Donnerstag, 5. April 2018

[Rezi] Horrorstories von H. P. Lovecraft

(c) Bildrechte: Suhrkamp
"Horror Stories"
von H. P. Lovecraft
Verlag: Suhrkamp, 2015
Kurzgeschichtenband
519 Seiten

~Klappentext~
"H. P. Lovecraft ist der Meister des Horrors, sein Werk ist ein »Schöpfungsmythos« (Michel Houellebecq) phantastischer Literatur, das von Autoren der Zunft nicht nur verehrt, sondern immer wieder weitergeschrieben wurde und wird. Einer der bekanntesten ist Wolfgang Hohlbein, der hier eine persönliche Auswahl von Lovecrafts Erzählungen zusammengestellt hat. Ein Gipfeltreffen der Schauergeschichte.
Horror Stories versammelt die wichtigsten Geschichten Lovecrafts in einem Band und zeigt, dass sie bis heute nicht an Wirkung eingebüßt haben."
~Meine Meinung~
Schon seit längerem wollte ich etwas von H. P. Lovecraft lesen, hört man doch noch immer sehr viel vom "Meister des Horrors", den sich viele nachfolgende Autoren als Vorbild genommen haben. Die Kurzgeschichtensammlung habe ich daher spontan gekauft, allerdings wirklich lange gebraucht, um sie zuende zu lesen. Denn ich wurde nicht vollends warm mit Lovecrafts Erzählstil. Viel zu oft ziehen sich die Geschichten aufgrund ausführlicher Beschreibungen von Landschaft, Architektur und Begebenheiten dahin und verlieren dadurch sehr viel von ihrem Reiz. Einige Geschichten konnten mich jedoch auch überzeugen und insgesamt ist Lovecrafts Cthulu-Kult wirklich interessant und ich kann die davon ausgehende Faszination nachvollziehen.

Ich gehe kurz auf die einzelnen Geschichten ein.

"Cthulus Ruf"
Die erste, ca. 50 Seiten lange Geschichte, behandelt den Cthulu-Kult, für den Lovecraft unter anderem bekannt ist. Ich fand sie ziemlich gut gemacht, denn es kam bei mir tatsächlich recht schnell Unwohlsein beim Lesen auf, obwohl der Schreibstil von Lovecraft nicht sonderlich auffällig oder so ist. Mit wenigen einfach Worten gelingt es ihm, den Leser (jedenfalls mich) in den Bann zu ziehen und sich vor dem Cthulu-Kult zu gruseln. Das ging bei mir soweit, dass ich Albträume bekommen habe und das Buch nach dieser Geschichte eine Weile pausieren musste.
[5 Flämmchen]

"Der Fall Charles Dexter Ward"
Die zweite Geschichte ist mit ca. 150 Seiten die längste in dem Sammelband. Sie war jedoch sehr zäh und langatmig. Es wurde in einem erzählenden, berichtenden Stil alles ausführlich beschrieben, was passierte. Spannung blieb dadurch auf der Strecke - vor allem da jedem Leser schnell zu Beginn klar sein sollte, was abläuft. Da die Personen der Geschichte das aber nicht wissen, wird alles "im Dunkeln gehalten" und weiterhin im Detail berichtet, welche Nachforschungen wer anstellt. Das fand ich irgendwann extrem anstrengend. Und zum Ende hin, als es vermeintlich gruselig sein sollte, hat sich eine Person so dumm verhalten, dass ich nur den Kopf schütteln konnte statt irgendwas unheimlich zu finden.
[2 Flämmchen]

"Die Farbe aus dem All"
Die 3. Geschichte ist mit ca. 45 Seiten wieder recht kurz gewesen. Sie handelt von einer "Weltraumknete", die am Aufprallort etwas entweichen lässt, was nach und nach schädlich wird. Ich fand die Geschichte eher eklig als gruselig und überhaupt nicht spannend, da sie super vorhersehbar war und durch den erneut erzählenden Stil aus dritter Sicht keine Spannung aufkam.
[3 Flämmchen]

