Montag, 23. Oktober 2017

[Rezi] Elenas Rabe von A.L. Kahnau

~Inhalt~
"Drei Dinge sind es, die Elena seit frühesten Kindertagen von ihren Eltern eingeprägt bekommt:

Tugend, Fleiß und vor allem Hilfsbereitschaft. 
Doch dann trifft sie auf den skurrilen Corvid, der ihr offenbart, dass nichts so ist, wie es scheint und ihr eine Welt voller fantastischer Wesen vorstellt.
Elena gerät in einen Strudel aus Abenteuern, Mythen und Ungeheuerlichkeiten und der einzige Weg zurück führt durch den Goldenen Bogen, der erst dann erscheint, wenn sie es schafft, einen Krieg zu gewinnen, der nicht ihr eigener ist." (Quelle: A.L. Kahnau)

~Meine Meinung~
Mit "Elenas Rabe" hat A. L. Kahnau ein etwas seltener als Vorlage verwendetes Märchen herangezogen: Frau Holle. Allein das hat es für mich zu einem besonderen Leseerlebnis gemacht, liest man doch sonst überwiegend von den typischen Märchen (Dornröschen, Aschenputtel u.a.). Die Grundzüge des Märchens wurden dabei übernommen und durch neue Charaktere und eine schön ausgearbeitete Märchenwelt ergänzt, in der es viel zu entdecken gab. Mir haben die fantastischen Elemente sehr gut gefallen, waren sie doch vielfältig und perfekt märchenhaft.

Die Handlung folgte einem roten Faden, auch wenn die Hintergründe nicht sofort klar werden. Etwas störend war dabei das zwanghafte "Nichts Verraten" von Corvid, was Elena zwangsläufig lange Zeit im Dunkeln tappen ließ, was genau sie in der Welt soll. Ich verstehe nie, warum Charaktere Informationen absichtlich zurückhalten, wenn sich dadurch doch sehr klar spätere Konflikte anbahnen. Aber gut, das als kleinen und fast einzigen Kritikpunkt. Denn ansonsten war "Elenas Rabe" unterhaltsam, kurzweilig, spannend und mit sympathischen Charakteren ausgestattet. Besonders Elenas zunehmend erfrischend ehrliche, vorlaute Art haben mich schnell mit ihr mitfiebern lassen. Das Verhalten, das ihre Eltern ihr durch den Zwang, stets höflich, hilfsbereit und selbstaufopfernd zu sein, antrainiert hatten und Elena zu einer angepassten Ja-Sagerin werden ließ, wurde nach und nach durch ihre wahre Natur ersetzt. Diese Wandlung, die Elena teilweise selbst erschrocken hat, hat mir gut gefallen und sorgte für einige Schmunzler.
Corvid hingegen ist der klassische geheimnisvolle, gut aussehende, männliche Protagonist, der mich vor allem zu Beginn etwas genervt hat. Wenn er mal nicht versucht hat, Elenas Fragen auszuweichen, war er allerdings durch seine selbstverständliche Art unterhaltsam und liebenswert.

Bei allen auftauchenden Charakteren wusste man nie ganz genau, woran man war. Gut und Böse vermischen sich hier zu einem angenehmen Grau. Vor allem zu Ende hin hielt das noch einige Überraschungen bereit!
Das Ende selbst ging mir dann aber etwas schnell und problemlos vorbei. Da wäre definitiv noch mehr Potential drin gewesen!

Fazit: Gelungene Adaption eines seltener verwendeten Märchens und trotz kleiner Schwächen eine klare Leseempfehlung für jeden Märchenfan!


Sonntag, 22. Oktober 2017

Mein SuB kommt zu Wort #4


Nachdem ich letzten Monat nicht dabei war, mache ich heute zum vierten Mal bei "Mein SuB kommt zu Wort" von Annas Bücherstapel mit! Wer mitmachen mag, findet HIER den aktuellen Beitrag.

Also fix das Wort an meinen SuB abgeben:

Frage 1: Wie groß/dick bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?
Ich habe seit dem letzten Mal etwas abgenommen. Im August waren es noch 19 Prints, jetzt sind es nur noch 15. Aber das ändert sich ganz bestimmt im November, wenn Alica Geburtstag hat. ;-)

Frage 2: Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeige mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!
Im September ging es meiner Besitzerin Alica nicht so gut, daher gab es in dem Monat keine Neuzugänge. Und auch jetzt in den ersten Oktoberwochen sind nur zwei neue Bücher eingezogen:



"Gut gegen Nordwind" von Daniel Glattauer und "Vampire Academy 01" von Richelle Mead. Ersteres hat Alica im Antiquariat erstanden, während "Vampire Academy" von Tauschticket.de stammt. "Gut gegen Nordwind" wurde auch direkt gelesen und liegt somit schon nicht mehr auf mir. :D Aktuell läuft die SuB-Pflege (Abbau) also recht gut.

Frage 3: Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?
Zuletzt hat mich "Plötzlich Fee - Herbstnacht" verlassen. 


Das war eine "SuB-Leiche" aus dem letzten März, also noch nicht sooo alt. ;-) Und außerdem der 3. Band der Reihe. Eine Rezension gibt es noch nicht, allerdings war meine Besitzerin nur mäßig angetan. Der Band war leider nicht der stärkste der Reihe.

Frage 4: Lieber SuB, gibt es bei dir eine Reihe, die vollständig ist und nun darauf warten muss, dass dein Besitzer Zeit findet? Hast du Argumente für deinen Besitzer, dass er endlich damit beginnt?
Tatsächlich ja... Seit wenigen Monaten liegt auf mir die komplette Hexer-Reihe von Andrzej Sapkowski. Die wurde Alica von ihrer Mutter ausgeliehen, aber sie hat schon beschlossen, die Reihe erst Anfang 2018 zu beginnen. Vorher sollen noch ein paar andere Reihen abgeschlossen bzw. fortgesetzt werden. Da die Reihe auch noch nicht sooo lange auf mir liegt, darf sich meine Besitzerin gerne noch ein klein wenig Zeit nehmen - aber nicht zu viel! :P

Dienstag, 17. Oktober 2017

[Gemeinsam lesen] #41 - Mara und der Feuerbringer 02


"Gemeinsam lesen" ist eine Aktion von Schlunzenbücher, die ursprünglich von Asaviels Bücherallerlei begonnen wurde.
Es geht darum, jeden Dienstag vier Fragen zur aktuellen Lektüre zu beantworten, wobei die ersten drei Fragen immer dieselben sind.
Wer mitmachen möchte kommt mit einem Klick auf das Logo zur aktuellen Runde. :)

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?


Ich lese aktuell den zweiten Teil von "Mara und der Feuerbringer" und bin auf Seite 145 von 323.

Inhaltsangabe von Band 1:
"NEIN! Mara schüttelte die Bilder von sich und fasste einen Entschluss: Keine. Tagträume. Mehr. Nie wieder! Ab heute würde Mara das normalste Mädchen der Welt sein. Auf Wiedersehen, Traumwelt. Guten Tag, Realität." Die 14-jährige Mara wäre am liebsten eines: unauffällig. Ein ganz normales Mädchen. Ohne die Tagträume, die der Grund für die ständigen Hänseleien in der Schule sind. Doch gerade als sie beschließt, ihr Leben zu ändern, passiert plötzlich etwas Unglaubliches: Mara erfährt, dass sie eine der letzten Seherinnen ist. Eine Spákona. Und nur mithilfe ihrer besonderen Gabe kann sie verhindern, dass sich der Halbgott und Dämon Loki von seinen Fesseln befreit und zu einer Gefahr wird. Maras Welt gerät aus den Fugen: Wird sie es schaffen, sich dieser großen Aufgabe zu stellen?
Und HIER könnt ihr meine Rezension zu Band 1 finden. ;-)

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Der Anschiss von Mama war fast schon epochal gewesen."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Bisher gefällt mir der zweite Band sogar besser als der erste. Man war direkt mitten im Geschehen drin und Mara und Prof. Weissinger sind so ein super Duo, da macht es einfach nur Spaß zu lesen. :D Die Reihe ist wirklich witzig, kurzweilig und man lernt einiges über germanische Sagen.

