Donnerstag, 28. Dezember 2017

Weihnachtskarten mit Kaffee

Heute habe ich zur Abwechslung mal eine kleine Bastelstunde für euch. :-) Ich hoffe, so etwas interessiert euch auch?
Dieses Weihnachten wollte ich endlich mal wieder selbst Weihnachtskarten basteln. Die letzten Jahre klappte das nicht so wirklich, weil keine Zeit und Motivation.
Mir fiel dann wieder ein, dass ich schon immer mal mit Kaffee zeichnen wollte! Ja genau, Kaffee. :-)
Am Ende sahen meine Karten so aus:



Nicht 100%ig wie ich es mir vorgestellt habe, aber sie kamen ganz gut an. Wenn sie euch auch gefallen, folgt hier eine Anleitung!


Was brauchst du?
Blanko-Aquarell-Postkarten (z.B. von "guardi artistico aquarello")
harter Borstenpinsel (der auch "kaputt gehen darf")
Papiertaschentücher
Kreppband
Wasserfeste Unterlage (z.B. ein Tablett)
Kaffee
Deckfarben
Deckweiß
Schneeflockenschablone (z.B. von butinette oder aus festem Papier selbst ausschneiden mit Skalpell)

Für die Schrift: Ich habe eine Bandzugfeder und haselnussbraune Tinte von Winsor & Newton verwendet. Aber ich nutze "richtige" Tinte zum Schreiben häufig und bin mit Federn und Federhalter gut ausgestattet. Für jemanden, der nur mal eben so eine Karte basteln will, wäre das ein etwas zu teurer Spaß, fürchte ich. Allein das kleine Tintenfässchen hat schon 5€ gekostet und die Federn kosten teilweise nochmal genauso viel. Wer eine schöne Handschrift hat oder sich mit Handlettering auskennt/Übung hat, kann damit sicherlich auch mit anderen Stiften hübsche Resultate erzielen. Das müsstet ihr dann mal austesten.

Wie läuft es ab?
1.) Besorgt euch eine Tasse Kaffee.

2.) Klebt die Blanko-Postkarten auf eurer Unterlage mit dem Kreppband fest. Das ist notwendig, weil sich das nasse Papier sonst wellt und beim Trocknen gewellt bleibt!

3.) Tupft einmal mit den Papiertaschentüchern die ganze Postkarte mit Kaffee voll. Hier muss noch nichts besonders schick gemacht werden, es soll nur der Grundton werden. Ihr werdet merken, dass sich das Papier trotz Fixierung wellt, das ist normal. Der Kaffee wird entsprechend verlaufen und sich irgendwo sammeln. Lasst es langsam trocknen und verstreicht dabei den verlaufenen Kaffee immer mal wieder mit dem kaffeefeuchten Tuch, damit es gleichmäßiger wird.

4.) Wenn die Grundfarbe getrocknet ist, drückt ihr das nasse Kaffee-Tuch über der Karte aus, sodass Tropfen auf das Papier fallen. Größe und Form ist recht egal. Es wird vermutlich wieder verlaufen und ihr könnt je nachdem wie es euch gefällt, nochmal "nachtropfen" wenn es leicht angetrocknet ist oder auch die Farbtropfen erneut verwischen. Da müsst ihr einfach schauen, wie es aussieht.
Wenn nach dem Trocknen nicht so hübsche Kaffeeränder um die Tropfen entstehen, könnt ihr die ganz einfach mit euren feuchten Kaffeetuch wieder etwas verwischen.

5.) Sobald ihr mit eurem Hintergrund zufrieden seid und er komplett getrocknet ist, geht es mit den Deckfarben weiter. Ich habe helles Blau und helles Braun verwendet. Ihr könnt aber natürlich austesten, welche Farben noch gut passen. Legt dann die Schablone dahin, wo eine Schneeflocke entstehen soll und tupft mit dem Pinsel die Deckfarbe drüber. Versucht nicht zu viel Wasser zu verwenden, damit nichts unter die Schablone läuft und alles verschmiert. Und dran denken die Schablone nicht auf noch feuchte Schneeflocken zu legen!
[Anmerkung: Die oben verlinkte Schablone kam bei mir nicht rechtzeitig an und ist auch etwas groß und unhandlich für die kleinen Karten. Ich muss mal schauen, ob man die eventuell zerschneiden kann. Daher habe ich aus festem Papier mit Skalpell selbst eine Schablone ausgeschnitten.]

6.) Sobald die Schneeflocken fertig sind, kommt die Schrift. Macht das wie ihr wollt. ;-)

7.) Zum Schluss folgen die Verzierungen mit Deckweiß. Ich habe den Rand entlang getupft und ein wenig wo es passte auch um die Schneeflocken herum. Wenn nur noch wenig Deckweiß am Pinsel ist könnt ihr auch wie ich vorsichtig die Schneeflocken an einigen Stellen aufhellen. Wer das noch nie gemacht hat, sollte lieber erstmal separat üben, sonst werden die Flocken mit Pech ganz weiß.


Und fertig. :-)
Wenn jemand nun auch solche Karten basteln möchte, würde ich mich über ein Foto der Ergebnisse freuen. :-)
Und wenn ihr Fotos der einzelnen Schritte wollt, sagt Bescheid, dann mache ich nochmal eine Karte mit mehr Fotodokumentation.

