Montag, 4. November 2019

[Monatsrückblick] Oktober 2019

Im Oktober habe ich irgendwie unglaublich viel gelesen. :O Das lag zum Teil daran, dass ich in der ersten Oktoberwoche noch Urlaub hatte und zum anderen an den Rezensionsexemplaren, die ich immer versuche, zügig zu lesen... Irgendwie bin ich da auch gerade "übersättigt" und will die nächsten Monate dann erstmal mehr vom SuB lesen, der eh schrumpfen muss, denn er nimmt inzwischen zu viel Platz in der Wohnung weg.
Ansonsten gibt es positives von meinem Auge zu berichten! Denn aufgrund eines Hagelkorns habe ich eine Salbe mit Kortison bekommen, die interessanter Weise meine Sehfähigkeit ganz nebenbei wieder hergestellt hat. XD Versteh das mal einer, aber ich frag das im November meine Augenärztin nochmal. Denn eigentlich habe ich immer noch keine Diagnose und soll in die Augenklinik, wo ich erst am 17. Januar einen Termin habe...
Ach, und mein Freund studiert jetzt wieder (Zweitstudium). Der Studienstart war tatsächlich auch für mich etwas stressig, denn die Organisation an der Uni ist mal wieder richtig super... nicht! Erinnerte mich sofort wieder daran, warum ich nicht nochmal studieren möchte, aber er lässt sich davon nicht abschrecken.

Gelesene Seiten: 3.860

Ich habe drei Rezensionsexemplare, sieben Bücher vom SuB und ein Hörbuch beendet. Dazu habe ich noch zwei Bücher beginnen können. So viel habe ich seit Jahren nicht gelesen. :'D

Rezensionsexemplare
"Im Schatten des Fuchses" ist der Auftakt der neuen Trilogie von Julie Kagawa und gefiel mir schon mal richtig gut, sodass ich auf die Fortsetzung gespannt bin. Besonders das japanische Setting ist klasse umgesetzt.
"Das Lied der Wächter. Das Gesetz" ist der Abschlussband der Trilogie und gefiel mir ebenfalls sehr gut, auch wenn ich vom Ende ein bisschen was anderes erwartet hatte. Dennoch eine meiner Lieblingsreihen!
"Die Gabe des Winters" war ein Einzelband und konzentrierte sich für meinen Geschmack mal wieder zu sehr auf die Liebesgeschichte und weniger auf das fantastische Element. Da hatte ich einfach noch etwas mehr erwartet.
"Schwarzer Leopard, Roter Wolf" habe ich noch nicht beendet. Der Erzählstil ist recht verworren und verlässt den Roten Faden immer wieder für Nebengeschichten. Es ist zwar sehr ideenreich, aber leider auch recht distanziert erzählt. Und die ständigen sexuellen Aspekte finde ich persönlich etwas anstrengend bis teilweise verstörend. Aber mal sehen wie es sich noch entwickelt.

Bücher vom SuB
"Die vierte Braut" ist ein Märchen im Stil von "The Bachelor", was mir persönlich nicht sonderlich zusagt. Entsprechend empfand ich die Handlung zwar als kurzweilig, aber auch recht nichtssagend. Eine nette Unterhaltung für Zwischendurch, mehr aber auch nicht. Da es hier einfach von der Art her nicht mein Fall war, werde ich mir die Rezension sparen.
"Palace of Glass" war ebenfalls äußerst kurzweilig und konnte mich gut unterhalten. Allerdings waren der Weltentwurf, die Liebesgeschichte und diese komische Kreatur nicht mein Fall. Entfernt erinnert die Handlung an eine fantastische Version von "Der Report der Magd", weshalb ich trotz der Mängel neugierig auf die weiteren Bände bin.
"Marsmädchen" behandelt eine Freundschaft und schließlich das Verlieben von zwei Teenager-Mädchen. Aber hier waren mir die Charaktere etwas zu unsympathisch, das ständige Rauchen nervte und das Ende war total enttäuschend.
"Der Ozean am Ende der Straße" habe ich zusammen mit Dana von Buchtraumwelten gelesen und es hat mir richtig gut gefallen. In dem Werk steckt viel Wahrheit.
"Homo faber" wurde mir schon in der Schulzeit nahegelegt und so habe ich es dann doch mal gelesen. Allerdings waren mir die Zufälle, die Walter Faber erlebt, zu viele und das Ende übertrieben dramatisch. Die Botschaft, die im Klappentext angepriesen wird, ging auch komplett an mir vorbei. Ein Klassiker, den ich nicht wirklich empfehlen kann.
"The Beauty of Darkness" ist der Abschlussband der Remnant-Trilogie und ich habe ihn ebenfalls gemeinsam mit Sarah von Cube Manga gelesen. Auch hier gab es wieder einige unerwartete Wendungen und Überraschungen. Ich werde demnächst dann endlich meine Rezensionen zu allen drei Bänden hochladen. :'D
"Die Worte der weißen Königin" war jetzt schon mein 5. Buch der Autorin und war wie erwartet ein Mix aus Realität und Einbildung, verpackt in schöne Worte, mit einer weniger schönen Thematik. Noch bin ich nicht so ganz sicher, wie ich das Ende finden soll...

