Montag, 21. Dezember 2015

[Rezi] "Du" von Zoran Drvenkar

(c) Bildrechte: Ullstein Verlag
"Du"
von Zoran Drvenkar
Verlag: Ullstein, 2010
Einzelband
576 Seiten

~Klappentext~
"Nimm einen Mann, der durch ganz Deutschland reist und keine Gnade kennt. Wo er hinkommt, bleibt niemand am Leben. Nenn ihn Der Reisende, mach ihn zum Mythos und fürchte ihn. Nimm fünf Freundinnen, die erst dem Chaos die Tür öffnen und dann die Flucht ergreifen. Nenn sie Die süßen Schlampen und meide sie. Nimm einen Vater, der verfolgt wird von seiner Vergangenheit und über Leichen geht, um sein Ziel zu erreichen. Und jetzt stell dir vor, er will die fünf Freundinnen aufhalten. Um jeden Preis. Nenn ihn Der Logist und meide ihn. Sie alle bewegen sich aufeinander zu, sie sind voller Rache und haben keine Ahnung, dass du sie beobachtest."
~Meine Meinung~
Gleich zu Beginn: Die Erzählperspektive ist "du" - wie der Titel ja vllt erahnen lässt. ;) Das ist anfangs sehr gewöhnungsbedürftig und ich kann mich nicht erinnern, jemals zuvor ein Buch in dieser Perspektive gelesen zu haben. Jedes Kapitel wird dabei aus der Sicht eines anderen "du" erzählt. Um wen es sich handelt, sagt jeweils der Titel des Kapitels. Fünf junge Mädchen, ein Reisender, ein Mann mit seiner Mafia-Gang, dessen Sohn und ein Freund dessen sowie zwei scheinbar zufällig in die Geschichte gestolperter Junge. Ich glaube, das sind alle Charaktere, die eine erzählende Rolle haben. Sobald man sich an all die Charaktere gewöhnt hat, verliert man den Überblick auch nicht mehr. Anfangs war es jedoch schon etwas schwierig, sich zurechtzufinden. Auch durch die ungewohnte Erzählperspektive. Diese wirkt sehr persönlich, da man direkt angesprochen wird. Aber auch daran kann man sich nach einigen Kapiteln gewöhnen.

Man muss sich die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Personen erst nach und nach erarbeiten. Das gelingt aber meiner Meinung nach gut. Ich mag es aber auch, wenn man nicht alles vorgekaut bekommt, sondern selbst etwas aufpassen muss.

"Der Reisende", der immer zu Beginn jedes Buchabschnitts ein Kapitel bekommt, ist am mysteriösesten und es dauert eine ganze Weile, bis seine Rolle in der Geschichte bekannt wird. Er ist einer der besonders kalten Menschen, die ohne zu zögern von einer Sekunde auf die andere beschließen, einen Massenmord zu begehen. Ihn fand ich am interessantesten und je mehr ich über ihn erfahren konnte, umso mehr konnte ich verstehen oder zumindest ahnen, wieso er handelt wie er handelt. Die Abgründe menschlicher Psyche sind eben doch manchmal sehr tief.

Die Handlung an sich braucht eine Weile, um sich zu entwickeln. Dass man so lange im Halbdunkel gelassen wird, macht das Buch spannend. Man möchte wissen, wie die Personen zusammen hängen, worauf alles hinaus läuft. Die einzelnen Stränge lassen sich anfangs überhaupt nicht zusammenbringen.

Leider fand ich, dass das Buch ab einem bestimmten Punkt, wo man eine Teilauflösung bekommt, etwas an Spannung verlor. Das war kurz vor dem Ende, so bei ca. Seite 400. Von da an musste ich mich fast schon zwingen, weiter zu lesen, weil ich keinen Sinn mehr darin sah. Es war für mich recht klar, wie es ausgehen würde. Das Ende ist dann aber immerhin sehr passend und zumindest ein halbes Happy End.