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Teneriffa 2017

Vom 25.11. bis 02.12.2017 war ich gemeinsam mit meinem Freund auf Teneriffa. Wir bevorzugen Wanderurlaube und haben dafür im letzten Januar für unsere Mallorca-Reise (dazu schreibe ich dann auch bald noch einen Bericht, hatte ich eigentlich eh vor, aber aus den Augen verloren) die Wanderführer vom Bergverlag Rother für uns entdeckt. Es gibt inzwischen eine recht große Auswahl, hauptsächlich für Europa, und die Wanderführer sind grundsätzlich sehr gut gemacht. Handliches Format, Übersichtskarten der Routen und immer mit Beschreibungen des Weges, der Dauer, dem Höhenprofil und dem Schwierigkeitsgrad. Damit lässt sich ganz gut einschätzen, wie lange man für eine Wanderung braucht und wie anstrengend sie ungefähr wird. Wir brauchen zwar meistens 1-2 Stunden länger, denn man will ja auch mal Fotos machen oder in Ruhe einen besonderen Landschaftsabschnitt anschauen, aber als Richtwert sind die Zeitangaben toll. Auch Hinweise, wie man zu den Ausgangspunkten der Routen kommt, wo man unterwegs rasten kann oder ob spezielle Ausrüstung o.Ä. erforderlich sind, wird erwähnt.
Wir haben im Vorfeld also den Wanderführer für Teneriffa gekauft und sind per Mietwagen zu den Startpunkten gekommen. Übernachtet haben wir in einem 4-Sterne Hotel in Puerto de la Cruz im Norden von Teneriffa. Dank Halbpension mussten wir uns also nur um Getränke während der Wanderungen kümmern und waren ansonsten rundum versorgt. :) Finde ich ist die entspannteste Art Wandern zu gehen, denn für Zelten usw. bin ich nicht so der Typ.

Also, hier ein Reisebericht! Fotos sind gut es geht dabei. Da ich ungerne Fotos von mir im Internet habe, ist die Auswahl etwas eingeschränkt gewesen. :P


Tag 1 - Anreise
Schon um 2:00 Uhr nachts mussten wir bei mir daheim los zum Flughafen Hannover, wo um 6:00 Uhr unser Flug startete. Um 10:10 Uhr Ortszeit kamen wir am Flughafen Süd in Teneriffa an, wo wir auch recht fix unseren Mietwagen abholen konnten. Zwar wollte uns die Mitarbeiterin von Europcar erst einen teureren Wagen andrehen, was wir dankend abgelehnt haben, aber aufgrund eines Bearbeitungsfehlers haben wir trotzdem eine bessere Wagenklasse als gebucht bekommen. Die Dame war zwar recht aufdringlich mit ihren Vorschlägen, was wir noch alles buchen könnten, aber es verlief dann trotzdem recht zügig.
Die Fahrt nach Puerto de la Cruz haben wir dann auch ohne Navi (da besaßen wir noch keines, da ich vergessen hatte, die App aufs Handy zu laden XD) gut gemeistert. Allerdings war das Hotel dort dann nicht wirklich ausgeschildert, sodass wir es absolut nicht finden konnten. Irgendwann haben wir einen Lidl entdeckt und dort erstmal was zu Essen und zu Trinken gekauft, um in Ruhe unsere Nerven zu sortieren. Bis wir beschlossen haben, einfach jemanden nach dem Weg zu fragen. Ein spanisches Paar war dann auch direkt so nett, vorauszufahren. Die hatten nämlich Internet auf dem Handy und konnten GoogleMaps fragen. :P Die beiden sprachen zwar kaum ein Wort Englisch, aber die Verständigung gelang zum Glück irgendwie und wir waren unglaublich happy. :)
Nach dem Check-in und einer kurzen Verschnaufpause sind wir runter (das Hotel stand am Hang) zur Küstenpromenade von Puerto de la Cruz gegangen. Der schnellste Weg dorthin führte über einen Haufen Treppen, die von einem "Park" umgeben waren, mit Wasserfall usw. Auf dem Weg bekamen wir auch einen ersten Einblick in die alte Innenstadt, wovon ich aber irgendwie keine Fotos gemacht habe. Wir sind dann ein Stück nach Osten am Ufer entlang gelaufen, dann war es auch schon Zeit für das Abendessen.

Promenade Puerto de la Cruz


Tag 2 - Rundwanderung Araya - Los Brezos
Die erste Route aus dem Wanderführer führte uns nach Araya, ein kleines Örtchen an der Ostküste - und ein wahrer Alptraum für Autofahrer. :'D Der Ort besteht nahezu vollständig aus 3-4m breiten Gassen mit 20-25% Steigung!!! Ich konnte so gut wie nie sehen, was mich oben am Hang erwarten würde und habe erst später mitbekommen, dass andere Fahrer hupen, wenn sie sowas hochfahren, damit alle, die oben sind, Platz machen. Und natürlich fanden wir den Ausgangspunkt der Wanderung nicht auf Anhieb und natürlich war das Auto - trotz besserer Fahrzeugklasse - ein wahrer Schlappschwanz. Und so endete die Fahrt bergauf nach ca. 1km mit der Weigerung des Autos, weiter bergauf zu fahren. Es tat sich einfach mal gar nichts mehr. Und so musste ich ein Stück rückwärts bergab, wenden und geradeaus wieder ein Stück den Ort runter, bis wir eine "Parklücke" am Abgrund finden konnten, wo ich mit Müh und Not und nahe am Nervenzusammenbruch parken konnte. Die Wanderung fing also schon damit an, dass ich völlig fertig war. :'D
Dafür war das Wetter echt super. :P
Die Wanderung führte aus dem Ort hinaus und dann recht steil hinauf zum Rastplatz Los Brezos und noch ein kurzes Stück weiter, bis wir oberhalb eines Barrancos (=Schlucht) standen. Danach ging es deutlich entspannter wieder bergab und in einem weiten Bogen zurück ins Dorf. Als erste Wanderung nach längerer Pause vielleicht nicht der beste Start, da wir oben am Barranco echt kaputt waren, aber naja. Die Aussicht war echt schön und wir trafen nur am Rastplatz auf andere Menschen.