Hörbücher
"Die Diablerie bittet zum Sterben" war der dritte Teil der Skulduggery-Reihe. Ich finde die Reihe bisher ganz unterhaltsam, aber ich würde sie nicht lesen. Als Hörbuch eignet sie sich aber sehr gut für Zwischendurch.
"Finderlohn" ist dann mal wieder ein Werk von Stephen King. Ich glaube, ich werde niemals alle seine Bücher gelesen/gehört haben, aber ich versuche es weiterhin. XD Hier wusste ich allerdings nicht, dass es ein zweiter Band ist, scheint mit dem ersten ("Mr. Mercedes") aber auch nur lose zusammen zu hängen.

beendet
(c) Bildrechte liegen beim jeweiligen Verlag!
   
"Im Schatten des Fuchses" | Julie Kagawa [1. Band | RE | meine Rezension]
"Palace of Glass" |C. E. Bernard [1. Band | meine Rezension]
"Marsmädchen" | Tamara Bach [Einzelband | meine Rezension]
"Das Lied der Wächter. Das Gesetz"| Thomas Erle [3. Band | RE | meine Rezension]
"Der Ozean am Ende der Straße" | Neil Gaiman [Einzelband | meine Rezension]
"Die vierte Braut" | Julianna Grohe [Einzelband | ohne Rezension]
"Skulduggery Pleasant. Die Diablerie bittet zum Sterben" | Derek Landy [3. Band | Hörbuch | ohne Rezension]
"Die Gabe des Winters" | Mara Erlbach [Einzelband | RE | meine Rezension]
"Homo faber" | Max Frisch [Einzelband | ohne Rezension]
"The Beauty of Darkness" | Mary E. Pearson [3. Band | meine Rezension]
"Die Worte der weißen Königin" | Antonia Michaelis [Einzelband | meine Rezension]

begonnen
 
"Schwarzer Leopard, Roter Wolf" | Marlon James [1. Band | RE]
"Finderlohn" | Stephen King [2. Band | Hörbuch]

Samstag, 2. November 2019

[Rez] "Die Gabe des Winters" von Mara Erlbach

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar].
(c) Bildrechte: blanvalet
"Die Gabe des Winters"
von Mara Erlbach
Verlag: blanvalet, 2019
Einzelband | 416 Seiten
[TB] ISBN: 978-3734161933

~Klappentext~
Im eisweißen Wald von Area liegt das Dorf Pago. Hier hoffen Nuria und ihre Familie auf das Ende des ewigen Winters, denn seit dem großen Schnee haben alle Menschen auf rätselhafte Weise ihre magischen Kräfte verloren. Geblieben ist der Hunger, sowie ein gefürchteter Herrscher, dessen Gemahlin verschwunden scheint, und jene Legende über eine rettende Magie - die Gabe des Winters. Wer es schafft, die finstere Burg von Lord Tarik zu betreten, soll diese Kraft erhalten. Alle Männer Pagos scheitern. So sieht sich Nuria gezwungen, das Unmögliche zu wagen. Heimlich bricht sie auf in den froststarren Wald, wo der mächtige Fürst unerwartet ihren Weg kreuzt. Auge in Auge stellt sie fest: Er ist gleichermaßen angsteinflößend wie auch verwirrend schön...
~Meine Meinung~
Auf den Roman aufmerksam geworden bin ich durch das Cover und passend zur kälter werdenden Jahreszeit kann man sich mit einer Winter-Geschichte schon einmal einstimmen. Der Klappentext klang zudem nach einer interessanten Fantasy-Geschichte.