Sprachlich ist der Roman - wie man es von Zoran Drvenkar kennt - klasse. Er vermag es perfekt, auch die tiefsten, dunkelsten Gefühle in Worte zu packen, die man förmlich spüren kann. Dadurch ist es möglich, die Charaktere zu verstehen, mit ihnen zu fühlen. Und die Stimmung, zwischen bedrohlich-düster und heiter-fröhlich (einige der Szenen mit den fünf Mädchen, die albern miteinander scherzen) wechselnd, bekommt er immer wieder hervorgerufen.

Man wird zu dem "Du" und erlebt die Handlung hautnah mit. Wenn mich das letzte Drittel nicht so angestrengt hätte, wäre das Buch 5 Sterne wert. So sind es nur...

Montag, 14. Dezember 2015

[Rezi] "Thor" von Wolfgang Hohlbein (Hörbuch)

(c) Bildrechte: Lübbe Audio | Bastei Lübbe Verlag
"Thor"
von Wolfgang Hohlbein
Verlag: Lübbe Audio, 2010
Sprecher: David Nathan
Roman dazu ist bei Bastei Lübbe erschienen (912 Seiten)

~Klappentext~
"Ein Mann ohne Namen. Ein Hammer in seiner Faust. Ein Rudel geifernder Wölfe im peitschenden Schnee. Ein Blitz, der die Wolken zerreißt, und ein Grollen von Donner in der Ferne. Wer ist dieser Mann? Ist er, wie manche glauben, wirklich Thor, der Gott des Donners? Und ist er gekommen, die Menschheit zu retten - oder sie zu vernichten? Irgendwo zwischen schneebedeckten Bergen gibt es ein verborgenes Tal, Midgard genannt. Hierhin bringt man den geheimnisvollen Fremden, der sein Gedächtnis verloren hat. Keiner traut ihm. Doch noch weniger traut man denen, die ihn verfolgen - riesenhafte Krieger, die Tod und Verderben bringen. Nur einer ist ihnen gewachsen. Thor. Oder ist er gar selber einer von ihnen?"
~Meine Meinung~
Seit Kurzem höre ich gerne bei der Autofahrt Hörbücher. Das hält ganz gut wach und konzentriert. Und bei meinen einsamen Fahrten ist es eine nette Gesellschaft. ;) Also habe ich mir aus der Bücherei "Thor" von Wolfgang Hohlbein geliehen. Es ist eine gekürzte Lesung, was bei einem 900-Seiten-Buch ja auch verständlich ist. Bei manchen gekürzten Hörbüchern merkt man es ja schnell, das Passagen fehlen, hier hatte ich das Gefühl jedoch nur selten. Unter anderem kamen mir viele Kämpfe stark gekürzt vor, alles andere verlief aber "einheitlich".

Das bedeutet nicht, dass die Handlung spannend oder mitreißend war. Leider war es oft das Gegenteil. Dabei wäre es ja logisch, dass für das Hörbuch alle langweiligen Szenen rausgeschnitten wurden... (Ich möchte gar nicht wissen, wie mir das Gesamtwerk dann gefallen hätte... vermutlich hätte ich es abgebrochen...)

Die Grundidee gefiel mir - Mann wacht ohne Gedächtnis in den Bergen auf und es scheint nach und nach durch, dass er der Gott Thor sein könnte. Nordische Mythilogie mag ich ja ohnehin gerne. Es hätte mir also gefallen können. Doch die weitere Handlung verlief oft "gezwungen", es wurde zu wenig in Frage gestellt, vieles geschah nur, damit es endlich weiter geht. "Thor" nimmt seine neue Rolle als "vielleicht-Gott" an und vieles weißt drauf hin, dass er es tatsächlich ist. Doch dieser Umstand wird meiner Meinung nach nicht konsequent genug verfolgt. Stattdessen vergehen Jahre, Thor lebt irgendwann ein normales Leben, bis plötzlich wieder etwas neues, unerwartetes geschieht - nur damit als nächstes wieder gereist und in sich in einer neuen Ortschaft eingelebt wird. Dass Thor dabei vor allem nie auch nur einen Verdacht schöpft, wer seine neue Frau wirklich ist, fand ich komisch. Aber die Auflösung folgt eh erst am Ende, da will ich nicht zu viel verraten.