"Berge des Wahnsinns"
Die vierte Geschichte war mit knapp 130 Seiten wieder eine der längeren und hat mir auch wieder besser gefallen. Sie handelt von einer Expedition in die Antarktis, bei der eine unglaubliche Entdeckung gemacht wird... Gerade der Beginn der Geschichte war echt spannend und hatte den richtigen Mix aus Andeutungen und Tatsachen. Danach wurde es allerdings wieder eine Weile sehr langatmig, da alles sehr detailliert beschrieben wurde, bevor es zum Ende hin tatsächlich etwas gruselig wurde.
[4 Flämmchen]

"Stadt ohne Namen"
Die Geschichte umfasst nur knapp 20 Seiten und war damit die bisher kürzeste Geschichte. Leider passierte entsprechend auch eigentlich nichts, außer dass ein Forscher alte Ruinen in einer arabischen Wüste erkundet und - natürlich - etwas merkwürdiges entdeckt. Die Geschichte war vorbei, bevor sie anfing - allerdings mochte ich das Wüstensetting und das ungewöhnliche Element war mal ein bisschen was anderes als in den vorherigen Geschichten.
[3 Flämmchen]

"Die Ratten im Gemäuer"
Auch wieder eine kurze Geschichte mit knapp 25 Seiten, die mir aber besser gefiel als die vorherige. Das mysteriöse Element war hier besser integriert und gut umgesetzt. Das Ende gefiel mir besonders gut, da es sich etwas von den Enden der vorherigen Geschichten unterschied.
[4 Flämmchen]

"Schatten über Innsmouth"
Die Geschichte umfasst etwa 80 Seiten, gefiel mir aber ziemlich gut. Die Spannung wird langsam aufgebaut, die unheimliche Atmosphäre wird gut gesteigert, das Ende konnte nochmal überraschen! Eindeutig eine der besten Geschichten, wie ich finde. Einzig, dass der Protagonist so dumm ist und trotz all der Warnungen in das seltsame Städtchen fährt, ließ mich den Kopf schütteln. Aber darüber sehe ich mal hinweg.
[5 Flämmchen]

"Die Musik des Erich Zann"
Hier wird Musik eingebracht, um das "gruselige, böse" darzustellen, was ich ziemlich cool fand! Und die Stimmung in der Geschichte wird gut von der Thematik getragen.
[5 Flämmchen]

Mittwoch, 4. April 2018

[Monatsrückblick] März 2018

Im März habe ich tatsächlich endlich mal relativ viel gelesen und das obwohl ich in der letzten Märzwoche - meinem Urlaub! - krankheitsbedingt fast gar nicht zum Lesen gekommen bin. Tja, so stellt man sich seinen Urlaub irgendwie nicht vor. :'D Alle Pläne, die ich für die freie Woche hatte, musste ich über Bord werfen und bin einfach nur froh, wenn ich wieder ganz fit bin. Aktuell huste ich noch so viel und heftig, dass mir alles weh tut und ich kaum schlafen kann... Naja, genug gejammert. Hier die Bücher, die ich im März gelesen habe!


Gelesen
4 Prints
3 eBook
1 Hörbuch
2 begonnen
gelesene/gehörte Seiten: 2381

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"back to blue" von Rusalka Reh

Das Buch gefiel mir in der ersten Hälfte durch die tolle Protagonistin richtig gut, zum Ende hin blieben aber einige Fragen offen.
[Seite 100 bis Ende - 4,5 Flämmchen - Rezension]


"Die Apfelprinzessin" von Maya Shepherd

Der Auftakt der monatlichen Serie war durchaus kurzweilig, jedoch geschieht noch nicht viel. Es ist vielmehr eine Einleitung, die aber neugierig auf den weiteren Verlauf macht. Die Einbindung verschiedener Märchen und realer Schauplätze gelingt wirklich gut.
Ich werde die Reihe weiter verfolgen, allerdings komme ich bei solchen Serien mit vielen kleinen Episoden immer kaum hinterher. :'D
[34% bis Ende - 4 Flämmchen - Rezension]