Der Einstieg gefiel mir auch unglaublich gut, lernt man doch direkt den grausamen Lord Tarik kennen, der die Bewohner seines Herrschaftsgebietes scheinbar einfach nur los werden will. In der seit Jahren anhaltenden Winterzeit fällt das Überleben dem Volk schwer, insbesondere seit Lord Tarik Magiebegabte entführt und ihren Kräften beraubt wieder gehen lässt. Das gemeine Volk muss also ohne Hilfe ihres Lords und ohne ihre Magien auskommen, was immer wieder zu Verlusten führt. Und dieser harte Alltag im ewigen Schnee wird sehr anschaulich dargestellt. Da fröstelte es mich beim Lesen sofort.

In dieser kalten Welt haben zudem Frauen keine sonderlich hohe Stellung, was der jungen Nuria so gar nicht passt. Sie setzt sich immer wieder gegen ihren Bruder durch, der ihr verbieten will, im Schnee nach Nahrung zu suchen. Der Umgang mit Frauen, die meist eher abwertend als "Weib" betitelt werden und im Haus für Ordnung zu sorgen haben, fand ich krass und konnte nur zu gut verstehen, dass Nuria sich dagegen auflehnt.
Und so kommt es, dass Nuria auf eigene Faust loszieht, um Wild zu jagen - was von Lord Tarik streng verboten wurde - und dabei von Lord Tarik und seinen Soldaten direkt erwischt wird. Doch statt sie zu töten, bietet er ihr einen Handel an: Sie kommt mit auf sein Schloss, dafür darf Pago das erlegte Wild behalten... Nuria sieht keinen anderen Ausweg, um ihr eigenes Leben und das ihres Bruders und der anderen Bewohner Pagos zu schützen und willigt ein...

Der Großteil der Handlung spielt entsprechend auf dem Schloss Lord Tariks, wo Nuria der gnadenlosen Willkür des Lords ausgesetzt ist und sich entgegen ihrer Natur seinen Wünschen fügen muss. Warum sie dort ist und was es mit der Gabe des Winters und dem ewigen Schnee auf sich hat, sind die zu lösenden Rätsel in dem Roman. Gemeinsam mit Nuria die Lösung zu finden, war durchaus spannend und kurzweilig, wozu auch der angenehme Schreibstil beitrug. Auch gefiel mir der - wenn auch oberflächliche - Weltentwurf, in dem jede Magie nur ein einziges Mal vorkommt und somit Magiebegabte einzigartige Fähigkeiten haben.
Der Roman erinnert insgesamt an ein Märchen und deutliche Parallelen zu "Die Schöne und das Biest" sind zu erkennen. Daran mag es auch liegen, dass das Ende ein richtiges Bilderbuch Happy End wurde.

Allerdings fokussiert sich die Handlung schnell auf eine anbahnende Liebesgeschichte und Nuria fügt sich - angesichts ihres zuvor so ungezwungenen, rebellischen Charakters - etwas zu schnell und reibungslos in ihren neuen Alltag im Schloss samt kostbaren Kleidern und bestem Essen ein. An Pago denkt sie in der Zeit kaum, obwohl ihr zu Beginn nichts mehr am Herzen lag als das Wohlergehen ihrer Mitmenschen. Und auch Lord Tarik verzeiht sie etwas zu schnell die Grausamkeiten, die er in den Jahren zuvor den Bewohnern Pagos antat. 
Das Ende war dann viel zu schnell und einfach gelöst und ließ mich doch etwas enttäuscht zurück. Etwas weniger Fokus auf die Liebesgeschichte, mehr Fokus auf die vergangenen Ereignisse im Schloss und die Magien hätten der Handlung gut getan und das Ende möglicherweise auch weniger überhastet wirken lassen.