Insgesamt fallen die Götter sehr kurz aus und sind eher eine Nebenhandlung. "Midgard" vom selben Autor gefiel mir in der Hinsicht deutlich besser. Alles plätschert hier vor sich hin und die spannenden Momente sind zu schnell vorbei. Auch fehlt es häufig an unerwarteten Wendungen und Überraschungen. Einzig das Ende weist nochmal etwas unerwartetes auf.

Da das Hörbuch dem Buch wohl vorzuziehen wäre, für alle, die doch einmal einen Blick hineinwerfen möchten, vergebe ich trotz allem 3 Sterne. Immerhin hat es mir einige Stunden Autofahrt etwas verkürzt. ;)

Dienstag, 8. Dezember 2015

[Gemeinsam lesen] #16 - Du


"Gemeinsam lesen" ist eine Aktion von Schlunzenbücher, die ursprünglich von Asaviels Bücherallerlei begonnen wurde.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
(c) Bildrechte: Ullstein Verlag
Ich lese aktuell "Du" von Zoran Drvenkar und bin auf Seite 43 von 575.

>>Nimm einen Mann, der durch ganz Deutschland reist und keine Gnade kennt. Wo er hinkommt, bleibt niemand am Leben. Nenn ihn Der Reisende, mach ihn zum Mythos und fürchte ihn. Nimm fünf Freundinnen, die erst dem Chaos die Tür öffnen und dann die Flucht ergreifen. Nenn sie Die süßen Schlampen und meide sie. Nimm einen Vater, der verfolgt wird von seiner Vergangenheit und über Leichen geht, um sein Ziel zu erreichen. Und jetzt stell dir vor, er will die fünf Freundinnen aufhalten. Um jeden Preis. Nenn ihn Der Logist und meide ihn. Sie alle bewegen sich aufeinander zu, sie sind voller Rache und haben keine Ahnung, dass du sie beobachtest.<< (Quelle: Amazon.de)

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

>>Sie stehen auf und gehen raus, sie schauen auf ihre Handys, reden, vergessen ihre zusammengeknautschten Popkorntüten und leeren Pappbecher und rufen sich Sprüche zu, gähnen, greifen einander an die Ärsche und haben längst vergessen, in welchem Film sie gerade waren.<<

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Noch kann ich nicht allzu viel zu dem Buch sagen, außer dass es gewöhnungsbedürftig ist, sich an die "Du"-Ansprache zu gewöhnen. Das macht es doch recht persönlich und ich kann mich mit den wenigsten Personen bisher auch nur annähernd identifizieren. XD Und es ist für meinen Geschmack etwas zu klein ung eng geschrieben, da ist das Lesen anstrengend. :'D

4. Welcher Gegenspieler/Bösewicht ist dir im Besonderen in Erinnerung geblieben - positiv oder negativ -, aus welchem Buch kommt er und warum?

Mir fällt spontan nur Lord Voldemort ein. xD Also nein, ich hab keine Gegenspieler, die mir besonders im Gedächtis geblieben sind. Die meisten sind ja auch einfach nur Standard-Gegenspieler, wie man sie überall findet. Einfallsreichtum und spezielle Charakterzüge, die wirklich im Gedächtnis bleiben, sind da schwierig zu finden. (Jetzt, wo ich das gesagt hab, muss ich es selbst besser machen, hahaa... :'D)


Was lest ihr gerade?
Welche Gegenspieler habt ihr noch lebhaft im Gedächtnis?

