

"Meine dunkle Vanessa" behandelt den Missbrauch einer Schülerin durch ihren Lehrer über sogenanntes "Grooming". Entsprechend verstörend und schwierig ist das Buch. Zeitgleich übt es aber auch einen düsteren Sog aus und ist sehr intensiv geschrieben. Keine leichte Kost, aber extrem gelungen und hängt einem in Gedanken lange nach. Eine große Empfehlung für jeden, der das Thema, das stellenweise recht explizit wird, verkraften kann.

"Wonderlands" fasst auf 2-6 Seiten eine Vielzahl von Fantasy-Werke seit Beginn der bekannten Aufzeichnungen zusammen. Entsprechend ist von Homers Odyssee bis zu Tintenherz alles dabei. Ich hatte an "Wonderlands" etwas andere Erwartungen, denn es werden tatsächlich v.a. die Inhalt der Werke zusammengefasst und mit einigen Hintergrundinfos versehen, aber weniger auf die Welten an sich eingegangen. Als Nachschlagewerk aber sehr gelungen und toll illustriert!

"Fortune Cookie Love" ist ein Roadtrip-Roman mit einer Protagonistin, die zwanghaft ihr Glück berechnet und ihr ganzes Leben danach ausrichtet. Ich lese die Bücher von A. L. Kahnau eh super gerne, von daher war auch dieses Werk wunderbar zu lesen, auch wenn ich das Ende zu einfach fand. Im Vergleich zu anderen Büchern von ihr auch eher locker-humorvolle Kost.

"Wütender Sturm" ist der Abschlussband der Reihe, den ich erneut gemeinsam mit Vivka (A Winter Story) gelesen habe. Es war ein etwas langatmiges Ende und manche Punkte waren mir dann doch nicht ausreichend abgeschlossen worden, aber dennoch ein solider Reihenabschluss.

"Der Geruch von Häusern anderer Leute" war insgesamt eine wirklich schöne Geschichte, die aus der Sicht mehrere Jugendlicher erzählt wird. Es werden Themen wie Familie, Freundschaft aber auch Rassismus aufgegriffen. Allerdings blieben manche Punkte absolut unverständlich für mich und zum Abschluss häufen sich die Zufälle.

"Zoe" hätte ich fast ungelesen aussortiert, mich dann aber doch noch entschieden, es zu lesen. Und wow, mir wäre eine wundervolle Geschichte entgangen! Zoe ist ein junges Mädchen, das früh lernen musste, für sich selbst zu sorgen und jetzt zum ersten Mal erfährt wie es ist, wenn sich Erwachsene um sie kümmern und sorgen. Dazu eine streunende Katze, aus deren Sicht manche Kapitel geschrieben sind. Und man hat mich. :D Also wirklich, das Buch war eine mega positive Überraschung!

"Und in mir der unbesiegbare Sommer" ist keine leichte Kost, liest sich aber dennoch kurzweilig und locker. Es geht um die Deportation von Litauern in Arbeitslager durch die Sowjets, die zur Zeit Stalins versucht haben, Litauen, Lettland, Estland und Finnland zu annektieren. Mein Wissen über diese Zeit war tatsächlich bisher nur sehr beschränkt, was die Autorin auch im Nachwort kurz erläutert, denn es hat Gründe... Ein wichtiger Beitrag gegen das Vergessen!

Abgebrochen

"Moxie. Zeit zurückzuschlagen" | Jennifer Mathieu [Einzelband]
"Herbstprinzessin. Donnergrollen" | Nicky P. Kiesow [1. Band]

"Moxie" ist ein feministischer Jugendroman, der in einer 12. Klasse spielt. Die Aussage, dass man sich als Mädchen/Frau nicht der patriachalen Gesellschaft beugen bzw. in diesem Fall v.a. die blöden Sprüche und die Bevorteilung der männlichen Schüler nicht akzeptieren soll, finde ich super. Aber die Umsetzung gefiel mir leider nicht. Was vor allem an dieser wirklich krass überzogenen Schule lag. Bis auf den Love-Interest der Protagonistin werden alle Jungen als dumme, schwanzgesteuerte Sportskanonen dargestellt, die von den Lehrer*innen komplett bevorteilt werden. Während z.B. die Football-Mannschaft der Jungen haufenweise Vorteile und Geld bekommt, wird der Mädchensport nichtmal mit neuen Trikots versorgt. Zudem gibt es Kleidungskontrollen der Mädchen, wo tatsächlich Lehrer*innen in die Klasse kommen und die Mädchen herauspicken und bloßstellen, die ihrer Meinung nach unpassend gekleidet sind. Vermutlich gibt es solche Schulen wirklich irgendwo, aber repräsentativ finde ich das nicht im Ansatz. Sondern einfach überzogen. Und da eh von Anfang an klar ist, wie der Roman ablaufen wird, habe ich nur bis Seite 80 gelesen.