4. Wenn ein Buch verfilmt wurde, das du noch nicht gelesen hast, liest du dann erst das Buch oder schaust den Film? (Frage von Diana)

Das ist unterschiedlich, je nachdem wie gut der Film klingt. Wenn mir ein Film gefallen könnte, egal ob ich das Buch gelesen habe oder nicht, dann schaue ich ihn mir meistens auch an. Normalerweise lese ich das Buch dann aber nicht mehr. Höchstens wenn es ohnehin auf meiner Wunschliste stand oder ich es schon auf dem SuB habe. Oder wenn alle sagen, der Film wäre komplett anders als das Buch und ich dann neugierig werde. ;-)

Wenn ich so überlege, habe ich bisher auch tatsächlich nur von "Shining" erst den Film gesehen und dann das Buch gelesen. Sonst war es doch immer andersherum.

LG Alica

Samstag, 7. Oktober 2017

Lesenacht bei Bookdemon [Updatepost]

Heute Abend mache ich bei der Lesenacht von Bookdemon mit! Wer auch teilnehmen mag, findet HIER den Link zum Blog. :-) Die Lesenacht findet zusammen mit dem Papierverzierer Verlag statt, aber man kann auch Bücher aus anderen Verlagen lesen. ;-) Die Fragen werden sich lediglich am Verlag orientieren.

Da ich leider etwas krank bin, weiß ich nicht, ob ich bis zum Ende dabei sein werde, aber ich schaue mal. Evtl. bin ich auch nicht direkt ab 19 Uhr dabei.

Frage 1: Was liest du heute?
Ich habe gestern dieses Buch begonnen, das ich heute auch weiter lesen möchte:

Plötzlich Fee - Herbstnacht
 


UPDATES

15:35 - Post ist erstellt und ich werde jetzt noch Tee trinken und mich ausruhen. ;-)

20:50 - Besser spät als nie, aber da bin ich. :-) Gleich geht es los mit Lesen. Essen ist noch im Ofen.

Frage 2: Welches Buch war die Hölle für dich?
Hm, also richtig schlimme Bücher hab ich noch nicht gelesen. Ich lese zwar ab und an Horror, aber ich bin da abgehärtet. :-P 
Im Sinne von richtig schlechte Bücher fällt mir auch grad keines ein. Wenn mir etwas so gar nicht zusagt breche ich es ab bevor es "die Hölle" werden kann.

21:15 - Welches Wesen würde dich in die Welt des Buches führen, das du gerade liest?
Das wäre bei "Plötzlich Fee" wohl irgendeine hinterhältige Fee. XD

23:05 - Ich komme kaum voran... Hab erst 50 Seiten geschafft und bin grad schon wieder echt müde...  :-(

Frage 4: Wenn du etwas Entscheidendes an deinem aktuellen Buch neuschreiben könntest, was wäre es?
Die Protagonistin ist etwas anstrengend, das würde ich ändern. :-P Und es geht mit der Handlung grad etwas zäh voran, da könnte man einiges kürzen...

Frage 5: Du musst den Protagonisten deines aktuellen Buches heiraten. Wie aufgeschmissen bist du?
Erstmal ist der so gar nicht mein Typ. XD Ich wüsste überhaupt nicht, was ich mit dem soll. Vermutlich würde ich mich über ihn ärgern und immer genervt von ihm sein. Keine schöne Zukunft zu zweit . :-P 

Freitag, 6. Oktober 2017

[Monatsrückblick] September 2017

Im September hatte ich eine schlimme Leseflaute. Ich hatte überhaupt keine richtige Lust zu lesen, was wohl mit daran lag, dass ich emotionale Achterbahn gefahren bin. Ich hatte einfach nicht die Konzentration zum Lesen. Das wurde erst zum Ende des Monats besser. Endete aber damit, dass ich kein einziges meiner Print-Bücher gelesen haben... Und das, wo doch in einem Monat schon mein Geburtstag ansteht und der SuB dann Zuwachs bekommen wird. >.< Aber naja, Spaß am Lesen kann man nun mal nicht erzwingen. Und immerhin habe ich trotzdem ein paar Geschichten erleben können.

Monatsbilanz
3 eBooks
3 Hörbücher [=1920 Seiten]

Seiten: 2940

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Empire State von Adam Christopher (eBook)
Das Buch habe ich schon im Juli für die Papierverzierer-Challenge begonnen, aber irgendwie kam ich schlecht voran, obwohl ich das Buch echt spannend fand! Grund ist wohl, dass ich mich mit meinem eReader immer noch nicht vollends angefreundet habe. Jedenfalls denke ich etwas selten an ihn, wenn es ums Lesen geht... :'D Empire State war anfangs etwas verwirrend, aber nach und nach hat sich alles aufgeklärt. Sowas mag ich gerne. :) "Zeitreise"-Roman (wie es z.B. beim großen A beschrieben wird) finde ich allerdings eine etwas unpassende Beschreibung. "Parallelwelten" trifft es besser.
[4,5 Flämmchen - Rezension]





Elenas Rabe von A. L. Kahnau (eBook)
Eine kurzweilige Märchenadaption von Frau Holle. Also mal etwas ganz anderes. Die manchmal sehr schlagfertige Elena hat mir einige Schmunzler entlocken können und auch die anderen Charaktere mochte ich. Auch war bis zum Ende nicht vorhersehbar, wer auf welcher Seite steht. Leider war mir das Ende dann aber trotzdem zu schnell und einfach gelöst. Für Märchen-Fans aber sehr zu empfehlen!
[4 Flämmchen - Rezension folgt]





Die Dreizehnte Fee von Julia Adrian (eBook)
"Die Dreizehnte Fee" wird ja ziemlich gehyped und stand daher schon eine Weile auf meiner WuLi. Ich hatte im Vorfeld schon befürchtet, dass mich eher die weniger begeisterten Stimmen wiederspiegeln würden, obwohl ich Märchenadaptionen eigentlich mag. Positiv waren auch die düstere Stimmung und die verschiedenen eingebundenen Märchen, sodass die Handlung durchaus Potential hatte. Ansonsten konnte mich das Buch jedoch nicht überzeugen. Die ewigen gedanklichen Wiederholungen von Lilith und ihr unlogischer Charakter haben das kurze Büchlein zäh werden lassen. Die eigentliche Handlung wurde durch einen Haufen Zufälle vorangetrieben und bestand im Grunde nur daraus, dass Lilith von einer Fee zur nächsten stolpert, sie tötet, und alles ganz fürchterlich bedauert. Die Folgebände werde ich sehr wahrscheinlich nicht lesen.
[2 Flämmchen - Rezension folgt]