"Feuertaufe" von Andrzej Sapkowski

Der mittlerweile 3. Band der Hexer-Reihe war endlich mal weniger sprunghaft und hektisch, es geht ganz im Gegenteil sehr geordnet und etwas langatmig voran. Der ganze Band handelt davon, wie Geralt mit seinen Gefährten nach Nilfgaard reist, was wegen dem Krieg aber recht kompliziert wird. Dennoch hat mir der Band besser gefallen als die beiden Vorgänger, v.a. wegen den auftauchenden Charakteren.
[4 Flämmchen - Rezension]





"Prepper" von Felix A. Münter

Das nächste Buch, das ich im Rahmen der Papierverzierer Challenge gelesen habe. Das Setting erinnerte mich etwas an "The Walking Dead", nur ohne Zombies. Leider konnte mich die Story nicht richtig packen, wobei das Ende jedoch spannend wurde.
[3 Flämmchen - Rezension]



"Horror Stories" von H. P. Lovecraft

Endlich habe ich den Kurzgeschichtenband beendet. Begonnen hatte ich ihn ja schon letztes Jahr im September. Aber da einige der Kurzgeschichten sehr zäh waren, kam ich nicht gut damit voran. Und so richtiger Lovecraft-Fan werde ich wohl nicht mehr, auch wenn sein Cthulu-Mythos schon interessant und unheimlich ist.
[3 Flämmchen - Rezension folgt]





"Mercenary" von Felix A. Münter

Das zweite Buch des Autors, das ich diesen Monat gelesen haben. Das Buch wurde mir vom Papierverzierer Verlag im Rahmen einer Lesenacht zur Verfügung gestellt und hat mir gut gefallen. Es ist der Auftakt einer Reihe.
[4 Flämmchen - Rezension]


"Emmy & Oliver" von Robin Benway

Auf "Emmy und Oliver" war ich echt gespannt, weil man viel positives darüber liest. Und auch mich konnte es überzeugen. Die Geschichte verlief zwar etwas anders, als ich erwartet hatte, lebte aber von den unglaublich lebendigen Figuren und den Beziehungen untereinander. Auch die Eltern spielten eine größere Rolle, was ich gut fand. Ein klein wenig mehr Spannung oder unerwartete Wendungen wären aber schön gewesen.
[4,5 Flämmchen - Rezension folgt]

"Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge" von Bill Bryson (Hörbuch)

Kranksein und nicht schlafen können hat den Vorteil, dass man extrem viel Zeit für Hörbücher hat und so konnte ich das 20h-Hörbuch innerhalb kurzer Zeit beenden. Die "Kurze Geschichte von fast Allem" hat mir von dem Autor jedoch besser gefallen. Die alltäglichen Dinge lieferten mir nicht so viele neue Erkenntnisse und waren auch nicht so spannend wie "fast Alles". Ehrlich gesagt, wüsste ich jetzt spontan gar nichts, was ich neu gelernt habe.
[3 Flämmchen - ohne Rezension]


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begonnen/fortgesetzt

"Die Mondprinzessin" von Ava Reed
Das eBook gab es im Kindle-Deal, also habe ich zugegriffen. Es steht schon länger auf meiner WuLi und ich bin neugierig, wie es mir gefallen wird.
[bis 5%]

"Schattenblender" von Brent Weeks
Das Buch wollte ich in meiner Urlaubswoche eigentlich komplett lesen, geschafft habe ich aber nur 250 Seiten... Aber es ist spannend genug, dass ich es im April sicherlich zügig beenden kann.
[bis Seite 250]

Montag, 2. April 2018

[Rezi] "Feuertaufe" von Andrzej Sapkowski

(c) Bildrechte: dtv
"Feuertaufe"
von Andrzej Sapkowski
Originaltitel: chrzest ognia
Verlag: dtv, 2011
Band 3 von 5
429 Seiten

~Klappentext~
"In Nilfgaard wird die Verlobung des Kaisers mit Cirilla, der Thronerbin von Cintra, proklamiert. Aber handelt es sich wirklich um die echte Cirilla? Geralt, halbwegs von seinen schweren Verletzungen genesen, macht sich auf den Weg nach Nilfgaard, begleitet von Rittersporn und der Bogenschützin Milva sowie einem Vampir, der sich das Trinken von Blut schon seit Langem abgewöhnt hat. Doch auch eine gerade erst gegründete Geheimloge von Zauberern beschließt, Cirilla um jeden Preis zu finden und zur Königin zu machen, um so die Macht der Zauberer zu sichern..."