LG Alica

Montag, 7. Dezember 2015

[Rezi] "Bob, der Streuner" von James Bowen

(c) Bildrechte: Bastei Lübbe Verlag
"Bob, der Streuner"
von James Bowen
Originaltitel: A Street Cat Named Bod
Verlag: Bastei Lübbe, 2013
Band 1 von bisher 4
256 Seiten

~Klappentext~
"Das Leben meint es nicht gut mit James Bowen: Der Obdachlosigkeit entkommen, schlägt er sich als Straßenmusiker durch. Als er eines Abends einen abgemagerten, streunenden Kater vor seiner Tür findet, scheint er sein tierisches Ebenbild zu treffen. Und mehr noch: Während er den Streuner aufpäppelt, entwickelt sich eine besondere Freundschaft. Der Kater Bob will nämlich keineswegs zurück in die Freiheit. So, wie James dem Kater Bob seine Lebenskraft zurückgibt, so füllt das samtpfötige Wesen James Leben wieder mit Sinn - und jeder Menge witziger Anekdoten."
 ~Meine Meinung~
Wer Katzen mag, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Ich habe schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken gespielt, es mir zuzulegen - das hat sich damit ja nun erledigt. ;) Katzen sind ganz besondere Tiere, das weiß jeder, der mal selbst eine als Haustier hatte. Und Bob ist da noch einen kleinen Tick besonderer, denn er hängt an seinem Herrchen wie eine Klette, folgt ihm sogar jeden Tag zur Arbeit als Straßenmusiker. Und natürlich kommen auch die Passanten an Bob nicht vorbei und innerhalb einiger Monate ist Bob eine der bekanntesten Katzen in London (und später auch der Welt - Youtube und Co. sei Dank). Nebenbei steigert er somit auch den Verdienst seines Dosenöffners.

Die Beziehung zwischen James und Bob geht dabei wirklich ans Herz. Denn wie Bob James' Leben verändert und ihm durch den Drogen-Entzug hilft, ist wunderschön zu lesen und erinnert sicherlich den ein oder anderen Leser an eigene Haustiere. Ich bin, wenn es um Tiere geht, eh nah am Wasser gebaut und hatte daher das ein oder andere Mal Tränchen in den Augen. :)

Der Schreibstil ist recht einfach und es wiederholt sich oft was, doch bei einem ehemaligen Obdachlosen ohne Schulabschluss, der nie geplant hat, ein Buch zu schreiben, sollte man auch nicht mit zu hohen Ansprüchen herangehen. Der Schreibstil reicht vollkommen aus, um die süße Geschichte zu erzählen.

Die Bob, der Streuner-Bücher:
    Bob, der Streuner. Die Katze, die mein Leben veränderte
    Bob und wie er die Welt sieht. Neue Abenteuer mit dem Streuner
    Ein Geschenk von Bob. Ein Wintermärchen mit dem Streuner
    Alle lieben Bob. Neue Geschichten vom Streuner

Freitag, 4. Dezember 2015

Vampire und die Nachtahn-Reihe von Sandra Florean [#Werbung]

Den folgenden Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung.
 
Seit heute ist er erhältlich: Der letzte Band der Nachtahn-Reihe von Sandra Florean! Zu diesem Anlass gebe ich euch einen kleinen Einblick in die Welt der Vampire und die Reihe an sich!

Eigentlich hatte ich zur großen Veröffentlichung des letzten Nachtahn-Bandes von Sandra Florean - "Blutsühne" - einen richtig langen Beitrag geplant. Aber aus gesundheitlichen Gründen kam ich in den letzten Tagen doch nicht dazu, diesen so zu beenden wie ich es mir vorgestellt habe... :/ Daher folgt nun eine gekürzte Fassung (im Grunde kann man eh alles, was ich erzählen wollte, auf Wikipedia nachlesen... :'D).