Wer kurzweilige Winter-Märchen mit Happy End mag, sollte auf jeden Fall einen Blick auf den Roman wagen.
Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über das Bloggerportal! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Freitag, 1. November 2019

[Want to Read] November 2019

Wie erwartet wurde auch meine Liste für den Oktober etwas durcheinander gebracht, da mir zwei Rezensionsexemplare dazwischen kamen. Daher übernehme ich von meinen Oktober-WTR bzw. aus dem Oktober folgende Bücher in den November:

(c) Bildrechte liegen beim jeweiligen Verlag!
     
"Schwarzer Leopard, Roter Wolf" ist eines der beiden Rezensionsexemplare, die mir im Oktober dazwischen kamen. Da es mit seinen rd. 800 Seiten ziemlich umfangreich ist, bin ich noch nicht durch. Die anderen drei Bücher sind mittlerweile "alte Bekannte" hier in der Liste, mit denen ich bisher einfach nicht voran kam. XD Für den November nehme ich mir daher mal weniger vor, um auch diese Bücher endlich zu schaffen!

Vorgenommen habe ich mir darüber hinaus die folgenden Bücher:

"Sieh mich an" ist noch ein Rezensionsexemplar und wohl das letzte für dieses Jahr, da ich mich danach wieder mehr meinem SuB widmen möchte.
"Seelenruf" ist der 5. Band der Vampire Academy-Reihe - die Reihe würde ich dieses Jahr gerne noch beenden, daher werde ich Band 6 dann im Dezember lesen. :)
Und "Lady Midnight" wollte ich dieses Jahr endlich lesen und die Trilogie dann im neuen Jahr direkt beenden. Eigentlich bin ich ein großer Fan von Cassandra Clare, aber mittlerweile lese ich ihre Bücher nicht mehr so zeitnah wie früher und hänge daher ziemlich zurück. :'D

Insgesamt habe ich also 7 Bücher auf der Leseliste, wovon 2 Bücher allerdings schon begonnen wurden. Mal schauen, was ich im November so schaffe. :)

Dienstag, 29. Oktober 2019

[Rez] "Six of Crows" von Leigh Bardugo

(c) Bildrechte: Orion Children's Books
"Six of Crows" (Collector's Edition | dt. "Das Lied der Krähen")
von Leigh Bardugo
Verlag: Orion Children's Books, 2018
Band 1 von 2 | 512 Seiten
[HC] ISBN: 978-1510106284
Deutsche Ausgabe: Knaur Verlag, 2017, ISBN: 978-3426654439

~Klappentext~
Criminal prodigy Kaz Brekker is offered a chance at a deadly heist: break into the Ice Court - a military stronghold that has never been breached - and retrieve a hostage whose knowledge could change Grisha magic forever. To succeed would mean riches beyond his wildest dreams - but he can't pull it off alone... A convict with a thirst for revenge. A sharpshooter who can't walk away from a wager. A runaway with a privileged past. A spy known as the Wraith. A Heartrender using her magic to survive the slums. A thief with a gift for unlikely escapes. Six dangerous outcasts. One impossible heist. Together they might just be unstoppable - if they don't kill each other first.
~Meine Meinung~
Die Dilogie von Leigh Bardugo wird ziemlich gehyped und so kam auch ich nicht drum herum, sie lesen zu wollen. Da kam mir die hübsche Collector's Edition gerade recht. Allerdings kann ich die Begeisterungen nur teilweise nachvollziehen.
Als Vorbemerkung sei gesagt, dass ich die Grisha-Trilogie, die Leigh Bardugo zuerst geschrieben hat, noch nicht gelesen habe. Vielleicht wäre das hilfreich, um die verschiedenen Grishas besser einordnen zu können, aber das kann ich nicht beurteilen.