"Herbstprinzessin" ist eine dieser eBook-Reihen mit kurzen Bänden. Das Thema und das Cover fand ich ganz ansprechend, aber auch hier haperte es an der Umsetzung. Denn die Handlung wird aus der Sicht der Protagonistin im "Erklärbär-Modus" beschrieben. "Show not Tell" scheint ein Fremdwort... Sowas finde ich einfach unglaublich langweilig und plump. :(

Mittwoch, 4. November 2020

[Reihen-Rez] "Die Farben des Blutes" von Victoria Aveyard

 
(c) Bildrechte: Carlsen

~Klappentext Band 1~
Rot oder Silber – Mares Welt wird von der Farbe des Blutes bestimmt. Sie selbst gehört zu den niederen Roten, deren Aufgabe es ist, der Silber-Elite zu dienen. Denn die – und nur die – besitzt übernatürliche Kräfte. Doch als Mare bei ihrer Arbeit in der Sommerresidenz des Königs in Gefahr gerät, geschieht das Unfassbare: Sie, eine Rote, rettet sich mit Hilfe besonderer Fähigkeiten! Um Aufruhr zu vermeiden, wird sie als verschollen geglaubte Silber-Adlige ausgegeben und mit dem jüngsten Prinzen verlobt. Dabei ist es dessen Bruder, der Thronfolger, der Mares Gefühle durcheinander bringt. Doch von jetzt an gelten die Regeln des Hofes, Mare darf sich keine Fehler erlauben. Trotzdem nutzt sie ihre Position, um die aufkeimende Rote Rebellion zu unterstützen. Sie riskiert dabei ihr Leben – und ihr Herz…

Band 1 - "Die Rote Königin"
Original: Red Queen | 2015 | 512 Seiten | [HC] ISBN: 978-3551583260
Der erste Band beginnt mit Mares Leben in Stilts, wo sie sich als Diebin durchschlägt, während ihre Schwester Gisa das Geld für die Familie durch ihre Stickerein einbringt. Mares drei Brüder wurden in den Krieg einbezogen und auch Mare droht dieses Schicksal bald, da sie ohne Arbeit mit 18 zur Soldatin ausgebildet werden wird. Ihrem besten Freund Kilorn droht dieses Schicksal schon früher als ihr, was Mare nicht hinnehmen will. Sie sucht nach einem Weg, Kilorn (und sich selbst) vor dem Kriegsdienst zu bewahren - und gerät darüber an die Untergrund-Rebellen-Bewegung "Scharlachrote Garde", die Mare in den Palast der Silbernen als Dienerin einschleusen. Doch bei der "Brautschau" für die Prinzen, die als Kampfwettbewerb abgehalten wird, gerät Mare zufällig in Lebensgefahr - und offenbart Kräfte, die sie als Rote nicht haben dürfte...

Im ersten Band wird der Leser vor allem in die Welt aus Roten - den Sklaven - und den Silbernen - die Herrscher - eingeführt. Die daraus resultierenden Ungerechtigkeiten werden aufgeführt und man steht fast von Beginn an auf Mares Seite und möchte, dass sie eine Veränderung in der Gesellschaft erreicht!
Da sie sich am Königshof in einer völlig unerwarteten und neuen Rolle einfinden muss, dreht sich natürlich auch ein Großteil des Buches darum, wie sie sich dort zurechtfindet und sich als etwas ausgeben muss, das sie nicht ist. Das bleibt durch zahlreiche Intrigen und Geheimnisse sowie der ständigen Gefahr, in der Mare sich befindet, aber durchgehend interessant und liest sich sehr kurzweilig und flüssig. Zwischendurch ereignen sich auch immer wieder actionlastigere Geschehnisse, die Mare an ihre Grenzen bringen...
Aber natürlich kommt sie gleich beiden Prinzen näher... Was für mich eigentlich der einzige Kritikpunkt ist: Die kurzzeitige Dreiecks-Lovestory war absolut unnötig und löst sich am Ende auch unerwartet auf (was ich wiederum gut fand, da es nicht so eine Standard-Lovestory blieb).
Die Charaktere sind meiner Meinung nach gut ausgearbeitet. Es gibt kein schwarz-weiß-Denken, sondern jeder besteht aus charakterlichen Graustufen und verfolgt eigene Ziele, die nicht immer auf Anhieb deutlich werden. So hat auch jeder seine sympathischen und seine unsympathischen Seiten, wobei mir Mare mit ihrer direkten, intelligenten, aber auch hitzköpfien Art besonders gefiel. Aber auch einige Nebencharaktere schließt man schnell ins Herz, z.B. Mares Schwester Gisa, die immer ein bisschen zickig wirkt, oder Julian, Mares neuer Lehrer mit seiner ruhigen Art.
Insgesamt konnte mich der erste Band mit einigen unerwarteten Wendungen, bei denen es besonders eine am Ende in sich hatte, positiv überraschen und fesseln!