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Vampire sind in der Literatur mittlerweile weit verbreitet. Gefühlt jedes dritte Cover im Buchladen zeigt doch derzeit einen (zumeist halbbekleideten) Vampir. Doch woher stammt diese Faszination? Der bekannteste aller Vampire ist wohl Dracula von Bram Stoker. Er hat maßgeblich das Bild des heutigen Vampirs gezeichnet. Schon er versuchte seine Opfer durch Betören zu locken - warum auch sonst sollte man sich freiwillig in seine Nähe begeben? Danach folgte weitere Vampirliteratur. Bekannt ist z.B. Anne Rice' "Chroniken der Vampire", dessen erster Band - "Interview mit einem Vampir" - jedem bekannt sein dürfte (wenn auch durch die Verfilmung mit Brad Pitt und Tom Cruise). Schon im eigentlichen Vampirglauben sagte man in vielen Regionen den Vampiren nach, ehemalige Angehörige zu sich zu holen. U.A. daraus mag sich die sexuelle Anziehungskraft der Vampire entwickelt haben. Das Blutsaugen kam erst viel später dazu, auch verbunden mit realen Krankheitsbildern (Porphyrie z.B.) oder durch Personen, die angeblich das Blut ihrer Opfer tranken (ich sag nur: Vlad Ţepeş - "Vlad, der Pfähler"). Hinzu kommt das Mysthische, das Vampire umgibt. Sie haben es geschafft, den Tod zu umgehen und somit Unsterblichkeit erlangt. Etwas, das viele Menschen fasziniert. Die düstere, blutdurstige Seite verstärkt dieses "Besondere" nur noch und macht Vampire zu zwiespältigen, interessanten Wesen, die zwischen ihrer menschlichen Seite und ihrem Blutdurst hin- und hergerissen sind. Nach und nach entwickelte sich so das heute in der Literatur weit verbreitete Bild des Vampirs: gutaussehend und sexuell anziehend. Durch ihr schönes Äußeres und ihre Vampirmagie locken sie ihre Opfer zu sich, um ihnen letztlich das Blut auszusaugen. Ihre übermenschliche Kraft hilft ihnen, sich gegen Widersacher zu wehren. Oftmals besitzen Vampire zudem besondere Fähigkeiten: sie können fliegen, Feuer erzeugen oder sich in Tiere verwandeln. Dadurch, dass viele der heute in der Literatur vorhandenen Vampire sich in Liebesgeschichten mit menschlichen Mädchen/Frauen wiederfinden, ist das Bild des Vampirs etwas verweichlicht. Der Höhepunkt dessen ist wohl Edward aus "Twilight".

Ich persönlich mag ja Vampire, die für ihr Blut über Leichen gehen - im wahrsten Sinne des Wortes - und kann mich auch mit den weniger hübschen Vampiren (und oftmals weniger menschlichen, was mit dem eigentlichen Vampirglauben der halbverwesten, wiederauferstandenen Leichen wohl besser zusammenpasst als glitzernde Schönlinge ;)) anfreunden, wie man sie oft eher in Spielen oder Gruselfilmen findet. Wenn ich dann auf Vampire in Verbindung mit einer Liebesgeschichte zurückgreife (was gelegentlich wirklich Spaß macht zu lesen), möchte ich auch nichts Verweichlichtes vorgesetzt bekommen. Ich mag z.B. die Reihe rund um Cat und Bones von Jeaniene Frost oder eben die Nachtahne von Sandra Florean, die ich auch gerade erst entdecken durfte und auf jeden Fall weiter verfolgen werde. :)

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Ich habe Sandra Florean mal die Frage gestellt, wer neben ihren eigenen Vampiren zu ihren Lieblingen gehört:

>>Lestat von Anne Rice. Die Bücher habe ich verschlungen. Lestat verkörpert sowohl die alten Rüschenvampir als auch den modernen Rocklieder singenden Vampir. Er war immer im Zwiespalt mit sich und der Welt und dem Sein. Stets hin- und hergerissen, nachdenklich, dann wieder draufgängerisch und voller verrückter Ideen. Das mochte ich.<<

Und wie kam sie wohl dazu, selbst einen Vampirroman zu schreiben? Und wie hat sie sich zwischen all den Möglichkeiten, die in der Literatur schon zu finden sind, für die Eigenschaften/ Fähigkeiten ihrer Vampire entschieden?