~Meine Meinung~
Im dritten Band der Hexer-Reihe steht endlich Geralt von Riva im Mittelpunkt der Handlung. Auf der Suche nach Ciri macht er sich zusammen mit Rittersporn und Milva auf den Weg nach Nilfgaard, was natürlich keine einfache Reise wird. Unterwegs treffen sie alte und neue Gefährte und müssen mit der ein oder anderen Gefahr zurechtkommen.

Andere Handlungsabschnitte fallen diesmal eher spärlich aus. Es wird kaum darüber berichtet, was Ciri währenddessen tut, dafür erfährt man von Plänen der Zauberinnen, eine Loge zu bilden, der sich auch Yennifer anschließen soll. Die bekannten langen, politischen Dialoge kommen also auch wieder vor.

Der dritte Band wirkte endlich strukturierter und nicht so hektisch wie die Vorgängerbände. Allerdings passierte insgesamt auch kaum etwas nennenswertes und mich hätte es nicht gestört, wenn der Band etwas kürzer gewesen wäre. Es wird vor allem auf die Dialoge zwischen den Charakteren gesetzt, die gewohnt humorvoll und gesellschaftskritisch ausfallen. Großer Schwerpunkt ist ohnehin wieder die Unterdrückung der nicht-menschlichen Rassen, aber auch was ein Krieg an Gräueltaten mit sich bringt. Die Welt bleibt düster, brutal, unbarmherzig - voller menschlicher Abgründe. Daneben wirkten die Interaktionen der kleinen Gruppe rund um Geralt erfrischend normal und zeigen, dass es absolut unwichtig ist, welcher Rasse oder Gesinnung man angehört.

Die Hexer-Saga:
    Band 1 - Das Erbe der Elfen [meine Rezension]
    Band 2 - Die Zeit der Verachtung [meine Rezension]
    Band 3 - Feuertaufe
    Band 4 - Der Schwalbenturm [meine Rezension]
    Band 5 - Die Dame vom See
Weitere Bände
    Der letzte Wunsch [meine Rezension]
    Zeit des Sturms [meine Rezension]
    Das Schwert der Vorsehung [meine Rezension] 

Sonntag, 1. April 2018

[Rezi] "Prepper" von Felix A. Münter

(c) Bildrechte: Papierverzierer
"Prepper"
von Felix A. Münter
Verlag: Papierverzierer, 2017
Einzelband
246 Seiten

~Klappentext~
"Doran ist ein Loner, der einsam über die bereits seit zwei Jahrzehnten zerstörte und größtenteils verlassene Welt zieht. Sein einziger Begleiter heißt Churchill, eine treue Bulldogge.
Dieses einsame Leben, bei dem man nur sich selbst gegenüber Verpflichtungen hat, hätte in Mutter Natur, die sich zunehmend die Herrschaft über den Planeten Erde zurückerobert, immer so weitergehen können, wenn Doran nicht auf den sterbenden Curt gestoßen wäre. Curt scheint ebenfalls Loner zu sein. Seine letzten Informationen an Doran sind ein unglaubliches Erbe: Kartenmaterial, ein Buch und Notizen über Prepperverstecke. Dieser vermutlich größte Schatz in einer zerstörten Welt bedeutet für Doran eine unglaubliche Odyssee, die er allerdings gegen jegliche Vernunft in Angriff nehmen möchte. Denn Prepper haben sich in der Alten Welt bereits auf den Ernstfall vorbereitet, indem sie große Vorräte angelegt haben. Allerdings hat Doran nicht damit gerechnet, auf einen weiteren Loner zu stoßen, der ebenfalls durch diesen Curt von der tatsächlichen Existenz der Prepperlager erfahren hat, die man bis dahin für Märchen gehalten hat. In einer Kulisse, die mehr als zwanzig Jahre von schwindender Hoffnung gelebt hat, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um einen Schatz von unbekannter Größe zu bergen."
~Meine Meinung~
In "Prepper" finden wir uns in einer dystopischen Welt wieder. Die Menschheit wurde vor zwei Jahrzehnten von einer Krankheit niedergerafft und die wenigen Überlebenden schlagen sich im steten Kampf um die letzten Ressourcen irgendwie durch. Zu ihnen gehört Doran, der mit seinem Hund Churchill alleine reist - also ein Loner ist. Daneben gibt es auch Menschen, die sich zu Gruppen zusammen tun, sogenannte Families, und diejenigen, die von der Krankheit noch immer gezeichnet sind, die Sick. Es gilt das Motto "Vertraue niemandem" und so weiß man nie, wer einen als nächstes zur Strecke bringen will. In dieser harten Welt erfährt Doran von einem geheimen Prepper-Lager, das noch immer voll mit Nahrung und anderen nützlichen Dingen aus der "alten Welt" sein soll. Das klingt zwar zu schön, um wahr zu sein, dennoch macht Doran sich auf die Suche...