Der recht plötzliche Einstieg beginnt abseits der Protagonisten und stellt die Auswirkungen der Droge dar, die die Grisha-Fähigkeiten verstärkt und Grund für die nachfolgenden Ereignisse wird. Die Szenen fand ich richtig fesselnd und mysteriös. Der Einstieg in den Roman ist dadurch definitiv gelungen! Im Anschluss geht es mit Kaz und seiner Bande weiter und man erfährt gleich, wie kaltherzig und konsequent Kaz sein kann, um sein Ziel - Geld - zu erreichen. Hier fing es aufgrund der vielen Charaktere, der verschiedenen, verfeindeten Banden und den einflussnehmenden Personen an, verwirrend zu werden. Zum Glück kristallisierten sich schon wenige Kapitel später die Protagonisten heraus. Ab da war es einfacher, den Überblick zu behalten.
Kurz darauf erhält Kaz den Auftrag, in den Ice Court einzubrechen und sammelt seine fünf Gefährten um sich...

Nach dem spannenden Beginn, verläuft die Handlung etwas ruhiger weiter und konzentriert sich auf die sechs Charaktere, aus deren Sicht abwechselnd die Handlung erzählt wird. Hinzu kommen zahlreiche Rückblenden, die die Haupthandlung immer wieder unterbrechen und durch die dem Leser die Charaktere mit ihren Hintergründen näher gebracht werden. Da es wie gesagt gleich sechs Personen sind, die jede für sich anderes erlebt haben und was sie an Kaz' Seite gebracht hat, dauert es relativ lange, bis ich mit allen warm wurde. Und das ist auch einer meiner größten Kritikpunkte: Die Charaktere bleiben viel zu lange blass und distanziert. Zwar hat man am Romanende das Gefühl, alle gut zu kennen und dann wurde die Handlung für mich auch lebendiger, aber etwa 2/3 des Romans gehen durch die zahlreichen Hintergrundgeschichten einfach "verloren". Außerdem sind die Personen wieder einmal etwas zu jung für ihre Fähigkeiten und ihre geistige Reife - aber das ist wohl einfach dem Genre geschuldet.

Dafür ist der Schreib- und Erzählstil von Leigh Bardugo sehr ausgefeilt. Sie weiß einfach, wie man Personen charakterisiert, wie man Szenen atmosphärisch beschreibt und wie man eine Handlung mit der richtigen Mischung aus Informationen und Emotionen aufbaut. Ich wurde - abgesehen von der langen Dauer, bis die Charaktere für mich lebendig wurden - immer direkt in die bildhafte Handlung eingesogen, fühlte mich stets mitten drin im Geschehen.

Das Ende war dann ein gekonnter Höhepunkt, der sich zügig weglas. Hier empfand ich allerdings den technischen Fortschritt als zu modern, das biss sich etwas mit dem sonst eher vorindustriellen Setting - tat der Spannung aber keinen Abbruch.

Insgesamt konnte mich "Six of Crows" durchaus fesseln und auch begeistern, aber so ausnahmslos angetan wie viele andere Rezensenten bin ich nicht. Auf den zweiten Band freue ich mich dennoch bereits und hoffe, dass dieser nun, wo ich die Charaktere kenne, noch fesselnder wird.
Band 1 - Six of Crows (dt. Das Lied der Krähen)
Band 2 - Crooked Kingdom (dt. Das Gold der Krähen) [meine Rezension]

weitere Meinungen

Mittwoch, 23. Oktober 2019

[Rez] "Vampire Academy #4 - Blutschwur" von Richelle Mead

(c) Bildrechte: LYX
"Vampire Academy. Blutschwur"
von Richelle Mead
Originaltitel: Blood Promise
Verlag: Egmont LYX, 2009
Band 4 von 6 | 448 Seiten
[TB] ISBN: 978-3802582042
~Klappentext~
Rose Hathaways Leben wird niemals wieder wie früher sein. Der Angriff auf die Akademie St. Vladimir hat die gesamte Welt der Moroi erschüttert und viele Todesopfer gefordert. Doch noch schlimmer ist das Schicksal derjenigen, die von den Strigoi verschleppt wurden. Unter den Vermissten befindet sich auch Rose' Geliebter Dimitri. Rose muss sich entscheiden: Will sie ihre beste Freundin Lissa beschützen, wie sie es einst geschworen hat, oder die Akademie verlassen und den Mann suchen, den sie liebt? Und wird sie ihn retten können, wenn sie ihn gefunden hat?
~Meine Meinung~
Mittlerweile kann mich die Vampire Academy-Reihe weitgehend fesseln, was ich bei den ersten beiden Bänden nie erwartet hätte. Doch die Reihe hebt sich von ähnlichen Genrevertretern deutlich durch unvorhersehbare Entwicklungen ab.

