Samstag, 27. März 2021

[Rez] "Die Erfindung von Alice im Wunderland" von Peter Hunt

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar].
(c) Bildrechte: wbg Theiss
"Die Erfindung von Alice im Wunderland. Wie alles begann."
von Peter Hunt
Originaltitel: The Making of Lewis Carroll's Alice and the Invention of Wonderland
Verlag: wbg Theiss, 2021
Sachbuch | 128 Seiten
[HC] ISBN: 978-3806242645

~Klappentext~
Wenige Kinderbücher sind so sehr von Mythen umrankt wie "Alice im Wunderland" und "Hinter den Spiegeln" von Charles Dodgson alias Lewis Carroll. Peter Hunt stellt in diesem wunderschön illustrierten Band souverän und eindrücklich die Entstehungsgeschichte der berühmten Nonsens-Romane dar, entschlüsselt Anspielungen und Vorbilder und schildert die Biografie und Gefühlswelt des eigenwilligen Schöpfers.
Zeitgenössische Fotos lassen das Viktorianische England wieder aufleben, während uns John Tenniels unvergessliche Zeichnungen ein Wiedersehen mit der Grinsekatze und dem verrückten Hutmacher bescheren.
~Meine Meinung~
Das 128 Seiten umfassende Sachbuch enthält zahlreiche Abbildungen, sowohl Originalzeichnungen von John Tenniel, der die Erstausgabe von "Alice im Wunderland" und "Hinter den Spiegeln" illustriert hat, als auch zeitgenössische Fotos von Personen, die im Buch erwähnt werden. Dadurch ist "Die Erfindung von Alice im Wunderland" optisch ansprechend gelungen. Der großformatige Druck wird zudem durch eine relativ große Schriftgröße ausgenutzt, sodass das Lesen der vielen Informationen flüssig möglich ist.

Inhaltlich befasst es sich in insgesamt sechs Kapiteln mit verschiedenen Aspekten der Entstehung von "Alice im Wunderland" und dem Autor - Charles Dodgson bzw. Lewis Carroll - selbst. So geht es von der anfänglichen Idee, überhaupt ein Buch zu schreiben, über die verschiedenen Textformen, in denen "Alice" erschienen ist (von "Alice' Adventures Under Ground" als handschriftliche Fassung, zu "Alice in Wonderland" und "Through the Looking Glass" sowie später "Nursery Alice" als Adaption für Kinder) und Inspirationen, die Charles Dodgson eingewoben hat, hin zu dem Leben von Charles Dodgson generell und was ihn bewegt und interessiert hat. Abgeschlossen wird mit einem kurzen Abriss über die Vielzahl von Übersetzungen und Adaptionen, in denen "Alice im Wunderland" über die Jahrzehnte erschienen ist.

Peter Hunt fasst dabei zum einen alle gesicherten Informationen zu "Alice" und Charles Dodgson zusammen und führt zum anderen zahlreiche Interpretationsversuche und Spekulationen auf, die sich bei der Lektüre im Zusammenhang mit Dodgsons Leben ergeben. Der Mythos rund um "Alice im Wunderland" und die Faszination, die zweifelsfrei seit Erscheinen von dem Buch ausgeht, werden dem/der Leser:in nahegebracht, sodass sich "Die Erfindung von Alice im Wunderland" kurzweilig und interessant liest und vor allem für Fans des Originals zahlreiche neue Blickwinkel bietet. Die Informationen sind dabei auf den Punkt gebracht zusammengefasst, ohne allzu sehr ins Detail zu gehen. Wer sich tiefergehend mit "Alice" beschäftigen möchte, findet im Anhang allerdings eine Liste mit weiterer Lektüre.
An manchen Stellen wurde mir zu sehr auf Personen in Dodgsons Umfeld abgeschweift, dennoch konnte mich das Sachbuch insgesamt überzeugen.

Für Fans von "Alice im Wunderland", die mehr über die Entstehung des Werkes erfahren möchten, kann ich "Die Erfindung von Alice im Wunderland" definitiv empfehlen. Man muss sich aber bewusst sein, dass das Buch mit rd. 120 Seiten und großer Schrift recht kurz gehalten ist.

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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