Die Handlung folgt einer Art Schnitzeljagd, denn um das Prepper-Lager zu finden, müssen erst Zwischenstationen nach Hinweisen abgesucht werden. Und das gestaltet sich recht gefährlich und entsprechend actionlastig. Doran trifft zudem auf Gefährten, die etwas Abwechslung in die sonst vorhersehbare Handlung bringen. Überraschende Wendungen sucht man erstmal vergeblich und so war mir vor allem die erste Hälfte des Buches recht langatmig. Zum Ende hin kommt ein gelungener Showdown, der immerhin in Sachen Action und Spannung kurzweilig wird.

Leider werden zu den Hintergründen der Welt von "Prepper" nur wenige Informationen geliefert und zwischendurch fielen mir immer mal wieder Logikfehler und etwas zuviel des Zufalls auf. Hinzu kommen blasse Charaktere, bei denen das Highlight der liebenswerte Hund Churchill ist. Wenn man "Prepper" jedoch als kurzweiliges Actionabenteuer betrachtet, kann es durchaus unterhalten. Für Fans von dystopischen Welten sicherlich einen Blick wert.

Freitag, 30. März 2018

[Rezi] "Mercenary" von Felix A. Münter

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung [da Rezensionsexemplar].
(c) Bildrechte: Papierverzierer
"Mercenary" (Carter-Akten #1)
von Felix A. Münter
Verlag: Papierverzierer, 2017
Band 1 von bisher 7, 164 Seiten

~Klappentext~
"Carter ist käuflich. Der Söldner ist bereits seit Jahren tätig und weiß, dass man nicht zu viele Fragen stellt – vorausgesetzt der Preis stimmt. Sein neuster Kontrakt bringt ihn nach New York, wo ein wohlhabender Klient auf die Dienste des Profis angewiesen ist.
Der Auftrag scheint keineswegs außergewöhnlich zu sein, er ist einer von vielen. Doch bald schon merkt Carter, dass es um mehr geht als um die Aufklärung eines Bankraubs, der laut Aussage des Auftraggebers für die Polizei eine Nummer zu groß sei. Und tatsächlich erfährt der Söldner kurze Zeit später, was es bedeutet, einer wirklich heißen Spur zu folgen. Carter jagt der Fährte kreuz und quer durch New York, gerät an Gangs, die Mafia und an noch gefährlichere Typen. Der Profi verfängt sich in einem Netz aus Unwahrheiten, Lügen und der Gier skrupelloser Menschen.
Er geht an seine Grenzen, setzt sein eigenes Leben aufs Spiel – und muss sich am Ende der Frage stellen, ob Moral wirklich käuflich ist."

~Meine Meinung~
"Mercenary" ist der erste Band einer Reihe rund um den Söldner Carter, der gegen die passende Bezahlung jeden Job annimmt. Der aktuelle Auftrag führt ihn nach New York und scheint auf den ersten Blick schnell zu erledigen zu sein. Doch da irrt Carter sich - und reist kreuz und quer durch die Metropole, von einem Drahtzieher zum nächsten, ohne dem Ziel allzu schnell näher zu kommen. Zudem verrät sein Auftraggeber nicht alle Details des Auftrags, was einige Rätsel aufwirft.

