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Samstag, 22. Mai 2021

Re-Read #1 - "Momo" und "Der kleine Prinz"

Ich habe beschlossen, für re-reads keine Rezensionen im eigentlichen Sinne zu schreiben, sondern einfach nur meine Gedanken aufzuschreiben. Daher gibt es in sehr unregelmäßigen Abständen solche kurzen re-read Posts.
 
"Momo" von Michael Ende
Ich habe das Buch das erste Mal gelesen, als ich etwa 11 oder 12 Jahre alt war. Jetzt - mit 31 - habe ich es das zweite Mal gelesen. Ich hatte kaum Erinnerungen an die Handlung, wusste nur noch, das eine Schildkröte vorkam. Aber schon damals mochte ich die Geschichte.
Jetzt beim erneuten Lesen kamen einige Erinnerungen zurück, aber ich hatte auch einen ganz neuen Blick auf die Handlung. Es geht um Zeit und was im Leben wichtig ist. Der gewinnorientierte Kapitalismus wird in "Momo" durch die "Zeitbank" auf die Spitze getrieben, es zählt nur noch, dass man arbeitet und Leistung bringt. Für alles andere ist keine Zeit mehr, denn Freizeit bringt ja nichts ein. Der Kampf von Momo und ihren Freunden gegen die "Zeitdiebe" ist näher an der Realität als man auf den ersten Blick denken würde und regt zum Nachdenken an. Ich liebe die Geschichte auf jeden Fall immer noch und werde sie sicherlich noch häufiger re-readen! Außerdem ist Momo ein einfach wunderbares Mädchen, die weiß, was Zuhören bedeutet.

"Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry
Dieses Buch hatte ich damals in der 4. Klasse gelesen, also als ich ca. 10 Jahre alt war. Natürlich hatten wir damals auch darüber gesprochen, aber ich hatte so gut wie gar keine Erinnerungen mehr daran und war mir auch sicher, dass ich vieles damals nicht verstanden habe. Erinnern konnte ich mich nur noch an den Fuchs und die Planeten, aber das war's auch schon.
Beim erneuten Lesen hatte ich auch das Gefühl, es zum ersten Mal zu lesen. 4. Klasse war dann wohl doch zu lange her. :'D Das Buch ist sehr poetisch angehaucht und recht surreal, hat aber viele wahre Punkte und Gedanken dazu, was im Leben wichtig sein sollte. Ich fand die Geschichte dadurch wirklich schön, aber so umhauen wie erwartet konnte sie mich nicht. Liegt vllt auch daran, dass die Botschaften für mich klar waren und nichts, worüber ich noch nachdenken müsste. 
Etwas verstörend fand ich aber das Ende, an es scheint, als würde der kleine Prinz Selbstmord begehen. Ob wir das in der 4. Klasse auch besprochen haben? Daran würde ich mich gerne erinnern können.
Besonders schön sind die Zeichnungen des Autors, die werten das Ganze auf.