Blick oberhalb von Araya zur Küste

Barranco bei Los Brazos - Man beachte das kleine Häuschen am Fuß der Schlucht :D


Tag 3 - Küstenweg Puerto de la Cruz
Nach der Anstrengung am Tag zuvor beschlossen wir, ohne Auto die Küste westlich von Puerto de la Cruz zu erkunden. Unterwegs konnte ich auch zweimal im Meer baden, was ich den restlichen Urlaub leider nicht mehr geschafft habe... Es war außerdem der heißeste Tag der Woche mit bis zu 30°C. Wir sind erst der Küstenpromenade durch Puerto de la Cruz gefolgt und dann auf dem Küstenwanderweg weiter über der Steilküste entlang. Ich war vom Tag davor noch etwas kaputt und es war einfach zu heiß, daher kamen wir letztlich nicht allzu weit voran, aber der Weg war später eh wegen einem Erdrutsch gesperrt - wir haben da also nichts verpasst.

Auch ein Teil der Küstenbefestigung in Puerto de la Cruz. Auf den Steinen waren hunderte rot-grüne Krabben.

Beginn des Küstenweges außerhalb von Puerto de la Cruz, also so links am Hang entlang.
Die letzten paar Hotels von Puerto de la Cruz.


Tag 4 - Masca-Schlucht
Das Highlight des Urlaubs war dann am 4. Tag die Masca-Schlucht. Die Anfahrt war mal wieder super - denn sie führte über eine recht stark befahrene, schmalen Serpentinenstraße an Berghängen entlang nach Masca. Zum Glück hat sich das Auto diesmal besser angestellt und es blieb trotz entgegenkommender Touri-Busse alles heile. Der Andrang an der Schlucht war dann auch echt krass. Aber die Wanderung wird überall als eines der Must-Sees von Teneriffa erwähnt, also nicht verwunderlich. Der Weg durch die Schlucht beträgt in Luftlinie ca. 4,5km, aber man klettert mehr, als das man wandert, daher dauert es pro Strecke ca. 2,5h.
Die Schlucht endet an einem Strand mit kleinen Bootsanleger, von wo aus man nach Los Gigantes fahren kann, um sich den Rückweg zu sparen. Da wir nunmal zurück zu unserem Auto mussten, die Bootsfahrt mit 12€ etwas teuer und die Schlucht echt schön ist, sind wir zurück gelaufen. Allerdings war das unfassbar anstrengend und ich war zwischendrin wirklich am zweifeln, ob nicht irgendwann meine Beine den Geist aufgeben. Mit viel Willenskraft haben wir es aber sogar noch vor Sonnenuntergang wieder aus der Schlucht raus geschafft. Und ich war echt lange nicht mehr so nah an meiner körperlichen Grenze. Puh. Abends tat mir auch zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder das rechte Knie ordentlich weh. :/ Trotzdem lohnt sich die Schlucht total! Wer aber nicht so fit ist, sollte vllt lieber mit dem Bus hin und per Boot zurück. :'D
Sicht oberhalb von Masca (das sind die Häuschen links im Bild).

In der Schlucht.

Nochmal in der Schlucht.

Dito.

Dito plus Katze - was auch immer die da macht und wie auch immer die da hin gekommen ist. :D

Ende der Schlucht mit dem Bootsanleger und vielen vielen Touris, die den Rückweg nicht laufen wollten. ;)

Zurück in Masca mit Sonnenuntergang. :)


Tag 5 - Loro Parque
Da ich den Tag dank krassem Muskelkater schon mit zwei Ibuprofen beginnen musste, sind wir nur zu Fuß zum Loro Parque gelaufen und haben uns diesen angesehen. Der Zoo steht wegen seiner Delphin- und Orca-Shows bei Tierschützern in der Kritik, aber da sie selbst überall beharren, die Tiere so artgerecht wie möglich zu halten und auch Auszeichnungen dafür bekommen haben, wollten wir uns selbst ein Bild machen. Der Park ist schön gestaltet, sonderlich groß ist er aber nicht. Wie der Name vermuten lässt gibt es vor allem Papageien, die allerdings fast alle in recht lieblosen, düsteren Käfigen sitzen, was ich nicht so klasse fand. Vor allem weil andere Tiere echt schöne, große Gehege hatten. Besonders das Pinguin-Becken war toll, die hatten sogar künstlichen Schnee, der von der Decke fiel. :O Die Tiershows haben wir auch angesehen. Neben der Delphin- und Orca-Show gab es auch eine mit Seelöwen und eine mit Papageien. Letztere war eher langweilig und für Kinder gemacht, aber die anderen drei waren an sich schon unterhaltsam. Und soweit ich das beurteilen kann, wirkten die Seelöwen und Delphine als hätten sie Freude an den Tricks. Ich kenne mich da aber auch nicht so gut aus. Bei den Orcas muss ich aber echt sagen, dass die nicht genug Platz zum Schwimmen haben und man die niemals so umfassend beschäftigen kann, dass sie sich nicht langweilen. Wenn man im Internet etwas recherchiert, findet man auch einiges an unschönen Meldungen zu den Orcas.