Nach dem tragischen Ende des 3. Bandes macht sich Rose auf die Suche nach Dimitri. Ihr Weg führt sie in dessen alte Heimat Russland, wo sie nicht nur Dimitris Familie aufsucht, sondern auch auf eine Gruppe von Alchemisten trifft, die außerhalb der Akademien dabei helfen, die Vampir-Welt vor den Menschen geheim zu halten. Diesen neuen Aspekt fand ich wirklich interessant und hätte gerne noch mehr über die geheimnisvollen Alchemisten erfahren.
Aber auch Dimitris Familie kennenzulernen, hat Spaß gemacht. Man erfährt dadurch nicht nur mehr über Dimitiri, sondern lernt auch Dampire mit etwas anderen Lebensläufen kennen, als Rose es in der Akademie beigebracht bekommt. Das Bild der Romanwelt wird in diesem Band insgesamt positiv erweitert.

Leider kann ich gar nicht viel zur Handlung sagen, ohne zu spoilern, daher nur so viel: Rose' Gefühle halten sie leider von einer wichtigen Handlung ab, sodass im Mittelteil lange Zeit kaum etwas passiert, was ich leider als recht zäh empfand. Ich hätte mir wirklich gewünscht, dass Rose an der Stelle mehr Willenkraft gezeigt hätte und nicht so lange mit ihren Gefühlen hadert. Auch wenn ich nachvollziehen kann, warum sie so zögert, passt es nicht ganz zu ihrem sonst so taffen Charakter.

Auch wenn Rose alleine unterwegs ist, besucht sie Lissa immer wieder in ihren Gedanken, sodass man auch die dortigen Entwicklungen weiterverfolgen kann. Und natürlich wird Rose' Abwesenheit dort direkt ausgenutzt und von neuer Seite versucht, Lissa zu beeinflussen. Diesen Handlungsstrang fand ich ziemlich cool und unerwartet! In dem Zusammenhang wird auch die Geistfähigkeit noch wichtiger und nimmt in diesem Band generell viel Raum ein, inklusive neuen Möglichkeiten, die sich durch diese Fähigkeit ergeben.

Das Ende war dann unheimlich spannend und hat mich für die längere "Durststrecke" entschädigt.

Die "Vampire Academy"-Reihe:
    Band 1 - Blutsschwestern [meine Rezension]
    Band 2 - Blaues Blut [meine Rezension]
    Band 3 - Schattenträume [meine Rezension]
    Band 4 - Blutschwur
    Band 5 - Seelenruf [meine Rezension]
    Band 6 - Schicksalsbande [meine Rezension]

Sonntag, 20. Oktober 2019

Mein SuB kommt zu Wort #24

"Mein SuB kommt zu Wort" ist eine monatliche Aktion von Annas Bücherstapel, bei der jeder jederzeit mitmachen kann. :) Hier findet ihr die aktuelle Runde!

Ohne viele Worte übergebe ich heute direkt an Helmut:

Frage 1: Wie groß/dick bist du aktuell?
Alicas Neuzugänge bestehen weiterhin nur aus Rezensionsexemplaren und die zählen bei mir ja nicht wirklich dazu, da sie üblicherweise eh nur 2-3 Tage bei mir bleiben... Daher baue ich tatsächlich weiter ab! Ich stehe jetzt bei 46 Prints und 40 eBooks (= 86 Bücher). Im Vormonat waren es noch insgesamt 92 Bücher, also ein Minus von 6 Büchern! Mein einziger Hoffnungsschimmer ist Alicas Geburtstag nächsten Monat, sonst gehe ich hier noch ein...