Die 5. Welle von Rick Yancey (Hörbuch)
Das erste Drittel hat mir sehr gut gefallen. Die Kaltblütigkeit der Aliens und ihr taktisches Vorgehen bei der Auslöschung der Menschheit waren erschreckend und faszinierend zugleich. Danach wurde es allerdings etwas zäh. Die militärische Ausbildung von Zombie und seinen Kollegen wurde schnell öde und die Szenen mit Cassie erstaunten mich immer wieder durch die unlogischen und unpassenden Abschweifungen zum Aussehen von Even und den Sorgen, ob er sie vielleicht nackt gesehen haben könnte. 99% der Menschheit sind tot, jeder könnte mein Feind sein, aber oh Gott, vielleicht sieht mich ein Junge nackt??? Das Ende wurde dann aber echt spannend und ich werde auch die Fortsetzung verfolgen.
[3,5 Flämmchen - ohne Rezension]

Blutbraut von Lynn Raven (Hörbuch)
Mein erstes Buch von Lynn Raven, von der man ja auch immer mal wieder positives hört. Ich war also gespannt. Die Geschichte rund um Lucinda, die als Blutbraut ihr Blut an den für die bestimmten Vampir geben soll, war auch durchaus kurzweilig und die Charaktere nicht so leicht zu durchschauen. Allerdings war vor allem der Beginn des Buches mal wieder ein typischer Fall von "Mit einem Gespräch wäre alles aus der Welt geschafft". Warum müssen die Charaktere sich alles so schwer machen? Dadurch kam die Handlung lange Zeit nicht richtig in Fahrt.
[3 Flämmchen - ohne Rezension]



Eine kurze Geschichte von fast Allem von Bill Bryson (Hörbuch)
Das Hörbuch habe ich auch schon vor einiger Zeit begonnen, kam aber erst jetzt dazu, es zuende zu hören. Das Buch ist eine Zusammenfassung von vielen verschiedenen naturwissenschaftlichen Themen. Es beginnt bei der Entstehung des Weltalls und endet bei der Entstehung des Menschen. Alles wird sehr gut verständlich beschrieben, mit Anekdoten aus dem Leben der Wissenschaftler, die die jeweiligen Gebiete erforscht haben. Ich habe zwar nicht viel neues gelernt, aber jeder, der über den Urknall, Sterne, Planeten, Quantenphysik, Evolution, chemische Elemente und und und schon immer etwas lernen wollte, ist hier genau richtig! Das Buch ist unheimlich kurzweilig und unterhaltsam - und man lernt dabei noch etwas. ;) Das Hörbuch ist zudem mit "Justus Jonas" als Sprecher sehr zu empfehlen!
[5 Flämmchen - ohne Rezension]

Donnerstag, 5. Oktober 2017

[Rezi] Empire State von Adam Christopher

~Inhalt~
"EMPIRE STATE IST DAS ETWAS ANDERE NEW YORK. Ein Paralelluniversum, eine Ära der Prohibition voller Gauner und Schnüffler, die eine verdrehte, magische Spiegelwelt aus unserem geschäftigen Big Apple der Gegenwart darstellt. Es ist ein Ort, in dem hinter jeder Ecke finstere Gestalten lauern, während sich die einstigen großen Superhelden, die für die Sicherheit auf den Straßen sorgten, jetzt in unsinnigen Wettstreitereien und Kleinkriegen verlieren. Nun, eigentlich wissen die Bewohner nichts von diesem wirklichen New York… das bleib zumindest so, bis Detective Rad Bradbury eine Entdeckung macht, die das Leben aller Bewohner verändern wird." (Quelle: Papierverzierer)


~Meine Meinung~
Das Buch habe für eine Challenge des Papierverzierer Verlags gelesen und wäre ohne die Challenge wohl nie darauf aufmerksam geworden. Denn das Cover ist recht unscheinbar und wirkte auf mich eher abschreckend. Auch der Klappentext sprach mich nicht direkt an, da ich mir nicht viel unter der Handlung vorstellen konnte.
Doch "Empire State" hat sich beim Lesen als äußerst spannend herausgestellt! Vorweg möchte ich anmerken, dass die Beschreibung "Time Travel", wie sie beispielsweise bei Amazon im Titel mitgenannt wird, nicht passt. Es handelt sich um Parallelwelten, nicht um Zeitreisen. Wer also einen Zeitreiseroman erwartet, wird wie ich wohl etwas verwundert sein.

Die Handlung ist anfangs recht verwirrend und man braucht eine Weile, um alles zuzuordnen. Auch die Erklärungen eröffnen sich erst relativ spät, sodass man gemeinsam mit dem Protagonist Rad Bradbury im Dunkeln tappen darf. Nachdem ich die ersten verwirrenden Kapitel hinter mir hatte, gefiel mir dieser Aufbau gut. Er regt zum Weiterlesen an, hält die Spannung aufrecht. Man sollte nur nicht direkt zu Beginn zu viel Grübeln, was alles zu bedeuten hat. ;-) Die Auflösung folgt noch früh genug und kann absolut überzeugen.

Die Charaktere sind vielschichtig, nicht leicht zu durchschauen und dennoch sympathisch. Rad ist dabei ein klassischer Krimiheld mit etwas zu viel Alkoholkonsum und etwas zu wenig Geld, aber dem Herzen am richtigen Fleck. Er setzt alles daran, der Frau, die ihm den Auftrag gibt, ihre verschwundene Freundin zu finden, zu helfen. Nur leider verstrickt ihn das in ungeahnte Komplikationen, von denen er niemals auch nur ansatzweise geträumt hätte.

Die Handlung wird zum Ende hin immer epischer und endet in einem kinoreifen Showdown. Längen gab es nur wenige, die den Lesefluss auch nur geringfügig aufgehalten haben. Das Ende kam dann leider trotzdem recht plötzlich und ließ mich mit einigen kleinen Fragen zurück. Leider bleiben einige Schicksale von Charakteren im Dunkeln und alles löst sich zu schnell in ein Happy End auf. Daher gibt es einen kleinen Punktabzug.

Genretechnisch ist "Empire State" schwierig einzuordenen. Neben Krimielementen gibt es auch Bestandteile des Steampunk und der Science-Fiction. Sogar Superhelden dürfen mitmischen, sodass der Vergleich mit dem klassischen Gotham-Setting aus Batman durchaus passend ist. Die düstere, schmutzige Atmosphäre des Empire State tut da ihr übriges.

Fazit: Insgesamt war ich von "Empire State" sehr positiv überrascht. Der Spannungsbogen war gekonnt aufgebaut, die Aufklärungen folgten genau dann, wenn man ebenso wie der Protagonist zu verwirrt war, und sorgten für eine 180° Wendung, die es in sich hatte. Vom Ende abgesehen hat mich "Empire State" überzeugt und mitgerissen und ich bin sehr auf weitere Werke des Autors gespannt!

Sonntag, 24. September 2017

[Rezi] Wächter der Meere, Hüter des Lichts von Oliver Schlick

~Inhalt~
"Ein Leuchtturm ist ein Ort zwischen den Welten. Zwischen Land und Meer. Zwischen Feste und Wasser. Ein Ort, an dem sich das Endliche und das Unendliche berühren.