Tag 6 - Fahrt am Teide vorbei nach Vilaflor, 
Paisaje de Lunar
Am 6. Tag sind wir einmal quer über die Insel gefahren, um den Teide, der höchste Berg Spaniens, zumindest von unten zu sehen. Mit fast 4.000m Höhe und ehrlich gesagt wenig spannendem Aufstieg (da wächst ja nichts, nur Steine), wollten wir nicht hochlaufen. Bis zum Gipfel kommt man aus Naturschutzgründen ohnehin nicht ohne Genehmigung und wir haben zu kurzfristig davon erfahren, um noch eine beantragen zu können. Alternativ kann man mit der Seilbahn rauffahren, aber das ist nicht unbedingt billig (27€ Hin&Rück pro Person), sehr überfüllt und da oben auch etwas kühl. Dazu waren wir nicht passend angezogen. :P Außerdem war an dem Tag das Wetter bewölkt/neblig, sodass die Aussicht vermutlich eh nicht optimal gewesen wäre. Für das nächste Mal wissen wir aber Bescheid und sind besser vorbereitet. ;)
Nach ca. 1,5h Quer-Durchs-Land-Fahrt haben wir unser eigentliches Tagesziel erreicht: Der Paisaje de Lunar (="Mondweg"). Einer der Orte, die man laut Reiseführer auf jeden Fall gesehen haben sollte. Der Weg war zur Abwechslung mal relativ entspannt. Nur anfangs ging es längere Zeit bergauf, danach war es "nur" steinig. Die "Mondlandschaft" war dann allerdings sehr ernüchternd und die lange Anfahrt ehrlich gesagt nicht wert. Man konnte nicht einmal näher ran bzw. sollte/durfte nicht, man hätte natürlich trotzdem, aber wegen der Empfindlichkeit der Gesteine darf man sie eh nicht anfassen oder darauf laufen. Auf dem Rückweg wurde es dann recht schnell extrem neblig und dunkel auf dem Berg, wir haben das Auto aber wiedergefunden. :P Auf der Rückfahrt konnten wir dann den Sonnenuntergang am Teide bestaunen.

Blick auf den Teide.

Landschaft um den Teide.

Die "Mondlandschaft", also diese hellen Felsen.

Weg zur Mondlandschaft.

Weg zur Mondlandschaft.

Sonnenuntergang am Teide.

 
Tag 7 - Rundwanderung Taganana - Afur
Wieder ein Ort mit ätzender Serpentinenanfahrt - naja, nicht so wie bei Masca, aber trotzdem gefühlt endlos, dafür zweispurig. Eigentlich wollten wir in Afur loswandern, das war laut Wanderführer der Startpunkt, aber das Navi kannte den Weg irgendwie nicht und wollte uns über einen schmalen Wanderweg leiten - mit dem Auto. Also sind wir stattdessen in Taganana gestartet, von wo aus wir allerdings nicht auf anhieb den Wanderweg gefunden haben. :'D Eigentlich wollten wir, da wir spät dran waren, erst über die Berge bzw. rauf zur Passhöhe Cumbrecilla, aber sind stattdessen andersherum an der Küste entlang gestartet, weil wir den Pfad nicht gefunden haben. XD Der Weg war sehr schön und letztlich war unser Weg den Berg am Ende hinauf weniger anstrengend als erwartet. Andersherum war es deutlich steiler und wir waren doch froh, das nicht hinauf laufen zu müssen. In Afur wurden wir zudem sofort von einem britischen Pärchen angesprochen, die uns entgegen kamen und offenbar Plauderbedürfnis hatte. Kurz darauf hat uns dann ein deutsches Paar noch den Weg erklärt, weil der in der Richtung nicht ausgeschildert ist. Auf Wanderungen trifft man manchmal echt nette Leute. :)

Taganana

Blick Richtung Taganana ein Stück die Küste weiter.

Weg Richtung Afur. Da bin ich sogar mal ganz klein im Bild. XD

Blick Richtung Afur, allerdings liegt das hinter dem "Berg".


Tag 8 - Tamaimo und Abreise
Am letzten Tag mussten wir bis 12 Uhr ausgecheckt haben, haben die Koffer aber erst noch im Hotel gelassen und sind in den Botanischen Garten von Puerto de la Cruz gegangen. Da gibt es alle Pflanzen Teneriffas nochmal gebündelt zu bestaunen. ;) Danach haben wir auf der Rückfahrt Richtung Flughafen in Tamaimo Halt gemacht, um dort nochmal einen Berg zu erklimmen. Leider zog dichter Nebel auf kaum das wir oben waren und wir konnten kaum mehr als 5 m weit sehen. Entsprechend mau fiel die Aussicht aus. :'D Und wir verliefen uns zudem auch noch! Es ist ein super Gefühl, auf einem Berg festzusitzen, wenn in einigen Stunden der Flug nach Deutschland geht. :P Aber irgendwann haben wir den Wanderweg doch noch wiedergefunden und alles pünktlich geschafft. Zum Schluss konnten wir dann sogar doch noch ein klein wenig Aussicht genießen, weil sich der Nebel an der Küste verzog. Mietwagenrückgabe und Flug verliefen dann auch problemlos.
Und der grandiose Abschluss des Urlaubs: Wir landen bei 3cm Neuschnee in Hannover. XD

Da zieht der Nebel auf...

...und DA soll eigentlich Meer sein. :D

Zum Ende doch noch etwas Sicht auf Los Gigantes (der Hafen).

Wer von euch war denn schon einmal auf Teneriffa? Welche Orte sollte man noch gesehen haben?

[Rezi] "X - Es breitet sich aus" von A. L. Kahnau

(c) Bildrechte: A. L. Kahnau
"X - Es breitet sich aus"
von A.L.Kahnau
Selfpublishing, 2016
Band 2 von bisher 7
211 Seiten

~Klappentext~
"Alle Hoffnung scheint verloren, bis Mila und ihre Freunde von einem alten Bekannten gerettet werden.
Aber ist er wirklich der Retter in der Not? Oder steckt hinter seiner Hilfsbereitschaft doch mehr?
Während sie noch versuchen, sein Geheimnis zu lüften, hat die Seuche bereits ganz neue Ausmaße angenommen."

