Montag, 17. Juli 2017

[Rezi] Zombies weinen nicht

~Inhalt~
Durch einen Blitzschlag wird Maddy zum Zombie. Gut, dass auch Zombies lieben können. Weniger gut, dass es auch böse Zombies gibt, gegen die ein Kampf entbrennt…

In der verschlafenen Kleinstadt Barracuda Bay führt Maddy Swift ein ganz normales Teenagerleben – sie mogelt sich zusammen mit ihrer besten Freundin so durch die Highschool und hofft, dass sich ihr neuer Mitschüler, der gut aussehende Stamp, einmal mit ihr verabredet. Als er das dann endlich tut, ändert sich auf einen Schlag ihr ganzes Leben.
Als sich Maddy in einer Regennacht herausschleicht, um Stamp bei einer Party zu sehen, wird sie von einem Blitz getroffen und fällt in Ohnmacht. Als sie wieder aufwacht, ist sie zunächst glücklich, noch am Leben zu sein. Im Laufe der Zeit dämmert es ihr jedoch, dass sie zu dem geworden ist, was sie am meisten fürchtet: zu einer lebenden Toten, einer Untoten, einem Zombie.
So ganz ohne Herzschlag und Atem muss Maddy mithilfe ihrer neuen untoten Freunde Dane und Chloe nun erst lernen, als Zombie zu überleben. Doch dass sie für ihr neues Leben nach dem Leben dringend ein Umstyling benötigt, ist nur der Anfang all ihrer Probleme. Als an der Barracuda Bay High die Entscheidungsschlacht der drei Teenager gegen die Zerkers, die bösen Zombies ausbricht, muss Maddy ihre ganze Kraft zusammennehmen, um das zu schützen, was ihr am wichtigsten ist – als sie erkennt, was genau das überhaupt ist. (Quelle: Papierverzierer-Verlag)

~Meine Meinung~
"Zombies weinen nicht" klang von der Beschreibung und dem Cover her nach einer witzigen, etwas anderen Zombie-Geschichte - und damit lagen meine Vermutungen richtig. "Zombies weinen nicht" ist vor allem eine humorvolle Geschichte, sehr sarkastisch mit einer Prise schwarzem Humor und so einigen Zombie-Klischees, die durch den Kakao gezogen werden. Wer also lieber ernste Geschichten mag, ist hier fehl am Platz.

Die Handlung beginnt mehr oder weniger als High-School-Story mit den fast typischen Problemen: Jungs, Freundschaft, Außenseiterdasein. Maddy als Protagonistin nimmt dabei ihr Leben als eher unbeliebte Mitschülerin recht locker, steht zu ihrem merkwürdigen Hobby (Grabinschriften abpausen) und ist relativ zufrieden damit, im Schatten ihrer besten Freundin Hazel zu stehen. Bis sie Stamp trifft und die Handlung ihren folgenschweren Lauf nimmt.

Getragen wird die Handlung wie gesagt vorrangig durch den Humor, zieht sich aber stellenweise etwas in die Länge und mir fehlte ab und zu etwas der Rote Faden bzw. das Ziel des Ganzen. Auch die Charaktere sind nur oberflächlich ausgearbeitet und konnten mich nicht wirklich mitreißen.

Die Zombie-Welt ist hier nicht ganz so typisch, denn es handelt sich nicht um die übliche Massen-Seuche wie man sie bspw. aus "The Walking Dead" oder "The Last of Us" kennt, sondern um einen etwas spezielleren Fall, der mit Elektrizität zusammenhängt. So richtig logisch fand ich das nicht, aber naja, wann sind Zombies schon wirklich logisch? "Zombies weinen nicht" hatte ja auch eindeutig nicht den Anspruch, wissenschaftlich nachvollziehbar zu sein. Hinzu kommt eine "Zombie-Gesellschaftsstruktur", die mich eher an typische Vampir-Storys erinnert hat - mit Ältestenrat, guten und bösen Zombies und gewissen Regeln und Gesetzen.

Während die Handlung in den ersten beiden Dritteln von Maddys Weg in die Zombie-Welt handelt, kommt erst im letzten Drittel der wirkliche Konflikt zum Vorschein und es wird recht schnell ein actionreicher Splatter-Spaß, der mir doch etwas zu viel des Guten war (in dem Sinne, dass etwas viele Menschen sehr kurzfristig und sehr sinnlos draufgehen).

Insgesamt fand ich "Zombies weinen nicht" unterhaltsam und kurzweilig mit einer etwas anderen Zombie-Welt, die sich Zombie-Fans auf jeden Fall mal ansehen sollten.

Kommentare:

  1. Hallo Alica,

    es ist ja nun kaum ein Geheimnis das ich Zombie Geschichten eigentlich weniger bis gar nicht mag. Einfach weil mir die Zombies gehirnlos und ekelig sind. :D Ich glaube allerdings mit durch den Kakao ziehen und mehr Humor könnte ich gut umgehen.
    Liebe Grüße Cindy

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    1. Es gibt ja auch genug andere Bücher, die du lesen kannst, die mehr deinem Geschmack entsprechen. ;) Ich kann durchaus verstehen, dass nicht jeder Zombies mag. :D

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