Mittwoch, 21. September 2016

[Rezi] Arkadien fällt

~Inhalt~

Rosa und Alessandro wollen ihre Gefühle füreinander nicht länger verbergen. Doch wie vermutet bringt ihre Liebe die Clans der Gestaltwandler gegen sie auf. Erst nach einer wilden Jagd durch die Weiten Siziliens erkennt Rosa, wer hinter dem Komplott gegen sie steckt: der, den alle nur den Hungrigen Mann nennen, der Herrscher aller Dynastien. Er ist nach Sizilien zurückgekehrt – und die Welt der Arkadier wird niemals mehr sein wie zuvor. (Quelle: Carlsen)

~Eigene Meinung~

Wieder mal eine Trilogie, an der ich recht lange gelesen habe, einfach weil ich nicht so sehr den Drang verspürt habe, gleich zum nächsten Band zu greifen. Die "Arkadien"-Reihe gehört meiner Meinung nach nicht zu den besten Reihen von Kai Meyer, weiß aber wie von ihm gewohnt gut zu unterhalten.

Für den letzten Band hatte ich mir Auflösungen zu den Geheimnissen erhofft, die in den beiden Vorgängerbänden aufgebracht wurden. Überwiegend wurde dies auch erfüllt. Der letzte Band führt Alessandro und Rosa auf die Spur so einiger Hintergründe, die sich ihnen anhand von alten Büchern, Erzählungen und neu entdeckten Orten offenbaren. Eine Erkenntnis jagt die nächste - ebenso wie Rosa und Alessandro hier gejagt werden. Action und Spannung zeichnen das Buch aus und dem Leser bleibt kaum Zeit zum Luftholen. Das große Ganze rund um die Arkadier erschließt sich allmählich und erst am Ende des Buches wird auch der letzte Rest dargelegt. Doch eben dieses Ende war mir dann doch zu schnell, zu plötzlich. Es wurde so vieles Stück für Stück aufgelöst, sich Zeit genommen, die Zusammenhänge zu erklären, nur um am Ende dann den letzten Funken zu schnell verglühen zu lassen. Da war ich doch etwas ernüchtert.

Was mir an dieser Reihe besonders gefallen hat und was mich bei anderen Büchern häufig stört: Die Liebesgeschichte drängt sich nicht zu stark in den Vordergrund, ist nicht kitschig, dass der Zuckerguss aus allen Seiten tropft. Rosa und Alessandro verlieben sich nachvollziehbar und entwickeln in all der Hektik und Bedrohung eine erwachsene Liebe, die vor allem auf Vertrauen basiert und ab und an auch mal ins Wanken gerät. Bei manchen Szenen in diesem letzten Band war selbst ich mir nicht mehr sicher, ob Alessandro die Wahrheit sagt oder ob er sich verstellt. Das war sehr gekonnt umgesetzt. Man spürt genau wie Rosa leichte Zweifel, die aber auch wieder beiseite gelegt werden können.

Ich will nicht zu viel verraten, aber der letzte Band weist einige unerwartete Überraschungen rund um Rosa und die Arkadier auf und hat mir letztlich aus der Reihe am besten gefallen - und das kommt bei Reihen ja selten vor. ;)

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