>>Inspiriert hat mich tatsächlich ein anderer Vampirroman, oder besser: der hat die Schreibbremse gelöst, die mich seit Jahren blockiert hatte. Der Wunsch nach einem „eigenen Vampir“ ist schon alt, doch mir fehlte immer die zündende Idee. Die Fähigkeiten sind ja das Besondere an der Reihe. Jeder Vampir verfügt über seine eigenen Kräfte, die oftmals aus menschlichen Talenten heraus gewachsen sind und sich mit dem Vampirdasein verstärkt haben. Manche Kräfte hat der junge Vampir auch von seinem Schöpfer mit auf den Weg bekommen, wenn dieser stark genug war. Viele Fähigkeiten zeigten sich erst bei der Entwicklung der Charaktere und ihrer Geschichte. Bei einigen war mir von Anfang an klar, der muss genau das können. Dorian zum Beispiel: um so lange als Vampirkiller ungeschoren davon zu kommen, brauchte er bessere Selbstheilungskräfte als andere und eine eigene Art zu Töten. Daraus entstand die Todeswelle, die er ganz gezielt und relativ mühelos einsetzen kann, um seine Feinde aus dem Weg zu räumen. Oder bei Jayden, der zwar ein guter Kämpfer ist, jedoch auch sehr intelligent, war sofort klar, dass er ein Meister der geistigen Kräfte sein musste. Er kann gut manipulieren, sich in andere Vampire hineindenken, deren Fähigkeiten aufspüren und für sich nutzen. Auch wird er dadurch zum perfekten Lehrmeister, und das passte einfach zu ihm.<<


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Jetzt wo wir alle einen kleinen Überblick über Vampirliteratur bekommen haben und wissen, woher die Nachtahne stammen, schauen wir uns die Reihe doch einmal im Detail an. Vielleicht fühlt sich der ein oder andere jetzt ja doch angesprochen und legt sich die Reihe selbst zu. Es gibt sie ja auch als eBook, für alle, die eine Printausgabe zu teuer finden. :P

"Mächtiges Blut - Nachtahn 1"
Dorian Fitzgerald ist reich und gut aussehend. Und er ist der wohl älteste Vampir auf Erden. Er wurde mit sehr mächtigem Blut geschaffen und hat es seit jeher als seine Aufgabe betrachtet, diejenigen seiner Art auszulöschen, die das Geschenk der Dunkelheit, die Dunkle Gabe, nicht verdient haben. Als er die junge Louisa in einer Disco entdeckt, ist er sofort fasziniert und will sie als Mann beeindrucken, nicht als Vampir. Doch ohne seine Vampirmagie muss er Hartnäckigkeit beweisen und ahnt nicht, in welche Gefahr er sie dadurch bringt.

Meine Rezension zum ersten Band findet ihr HIER!

"Bluterben - Nachtahn 2"
Obwohl Dorian begeistert ist von der Vorstellung, Vater zu werden, sieht Louisa ihr Leben erneut in Scherben liegen. Sie weiß nicht, wie sie ihre Tochter vor anderen Vampiren beschützen und wie sie ihr in der düsteren Vampirwelt ein normales Leben ermöglichen soll.
Plötzlich bekommt sie genau das angeboten, aber zu einem viel zu hohen Preis. Was ist Louisa zu tun bereit, damit ihre Tochter in Sicherheit aufwachsen kann? Kann sie alles dafür opfern? Selbst ihre Liebe zu Dorian?

"Gefährliche Sehnsucht - Nachtahn 3"
Nachdem sich Louisa und Dorian ihrer Tochter Zoe zuliebe mit ihren Mitstreitern Eric, Jayden und Michael zu einem Clan zusammengeschlossen haben, leben sie fernab ihrer Heimat unerkannt unter den Sterblichen. Unerklärliche Todesfälle erregen die Aufmerksamkeit der Polizei. Bei den Opfern handelt es sich um bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Vampire, und die Fitzgeralds geraten ins Visier von Vampirjägern. Ausgerechnet der eiskalte Jayden verliebt sich Hals über Kopf in eine von ihnen und bringt damit die ganze Gemeinschaft in Gefahr...