»Komm … Wasser … weg …« Eine flehende Stimme am aufgewühlten Meer und ein berstender Leuchtturm verfolgen die sechzehnjährige Rebecca im Traum. Als sie kurz darauf von Leuchtturmwärtern kontaktiert wird, glaubt sie nicht an einen Zufall. Doch nichts kann sie auf die erschütternden Dinge vorbereiten, in die sie nun eingeweiht wird. Plötzlich ist nichts mehr, wie es war – denn das Schicksal hat Rebecca eine ganz besondere Rolle zugedacht..." (Quelle: Ueberreuter)

~Meine Meinung~
"Wächter der Meere, Hüter des Lichts" beginnt passend für mein Jugendbuch mit einer Party, bei der die 16-jährige Rebecca plötzlich Stimmen hört und Farben sieht. Ihre einzig logische Erklärung ist Drogeneinfluss, denn davon hängt auf der Party genug in der Luft. Doch auch Tage später ändert sich nichts an dem Zustand und Rebecca glaubt, verrückt zu werden. Bei ihren strengen Eltern, die sie direkt in eine psychiatrische Anstalt einliefern lassen, auch kein Wunder. Doch von da an stellt sich Rebeccas Leben gehörig auf den Kopf.

Schon während dieser ersten Szenen des Buches wird Rebecca einem äußerst sympathisch. Sie glaubt nicht alles, was man ihr sagt, hinterfragt auch mal. Das, was ihr zustößt, verwirrt sie, dennoch lernt sie schnell, sich mit den neuen Umständen zu arrangieren. Im Laufe der Geschichte wächst sie immer mehr über sich hinaus, zeigt ihre mutige, entschlossene Seite. Einzig etwas merkwürdig fand ich, dass sie mit den Wächter recht schnell mitgegangen ist, obwohl die wirklich recht verrückt anmuten und sie auf eine Insel mitten im Meer "verschleppten". Zwar hatte sie auch keine gute Alternative, aer ich hätte zuvor deutlich mehr Erklärungen gefordert.

Die Wächter, die Rebecca mit ihrer neuen Aufgabe konfrontieren, sind ein schrulliger Haufen vollkommen unterschiedlicher Personen, die jeder für sich einfach liebenswert sind! Sie sorgen für eine Menge Schwung in der Handlung und wirken, obwohl es doch recht viele Wächter sind, überhaupt nicht blass oder oberflächlich. Man schließt sie schnell alle ins Herz, auch nachdem deutlich wird, dass unter ihnen ein Verräter lauern muss.

Die Handlung dreht sich - wie so oft - um eine alte Prophezeiung. Diese stellt sich natürlich nicht als eindeutig heraus, sodass ein wenig Rätselraten notwendig wird. Zum Glück hat es einen Sinn, dass Rebecca Stimmen hört, denn das wird sie ans Ziel führen. Zu Beginn gerieten mir die Stimmen zwar etwas oft in den Hintergrund und die Erklärungen, was es mit der Prophezeiung und Rebeccas Rolle auf sich hat, wurden künstlich in die Länge gezogen, aber davon abgesehen, konnte das Buch fesseln, war äußerst kurzweilig und hat mich öfters zum Schmunzeln gebracht. Leuchttürme und das Meer spielen eine große Rolle. Jeder, der das Meer liebt, wird sich also richtig heimisch zwischen den Buchseiten fühlen. Ich jedenfalls konnte die salzige Meeresluft des Öfteren regelrecht schmecken und den Wellen im Sturm zuhören.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, bildhaft und sowohl in ernsten als auch humorvollen Situationen gelungen. Die Handlung bietet einige Denkanstöße.

Fazit: Ein gelungener Mix aus witzigen, schrulligen Figuren und einem ernsten Grundthema mit Fantasyelementen. Nach dem spannenden Start leider kurzzeitig etwas langatmig, zum Ende hin aber sehr fesselnd! Für jeden Fan von Geschichten etwas abseits des Mainstream.

Mittwoch, 20. September 2017

[Rezi] Die Legenden der Schattenjäger-Akademie von Cassandra Clare

~Inhalt~
"Ohne Erinnerungen muss Simon erneut herausfinden, wer er eigentlich ist. Hat er das Zeug zum Dämonen bekämpfenden Helden - wie ihm seine früheren Freunde Clary und Jace erzählen? Oder ist er doch der bleiche Comicfan, der nicht einmal die Kraft hat, eine Waffe der Nephilim richtig in der Hand zu führen? Und dann gibt es noch Isabelle, an deren Liebe er sich nicht erinnern kann, obwohl es in seinem Bauch kribbelt, immer wenn er an sie denkt. War er wirklich mit diesem tollen Mädchen zusammen, und wenn ja, wie hat er das nur angestellt?" (Quelle: Arena)

Anmerkung: Ich habe das englische Original gelesen, aber weil der Inhalt ja identisch ist, rezensiere ich mal für die deutsche Ausgabe. ;-)

~Eigene Meinung~
Das Buch spielt nach dem Ende von City of Heavenly Fire und beinhaltet 10 Kurzgeschichten aus Simons Alltag an der Schattenjäger-Akademie. Wer die Hauptreihe also nicht kennt, wird an dem Buch vermutlich eher weniger Freude haben. Schließlich bleibt dann vieles unverständlich.
Für Fans der Hauptreihe ist das Buch aber sicherlich ein Muss. Und auch wenn mich "City of Heavenly Fire" und "Die Chroniken des Magnus Bane" zuletzt eher enttäuscht haben, habe ich dem Buch rund um Simon eine Chance gegeben.
Und ich wurde nicht enttäuscht.

Die 10 Kurzgeschichten sind abwechslungsreich, haben stets einen neuen Charakter, der mit im Mittelpunkt steht, und werden somit kaum langweilig. So gibt es unter Anderem ein Wiedersehen mit Isabelle, Clary, Jace, Magnus und Alec, aber auch mit weniger präsenten Charakteren. Vor allem die Blackthorns, die in "The Dark Artifices" die Hauptrolle spielen, bekommen mehrere Auftritte. Simon, den ich in der Hauptreihe nicht so gerne mochte, wurde mir hier richtig sympathisch. Auch werden einige kritische Themen wie z.B. Rassismus auf eine nicht aufdringliche Art angesprochen. Und natürlich gibt es einen ausgewogenen Mix aus Humor und ernsten Szenen wie man es aus den anderen Büchern der Reihe gewohnt ist.

Die Rahmenhandlung dreht sich um Simons zwei Jahre an der Schattenjäger Akademie, an der sein Schulalltag beschrieben wird. Dazwischen gibt es immer wieder Rückblenden zu Geschehnissen aus der Vergangenheit oder "Ausflüge" zu Nebenhandlungen. Einige Aspekte der Schattenjäger-Welt werden dadurch noch näher erläutert bzw. man bekommt neue Einblicke, z.B. aus der Zeit als Valentin seinen Zirkel gerade erst aufbaut oder aus Tessa und Wills Familienleben. Diese Szenen waren gelegentlich etwas zu ausschweifend und führten nicht immer zu dem Ziel, das ich erhofft/erwartet hatte. Da hätte man sich teilweise kürzer fassen können. Interessant war es aber dennoch, rundet es das gesamte Universum doch gut ab.

Simon bleibt sich stets treu und lässt sich von anderen nicht von seiner Meinung abbringen. Seine Unsicherheit über seinen Gedächtnisverlust ist nachvollziehbar und er hadert sehr damit, dass er nicht weiß wie er früher war und ob er jemals wieder derselbe sein wird. Im Laufe der 10 Geschichten macht er jedoch eine nachvollziehbare Wandlung durch und wächst wieder einmal über sich hinaus.

Fazit: Unterhaltsame Kurzgeschichten aus der Schattenjäger-Akademie, die dem Leser und Fan der Reihe Simon näher bringen und mit zusätzlichen Informationen und Überraschungen aus der Schattenjäger-Welt aufwarten können.

