Montag, 25. April 2016

[Rezi] Allegiant

~Inhalt~

Die Fraktionen haben sich aufgelöst und Tris und Four erfahren, dass ihr ganzes Leben eine Lüge ist: Es gibt eine Welt außerhalb ihrer Stadt, außerhalb des Zauns. Für Tris und Four steht fest, dass sie diese neue Welt erkunden wollen. Gemeinsam. Doch sie müssen erkennen, dass die Lüge hinter dem Zaun größer ist, als alles, was sie sich vorstellen konnten, und die Wahrheit stellt ihr Leben völlig auf den Kopf. Als Tris dann auch noch die letzte Entscheidung treffen muss, kommt alles ganz anders als gedacht... (Quelle: Die-Bestimmung.de)

~Aufmachung~

Diesmal zeigt das Cover eine Welle, bei der ich nicht weiß, was genau sie darstellen soll. Bei Band 1 und 2 war ja jeweils ein Fraktionssymbol abgebildet, aber die Welle? Übrigens finde ich es witzig, dass im Deutschen die Farbe von Band 2 und 3 getauscht wurden. Ich finde, Rot passt zu Band 3 deutlich besser als zu Band 2, daher keine Ahnung, was sich der deutsche Verlag dabei gedacht hat. :D

~Eigene Meinung~

Für den Abschlussband der "Divergent"-Reihe hatte ich irgendwie etwas anderes erwartet. Etwas epischeres oder so, aber nicht das, was ich dann zu lesen bekam. Auch der letzte Band verlief auf seinen 500 Seiten eher gemächlich und rückblickend ist mal wieder kaum etwas passiert. Das ist für ein Reihenende einfach mau, passt aber leider zu den zwei Vorgängerbänden.
Inhaltlich hatte ich mir wie gesagt mehr Action, mehr unerwartete Überraschungen, Wendungen usw. gewünscht. Stattdessen war die Auflösung, was denn nun außerhalb der Zäune liegt, für meinen Geschmack zu einfallslos und es bleibt mir schleierhaft, wieso das all die Jahre niemanden interessiert hat (habe ich aber schon seit Band 1 kritisiert). Zudem wurde trotz allem nicht geklärt, was mit dem Rest der Welt passiert ist. Denn die USA sind, auch wenn sie es gerne anders hätten, nicht der Mittelpunkt von allem.

Ich versuche mal, ohne zu viele Spoiler auszukommen, auch wenn mir das bei manchen Punkten, einfach weil sie mir so unverständlich sind, schwerfällt.

Das Wichtigste: Hat die Frau Roth mal etwas von Vererbung gehört? Und was passiert, wenn man dafür sorgt, dass Menschen mit derselben "Krankheit" sich nur noch untereinander fortpflanzen und es kaum Vermischung gibt? Das ist schon sehr nah an Inzucht. Wie bitte soll das über Generationen hinweg gut gehen? In der Hinsicht hab ich absolut nicht mehr nachvollziehen können, ob die Autorin sich überhaupt informiert, bevor sie losschreibt. Wer da eine andere Meinung hat, darf mich gerne eines Besseren belehren. Vielleicht war mein Bio-LK ja voller Lügen. ;-)

Doch der gesamte Band baut auf dieser Sache auf und vor allem Four verhält sich in dem Zusammenhang plötzlich vollkommen anders. Er wird zum selbstzweifelnden Jammerlappen. Immerhin gibt sich das zum Ende hin wieder, aber phasenweise ging er mir damit mega auf den Keks.
Ein weiterer Negativpunkt in diesem Zusammenhang ist, dass alles, was in Band 1 und 2 passiert ist, alles was als wichtig gepriesen wurde, plötzlich sinnlos wird. Irgendwie stimmt da was beim Handlungsverlauf nicht. Vor allem, da die Geschehnisse innerhalb der Stadt kaum noch erwähnt werden, wobei gerade die doch wichtig sind bzw. immer wichtig waren.

Es sterben auch noch so einige Menschen in dem Band, darauf sollte man sich einstellen. Und leider fand ich manch einen Tod nicht perfekt umgesetzt bzw. in die Handlung eingebaut. Vor allem bei der ersten Person, die stirbt, wäre es logisch gewesen, später nochmal zurückzukommen und die Leiche zu holen. Aber gut, sollen sie doch alle in der Wildnis verrotten. :-P

Dabei hätte die grundlegende Idee des Ganzen gut werden können - wenn sie logischer umgesetzt worden wäre. Ab Band 1 hätte gezielter auf das Ende hingearbeitet werden müssen, gerne auch nur auf zwei Bände verteilt, denn vieles war nunmal überflüssiges Lückenfüllen und zäh wie ein altes Kaugummi.

Dafür gefiel mir das Ende erstaunlich gut und konnte meine Bewertung noch etwas bessern. Ich habe zwar mitbekommen, dass viele mit dem Ende so gar nicht zufrieden sind, aber ich fand es konsequent von der Autorin durchgezogen. Und mal ehrlich, es war doch zu erwarten. Es muss ja nicht immer Happy Ends geben und ein Happy End hätte angesichts der Gesamthandlug mehr als merkwürdig ausgesehen.

Fazit: Ein nicht allzu befriedigendes Ende einer durchschnittlichen Trilogie. Ich hatte mehr erwartet und war mit den Auflösungen nicht zufrieden, da sie vor allem größtenteils unlogisch und wenig durchdacht erscheinen. Da fragt man sich schon, ob die Autorin überhaupt jemals die ganze Reihe geplant hat, oder immer nur bis zum Ende des laufenden Bandes. Schade, denn die Grundidee war durchaus ausbaufähig und mit Potential!
Für das konsequent durchgezogene Ende gibt es jedoch ein Flämmchen extra. :-)

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