~Meine Meinung~
Mit Band 2 geht die Zombie-Reihe von A. L. Kahnau nahtlos da weiter, wo Band 1 aufhörte. Man ist also direkt wieder im Geschehen drin. Band 1 fand ich schon recht mittelmäßig, obwohl ich Zombie-Geschichten eigentlich mag. Dennoch wollte ich der Reihe noch eine Chance geben, allerdings konnte mich auch Band 2 nicht wirklich überzeugen. Es handelt sich um eine sehr mädchenhafte, oftmals unlogische Zombie-Geschichte, die mit einem "The Walking Dead" nicht mithalten kann.

Die Handlung bleibt recht vorhersehbar und wenig innovativ. Noch immer handeln Mila und Co. ziemlich planlos, obwohl mit Dante nun ein Erwachsener dabei ist, dem man etwas mehr Urteilsvermögen zutrauen sollte. Vieles bleibt weiterhin im Dunkeln und die Spannung bleibt künstlich oben gehalten, indem Dante einfach mal ausschließlich ausweichende Antworten gibt. Manchmal ist sowas in Ordnung, aber hier fand ich es recht schnell anstrengend. Überhaupt konnte keiner der Charaktere wirkliche Sympatiepunkte bei mir sammeln. Die Jugendlichen, allen voran Mila, handeln unüberlegt, schätzen Situationen falsch ein und können nebenbei genug Zeit für romantisches Geplänkel aufbringen. Die merkwürdige Verbindung zwischen Mila und Dante passte irgendwie auch nicht ganz in das Setting.

Positiv hervorzuheben ist die Action, die fand ich gut gelungen und die hat mich auch am Weiterlesen gehalten. Außerdem passieren ein paar überraschende Wendungen, die zwar von den Charakteren her nicht immer glaubwürdig gehandhabt wurden, dafür aber weitere Spannung in die Handlung brachten.

Dennoch bin ich noch unsicher, ob ich die Reihe weiterverfolge. Andere Bücher der Autorin haben mir deutlich besser gefallen.

Die "X"-Reihe:
    Band 1 - Es beginnt [meine Rezension]
    Band 2 - Es breitet sich aus
    Band 3 - Es zerstört dich [meine Rezension]
    Band 4 - Es bringt den Tod [meine Rezension]
    Band 5 - In dunklen Zeiten
    Band 6 - In fremden Körpern
    Band 7 - In größter Not
weitere in Planung

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Papierverzierer Challenge 2018





Ich habe schon in diesem Jahr an der Challenge des Papierverzierer-Verlags teilgenommen. Für mich einer der besten, leider noch eher unbekannteren Verlage. Leider habe ich die Challenge dieses Jahr nicht geschafft, daher folgt 2018 ein neuer Versuch.

Die Challenge wird dann allerdings anders ablaufen, viel klassischer.
Soll heißen:

"Lies 24 Bücher aus dem Papierverzierer Verlag im neuen Jahr, darunter sollten 14 Neuerscheinungen fallen & mind. Bücher ab 100 Seiten."

Um einen Punkt zu bekommen, muss eine Rezension geschrieben werden. Pro Platform, auf der die Rezension veröffentlicht wird, gibt es einen Extrapunkt.
Die Challenge startet am 01. Januar und endet am 20. Dezember 2018.

Wer jetzt interessiert ist, bekommt HIER alle Infos und den Link zur Anmeldung.


Mein Fortschritt (10/24)

Neuerscheinungen 2018
1. "Sarg aus Glas" von Nika S. Daveron
2. "Elfenlicht. Märtyrerkunst" von Judith Laverna
3. "Blut und Eis" von Nika S. Daveron
4. "Bloodhound" von Felix A. Münter
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.

Ältere Werke
1. "Alice = Alice" von Maxi Schilonka
2. "Prepper" von Felix A. Münter
3. "Mercenary" von Felix A. Münter
4. "Nightmare. Alles hat ein Ende... nur der Tod nicht" von Sara Metz
5. "Hunter" von Felix A. Münter
6. "Hijacker" von Felix A. Münter
7.
8.
9.
10.

Donnerstag, 14. Dezember 2017

[Review] Final Fantasy X (HD Remaster)


Titel: Final Fantasy X/X-2 HD Remaster
Format: PS3, PS4, PSVita, Steam
Entwickler: SquareEnix

Schon im Jahr 2002 ist Final Fantasy X in Deutschland für die PS2 erschienen. Und schon damals war es eines meiner Lieblingsteile der Reihe! Da ich immer befürchte, meine PS2 gibt irgendwann doch mal den Geist auf, habe ich mir Final Fantasy X/X-2 HD Remaster auch für die PS4 geholt. Und es voller nostalgischer Gefühle nach knapp 15 Jahren noch einmal gezockt.

Hier gehe ich erstmal nur auf Final Fantasy X ein - den Nachfolger X-2 habe ich auf der PS4 noch nicht begonnen, der ist aber in der Sammlung enthalten.


~Inhalt~
Final Fantasy X spielt in der Welt Spira, in der das Böse in Form des Wesens Sin seit 1.000 Jahren die Menschen terrorisiert. Nur ein Medium kann Sin besiegen, um für einige Zeit Frieden nach Spira zu bringen. Man begleitet hier das Medium Yuna, eine junge Frau, die genau wie ihr Vater vor ihr Sin besiegen möchte. Hauptcharakter ist dabei Tidus, der durch Sin in die Zukunft - in Yunas Zeit - gebracht wird und sich dort ein komplett anderen Welt gegenüber sieht.