Dienstag, 19. September 2017

[Gemeinsam lesen] #40


"Gemeinsam lesen" ist eine Aktion von Schlunzenbücher, die ursprünglich von Asaviels Bücherallerlei begonnen wurde.
Es geht darum, jeden Dienstag vier Fragen zur aktuellen Lektüre zu beantworten, wobei die ersten drei Fragen immer dieselben sind.
Wer mitmachen möchte kommt mit einem Klick auf das Logo zur aktuellen Runde. :)

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?


Ich lese aktuell an drei Büchern zeitgleich. Mehr oder weniger jedenfalls, denn irgendwie habe ich eine kleine Leseflaute. :'D 

"Die Dreizehnte Fee - Erwachen" von Julia Adrian. Ich bin auf Seite 71 von 211 (eBook).
Für tausend Jahre schlief die Dreizehnte Fee den Dornröschenschlaf, jetzt ist sie wach und sinnt auf Rache. Eine tödliche Jagd beginnt, die nur einer überleben kann. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen Hexenjäger erkundet sie eine Welt, die ihr fremd geworden ist. Und sie lernt, dass es mehr gibt als den Wunsch nach Vergeltung.
"Horror Stories" von H. P. Lovecraft. Ich bin auf Seite 52 von 519.
H. P. Lovecraft ist der Meister des Horrors, sein Werk ist ein »Schöpfungsmythos« (Michel Houellebecq) phantastischer Literatur, das von Autoren der Zunft nicht nur verehrt, sondern immer wieder weitergeschrieben wurde und wird. Einer der bekanntesten ist Wolfgang Hohlbein, der hier eine persönliche Auswahl von Lovecrafts Erzählungen zusammengestellt hat. Ein Gipfeltreffen der Schauergeschichte.
"One Salt Sea - October Daye #5" von Seanan McGuire. Ich bin auf Seite 58 von 354.
October "Toby" Daye is finally doing all right—and that inevitably means it's time for things to take a turn for the worse. Someone has kidnapped the sons of the Duchess Dianda Lorden, regent of the Undersea Duchy of Saltmist. To prevent a war between land and sea, Toby must not only find the missing boys, but also prove that the Queen of the Mists was not behind their abduction. She'll need all her tricks and the help of her allies if she wants to make it through this in one piece.
2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Die Dreizehnte Fee": "Der Gang führt steil hinab."

"Horror Stores": "Die Haut war auf morbide Art kalt und trocken, und die Zellstruktur des Gewebes schien außerordentlich grob und brüchig."

"One Salt Sea": "That was a nice change."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

"Die Dreizehnte Fee"
Die Reihe wurde/wird ja ziemlich gehyped, sodass ich schon neugierig war, wie sie mir gefallen würde. Ich war vorher eigentlich schon sicher, dass ich zu der Gruppe gehören würde, die das Buch weniger mögen und ich scheine damit Recht zu behalten. Den Schreibstil mag ich und er passt gut zu einem Märchen, aber ich kann die Charaktere null nachvollziehen. Die Fee verhält sich wie ein junges, naives Mädchen, das mir mit seinem Gejammer echt auf den Keks geht. Und warum erfährt man den Namen des Hexenjägers nicht? Ich werde das Buch schon noch zuende lesen, vielleicht überzeugt es mich im weiteren Verlauf noch, aber bisher kann ich über das Verhalten der Fee echt nur den Kopf schütteln. :/

"Horror Stories"
Ich wollte schon lange etwas von H. P. Lovecraft lesen und die Kurzgeschichtensammlung bot sich da. Allerdings hatte ich wohl einen schlechten Zeitpunkt zum Lesen erwischt, denn obwohl die erste Geschichte an sich gar nicht so schlimm war, habe ich prompt Albträume bekommen. XD Manchmal ist man ja einfach empfindlicher für sowas. Hab wohl zu lange nichts mehr aus dem Genre gelesen. :P

"One Salt Sea"
Der mittlerweile fünfte Band, den ich aus der Reihe lese. Bisher ist noch nicht viel passiert, daher kann ich gar nicht viel dazu sagen. (Außer vielleicht dass Connor irgendwie ein langweiliger Charakter ist und ich nicht ganz verstehe, was Toby an ihm findet...)

4. Was ist dein Lieblingsgenre und warum magst du genau dieses Genre so gerne?

Das ist anhand meiner aktuellen Auswahl wohl schon gut zu erkennen: Fantasy. :) Einfach weil man in fremde Welten, zu unbekannten Wesen reisen kann und einen Haufen Abenteuer erlebt. Realitätsnähe habe ich im Alltag ja schon genug, da muss ich davon nicht unbedingt auch noch lesen. Bei Fantasy kann ich super abschalten, über die Fantasie den Autors staunen und in meinem Kopf die verrücktesten Sachen erleben. Das macht einfach Spaß. :)


LG Alica

Dienstag, 12. September 2017

[Rezi] Die Mitte von Allem von Anna Shinoda

~Inhalt~
"Clare liebt ihren Bruder Luke über alles – er ist ihr strahlender Held, mit dem sie Abenteuer erlebt, der ihr das Schwimmen beibringt und der sie beschützt. Seit ihrer Kindheit sitzt Luke jedoch immer wieder im Gefängnis. Als er nun nach vier Jahren frühzeitig entlassen wird, hofft sie, dass er sich dieses Mal geändert hat. Aber bald darauf wird Luke erneut verhaftet. Während Clares Eltern versuchen, den schönen Schein zu wahren, und Luke immer wieder mit offenen Armen empfangen, beginnt Clare, an seiner Unschuld zu zweifeln. War er nur zur falschen Zeit am falschen Ort? Als Clare schließlich selbst in Lukes Machenschaften hineingezogen wird, will sie wissen, wer ihr Bruder wirklich ist. Sie geht der Vergangenheit auf den Grund. Doch was sie dort findet, übertrifft ihre schlimmsten Befürchtungen." (Quelle: Amazon)

~Meine Meinung~
"Die Mitte von Allem" ist ein Familiendrama, das aus Sicht von Clare, dem jüngsten der drei Geschwister, geschildert wird. Die Kapitel wechseln sich zwischen Gegenwart und Vergangenheit ab, wodurch sich die Zusammenhänge nur allmählich erschließen und das Ausmaß der Probleme nicht sofort deutlich wird. Das erzeugt Spannung und hat mich dazu gebracht, das Buch nicht aus der Hand legen zu wollen. Die große Frage, warum Luke immer wieder im Gefängnis landet, obwohl er doch nur "zur falschen Zeit am falschen Ort war" - wie Clares Mutter im wieder betont - treibt den Leser an. Und stellt auch Clare immer wieder vor Rätsel.

