Dienstag, 27. Juni 2017

[Rezi] Phoenix - Tochter der Asche

~Inhalt~
Europa liegt nach einem fehlgeschlagenen Experiment im Jahr 1913 und diversen Kriegen mit Amerika in Trümmern. Mit der Hilfe des damals führenden Wissenschaftlers Nicola Tesla bauten die Saiwalo, eine überirdische Macht, Europa langsam wieder auf. 120 Jahre später erschüttert eine Mordserie Hamburg, die sich niemand erklären kann. Leon, ein Anhänger der Saiwalo und Mitglied der Kontinentalarmee, wird auf die Fälle angesetzt und trifft bei seinen Ermittlungen auf die rätselhafte Tavi. Wer ist sie und wieso ist sie so fest von der Schuld der Saiwalo an den Morden überzeugt? (Quelle: Papierverzierer-Verlag)

~Meine Meinung~
Von Ann-Kathrin Karschnicks Schreibstil konnte ich mich bereits durch ihren Beitrag zur AURORA-Reihe des Papierverzierer-Verlags überzeugen. Sie schreibt bildhaft, flüssig und besonders actionsreiche Szenen bekommt sie äußerst spannend hin! Auch die Art wie sie Geschichten erzählt, gefällt mir sehr gut. Es wird von Beginn an nie alles sofort offengelegt, der Leser wird langsam in die Welt eingeführt, erfährt nach und nach immer mehr. Die Welt baut sich allmählich um die Charaktere herum auf und man fühlt sich als Leser sofort wohl. Die Mischung aus Spannung halten und nicht zu wenig verraten gelingt hervorragend. Auch bei "Phoenix-Tochter der Asche". Dieser erste Teil einer Trilogie ist dabei ein gelungener Mix aus Fantasy, Krimi, Dystopie und "Tesla-Punk" (Subgenre des Steampunk). Die technischen Elemente reihen sich nahtlos zwischen die Fantasy-Wesen ein. Für mich ein bis dahin ganz neuer Genre-Mix.

Die Handlung wechselt zwischen actionreichen und ruhigeren Szenen ab, sodass beim Lesen nie Langweile aufkommt. Dabei bleibt es durchgehend spannend, denn immer wieder erfährt man etwas neues, überraschendes. Worauf die Handlung grob hinaus läuft, wird zwar recht schnell klar, sind die Saiwalo doch eindeutig der größte Feind, aber was genau passieren wird, ist stets unklar. Auch wie die verschiedenen Fantasy-Wesen mit der aktuellen Lage in Europa zusammenhängen, klärt sich nur langsam auf und lässt am Ende gerade genug offen, um für die folgenden zwei Bände noch Überraschungen parat zu haben und neugierig zu machen.

Auch die Charaktere sind gelungen. Man fühlt schnell mit Tavi mit, wohingegen mir Leon sehr lange eher unsympathisch blieb. Da sich die Erzählperspektive zwischen den beiden abwechselt, hat man stets verschiedene Blickwinkel auf die Geschehnisse. Dadurch werden die Gefühle (und teilweise Hintergedanken) der Protagonisten umso deutlicher und Gewissenskonflikte verständlicher. Eine Szene zwischen den beiden fand ich etwas zu plötzlich und in dem Moment unpassend gewählt, aber davon abgesehen machen die beiden eine nachvollziehbare Entwicklung durch.

Auch Nathan, der Schützling von Tavi, wächst einem schnell ans Herz und man hofft die ganze Zeit, dass er aus den Konflikten rausgehalten wird. Die Hexe Katharina ist ebenfalls sympathisch, auch wenn ich es immer etwas störend finde, wenn solche Charaktere absichtlich in Rätseln sprechen, um die Spannung hoch zu halten. Zum Glück kommt die Geschichte aber auch ohne Katharinas "weise Vorhersagen" sehr gut aus und voran.

Fazit: Gelungener Trilogie-Auftakt mit einem spannenden und interessanten Genre-Mix! Ich freue mich auf Band 2 und 3. 

Vielen Dank an den Papierverzierer-Verlag für das Rezensionsexemplar im Rahmen der Leserunde

Die Phoenix-Trilogie
    Band 1 - Tochter der Asche
    Band 2 - Erbe des Feuers
    Band 3 - Kinder der Glut

Kommentare:

  1. Das Buch klingt richtig klasse, nach einer bunten Mischung aus tausend verschiedenen Genres. :D
    Du hast mich mit deiner Rezension auf jeden Fall neugierig gemacht und das Buch ist nun auf meiner Wunschliste vertreten!

    Liebe Grüße,
    Anna

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Huhu, danke, freut mich, wenn dein Interesse geweckt wurde! Ich mag Ann-Kathrin Karschnicks Schreibstil auch echt gerne, es lohnt sich definitiv etwas von ihr zu lesen! :)

      Löschen

Die Kommentarfunktion beißt nicht. ;-)