"Blutsühne - Nachtahn 4"
Innere Unruhe plagt die junge Vampirin Louisa. Der Hunger äußert sich bei jedem Vampir anders und ist schwerer zu kontrollieren als die Blutgier. Auch wenn ihr geliebter Dorian alles unternimmt, um ihr diese letzte quälende Last zu nehmen, ahnt Louisa, dass nur einer ihr helfen kann. Der ist allerdings weit weg. Sie hat ihn aus ihrem Leben verbannt, und ist sich nicht sicher, ob er je zurückkehren wird…


 

Alle Bände sind als eBook (um die 5€) und als Print (um die 15€) erhältlich. 
Nähres Infos zur Reihe und wo ihr sie am besten herbekommt, findet ihr auf Sandra Floreans Blog! Dort findet ihr auch den Link zu den Leseproben der jeweiligen Bände. :) 

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Ich hoffe, ihr hattet ein bisschen Spaß beim Lesen dieses Beitrags und er liest sich nicht so furchtbar, wie es sich in meinem Kopf gerade anfühlt. :'D Bin wie gesagt noch nicht wieder ganz auf der Höhe meiner geistigen Fähigkeiten.

LG Alica <3 

Donnerstag, 3. Dezember 2015

[Rezi] "Duddits - Dreamcatcher" von Stephen King

(c) Bildrechte: Ullstein Verlag
"Duddits - Dreamcatcher"
von Stephen King
Originaltitel: Dreamcatcher
Verlag: [HC] Ullstein, 2001 | [TB] Heyne, 2013
896 Seiten

~Klappentext~
"Henry, Jonesy, Biber und Pete besuchen dieselbe Schule und sind die dicksten Kumpels. Und sie haben einen fünften Freund, der etwas ganz besonderes ist: Duddits, ein Junge mit Down-Syndrom aus der Sonderschule, den sie einmal vor älteren Mitschülern in Schutz genommen hatten und mit dem sie seither den größten Teil ihrer Freizeit verbringen. Duddits mag zwar über den IQ einer Vogelscheuche verfügen, aber er ist witzig und liebenswert. Außerdem ist er mit einer telepathischen Begabung gesegnet, die sich ansatzweise auch auf die vier Freunde überträgt und einen Großteil ihrer engen Verbundenheit ausmacht -- auch wenn sie sich dessen kaum bewusst sind.

25 Jahre später: Die Lebenswege der Jugendfreunde haben sich weitgehend getrennt, doch jeden November gehen sie in den Wäldern von Maine gemeinsam auf die Jagd. Als sie auf ihrer Jagdhütte eingeschneit werden, nehmen sie die Radiomeldungen über seltsame Lichter am Himmel nicht weiter ernst, bis eine Megafonstimme aus einem Hubschrauber die Gegend zum Sperrgebiet erklärt. Von einer geheimnisvollen Epidemie ist die Rede, und aus der Ferne ertönen Schüsse, eine Explosion dröhnt durch den Wald. Für die vier Freunde beginnt ein Albtraum, der sie in die Vergangenheit führt, bis an die Grenzen ihres Vorstellungsvermögens."
~Meine Meinung~
Schon nach wenigen Kapiteln erinnerte mich "Duddits" an "Tommyknockers" vom selben Autor: Aliens und Telepathie - aber da hören die Gemeinsamkeiten auch schon mehr oder weniger auf, dafür werden andere altbekannte Inhalte eingebracht: verrücktes Militär, Jugendfreunde, u.a.

Es geht hier weniger darum, dass diese Wesen aus dem All kamen, sondern viel mehr darum, was sie mitgebracht haben und wie es sich ausbreitet. Eine wilde Jagd beginnt, die anfangs noch spannend zu verfolgen ist, dann aber mehr und mehr vorhersehbar und langatmig wird und mich letztendlich nicht mehr fesseln konnte.

Es ist kein gewohnt unheimliches Buch - außer am Anfang, wo noch alles im Dunkeln gelassen wird - sondern... ja, was eigentlich? Es geht tatsächlich hauptsächlich um diese Telepathie, wo sie plötzlich her kommt und wie Henry, Jonesy, Biber und Pete dazu kamen, schon früh mit einer Art Telepathie in Kontakt zu kommen und somit anfälliger zu werden, als die meisten anderen Menschen. Der Junge Duddits, der das Down-Syndrom hat, spielt dabei eine entscheidene Rolle.

