Donnerstag, 23. März 2017

[Rezi] Blut wie die Liebe

~Inhalt~
Blut ist dicker als Wasser, heißt es.
Luisa kann dem so nicht zustimmen. Nachdem sich die Familie von ihr und ihrer Mutter abgewendet hat, pendeln die beiden durch ganz Deutschland. Daher weiß Luisa bei ihrem Umzug nach Kreuztal schon, dass sie in dieser kleinen Stadt nicht lange bleiben wird.
Umso überraschter ist sie, als sie hier Yasin kennen lernt, in dessen Familie sie das erste Mal Anschluss und Geborgenheit findet. 
Es könnte alles so einfach sein, wären da nicht noch Justus, der Luisas Welt komplett auf den Kopf stellt und ein Geheimnis, das von so großer Bedeutung für sie ist. (Quelle: A.L.Kahnau)

~Meine Meinung~
Die Handlung ist nichts wirklich Neues, kann jedoch durch liebenswerte Charaktere überzeugen. Auch durch die Einbindung des ortsüblichen Dialekts wird man immer wieder daran erinnert, wo man sich befindet (auch wenn ich selbst noch nie in Kreuztal oder Umgebung war). Das macht einen ganz eigenen Reiz aus.

Die Protagonistin Luisa hat bisher kein so angenehmes Leben gehabt, musste sie doch ständig wegen ihrer Mutter umziehen und konnte nie richtige Freunde finden. Ich fand Luisas Einstellung dazu nachvollziehbar und konnte richtig mit ihr mitfühlen, dass sie unter der Situation leidet und endlich einmal an einem Ort bleiben möchte. Auch das Verhältnis zwischen ihr und ihrer Mutter war gut dargestellt, auch wenn es schon echt hart ist, dass ihre Mutter überhaupt kein Interesse an Luisa zu haben scheint. Gern hätte ich mehr über sie und ihre Denkweise erfahren.
Von den beiden männlichen Protagonisten mochte ich Yasin lieber. Er ist der perfekte Freund und steht immer zu Luisa, egal was kommt. Aber natürlich hat er kein "Bad Boy"-Image, sodass Justus für Luisa anziehender wirkt - für mich stets wenig nachvollziehbar. Aber immerhin entwickelt sich das Verhältnis zwischen Luisa und Justus nach der anfänglichen Anziehung-auf-den-ersten-Blick nachvollziehbar weiter und zum Ende hin war mir Justus fast sympathisch.
Auch die Nebenpersonen fand ich für die Kürze des Buches recht gut ausgearbeitet. Besonders Herr Schmidt hat mich mit seinem Dialekt und seiner freundlichen Art sofort begeistert und für einige witzige Momente gesorgt.

Die Handlung verläuft insgesamt meistens vorhersehbar. Mich konnten jedenfalls nur wenige Wendungen wirklich überraschen. Dennoch habe ich Luisas Geschichte gerne verfolgt und fand sie sehr kurzweilig und angenehm zu lesen. Die Irrungen und Wirrungen der ersten Liebe und von neuen Freundschaften waren unterhaltsam und verständlich. Allerdings passierten auf den relativ wenigen Seiten doch sehr viele Dinge und ein paar Zufälle/Zusammenhänge waren doch etwas zu viel des Guten.

Am Ende hat Luisa dann eine wirklich gute, nachvollziehbare Entscheidung getroffen, die sehr gespannt auf Band 2 macht!

Blut wie die Liebe-Dilogie
    Band 1 - Blut wie die Liebe
    Band 2 - Blut wie die Liebe zu dir

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