- 4,5/5 Flämmchen -

Band 2 - "Gläsernes Schwert"
Original: Glass Sword | 2016 | 576 Seiten | [HC] ISBN: 978-3551583277
Der zweite Band setzt direkt am ereignisreichen Ende von Band 1 an - und wird ebenfalls direkt nicht ganz logisch. Mare und Co fliehen nach Naercey, wo sie fast sofort von den königlichen Truppen überrascht werden. Doch wie kamen die so schnell dorthin? Das wird ewig ein Rätsel bleiben.
Zudem macht Mare eine relativ plötzliche charakterliche Wandlung durch, die mir nicht gefiel. Sie wird zornig und brutal, hält sich selbst für die besonderste von allen und spielt sich als Anführerin auf, während sie zeitgleich ständig in Selbstmitleid versinkt, weil sie ja so einsam ist und so viel Verantwortung trägt und überhaupt ja so unfassbar arm dran ist, aber sie MUSS ja leider alleine die Welt retten usw usf... Im Vergleich zu Band 1 macht sie eine so krass negative Entwicklung durch, das geht echt gar nicht klar.
Die Handlung ist zudem sehr langatmig und eigentlich passiert auch kaum etwas. Mare und ihre wenigen Begleiter wollen die anderen "Neublüter" finden - und das ist der Inhalt.
Erst am Ende wird es kurz wieder abwechslungsreicher, aber das eigentliche Ende ließ mich "Dank" Mares wunderbarem Verhalten einfach kalt, obwohl die Autorin wohl wollte, das man Mitleid mit ihr hat. Tja. Der Band war enttäuschend.

- 2/5 Flämmchen -

Band 3 - "Goldener Käfig"
Original: King's Cage | 2017 | 640 Seiten | [HC] ISBN: 978-3551583284
Im dritten Band bessert sich die Handlung wieder etwas, was v.a. daran liegt, dass nicht mehr allein aus Mares Sicht erzählt wird. Es kommen insgesamt zwei weitere Sichtweisen hinzu, die ich aus Spoilergründen natürlich nicht nenne. Dadurch wechselt sich die Handlung mehr ab, was auch gut ist, denn Mare sitzt bei Maven fest und hat daher nicht viel zu tun. Spannend sind hier allerdings die kleinen Psychospielchen, die Maven treibt und überhaupt seine gestörte Psyche. Er ist schwer einzuschätzen, was es interessanter machte. Mare hingegen bleibt recht anstrengend und findet sich ein Stück weit mit ihrem Schicksal ab. Sie kam mir stellenweise etwas zu jämmerlich vor.
Die Story ist zwar weiterhin etwas zäh, geht aber immerhin voran. Es werden Intrigen gesponnen und Pläne geschmiedet, wie die Roten und die Neublüter vielleicht doch noch Freiheit und Gerechtigkeit erlangen können. Dabei bekommen auch die Nachbarländer zunehmend Bedeutung.
Ab ca. 2/3 des Buches wurde es dann nochmal spannender und sogar Mare wurde mir wieder etwas sympathischer. Richtig toll fand ich dann auch Evangelina, die man bisher einfach komplett falsch eingeschätzt hat. Ich hoffe, sie bekommt im letzten Band noch mehr Bedeutung!
Das Ende war dann auch so gestaltet, dass ich richtig neugierig bin, wie die Reihe ausgeht und vor allem, was aus dem Dreieck Mare - Cal - Maven am Ende wird.