Frage 2: Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeige mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!
Wie gesagt sind keine dauerhaften Gäste eingezogen, aber ich zeige euch jetzt einfach mal das Rezensionsexemplar, das Alica immerhin noch nicht begonnen hat:
(c) Bildrechte: heyne fliegt
"Sieh mich an" klingt nach einem ungewöhnlichen Jugendbuch, denn es geht um ein Mädchen, dass nach einem Unfall Brandnarben zurück behält und trotzdem versucht, wieder in den Alltag zu finden.

Frage 3: Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?
(c) Bildrechte: Gmeiner Verlag

Zuletzt beendet hat Alica "Das Lied der Wächter. Das Gesetz". Es war ein Rezensionsexemplar und ein Reihenabschluss! Die Rezension findet ihr hier.
Frage 4: Lieber SuB, nun werden wir uns mal näher mit den Reihen auf deinen Stapeln befassen, davon gibt es schließlich mehr als genug in den Weiten der Bücherwelt! Beginnen wir mit den Anfängen – zeig uns doch mal Reihenanfänge aus deinen Stapeln.
Oha, das ist eine Frage, wo ich mal wieder viel zu viele Bücher zeigen könnte. Daher beschränke ich mich jetzt mal auf die Reihen, von denen Alica schon alle Bände bei mir abgeladen hat. Davon zum nächsten Mal lesen wird sie "Lady Midnight", denn die Reihe wollte sie dieses Jahr auf jeden Fall endlich anfangen!
Aber stimmt doch mal ab, welche Reihe danach als eine der ersten im neuen Jahr dran kommen soll. ;)
(c) Bildrechte: blanvalet | Oetinger | Simon&Shuster | FJB | dtv | Maya Shepherd

Und nun ein Blick auf die beiden letzten Monats-Aufgaben. Im August hatte Alica sich für "Palace of Glass" entschieden und es inzwischen auch beendet. Grundsätzlich gefiel es ihr gut, aber der Weltentwurf und die Liebesgeschichten waren nicht so ihrs. Eine Rezension folgt noch.
"Die Vierte Braut" war Alicas Auswahl vom September und auch das konnte sie beenden. Es ist eine nette Geschichte für Zwischendurch, aber mit solchen "Der Bachelor"-Formaten kann Alica einfach nicht viel anfangen. :D Da es wie gesagt nicht ganz ihren Geschmack getroffen hat, spart sie sich eine Rezension.
(c) Bildrechte: Drachenmond Verlag | Penhaligon

Donnerstag, 17. Oktober 2019

[Rez] "Das Lied der Wächter. Das Gesetz" von Thomas Erle

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar].
(c) Bildrechte: Gmeiner Verlag
"Das Lied der Wächter. Das Gesetz"
von Thomas Erle
Verlag: Gmeiner, 2019
Band 3 von 3 | 418 Seiten
[TB] ISBN: 978-3839223604

~Klappentext~
Nach vielen Irrwegen glaubt sich Felix endlich am Ziel seiner abenteuerlichen Reise - er hat seine Eltern gefunden, die vor 16 Jahren bei einer Atomkatastrophe verschwunden sind. Doch was hat es mit der unsichtbaren Kraft auf sich, die alles Leben im Sperrgebiet bedroht? Felix will auch dieses Rätsel lösen. Was er unterwegs erlebt, erschüttert ihn derart, dass er kurz davor ist aufzugeben und über den Sperrzaun in die nahe Schweiz zu flüchten. Aber eine unerwartete Begegnung zwingt ihn, seine Pläne zu ändern. Felix weiß jetzt, dass sein Weg noch nicht zu Ende ist...
~Meine Meinung~
Die Trilogie "Das Lied der Wächter" konnte mich mit Band 1 und 2 sehr begeistern und so war ich auf den Abschlussband unglaublich gespannt! All die Fragen, die sich über die ersten beiden Bände gesammelt hatten, hoffte ich, geklärt zu bekommen. So viel vorweg: Meine Erwartungen wurden nicht vollständig erfüllt, aber dennoch behält diese Reihe einen besonderen Platz in meinem Leserherz.