Clare hat Luke stets als fürsorglichen, liebevollen großen Bruder in Erinnerung, der sie vor allem beschützen wollte. Das wird in den Rückblenden schnell deutlich und es fällt nicht schwer, Luke zu mögen, obwohl er schon seit seiner Jugend immer wieder im Gefängnis war. Trotzdem wird er von den Eltern immer mit offenen Armen empfangen und ist weiterhin das Lieblingskind, während Clare es ihrer Mutter niemals recht machen kann und in allem kontrolliert und eingeschränkt wird, egal wie gut ihre Noten sind oder wie geduldig sie die Vielzahl an Aufgaben erledigt, die ihre Mutter ihr aufzwingt. Clare ist eine starke Protagonistin, die nie in Selbstmitleid versinkt und versucht, nach Vorne zu blicken, obwohl die Vergangenheit als Skelett stets an ihrer Seite steht. Das macht sie sehr sympathisch und ich konnte mit ihr mitfühlen. Peter als mittleres Kind geht dabei regelrecht unter - und wehrt sich mit rebellischem Verhalten dagegen, was Clare ein ums andere Mal verletzt. Peter war mir bis kurz vor dem Ende am unsympathischsten, dann erfährt man endlich, warum er sich so ungerecht verhält - und das erklärt einiges. Die Motive von Clares Eltern bleiben allerdings größtenteils im Dunkeln. Warum die Mutter so übertrieben versucht, den Schein der perfekten Familie zu wahren, wird am Ende angedeutet, aber was den Vater angetrieben hat, all das bereitwillig mitzumachen, blieb mit ein Rätsel.

Die Handlung überzeugt durch die geschickte Verwebung der Vergangenheit und der Gegenwart. Von der glücklichen Familie, die Clare in Erinnerung hat, und dem, was Luke getan haben muss und wie er sich immer wieder merkwürdig verhält und für Clare immer unverständlicher handelt. Man möchte als Leser genauso sehr wissen, was Luke wirklich ins Gefängnis gebracht hat und wie sich das mit dem gutherzigen Bruder vereinbaren lässt, den er für Clare war und ist. Doch auf die Erklärung muss man bis zum Ende des Buches warten - dafür kann sie umso mehr schockieren. Manch einem mag der langsame Verlauf der Handlung, der eher ruhig bleibt und viel aus Clares Alltag mit ihrer Familie und ihren Freunden beschreibt, zu zäh erscheinen, doch ich fand ihn genau richtig. Nur selten hatte ich das Gefühl, die Handlung würde auf der Stelle treten.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm. Das Familienskelett Skel, das in schwierigen Situationen immer wieder vor Clares Augen auftaucht, stellt einen erschreckend humorvollen Kontrast zu der schwierigen Thematik dar, die Anna Shinoda gekonnt aufgebaut hat.


Sonntag, 10. September 2017

[Rezi] Mara und der Feuerbringer

~Inhalt~
Die 14-jährige Mara Lorbeer wäre am liebsten ein ganz normales Mädchen. Ohne diese nervigen Tagträume, über die sich ihre Schulkameraden immer wieder lustig machen! Doch da passiert etwas Unglaubliches: Mara erfährt, dass ausgerechnet sie die letzte Spákona ist, eine Seherin. Nur mit Hilfe ihrer besonderen Gabe kann sie verhindern, dass sich der Halbgott und Dämon Loki von seinen Fesseln befreit und zu einer Gefahr wird. Maras Welt gerät aus den Fugen: Wird sie es schaffen, sich dieser großen Aufgabe zu stellen? (Quelle: Mara und der Feuerbringer - Offizielle Website)

~Meine Meinung~
"Mara und der Feuerbringer" bindet Inhalte der germanischen Mythologie auf eine überaus unterhaltsame und witzige Art ein. Überhaupt musste ich beim Lesen öfters Schmunzeln. Mara ist ein humorvolles, ironisches junges Mädchen, das mit seiner esoterischen Mutter und einer überaus regen Fantasie leben muss. Da sie ständig in ihre Tagträume abdriftet, machen sich in der Schule viele über sie lustig und sie hat kaum/keine Freunde. Obwohl Protagonistinnen mit Außenseiterrolle nichts besonders einfallsreiches sind, war mir Mara mit ihrer Art doch schnell sympathisch. 

Innerhalb weniger Kapitel findet sie sich in einem Abenteuer wieder, das sie recht schnell akzeptiert. Sie - und der Leser - bekommen zu Beginn durch einen sprechenden Zweig vieles direkt erklärt, sodass die Geschichte sich nicht lange mit Vorgeplänkel aufhalten muss. Dadurch merkt man, dass das Buch eher für jüngere Leser geschrieben ist. Mir hätte ein etwas längerer, weniger direkter Einstieg besser gefallen. Danach entwickelt sich die Handlung aber positiv weiter. Mara erfährt, dass sie eine Spákona, eine Seherin ist - und muss schnell feststellen, was das bedeutet: Ihre Tagträume werden noch realer als bisher! Langweile kommt eigentlich nie auf, ein Ereignis jagt das nächste und ich wurde von der Handlung positiv überrascht.

Bei ihrer Suche nach Antworten und einer Lösung für die vom Zweig genannten Probleme, wendet Mara sich an Professor Weissinger, der germanische Mythologie an der Münchener Universität unterrichtet. Er und Mara ergeben ein klasse Team, das sich gut ergänzt und sich an Starrköpfigkeit gegenseitig übertrifft. Die Charaktere sind insgesamt alle authentisch und vor allem Mara gibt eine nachvollziehbare Teenagerin ab, deren jugendliche Sprache in gelungenem Kontrast zur gehobeneren Sprache von Prof. Weissinger steht. Auch die vorkommenden germanischen Helden geben eine gute Figur ab und haben ihre eigene Sprechweise, die durch ihre Altertümlichkeit manchmal etwas ulkig anmutet.

Fazit: Germanische Mythologie mal anders. Zwar merkt man, dass das Buch für jüngere Leser gedacht ist, dennoch konnte es mich mit den Elementen verschiedener germanischer Sagen und der humorvollen Erzählweise sehr gut unterhalten.

Die Mara-Trilogie:
    Band 1 - Mara und der Feuerbringer
    Band 2 - Mara und der Feuerbringer - Das Todesmal
    Band 3 - Mara und der Feuerbringer - Götterdämmerung

Samstag, 9. September 2017

[Rezi] Die blendende Klinge

~Inhalt~
"Gavin Guile stirbt. Der hoch geehrte Lord Prisma glaubte, er hätte noch fünf Jahre zu leben – doch jetzt bleibt ihm nicht mal mehr eines. Viel zu wenig Zeit, um auch nur seine drängendsten Probleme zu lösen: Denn die alten Götter werden wiedergeboren und setzen sich an die Spitze einer unbesiegbaren Armee, die Tausende von verängstigten Flüchtlingen vor sich hertreibt. Gavins einzige Chance, dem tödlichen Chaos Einhalt zu gebieten, könnte ausgerechnet sein Bruder sein – dessen Leben er vor sechzehn Jahren raubte…(Quelle: blanvalet)

~Meine Meinung~
Auch wenn der erste Band bei mir schon eine Weile zurücklag (so ca. 3 Jahre), kam ich schnell wieder in die Geschichte hinein. Die Handlung setzt kurz nach dem Ende von Band 1 an und führt die Ereignisse ohne größeren Zeitsprung weiter.

Grundhandlung ist der Konflikt mit dem Farbprinzen, der die Chromeria und ihre Regeln und Gesetze zerschlagen möchte. Jeder, unabhängig von Herkunft oder Status, soll Wandler werden dürfen, ohne sich der Chromeria unterwerfen zu müssen. Eine neue Weltordnung soll her und damit kommt die sich anbahnende Wiederauferstehung der Alten Götter gerade recht. Der Konflikt, der sich hier auftut, ist vor allem religiöser Natur und damit aktuell wie eh und je.