Der trockene Humor und Carters pragmatische Art machen den Reiz des Buches aus und sorgen für eine kurzweilige Unterhaltung. Für Carter zählt am Ende nur das Geld auf seinem Konto, wodurch er seine Aufträge ohne Rücksicht auf Verluste durchziehen kann - da kann es schon mal vorkommen, dass ein paar Tote nicht zu vermeiden sind. Seine strikten geldbasierten Prinzipien machen Carter nicht unbedingt zu einem sympathischen Protagonisten, jedoch zu einem authentischen. Ich hoffe, in den folgenden Bänden erfährt man noch mehr über ihn, denn in diesem ersten Band blieb er eher oberflächlich.

Mich hat "Mercenary" insgesamt sehr gut unterhalten und einige Male zum Schmunzeln gebracht. Einziger Kritikpunkt ist die gradlinige Handlung mit wenigen unerwarteten Wendungen und ohne Nebenhandlung. Erst zum Ende hin wurde ich tatsächlich überrascht - was bei der Kürze des Buches aber nicht zu stark ins Gewicht fällt.

Vielen Dank an den Papierverzierer Verlag für das Rezensionsexemplar im Rahmen einer Leserunde!

Die Carter-Akten:
    Band 1 - Mercenary
    Band 2 - Hunter [meine Rezension]
    Band 3 - Hijacker [meine Rezension]
    Band 4 - Bloodhound [meine Rezension]
    Band 5 - Hitman [meine Rezension]
    Band 6 - Lone Wolf [meine Rezension]
    Band 7 - Hardliner [meine Rezension]

Freitag, 23. März 2018

Lesewoche #12


Die Lesewoche ist eine Aktion von Unendliche Geschichte und findet immer freitags statt. Es geht darum, die Woche lesetechnisch anhand von fünf Fragen Revue passieren zu lassen. Hier kommt ihr zum aktuellen Beitrag.

Frage 1: Hattest du in der vergangenen Woche viel Zeit und Lust, zu lesen?
Zeit hatte ich vor allem letztes Wochenende, wo ich auch gut voran kam. Unter der Woche wollte ich zwar lesen, aber so richtig Zeit gefunden habe ich dann doch nicht...

Frage 2: Welches Buch/welche Bücher hast du in der vergangenen Woche gelesen und war ein besonderes Highlight dabei?
Ich habe diese Woche "Emmy & Oliver" beendet und es hat mir richtig gut gefallen! Das letzte Drittel war zwar etwas zäh und hätte ruhig ein klein wenig gekürzt werden können, aber sonst bin ich wirklich begeistert! :) 
Außerdem kam ich mit den Horror Stories gut voran und werde heute noch die letzte Geschichte (die nur 10 Seiten hat) lesen. Dann habe ich die Kurzgeschichtensammlung auch endlich beendet - mit dem Fazit, dass H.P. Lovecraft zwar viele gute Ideen hatte und gerade der Cthulu-Mythos spannend ist, seine Umsetzung aber oft zu vorhersehbar und langatmig ist...
Zu guter Letzt habe ich an "Prepper" weitergelesen, aber es fesselt mich einfach nicht... Ich bin schon am überlegen, es abzubrechen, aber vllt wird die zweite Hälfte ja spannender...?

(c) Bildrechte: Suhrkamp | Magellan | Papierverzierer

Frage 3: Welchen Beitrag, den du in der vergangenen Woche auf deinem Blog veröffentlicht/auf einem anderen Blog entdeckt hast, möchtest du deinen Lesern besonders empfehlen?
Es gingen nur zwei Rezensionen online, sowie die Montagsfrage. Wer mag, darf gerne stöbern.
Und ich empfehle euch heute einfach mal Aleshanees Stöberrunde, da gibt es weitere spannende Beiträge zu entdecken. ;)

Frage 4: Wie sehen deine (Lese-)Pläne für das Wochenende und die kommende Woche aus?
(c) Bildrechte: blanvalet


Ich habe nächste Woche Urlaub!!! :D Ich hoffe also, gut zum Lesen zu kommen und habe mir den 4. Teil der Licht-Reihe von Brent Weeks ausgesucht: "Schattenblender". Das Buch hat ca. 700 Seiten, habe also einiges vor mir, was in einer Woche aber machbar sein dürfte. ;)





Frage 5: Welches Buch ist das teuerste gewesen, das du dir bisher gekauft hast und wie viel hat es gekostet?

