Sonntag, 30. Oktober 2016

[Rezi] Mit dir unter den Sternen

~Inhalt~

Als Mondgöttin ist es Lunas Aufgabe, jede Nacht den Mond über den Himmel zu geleiten, und das für alle Ewigkeit. Der einzige Lichtblick in ihrem tristen Dasein ist der Sonnengott Sol, mit dem sie schon seit Jahrhunderten befreundet ist. Als Luna jedoch Gefühle für den anderen Gott entwickelt, die sie eigentlich nicht haben dürfte, steht ihre Welt plötzlich Kopf. Niemand darf davon erfahren, vor allem nicht ihre Mutter. Doch gibt es für Luna und Sol überhaupt eine Zukunft? (Quelle: Asuka Lionera)

~Eigene Meinung~

Es handelt sich bei "Mit dir unter den Sternen" um eine Kurzgeschichte aus dem "Divinitas"-Universum der Autorin Asuka Lionera. Zeitlich handelt sie weit vor den Geschehnissen in "Divinitas" und "Falkenmädchen", weshalb ich die Kurzgeschichte zuerst gelesen habe.

Inhaltlich ist es sehr simpel (und aufgrund der Kurzgeschichtenlänge auch kurz ;) ): Mondgöttin und Sonnengott verlieben sich ineinander, obwohl sie das nicht dürfen. Als einzigen Ausweg flüchten sie in die Menschenwelt, doch natürlich bleibt das nicht ohne Folgen.

Leider konnte mich die Kurzgeschichte nicht wirklich überzeugen. Die Liebe ist kitschig, einfältig, die beiden Götter zwar durchaus sympathisch, aber ohne weitreichendes Denken. Von Göttern, die seit hunderten von Jahren existieren, hätte ich mehr Weitsicht und Verantwortungsgefühl erwartet. Stattdessen verlieben sie sich Hals über Kopf (nachdem sie hunderte von Jahren mehr wie Bruder und Schwester waren) und brennen sozusagen durch. Ich kann verstehen, dass nach hunderten von Jahren voller Eintönigkeit so etwas einen besonderen Reiz ausübt, aber wirklich nachgedacht haben sie viel zu spät. Auch dass sie sich so plötzlich so vollumfänglich lieben und nicht mehr ohne einander können, war nicht ganz nachvollziehbar dargestellt.
Luna, die Mondgöttin, war mir auch etwas zu sprunghaft. Manchmal erschien sie richtig naiv, kindlich und zurückhaltend, dann wieder entschlossen und für ihre Überzeugung einstehend. Das mag auch auf die Kürze der Geschichte zurückzuführen sein, aber mir war sie häufig zu inkonsequent in ihrem Charakter.

Der Inhalt war wie gesagt vorhersehbar und einfach gestrickt. Dass am Ende nichts Gutes dabei rauskommt, wenn Götter ihre Aufgaben vernachlässigen, war offensichtlich und immerhin wurden sie für ihre Dummheit bestraft.

Ich denke, dass es tatsächlich besser wäre, "Mit dir unter den Sternen" zu lesen, wenn man bereits "Falkenmädchen" und "Divinitas" kennt. Dann ist man wohl eher daran interessiert, mehr über Luna und Sol zu erfahren und kann sich für die Geschichte mehr begeistern. Ich fand sie zwar angenehm zu lesen und durchaus kurzweilig, aber einfach nicht gut genug durchdacht. Vielleicht hätte sich die Geschichte sogar als besser erwiesen, wenn sie länger gewesen wäre.

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