Nachdem Felix im zweiten Band endlich seine Eltern gefunden hat, verbringt er einen schönen Sommer mit ihnen. Doch er bleibt ruhelos. Seit den Ereignissen mit Chiara möchte er wissen, was es mit der mysteriösen Kraft im Schwarzwald auf sich hat. Seine Reise ist also noch nicht zuende.
Wie schon in den vorherigen Bänden verläuft die Handlung eher ruhig mit hintergründiger Spannung. Der Leser wandert gemeinsam mit Felix durch den verlassenen Schwarzwald, sucht nach Wegen, die tödliche Kraft der "Spinne" zu umgehen und trifft dennoch immer wieder auf andere Menschen, die ihm helfen und ihn der Antwort auf die mysteriösen Ereignisse näher bringen. Doch gerade zu Beginn und am Ende ist Felix auch gefährlicheren Situationen ausgesetzt, die wirklich fesselnd geschrieben sind. Mir wurde daher auch beim Abschlussband nie langweilig und ich war sehr neugierig, was die Auflösung des Ganzen sein wird.

Rückblickend ist die Entwicklung von Felix sehr gelungen und im Vergleich zum Anfang des 1. Bandes ist er richtig erwachsen geworden und kann über seine damalige Naivität selbst lachen. Die verschiedenen Begegnungen mit anderen Charakteren und die Erlebnisse im Schwarzwald prägen ihn, ohne dass er ein komplett anderer Mensch wird. Er stellt immer noch zu viele Fragen, reagiert immer noch ab und an zu übereilt, aber er lernt dazu, kann auch mal abwarten und in Ruhe nachdenken, wenn es sein muss. 
Ich finde es auch immer noch klasse, wie Thomas Erle andere Charaktere einbaut, die oft nur kurz an Felix' Seite bleiben, aber dennoch alle individuell ausgestaltet sind und mit wenigen Worten lebendig werden.

Doch auch wenn ich mit "Das Gesetz" erneut kurzweilige und landschaftlich schöne Lesestunden verbracht habe, habe ich einen kleinen Kritikpunkt, denn die Erklärungen bleiben - wie Felix selbst treffend feststellt - schwammig. Niemand weiß, was genau es mit der "Spinne" auf sich hat, doch Felix und sein letzter Begleiter Furrer kommen der Antwort sehr nahe. Ich hätte mir gewünscht, dass ganz am Ende Felix vollends zu verstehen lernt, was im Schwarzwald geschieht. Dass er den "Fischmenschen" wiedertrifft und dieser ihm mit Erkenntnis/Wissen "segnet" oder irgendwie so etwas. Stattdessen bleibt die abschließende Begegnung relativ kurz und mit einem anderen Hauptziel; das Ende danach relativ offen. Zwar gefiel mir das Finale dennoch gut, denn es war wie in einem Traum zu lesen und passte zu dem mysteriösen Hintergrund, aber besonders im Vergleich zum allerersten Kapitel der Trilogie waren meine Erwartungen doch noch ein Stück weit anders: mit einer noch größeren Gefahr, der sich Felix konfrontiert sieht.
Auch ging der Feldberg, der zu Beginn der Trilogie immer wieder genannt wurde, irgendwie unter und ein anderer Berg wurde bedeutsam, was vorher nicht wirklich eingeleitet wurde. 
Und mich würde wirklich interessieren, wie die Außenwelt zukünftig mit dem Schwarzwald umgehen wird - das ist ja vielleicht Stoff für einen weiteren Band. ;-)

Auch wenn meine Erwartungen an das Ende nicht vollständig erfüllt wurden, so hatte ich doch auch mit dem letzten Band ein tolles Leseerlebnis und freue mich schon, den Schwarzwald irgendwann selbst zu durchwandern und die verschiedenen Orte aus dem Roman zu entdecken. Wer Landschaftsbeschreibungen und eine eher ruhige Handlung mit unterschwelliger Spannung mag, dem lege ich diese Trilogie wirklich ans Herz! Ich werde Felix und seinen Hund Leo vermissen.
Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

"Das Lied der Wächter"-Trilogie:
     Band 1 - Das Erwachen [meine Rezension]
     Band 2 - Der Gesang [meine Rezension]
     Band 3 - Das Gesetz