~Story~
Damals auf der PS2 mochte ich die Story sehr und habe sehr mitgefiebert und mitgelitten. Auch heute ist die Story grundsätzlich echt toll! Allerdings fällt mir heute auch auf, wie kitschig sie stellenweise ist. Und vor allem Yuna und Tidus nervten mich des Öfteren mit ihrer doch recht naiven "wir retten die Welt"-Art.
Davon abgesehen hat Final Fantasy X alles, was eine gute Story ausmacht: vielschichtige Charaktere, Geheimnisse, überraschende Wendungen und ein tragisches Ende.


~Grafik~
Im Vergleich zur PS2-Version wurde natürlich einiges aufgehübscht - heißt ja nicht umsonst "Remaster". Die Farben wirken strahlender, alles ist schärfer, die Gesichter wurden leicht "modernisiert". Tidus hat dabei ein neues Gesicht bekommen, was mir ehrlich gesagt so gar nicht gefällt. Er sieht jetzt noch weiblicher aus als schon auf der PS2. :'D Ansonsten finde ich das Charakterdesign, die Landschaft, die Effekte und alles sehr schick. Fand ich aber auch auf der PS2 schon.
Allgemein gefallen mir die verschiedenen Orte in dem Teil sehr gut. Kein Reiseziel ähnelt dem anderen, es gibt viel Abwechslung und immer etwas neues zu entdecken. Neben verschiedenen Rassen, die die bunte Welt bevölkern, gibt es auch einige witzige Tiere zu entdecken. Und ehrlich: Die Grafik ist die meiste Zeit schon echt farbenfroh.

(c) Gamespot

~Sound~
Man kann gleich zu Beginn auswählen, ob man den Original-PS2-Soundtrack haben will oder die Neufassung. Ich habs mit der Neufassung ungefähr 15 Minuten ausgehalten, dann hat mich die Kampfmusik so aufgeregt, dass ich gewechselt habe. Die war so hektisch, dass ich total unruhig wurde. Also mein Fall ist die Neuvertonung nicht. :/ Der Original-Soundtrack gefällt mir hingegen echt gut und ist - wie man es von einem Final Fantasy Teil gewohnt ist - abwechslungsreich und eingängig.

~Gameplay~
Das Kampfsystem ist rundenbasiert und es wir oben rechts angezeigt, welcher Charakter bzw. Gegner als nächstes an der Reihe ist. Man kann dadurch vorausplanen und hat bei jedem Zug genug Zeit zu überlegen, was man machen möchte. Zusätzlich kann man jederzeit zwischen den Charakteren aus der "Ersatzbank" wechseln. Kämpfe sind somit gut planbar, aber auch recht einfach. Für Anfänger sicherlich optimal, ich hab aber des öfteren geistig abgeschaltet. Man gewöhnt sich zudem sehr schnell ein, da alles offensichtlich geordnet ist. 
Bei Angriffen hat man die Auswahl zwischen Standard-Attacken, besonderen Fähigkeiten (Abilities) und dem Einsatz von Items. Yuna kann zudem Bestia (in anderen Teilen oft Esper genannt) beschwören, die dann statt der Charaktere aktiv gesteuert werden können. Was ich an diesem FF-Teil mit am besten finde! Die Bestia zählen quasi als eigener Charakter, den man auch entwickeln und mit neuen Fähigkeiten versehen kann.

Die Entwicklung der Charaktere erfolgt in FFX anhand des Sphärobretts. Dieses ist am ehesten mit einem Spielbrett a la "Mensch ärgere dich nicht" zu vergleichen. Jeder Charakter beginnt auf einem anderen Feld und hat somit zu anderen Fähigkeitsbereichen zuerst Zugriff. Nach dem kampf gibt es dann wie gewohnt Erfahrungspunkte, die in wachsender Höhe zu "Zügen" auf dem Sphärobrett umgewandelt werden. Um Fähigkeiten-Felder auf dem Brett zu aktivieren benötigt man zusätzlich Aktivierungssphäroiden, wobei diese feldspezifisch sind. Um die Angriffskraft zu erhöhen braucht man z.B. einen Kampfsphäroiden. Zusätzlich gibt es leere Felder, die mit besonderen Sphäroiden in Fähigkeiten-Felder umgewandelt werden können. Grundlegend gefällt mir das System, denn in der Theorie bietet es eine Möglichkeit, Charaktere individuell zu entwickeln. In der Praxis hakt das aber noch ziemlich, denn wenn man alle Charaktere erstmal über das ganze Feld geschickt hat, sind sie von den Fähigkeiten und Werten her identisch. (Das dauert allerdings verdammt lange und ist für die Hauptstory nicht notwendig.) Zudem nervt es irgendwann, die ganze Sphäroiden suchen zu müssen, denn natürlich sind nicht alle schnell zu finden.

Neben der Hauptstory gibt es natürlich einiges an Nebenaufgaben, die man erledigen kann. Diese fallen recht abwechslunsgreich aus und beinhalten Bonus-Storyinhalte, Minispiele, Sammelaufgaben und besondere Gegner. Wer das Spiel zu 100% abschließen will, muss mit um die 200 Spielstunden rechnen - denn man kommt nicht drum herum für die Spezial-Bossgegner alle Charaktere auf maximale Statuswerte zu bringen. Und das bedeutet viel Trainieren und haufenweise Spielstunden in die Suche nach Sphäroiden stecken. Ich habe das damals auf der PS2 versucht und habe schnell die Lust verloren. Auf der PS4 habe ich es erneut versucht, bin deutlich weiter gekommen - aber habe vorerst auch keine Lust mehr... Nur die Story durchspielen dauert hingegen maximal 30-50 Stunden.


