Donnerstag, 19. Mai 2016

[Rezi] Drachenmagier

~Inhalt~

Chelestra, die einst so friedvolle Welt des Wassers, scheint dem Untergang geweiht. Die Sonne droht zu erlöschen. Fieberhaft arbeiten Zwerge, Menschen und Elfen an einem riesigen Gefährt, um ihre Welt zu verlassen, als plötzlich die gefürchteten Drachenschlangen auftauchen und ihre Opfer fordern. Haplo, der Botschafter der Patryn, nimmt den Kampf auf …

~Aufmachung~

Diesmal konnte ich das Cover keiner Szene aus dem Buch zuordnen. Von den Farben her passt es jedoch zu der Welt.

~Eigene Meinung~

Der vierte Band der Reihe "Die vergessenen Reiche" konnte mich wieder weniger begeistern. Schon der Anfang war zäh. Die neue Welt war zwar endlich mal eine freidliche, in der Menschen, Elfen und Zwerge zusammenleben, ohne sich zu bekriegen, aber vielleicht hat gerade das es langweilig gemacht? Auch die drei (oder besser vier) Charaktere, die dort von Bedeutung waren, haben mich genervt.
Dazu zählen die Zwergin Grundel, die Elfe Sabia und ihr Freund Devon, der sich im späteren Verlauf als Sabia ausgibt, um diese zu schützen, und das Menschenmädchen Alake. Alle vier sind furchtbar naiv und denken nie weiter als bis zur nächsten Ecke. Dazu sind sie frech und neugierig. besonders Grundels Art nervte mich. Sie meint alles besser zu wissen und gibt zu allem ihren Senf dazu.

Haplo bekommt direkt zu Beginn eine Lektion durch seinen Meister in Sachen Gehormsamkeit zu spüren. Und diese Bestrafung fiel wirklich brutal aus, was auf zeigt, wie ergeben Haplo seinem Meister ist, denn er nimmt die Strafe demütig auf sich und weiß selbst, dass er sie verdient hat. So etwas habe ich bisher noch in keinem Buch erlebt.

Auch Alfred, der Sartan, spielt wieder eine große Rolle. Doch da er in diesem Band ohne Haplo an seiner Seite unterwegs ist, gingen seine Tollpatschigkeit und Verpeiltheit noch deutlich mehr auf die Nerven als in den vorherigen Bänden. Alfred kann sich einfach nicht durchsetzen und hadert mit allem. Dazu stolpert er zufällig über ein Geheimnis nach dem anderen (gefühlt jedenfalls) und setzt öfters Magie ein, an die er sich hinterher nicht mehr erinnern kann. Es ist zwar recht offensichtlich, dass er noch eine große Rolle spielen wird, aber muss man ihn dabei so furchtbar nervtötend machen?

Neu dabei sind diesmal weitere Sartan, die Alfred auf Chelestra aus ihrem langen Schlaf erweckt. Ich hatte gehoft, dadurch würde ordentlich Spannung aufkommen, doch da auch unter den Sartan Meinungsverschiedenheiten herrschen, wurde die meiste Zeit nur diskutiert und gerästelt, wie weit man Alfred glauben kann. Das "Oberhaupt" der Sartan stellte dabei den größten Störenfried dar, denn er will mit allen Mitteln seine eigenen Ziele durchsetzen (und die beeinhalten eher wenig Frieden).

Neben all dem Hin und Her, dem Diskutieren und den wenigen Fortschritten kam leider erst zum Ende hin Spannung auf. Die neuen Gegner in Form der Drachenschlangen waren fies und unberechenbar. Es blieb lange im Dunkeln, was ihre Motivation ist. Der Showdown mit ihnen war durchaus gelungen.
Auch ergaben sich zum Schluss noch neue Wendungen, die im weiteren Verlauf interessant werden können. Das Ende hat den Band für mich daher gerettet, sonst wäre die Bewertung noch schlechter ausgefallen.

Fazit: Leider eher langatmig und mit nervigen Charakteren. Das Ende konnte jedoch mit Spannung überzeugen und macht wieder neugierig auf die Fortsetzung.

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