Mir persönlich war das alles zu abgehoben und abgedreht. Übernatürliches findet man bei Stephen King ja immer mal wieder vor, aber hier war das schon arg an die Spitze getrieben. Ganze Kapitel spielen sich nur in gedanklichen Welten ab. Und dazu dann die "Kackwiesel", die ich nur eklig aber kein Stück gruselig fand.

Das Positive daran war aber immerhin, wie sehr Duddits' Lebensfreude hervorgehoben wurde, wie sehr er die vier Jungen beeinflusst hat und wie froh sie waren, ihn getroffen zu haben. Das ist für alle, die Menschen mit Down-Syndrom als "dumm und behindert" abstempeln eine tolle Botschaft, dass das eben nicht so ist.

Viel mehr fällt mir zu diesem Buch auch nicht ein. Es zieht sich alles sehr lange hin, viel hin und her, die Spannung bleibt auf der Strecke. Auf jeden Fall keines meiner Favoriten von Stephen King, sondern meiner Meinung nach eines seiner schlechtesten Werke.

Mittwoch, 2. Dezember 2015

[Monatsrückblick] November 2015

~Gelesen~

1.) Dunkle Sehnsucht -> Rezi
2.) Zwischen Schatten und Licht -> Rezi
3.) Langoliers - Das geheime Fenster (Kurzgeschichte)
4.) Schmetterlinge im Eis -> Rezi
5.) Mächtiges Blut -> Rezi
6.) Duddits -> Rezi


~Neuzugänge~

Wenn du dich traust - Kira Gembri
Mächtiges Blut - Nachtahn 1 - Sandra Florean (eBook) 
Bob, der Streuner - James Bowen


~Blogneuerungen~
  • Zusätzlich ist die Rezi zu Band 3 der "Sommerlicht"-Reihe online gegangen. Gelesen habe ich das Buch schon Anfang des Jahres.
~Sonstiges~

Ich bin derzeit sehr bemüht, schneller zu lesen, sodass ich zumindest mein Teil-Ziel, meinen SuB auf unter 10 Bücher zu reduzieren, vielleicht doch noch bis März zur Buchmesse schaffe. Leider häufen sich so langsam wirklich dicke Bücher auf meinem SuB. :'D Die brauchen natürlich so ihre Zeit, um ausgelesen zu werden. Aber immerhin habe ich diesen Monat schon 6 Bücher geschafft. Das finde ich für meine Verhältnisse durchaus in Ordnung. Nächsten Monat steht dann ja auch wieder Urlaub an. :3

Etwas schade war ja auch, dass ich Geburtstag hatte und nur zwei Bücher bekam. Es ist schon hart, wenn man sich keine Bücher wünschen darf... Aber ja... man muss auch mal standhaft bleiben, um schlechte Angewohnheiten (= zu großer SuB) zu bekämpfen. Umso mehr freue ich mich aufs nächste Jahr, wenn ich wieder fleißig kaufen darf. :P (Zumindest im Rahmen des dann baldigen 5-Bücher-SuBs... XD)

Insgesamt war der Monat aber ereignislos. Ich habe jedoch beschlossen, mir einen anderen Arbeitsplatz zu suchen, denn ich will zurück nach Kiel. Ich dachte, die Entfernung nach Hause wäre erträglich (sind ja nur 125 km), aber es ist schon anstrengend, immer hin und her zu fahren und jeden Abend alleine zu sein. Hinzu kommt, dass mir die Arbeit hier nicht wirklich gefällt (was nicht mit der Arbeit an sich zusammen hängt, sondern mit dem Chef und dem mit ihm verbundenen miesen Klima im Betrieb)... Da es in meiner Branche jedoch schwer ist, etwas neues zu finden, kann es noch eine ganze Weile dauern... :(

Und wie war euer November? Habt ihr geschafft, was ihr wolltet? Habt ihr ein paar schöne Lesetipps? Immer her damit! ;) 

LG Alica