~Fazit~
Final Fantasy X ist eines der besten Spiele der Reihe und kann mit der wunderbaren Spielwelt, tollen Charakteren und einer spannenden Handlung begeistern. Das Sphärobrett ist eine Neuerung in der Reihe, das von der Idee her gut ist, aber in der Umsetzung etwas zu wünschen übrig lässt. Wer jedoch nicht vor hat, jede Nebenaufgabe zu schaffen, dürfte davon kaum etwas mitbekommen. :-)
Definitiv ein Muss für alle Final Fantasy-Fans, aber auch für jeden, der fesselnde RPGs mag.
Ich jedenfalls zocke FFX alle paar Jahre wieder unheimlich gerne, auch wenn es nicht mein liebster Reihenteil ist.


Mittwoch, 13. Dezember 2017

[Rezi] "Wahrheit schmeckt wie Mokkatorte" von Christina Michels

(c) Bildrechte: Magellan
"Wahrheit schmeckt wie Mokkatorte"
von Christina Michels
Verlag: Magellan, 2016
Einzelband
304 Seiten

~Klappentext~
"Was wahr ist, wird man wohl noch sagen dürfen – nach diesem Motto lebt Rinnie und schafft sich damit nicht nur Freunde. Doch jetzt ertappt sie sich dabei, wie sie den Leuten eine Lüge nach der anderen auftischt. Allen voran Christian, der ihretwegen im Krankenhaus liegt und vielleicht nie wieder gesund wird. Aber wie soll sie ihm die Wahrheit sagen, wenn das bedeuten würde, ihn für immer zu verlieren?"

~Meine Meinung~
"Wahrheit schmeckt wie Mokkatorte" ist ein Jugendbuch über mögliche Folgen einer Lüge und der Wahrheit, die man zurückhält. Protagonistin Rinnie ist direkt zu Beginn ungewollt an einem Reitunfall beteiligt, doch statt zu helfen, rennt sie weg. Aus Angst vor den Folgen und wegen des Schocks, weil sie das nicht gewollt hat.

Sie behält es für sich, dass sie zum Zeitpunkt des Unfalls dabei war, auch als sich der Vorfall in der Schule herum spricht. Denn Christian, der Reiter, liegt seitdem im Krankenhaus und keiner weiß, wie es ihm geht...

Der Unfall, der das Lügenkonstrukt hervorbringt, wirkte authentisch und könnte tatsächlich so geschehen. Es war letztlich ein Versehen, doch Rinnie leidet darunter, dass sie Schuld an allem ist und bringt es nicht über sich, jemandem die Wahrheit zu sagen. Dadurch wirkt sie auf ihre Freunde und ihre Mutter zunehmend distanziert. Vermutlich wüssten die wenigsten damit umzugehen, an einem Unfall mit ernsten Folgen beteiligt zu sein und Rinnie ist noch zu jung, um die Konsequenzen ihrer Lüge auf Anhieb zu realisieren. Ein großer Teil der Handlung dreht sich daher darum, wie Rinnie von Schuldgefühlen geplagt den passenden Moment sucht, um alles zu beichten. Gleichzeitig hofft sie, dass es einfach niemals jemand erfahren wird.

Gleichzeitig entwickelt sich zwischen Rinnie und Christian, der keine Erinnerungen an den Vorfall hat und weiterhin im Krankenhaus bleiben muss, eine zarte Liebe. Die Entwicklung der Beziehung fand ich nachvollziehbar und ihr wird ausreichend Zeit eingeräumt. Dass Rinnies Gewissensbisse dabei weiter geschürt werden, macht die Lage immer verzwickter.

Zum Ende des Buches hin kommen kleine Krimielemente hinzu, die meiner Meinung nach etwas spät eingebracht wurden und auch nicht wirklich zielgerichtet oder logisch von den Beteiligten verfolgt wurden. Dabei war dem Leser schnell klar, was nicht passt.

Die Charaktere mochte ich überwiegend. Rinnie ist oft überdreht, macht vorschnell den Mund auf und versucht ihre Unsicherheit mit Sarkasmus zu überspielen. Hinterher ärgert ihre Wortwahl sie oft. Dennoch war sie mir sympathisch und ich konnte mit ihr mitfühlen. Sie bringt sich zwar selbst in eine blöde Situation, lernt aber im Laufe des Buches daraus.

Christian ist hingegen eher ruhig und tiefgründig. Ihn einzuschätzen, fiel mir nicht immer leicht. Sein Schwanken zwischen Optimismus und Pessimismus war angesichts seiner Situation verständlich.

Wen ich überhaupt nicht mochte, war Vroni, Rinnies beste Freundin. Sie verhält sich absolut daneben, was sich nicht immer nur auf ihre schwierige Lage daheim schieben lässt. Als beste Freundin sollte man definitv weniger selbstsüchtig und unfair sein. Keine Ahnung, warum Rinnie weiter mit ihr befreundet sein wollte.

Positiv fand ich noch, dass Rinnies Mutter - anders als in vielen Jugendbüchern - eine freundliche Mutter ist, die wirklich versucht, Rinnie zu verstehen und ihr Freiraum zu lassen.

Der Schreibstil ist jugendlich, locker mit vielen Dialogen und kurzen Sätzen. Dadurch wirken auch die jugendliche Charaktere ihrem Alter entsprechend. Das Buch liest sich dadurch sehr zügig und kurzweilig.

Fazit: Ein schönes Jugendbuch über die Folgen einer Lüge. Botschaft dahinter: Man sollte die Wahrheit direkt aussprechen, auch wenn es schwer fällt - man reitet sich sonst immer tiefer in ein Chaos aus Lügen.