Der Handlungsschwerpunkt liegt in diesem Band jedoch auf Kips Entwicklung in der Chromeria, wo er zu einem Schwarzgardisten ausgebildet werden soll. Es wird sehr viel aus seinem Schulalltag und all den Steinen, die man ihm in den Weg legt, berichtet. Manch einem könnte das etwas langatmig erscheinen, ich fand es aber unterhaltsam und Kip wurde mir immer sympathischer. Aus dem unsicheren Pummelchen wird während der Handlung ein immer selbstbewussterer junger Mann, der seine Fähigkeiten mehr und mehr einzuschätzen und einzusetzen weiß. Das auf ihn noch große Aufgaben zukommen werden, ist offensichtlich und ich freue mich darauf, seinen Werdegang in den nächsten Bänden weiter zu verfolgen. Besonders die Konfrontationen mit Andross Guile, dem Vater von Gavin Guile, der als Roter einer der mächtigsten Personen in der Chromeria darstellt und Kip gerne loswerden würde, waren spannend. Kip lernt dabei in einem nachvollziehbaren Tempo dazu und vieles gelingt ihm nicht auf Anhieb. Auch die größere Bedeutung des Kartenspiels, mit dem Andross Guile ersucht, Kip fertigzumachen, indem um besondere Einsätze gespielt wird, gefiel mir, sowie die geheimen Karten und die Geschichte dahinter.

Neben den meistens - jedoch nicht immer! - eher gemütlichen Kapiteln rund um Kips Schulalltag verfolgt man auch wieder andere Charaktere. Allen voran natürlich Gaviv Guile, der in diesem Band eine erschreckende Erfahrung machen muss, die seine Position als Prisma stark gefährdet. Da ihm nicht mehr viel Zeit bleibt, seine Ziele zu erfüllen, muss er schnell handeln und hält sich kaum noch mit Nebensächlichkeiten auf. Das sorgt für einen ereignisreichen Fortlauf der Handlung mit einigen Überraschungen, die mich kaum zu Atem kommen ließen. Einige Szenen sind so grandios episch beschrieben, dass ich einfach immer weiter lesen musste. Besonders das Ende des Bandes ist hier zu erwähnen. Selten war ich nach Beenden eines Buches so überwältigt von den Geschehnissen der letzten Seiten. Brent Weeks versteht es, den Leser genauso wie seine Charaktere leiden zu lassen und Wendungen einzubauen, mit denen man niemals gerechnet hätte.

Die Geschichte und die Welt, in der sie spielt, ist komplex, das Magiesystem etwas erfrischend neues. Ebenso vielschichtig sind die Charaktere, die sich stetig weiterentwickeln, ihre guten und schlechten Seiten haben und damit kaum in Schubladen passen. Immer wieder wird der Leser durch unerwartete Wendungen überrascht. Wer sich auch auf die etwas langatmigeren Abschnitte einlässt, wird mit einer epischen Fantasygeschichte belohnt.

Die Licht-Reihe:
    Band 1 - Schwarzes Prisma
    Band 2 - Die blendende Klinge
    Band 3 - Sphären der Macht
    Band 4 - Schattenblender
    Band 5 - Düsterer Ruhm
    Band 6 - Lichtbringer (voraussichtlich Oktober 2018)




Samstag, 2. September 2017

[Monatsrückblick] August 2017

Der Monat August war lesetechnisch recht erfolgreich. Und ich hatte endlich (das erste Mal seit Januar) Urlaub (auch wenn der wenig erholsam war...).


Monatsbilanz
5 Prints
1 Hörbuch

Seiten: 2600


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Die blendende Klinge von Brent Weeks
Begonnen habe ich das Buch bereits Mitte Juli, aber wegen seinen 950 Seiten habe ich etwas länger dafür gebraucht. Es hat sich jedoch gelohnt, die Reihe endlich weiter zu lesen. Dieser zweite Band hat mich komplett überzeugt und wenn ich erstmal am Lesen war, war es echt schwer wieder aufzuhören. Auch deshalb ging es so langsam voran, unter der Woche kam ich einfach nicht wirklich dazu, mir Zeit für die Geschichte zu nehmen. Jetzt freue ich mich auf die nächsten Bände! Wer epische, durchdachte High-Fantasy mag ist hier goldrichtig!
[5 Flämmchen - Rezension]









Mara und der Feuerbringer von Tommy Krappweis
Ich lese unheimlich gerne Romane, in denen germanische Mythologie untergebracht ist. Daher stand die "Mara"-Trilogie schon eine ganze Weile auf meiner WuLi. Der erste Band war witzig und kurzweilig, Mara als Protagonistin wirklich sympathisch. Zwar richtet sich das Buch eher an jüngere Leser, ich fühlte mich trotzdem gut unterhalten.
[4 Flämmchen - Rezension]





Die Tote ohne Namen von Patricia Cornwell (Hörbuch)
Wer meinem Blog schon länger folgt, weiß, dass ich eher selten Krimis lese. Von den Fällen von Kay Scarpetta lese ich alle paar Jahre mal wieder einen Band, diesmal hatte ich einen als Hörbuch. Inhaltlich war es spannend, unvorhersehbar und bot wiedermal einen verstörenden Einblick in menschliche Abgründe. Die Hörbuchsprecherin war allerdings... naja. Bei einem spannenden Krimi mit monotoner Stimme vorzulesen, lässt einiges flöten gehen... (Daher für das Hörbuch leider Punktabzug.)
[3 Flämmchen - ohne Rezension]






Die Mitte von Allem von Anna Shinoda
Ein bedrückendes Familiendrama, das eher ruhig erzählt wird. Nur langsam haben sich die Hintergründe zusammengefügt. Die Geschichte lebt von Clares Alltag und ihrer inneren Zerrissenheit, den Unsicherheiten, den Geheimnissen. Mich hat die Geschichte mitgenommen und am Ende erschüttert. Leider wird aber nicht klar, warum ihre Mutter so handelt, wie sie handelt. Das hätte mir zum perfekten Buch noch gefehlt.
[4,5 Flämmchen - Rezension]







Tales from the Shadowhunter Academy von Cassandra Clare
Früher zählte Cassandra Clare zu meinen Lieblingsautoren, doch nach "City of Heavenly Fire" und "Die Chroniken des Magnus Bane" war ich etwas enttäuscht und habe die Schattenjäger eine Weile nicht weiter verfolgt. Nun habe ich mich doch an die Abenteuer von Simon nach dem Ende von "City of Heavenly Fire" gewagt und war doch positiv überrascht. Die Kurzgeschichten waren überwiegend unterhaltsam, manchmal auch traurig. Simon wurde mir tatsächlich doch noch sympathisch. Nun freue ich mich doch wieder, weitere Bücher aus der Welt zu lesen. 
[4 Flämmchen - Rezension]








Wächter des Lichts, Hüter der Meere von Oliver Schlick
Das Buch habe ich bei einem Gewinnspiel bei Goldkindchen gewonnen. :) Vom Setting her hat es mich sofort angesprochen - Meer, Leuchttürme - das ist doch wie Zuhause! Tatsächlich fühlte ich mich in der Geschichte gut aufgehoben und hatte manchmal etwas Heimweh. Allerdings konnte mich die Story trotz der liebenswerten Charaktere nicht vollends überzeugen. Mir fehlten ab und zu ausführlichere Erklärungen. Dennoch sehr zu empfehlen.
[4 Flämmchen - Rezension]

Mittwoch, 23. August 2017

[Rezi] Das Mädchen

~Inhalt~
"Die Welt hat Zähne. Und mit denen beißt sie zu, wann immer sie will. Diesmal trifft es die neunjährige Trisha. In einem Moment der Unachtsamkeit verirrt sie sich hoffnungslos im dichten Wald. Sie erlebt eine Odyssee voller Schrecken, von der ersten flatternden Unruhe im Bauch über die Stürze in der Wildnis bis hin zum Abstieg in eine Welt voller Halluzinationen. Dazu die nervenzersägenden Moskitos..." (Quelle: Lübbe Audio)

~Meine Meinung~
Ich bin ein großer Fan von Stephen King und habe schon so einiges vom ihm gelesen. Natürlich kann bei der Masse an Büchern, die er bisher veröffentlicht hat, nichts alles gleich gut gefallen. Zu "Das Mädchen" gibt es sehr unterschiedliche Meinungen und so war ich gespannt, wie es mir gefallen würde.