Oha, das weiß ich nicht so genau... Ich kaufe Bücher fast immer gebraucht, die sind natürlich nicht so teuer. Daher war der teuerste Roman vermutlich ein Hardcover für 20€. Was Sachbücher angeht habe ich zuletzt während des Studiums Bücher gekauft, da war das teuerste ein richtiges dickes Zoologie-Buch für ich glaube 60€. Ist aber schon so lange her. XD Wobei das Buch noch in meinem Regal steht. ;)

Donnerstag, 22. März 2018

[Rezi] "Die Apfelprinzessin" von Maya Shepherd

(c) Bildrechte: Sternensand Verlag
"Die Apfelprinzessin" (Grimm-Chroniken #1)
von Maya Shepherd
Verlag: Sternensand, 2018
Band 1 von bisher 13 | 91 Seiten

~Klappentext~
"Dieses Buch beginnt nicht mit Es war einmal, denn auf diese Weise fangen all die Lügen an, die Wilhelm und Jacob in die Welt gesetzt haben. Dies ist kein Märchen, sondern eine wahre Geschichte.
Es heißt, die Bösen werden bestraft und die Guten leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Das Leben ist aber nicht schwarz-weiß und gewiss nicht glücklich. Rot ist die Farbe, die über das Schicksal bestimmen wird.
Die Lüge ist oft nicht von der Wahrheit zu unterscheiden, am wenigsten, wenn die Wahrheit zu schrecklich ist, um sie glauben zu wollen."
~Meine Meinung~
Der Auftakt zu Maya Shepherds monatlich erscheinender Märchenadaption hat mir insgesamt gut gefallen. Es ist jedoch vor allem eine Einleitung, die endet, bevor großartig etwas passiert. Das ist der Kürze des Buches zuzuschreiben, aber anders wäre es wohl kaum möglich, monatlich einen neuen Teil rauszubringen... Die Taschenbücher würde ich mir aufgrund der Kürze jedoch nicht kaufen, denn sie sind innerhalb von 2-3 Stunden ausgelesen, was ich wirklich schade finde.

Die Handlung wechselt zwischen "Heute" und der Vergangenheit, sodass man die Welt und die Charaktere Stück für Stück kennenlernt. In der Gegenwart lernen wir Will und seine Freunde kennen, sowie seinen Vater, der in der Psychatrie sitzt. Will erhält eines Tages eine Einladung nach Königswinter, die mehr als merkwürdig ist und so denken er und seine Freunde, es handle sich um einen dummen Streich... Dennoch machen sie sich auf den Weg und erleben direkt einige seltsame Dinge. Man erfährt jedoch noch nicht, was genau Will und seine Freunde erwarten wird bzw. wozu sie nach Königswinter gerufen werden. In der Vergangenheit wird die Geschichte der Apfelprinzessin erzählt, die das Buch mit einem fiesen Cliffhanger enden lässt, der auf jeden Fall neugierig macht, wie es weiter gehen wird.

Die Charaktere waren mir sympathisch, auch wenn sie bisher recht oberflächlich wirken und man noch nicht allzu viel über sie erfährt. Ich hoffe, da kommt in den folgenden Teilen noch mehr Tiefe rein.
Was mir besonders gefällt, ist die Kombination von Märchenelementen und realen Orten und Ereignissen sowie die düstere Grundstimmung.

Die Grimm-Chroniken:
    Band 1 - Die Apfelprinzessin
    Band 2 - Asche, Schnee und Blut [meine Rezension]
    Band 3 - Der schlafende Tod [meine Rezension]
    Band 4 - Der Gesang der Sirenen [meine Rezension]
    Band 5 - Der goldene Apfel
    Band 6 - Der Tanz der verlorenen Seelen
    Band 7 - Das Aschemädchen
    Band 8 - Dornen, Rosen und Federn
    Band 9 - Die verbotene Farbe
    Band 10 - Der schwarze Spiegel
    Band 11 - Träume aus Gold und Stroh
    Band 12 - Das Mondmädchen
    Band 13 - Die Vergessenen Sieben
weitere in Planung