Dienstag, 2. August 2016

[Rezi] AURORA - Ylva Pauer 1.1

~Inhalt~

Von einer Sekunde zur nächsten aus der Dusche des städtischen Schwimmbades in irgendeinen dunklen Hinterhof zu teleportieren, ist die eine, auf der Trophäenliste einer verrückten Wissenschaftlerin und die des Rockerbosses Hocker zu laden, eine andere Sache. Hätte ihr das Schicksal nicht den putzigen Kay Kayman, ein computerbegeisterter und Waffen bastelnder Nerd, an die Seite gestellt, hätte Ylva Pauer für ihre Zukunft schwarz gesehen. So aber erklärt sie sich mit sofortiger Wirkung zur Superheldin und schmiedet gemeinsam mit ihrem neuen La-Kay einen perfiden Plan gegen die Plagegeister der Moselmetropole Treverorum. Sie ahnt jedoch nicht, welche obskuren Geister sie damit tatsächlich aufscheucht. (Quelle: Papierverzierer-Verlag)

~Eigene Meinung~

Der Leser wird direkt ins Geschehen geworfen und weiß erst einmal genauso wenig wie die Protagonostin Ylva, was los ist. Das hat durchaus Spannung erzeugt und man wollte wissen, was geschehen ist. Es wurde dann aber relativ schnell klar, dass Ylva sich teleportieren kann. Gemeinsam mit dem Computernerd Kay findet sie schnell heraus, wie ihre Teleportation funktioniert - auch wenn unklar bleibt, woher sie das plötzlich kann und die Art, wie sie es machen muss, echt albern ist. Dabei wird anders als in den vorherigen AURORA-Episoden das Konzert nicht erwähnt. Ich hoffe, das wird noch nachgeholt oder anderweitig aufgeklärt.

Haupthandlungspunkte sind die wachsende Freundschaft zwischen Ylva und Kay und Madame Mosella, die hinter Ylvas Kräften her ist.
Kay war mir recht schnell sympathisch. Er ist ein hilfsbereiter, nerdiger Technikspezialist, der Ylva ohne zu Zögern alles geglaubt hat und richtig hinterher ist, mehr über die Teleportation zu erfahren. Dabei ist er richtig niedlich und der größte Pluspunkt an der Story. Dass er allerdings die verrücktesten Erfindungen entwickelt, die alle super funktionieren, fand ich etwas übertrieben... 

Mit Ylva wurde ich hingegen nicht wirklich warm. Man erfährt kaum etwas über sie, obwohl sie die Protagonistin ist. Dazu ihre "Fleisch-Sucht" und ihre doch recht albernen Kommentare zu vegatrischem Essen oder Kays Kochkünsten. Das hat sie für mich furchtbar oberflächlich erscheinen lassen. In brenzligen Situationen hat sie auch weiterhin nur vorlaute Kommentare hervorgebracht, sodass ich ihr eine Angst zu keiner Sekunde abkaufen konnte. Das hätte man deutlich authentischer beschreiben können. Zudem nimmt sie ihre neue Fähigkeit einfach hin - ich hätte mir an ihrer Stelle mehr Gedanken gemacht.

Und diese "brenzligen Situationen", bei denen Ylva durch Madame Mosella angegriffen oder gefangen genommen wird, waren so furchtbar überdreht dargestellt und wollten mir einfach nicht gefallen... Auch Kays Ex-Freundin, die von Ylva nur Mary Poppins genannt wird, war so ein zu überdrehter Fall. Aber das ist sicherlich Geschmackssache und andere Leser mag es gut unterhalten. Ich konnte da jedenfalls nicht lachen, sondern hab mich mehrmals gefragt, wann die endlich mal irgendetwas ernst meinen können...

Um aber noch etwas Positives zu sagen: Mir hat die Stadt und die allgemeine technische Entwicklung gut gefallen, auch wenn sie nach meiner bisherigen Einschätzung nicht zu den übrigen AURORA-Werken passt, da es deutlich futuristischer anmutet. Ich hoffe, dass da noch aufgeklärt wird, wieweit die einzelnen Episoden zusammenhängen. Zudem ist die Idee, dass die besonderen Kräfte auch "gejagt" werden, echt gut und hat durchaus Potential für eine spannende Handlung!

~Und sonst so?~

HIER könnt ihr mehr über Ylva erfahren und HIER gibt es das eBook auf der Seite des Papierverzierer-Verlags!
Auch zu Ylva gibt es einen Buchtrailer! Viel Spaß beim anschauen!

Vielen Dank an den Papierverzierer-Verlag für das Rezensionsexemplar! <3

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