"Das Mädchen" habe ich als Hörbuch gehört. Aus einem mir unverständlichen Grund haben sich die Sprecher abgewechselt, was inhaltlich keinen Sinn ergeben hat und auch keiner Logik folgte. Oder ich habe die Logik nicht erkannt? Ich fand auf jeden Fall die Stimme von Franziska Pigulla passender als die von Joachim Kerzel, da sie besser zu Trisha als Protagonistin passte.

Die Geschichte beginnt wie für Stephen King gewohnt eher ruhig und entwickelt sich langsam. Trishas Familie mit Mutter und Bruder wird vorgestellt und sie gehen gemeinsam wie jedes Wochenende auf einen eigentlich harmlosen Wandertrip. Es wird schnell deutlich, dass es Trishas Mutter unglaublich wichtig ist, "sinnvolle" Ausflüge mit ihren Kindern zu unternehmen, um Zeit zusammen zu verbringen. Doch Trisha und ihr Bruder sehen das anders. Wer will als Teenager schon am Wochenende Wandern oder ins Museum? Entsprechend oft gibt es Streit über die Aktivitäten.
So auch diesmal. Während Trishas Mutter und Bruder sich auf der Wanderung streiten und Trisha komplett ausblenden, verläuft diese sich nach einem kleinen Toilettengang im Wald.

Der Spannungsaufbau gelingt hier wie von Stephen King bekannt sehr gut. Anfangs ist man genau wie Trisha hoffnungsvoll, den Weg zurück zum Wanderweg zu finden. Doch je länger sie unterwegs ist, umso deutlicher wird, dass der Wald riesig ist und nur ein kleiner Teil tatsächlich durch Wege erschlossen. Das Gefühl, verloren zu sein, wird immer unerträglicher und die unbekannten Geräusche im Wald werden bedrohlicher. Wer schon einmal alleine in einem abgelegenen Wald unterwegs war, kennt das sicherlich: Das Gefühl, dass hinter jedem Geräusch, jedem Rascheln oder knackenden Zweig, ein Wildschwein oder verrückter Axtmörder lauert. Oder geht das nur mir so? (Allerdings hat sich mir in einem verwilderten Waldstück auch schon mal ein Wildschwein genähert...)
In der ersten Hälfte weiß das Buch durch die unbekannte Umgebung und das Gefühl, völlig alleine zu sein, zu fesseln. Und natürlich ist Trisha auch nicht ganz alleine im Wald... Wie für Stephen King typisch lauert dort etwas.

In der zweiten Hälfte ging mir die Spannung aber allmählich verloren. Es passierte nicht viel neues. Trisha kämpfte sich erstaunlich gut durch für ein junges Mädchen, fand in letzter Minute immer etwas zu Essen und Wasser. Die Gefahren verblassten etwas, da man als Leser schnell ahnt, worauf alles hinausläuft. Das Ende war dann auch wenig spektakulär und recht schnell vorbei. Ich hätte mir einen etwas epischeren Showdown gewünscht und zwischendrin etwas mehr unerwartete Action.

Trisha als Protagonistin ist wie gesagt recht erwachsen für ihr Alter. Sie reißt sich erstaunlich gut zusammen, setzt ihren Weg immer weiter fort und verzweifelt kaum. In schwierigen Momenten denkt sie sich stets ihr Idol, einen Football-Spieler, herbei und schöpft Kraft aus seiner Fähigkeit, Spiele immer wieder für seine Mannschaft zu gewinnen.
Von anderen Charakteren wird kaum etwas berichtet. Nur ab und zu wird kurz erwähnt, wie die Suche nach Trisha läuft. Hier fand ich es etwas merkwürdig, dass niemand damit gerechnet hat, wie weit Trisha laufen kann oder warum Suchhunde ihre Spur nicht aufnehmen konnten.

Fazit: Eines der Bücher von Stephen King, die mich weniger überzeugen konnten. Während "Das Mädchen" echt gut beginnt und das unheimliche Gefühl, alleine im Wald zu sein, perfekt wiederspiegelt, wird es ab der Hälfte immer vorhersehbarer und verliert an Spannung.

Dienstag, 22. August 2017

Mein SuB kommt zu Wort #3


Zum dritten Mal bin ich bei "Mein SuB kommt zu Wort" von Annas Bücherstapel dabei! Diesmal zwei Tage "zu spät", weil... ja, warum eigentlich? Irgendwie bin ich seit letzte Woche Dienstag kaum am Laptop gewesen und habe jetzt einiges nachzuholen. :O

Also fix das Wort an meinen SuB abgeben:

Frage 1: Wie groß/dick bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?
Ich habe seit letzten Monat etwas abgenommen, aber nicht viel. Aus 19 Print-Büchern bestehe ich nun (und immer noch 29 eBooks).

Frage 2: Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeige mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!
Tatsächlich sind seit dem letzten Monat genau drei neue Bücher bei mir eingezogen! :D Und zwar diese Schätzchen:

"Wächter der Meere, Hüter des Lichts" von Oliver Schlick hat meine Besitzerin Alica bei einem Gewinnspiel gewonnen! :D Und sie freut sich schon SO SEHR auf das Buch! Das Meer und Leuchttürme spielen da eine große Rolle und Alica hofft, sich sehr heimisch zu fühlen. Schließlich ist sie an der Ostsee aufgewachsen.

Die Trilogie "Zwölf Wasser" stand schon länger auf der WuLi von Alica und diesen Band 1 hat sie als Mängelexemplar entdeckt und spontan mitgenommen.

"Sphären der Macht" ist wiederum der dritte Band der Licht-Reihe von Brent Weeks. Nachdem meine Besitzerin nach Jahren endlich Band 2 gelesen hatte, wollte sie die Reihe nicht wieder so lange schleifen lassen und hat direkt Band 3 bestellt. Mal sehen, wie lange es nun dauert, bis sie es tatsächlich liest. :P

Frage 3: Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?
Das letzte Buch, das mich verlassen hat, aktuell aber noch gelesen wird, ist "Tales from the Shadowhunter Academy" von Cassandra Clare. Alica war früher sehr großer Fan der Schattenjäger, aber "City of Heavenly Fire" und "Die Bane-Chroniken" haben sie dann etwas enttäuscht. Die Kurzgeschichten rund um Simon gefallen ihr bisher aber ganz gut.

Davor wurde "Die Mitte von Allem" von Anna Shinoda aus dem Magellan-Verlag gelesen, aber eine Rezension gibt es dazu noch nicht. Es ist wirklich schlimm, wie Alica ihre Rezensionen immer schleifen lässt!

Frage 4: Lieber SuB, zeige uns doch mal dein kleinstes und dein größtes Buch! (Frage von Conny – danke!)
Das sind aktuell wohl diese zwei, wobei auch der Rest der "Plötzlich Fee"-Reihe auf mir subbt.


Der Größenunterschied ist schon deutlich! :D