Dienstag, 5. Dezember 2017

[Monatsrückblick] November 2017

Huhu ihr Lieben,


direkt Anfang November hatte ich Geburtstag. :) Da sind natürlich einige neue Bücher bei mir eingezogen! Plus ein paar, die ich so bestellt hatte, um Reihen weiter zu vervollständigen. Mein SuB freut sich. XD
Meine Neuzugänge aus Oktober und November findet ihr HIER.

Ende November war ich dann eine Woche mit meinem Freund auf Teneriffa zum Wandern. <3 Es war teilweise unfassbar anstrengend, aber gleichzeitig so schön. Landschaftlich ist Teneriffa sehr sehenswert. Mehr dazu folgt im Laufe des Monats in einem Reisebericht. Jedenfalls kam ich im November eher wenig zum Lesen, auch im Urlaub kaum, da wir selten vor 22 Uhr wieder im Hotelzimmer waren.


Monatsbilanz
1 Hörbuch
3 Prints
1 eBooks (+ 1 Kurzgeschichte)
4 begonnen/fortgesetzt
gelesene Seiten: 1794

~~~*~~~*~~~*~~~*~~~*~~~*~~~*~~~*~~~*~~~






Etwas endet, etwas beginnt von Andrzej Sapkowski

Wie schon im Oktober-Rückblick erwähnt gefielen mir nicht alle der acht Kurzgeschichten gleich gut.
[Seite 280 bis Ende - 3,5 Flämmchen - Rezension]








Wahrheit schmeckt wie Mokkatorte von Christina Michels

Eines meiner Geburtstagsgeschenke, welches ich direkt auch gelesen habe. :-) Die Magellan-Bücher sind immer etwas besonderes und so hat mir auch dieses Buch sehr gut gefallen. Das Thema ist "Wahrheit/Ehrlich sein" - wie der Titel schon vermuten lässt. Die Botschaft ist eindeutig, dass Geheimnisse niemals für immer geheim bleiben und man sich, je länger man sie verbirgt, nur immer tiefer in den Schlamassel reitet. Ich fand es jedoch ein klein wenig schade, dass Rinnie am Ende keine wirklichen Konsequenzen erwarteten.
[4,5 Flämmchen - Rezension]






Mara und der Feuerbringer. Götterdämmerung von Tommy Krappweis

Der letzte Band der Trilogie gefiel mir wieder sehr gut, auch wenn er in einigen Szenen unerwartet und unpassend brutal/eklig war. Eine insgesamt echt tolle Jugend-Fantasy-Trilogie!
[4,5 Flämmchen - Rezension]






Carrie von Stephen King (Hörbuch, ungekürzt)

Das Hörbuch habe ich bereits im Oktober begonnen, aber irgendwie kam ich nicht voran. :O Das Buch hatte ich auch schon mal begonnen, allerdings nur im Buchladen drin, während ich warten musste. XD Mir gefiel "Carrie" sehr gut, eines der besten Werke von Stephen King und vom Thema her (Mobbing) wohl immer irgendwie aktuell.
[4 Flämmchen - Rezension]





X - Es breitet sich aus von A. L. Kahnau

Der zweite Band der X-Reihe gefiel mir etwas besser als Band 1. Die Handlung entwickelt sich allmählich, offene Fragen werden mehr und mehr geklärt. Allerdings ist noch vieles weiterhin unklar und ich hoffe, die folgenden Bände lösen alle offenen Fragen auf. Dante, der in Band 1 noch eher seltener vorkam, wird hier wichtig - mich hat er mit seinem Hin und Her und seiner Art aber total genervt...
[3 Flämmchen - Rezension]





Über das Versagen der Sterne von Marie Graßhoff

Eine Kurzgeschichte (ca. 24 Seiten) aus der Kernstaub-Welt von Marie Graßhoff. Ich habe Kernstaub noch nicht gelesen, habe es aber auf jeden Fall noch vor. Die Kurzgeschichte hat mir einen kleinen Einblick in Maries Schreibstil gegeben, der mir grundsätzlich gut gefällt. Allerdings sind manche Sätze schon sehr übertrieben episch. :P
[4 Flämmchen - ohne Rezension]





~~~*~~~*~~~*~~~*~~~*~~~*~~~*~~~*~~~*~~~


Begonnen/Fortgesetzt

Plötzlich Fee - Frühlingsnacht von Julie Kagawa:
Der letzte Band der Reihe (den Kurzgeschichtenband nicht mitgezählt), der mir bisher echt gut gefällt. Band 2 und 3 der Reihe konnten mich leider nicht so überzeugen, aber ich hoffe, der 4. Band bringt noch einen tollen Abschluss.
[bis Seite 230]

Ashes of Honor - October Daye #6 von Seanan McGuire:
Band 5 der Reihe gefiel mir leider nicht so gut, daher war ich erst unsicher, ob ich die Reihe überhaupt weiter verfolgen möchte. Nun gebe ich ihr mit Band 6, den ich eh schon besaß, noch eine Chance. Noch kann ich allerdings nicht viel zum Inhalt sagen.
[bis Seite 50]

In Blut geschrieben von Anne Bishop:
Die Handlung entwickelt sich recht zögerlich, gefällt mir aber weiterhin gut. Auch wenn ich nicht sonderlich schnell voran komme. :P Hoffentlich wird es bald spannender.
[eBook, 15-25%]

Im Glanz der Welten von Asa Böker:
Das eBook habe ich im Urlaub begonnen, da es recht gute Rezensionen bekommen hat. Allerdings fesselt es mich bisher überhaupt nicht und der Schreibstil ist nicht so meins. Alles sehr kurze, irgendwie abgehakte Sätze.
Kennt jemand das Buch? Lohnt es sich, zuende zu lesen? Vermutlich werde ich es abbrechen.
[bis 10%]