Mittwoch, 10. August 2016

[Rezi] Irrwege

~Inhalt~

Haplo, der Bote des Gottes Xar wandelt auf gefährlichen Wegen. Sein Herr und Meister hält ihn für einen Verräter, der mit den feindlichen Zauberern gemeinsame Sache macht – und unversehens hat Haplo zwei Meuchelmörder am Hals: Hugh, die Hand, und Marit, die Frau, die er einst liebte. Nur einer kann ihn rettrn, doch dieser sitzt tief im Labyrinth des Todes. Und es ist niemand anderer als der geheimnisvolle Alfred, der Drachenmagier – Haplos Gegenspieler… (Phantastik-Couch)

~Eigene Meinung~

Ähnlich wie Band 5 führt Band 6 der Reihe "Die vergessenen Reiche" in bekannte Welten zurück. Man kehrt zusammen mit den Charakteren zu Beginn nach Pyran mit der Zitadelle zurück und später nach Abarrach, der Welt aus Gestein und Feuer mit den mittlerweile überwiegend untoten Bewohnern. Zum ersten Mal besucht man zudem das Labyrinth, welches bisher nur als düstere Hintergrundgeschichte und in wenigen Flashbacks von Haplo und den anderen Patryn in Erscheinung trat.
Haupthandlungspunkt ist Xars Suche nach dem Siebten Tor, während die Drachenschlagen weiter ihre Intrigen spinnen und sich sogar im Labyrinth ausbreiten, um dort ihre finsteren Pläne umzusetzen.

Den Beginn auf Pyran fand ich etwas zäh, da ich schon in Band 2 die dort auftauchenden Bewohner zunehmend anstrengend wurden. Zum Glück ist der Besuch dort nur von relativ kurzer Dauer und endet in guter Action!
Auf Abarrach geht es eher gemäßigt zu. Ich fand dort besonders das Verhalten der Untoten interessant, die offensichtlich ihre eigenen Ziele verfolgen. Etwas kurz kam insgesamt Jonathon, der gemäß den Ereignissen in Band 3 eine besondere Rolle zugeschrieben bekam.

Am besten gefallen haben mir die Szenen im Labyrinth. Die Gefahr, die dieses darstellt, wird gut beschrieben und man erkennt - sollte man nach den ersten fünf Bänden noch Zweifel gehabt haben - nur allzu deutlich, dass es fast an ein Wunder grenzt, dass die Patryn so lange dort durchgehalten haben. Das Labyrinth wirkte schon nach wenigen Seiten überaus bedrohlich und wehrt sich gegen die ungewollten Eindringlinge mit allen Mitteln. Dass die Patryn es dennoch - auch zu Haplos Erstaunen - geschafft haben, eine Stadt zu bauen und in der unwirtlichen Umgebung Fuß zu fassen, hat mir sehr gefallen und brachte ein ganz neues Bild der Patryn mit sich.

Das Siebte Tor scheint der Schlüssel zu allem zu sein, doch dauert es eine Weile bis ersichtlich wird, worum genau es sich dabei handelt und wieso es so mächtig ist. Da kamen einige Auflösungen, die ich sehr interessant und passend fand und die vieles aus den vorherigen Bänden aufgriff.

Als neue, wichtige Person wird Marit eingeführt, die dicht an Xars Seite steht und seine Befehle in gutem Glauben ausführt. Anfangs war sie mir damit sehr unsympathsich, doch als sie auf Haplo trifft, ändert sich dies langsam und sie wird einem nach und nach symphatischer - auch wenn ihre Treue zu Xar für einige Probleme und Gewissensbisse sorgt.
Und auch Vasu, der Obmann einer richtigen Stadt im Labyrinth ist, wächst einem nach anfänglichem Misstrauen ans Herz. Er vereint etwas in sich, dass allen Patryn und Sartan zu Denken geben sollte...

Lange Zeit ist unklar, ob und wie alles geschafft werden soll, da die Drachenschlagen doch sehr übermachtig sind und unbesiegbar erscheinen, werden sie doch immer wiedergeboren. Eine Lösung dazu bekommt der Leser und auch die Charaktere nicht so schnell. Alles erscheint hoffnungslos und gegen die Protagonisten zu spielen.

Der Showdown im Labyrinth war sehr spannend und episch. Alfred schafft es allmählich, seine Kräfte zu nutzen, statt einfach nur in Ohnmacht zu fallen, sodass man sich auf ein klasse Ende des Bandes freuen kann - das aber leider auch einige schlechte Ereignisse mit sich bringt...

Insgesamt hat mir dieser Band von allen am besten gefallen und ich vergebe mit gutem Gewissen 5 Flämmchen!
 


~Und sonst so?~ 

Auch dieser Band hat im Anhang wieder einiges an Hintergrundinformationen zu bieten, die durchaus interessant zu lesen sind.

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