- 3/5 Flämmchen - 

Band 4 - "Wütender Sturm"
Original: War Storm | 2018 | 784 Seiten | [HC] ISBN: 978-3551583819
Im Abschlussband gibt es ebenfalls mehrere Erzählsichtweisen, wodurch mehr Abwechslung in die Handlung kommt. Auch hier gefiel mir vor allem Evangelina immer besser, sie ist als Charakter in der Reihe mit am interessantesten!
Ansonsten war der Band insgesamt zwar spannend, da weiterhin viele Intrigen gesponnen werden, aber gleichzeitig auch sehr langatmig. Man wusste einfach nie, worauf es am Ende hinausläuft, was einerseits natürlich die Spannung hoch hält, gleichzeitig aber für einen Abschlussband auch zu wenig die Richtung vorgab. Leider war ich dann vom eigentlichen Ende auch etwas enttäuscht, da doch plötzlich alles sehr schnell vorbei war. Und es blieben für meinen Geschmack auch zu viele Fragen offen.

- 3/5 Flämmchen - 

Montag, 2. November 2020

[Rez] "Wonderlands" Hrsg. Laura Miller

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar]. 
(c) Bildrechte: wbg Theiss
"Wonderlands"
Hrsg. Laura Miller
Originaltitel: Wonderlands
Verlag: wbg Theiss, 2020
Sachbuch | 320 Seiten
[HC] ISBN: 978-3-8062-4072-6
 
~Klappentext~ 
Manche Bücher entführen ihre Leser in Fantasiewelten, die noch lange nach der Lektüre nachwirken. Doch was macht diese Werke so besonders, worin liegt ihre Magie? Die 100 Kapitel von »Wonderlands« laden ein zum Schmökern oder systematisch lesen. Von uralten Mythen bis zum modernen Fantasyroman: Was Beowulf mit dem kleinen Prinzen verbindet, ist die Macht der Literatur. Warum manche Werke besonders dazu einladen, in fremden Welten zu versinken, dafür liefert diese Sammlung einen Erklärungsansatz. Sie macht aber ebenso Lust darauf, noch Unbekanntes zu entdecken und weitere Reisen in die Welt der Fantasie zu unternehmen!
~Meine Meinung~
"Wonderlands" beschreibt zahlreiche Fantasy-Werke in fünf übergeordneten Kapiteln, die zeitlich sortiert sind: "Alte Mythen und Legenden", "Wissenschaft & Romantik", "Das Goldene Zeitalter der Fantasy", "Neue Weltordnung" und "Das  Computerzeitalter". Entsprechend finden sich von sehr alten Klassikern (z.B. Gilgamesh, Beowulf) diverse Werke bis in unsere heutige Zeit (z.B. Tintenherz, Harry Potter) wieder und geben dadurch einen guten Überblick über die Geschichte der Fantasy-Literatur.
 
Jedes Werk erhält dabei mindestens eine Doppelseite, einige auch mehr Seiten, und sind mit Illustrationen, Autor*innen-Fotos und Coverbildern ausgestattet. Dadurch ist "Wonderlands" auch hübsch anzuschauen und läd zum Durchblättern ein.
 
Die Texte zu den einzelnen Werken enthalten zum einen Informationen über die Entstehung des Werkes und zum anderen über den Inhalt, wobei der Fokus häufig auf dem Worldbuilding liegt. So erhält der*die Leser*in einen groben Überblick über das Werk und kann selbst entscheiden, ob er*sie es danach vollständig lesen möchte. Ich habe auf jeden Fall viele Werke entdeckt, die ich noch nicht kannte und auf die ich neugierig geworden bin. Vor allem unter den Klassikern ist einiges auf meiner Leseliste gelandet.

Ich muss aber auch gestehen, dass ich mir unter dem Titel "Wonderlands" noch deutlich mehr Input zu den einzelnen Welten vorgestellt hatte. Aufgrund der Kürze der Texte bleibt es eben doch bei eher oberflächlichen Zusammenfassungen der Welten.
Daher lädt "Wonderlands" in Hinblick auf den Umfang insbesondere zum Stöbern und Entdecken ein, aber nur eingeschränkt zum detaillierten Kennenlernen der Fantasy-Welten. Dennoch insgesamt ein gelungenes Nachschlagewerk, mit gut lesbaren und informativen Texten, das zur weiteren Beschäftigung mit den Titeln einlädt.
 
Meine Empfehlung geht an alle Fantasy-Fans, die ihre Kenntnisse über die Geschichte der Fantasy-Literatur und insbesondere auch deren Ursprünge vertiefen und dabei ihre Leseliste ausbauen möchten!
Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!