Freitag, 8. April 2016

[Rezi] Insurgent

~Inhalt~

Drei Tage ist es her, seit die Ken mithilfe der ferngesteuerten Ferox-Soldaten unzählige Altruan umgebracht haben. Drei Tage, seit Tris’ Eltern starben. Drei Tage, seit sie selbst ihren Freund Will erschossen hat – und aus Scham und Entsetzen darüber schweigt. Mit den überlebenden Altruan haben Tris und Tobias sich zu den Amite geflüchtet – doch dort sind sie nicht sicher, denn der Krieg zwischen den Fraktionen hat gerade erst begonnen. Wieder einmal muss Tris entscheiden, wo sie hingehört – selbst wenn es bedeutet, sich gegen die zu stellen, die sie am meisten liebt. Und wieder einmal kann es nur Tris gelingen, die Katastrophe abzuwenden... (Quelle: Die-Bestimmung.de)

~Aufmachung~

Das Cover ist diesmal grün (im deutschen rot) und zeigt das Zeichen der Amity (dt. Amite), zu denen Tris und Co zu Beginn des Buches gehen. Ich finde die Cover nach wie vor okay, aber nicht besonders. Im Laden würde ich eher nicht darauf aufmerksam werden.
Ich habe den Band auch wieder im englischen Original gelesen.

~Eigene Meinung~

Der zweite Band der "Divergent"-Reihe führt die Handlung relativ nahtlos weiter. Tris und die anderen suchen Schutz und Hilfe bei den Amity (dt. Amite), doch diese sind neutral, sodass Tris beschließt, nicht dort bleiben zu wollen. Sie möchte lieber handeln und die Stadt bzw. die bedrohten Fraktionen retten. Warum auch mit kleinen Zielen zufrieden geben?
Tris macht in diesem Band eine unschöne Wandlung durch. Ihre Dauntless (dt. Ferox)-Seite kommt so stark zum Vorschein, dass sie sich ohne nachzudenken in Gefahr bringt. Und das ständig. Das macht sie für mich immer unsympathischer. Doch zum Glück hat die Autorin das gewollt eingebaut, denn auch Four erkennt Tris nicht wieder und erinnert sie mehr als einmal daran, dass sie sich zurückhalten sollte, wenn sie nicht nur ihr Leben, sondern auch ihn verlieren will. Leider braucht Tris eine ganze Weile, um das tatsächlich zu verstehen. Damit geht sie einem schon etwas auf den Keks und ich habe irgendwann tatsächlich gehofft, dass ihr mal etwas ernstes zustößt, damit sie aufwacht.

Davon abgesehen geht die Handlung wie auch schon in Band 1 zögerlich voran und man hätte sicherlich einiges kürzen können. Dann wäre die Handlung vermutlich auch spannender. Stattdessen ist es ein Hin und Her, das erst zum Ende zu etwas führt. Es wirkte auf mich, als würde die Autorin einfach nur versuchen wollen, auf ihre 500 Seiten zu kommen, egal wie. Der rote Pfad ist kaum zu erkennen.

Auch wurden viele Charaktere eingeführt oder bestehende Konflikte doch noch gelöst. Aber auch das wirkte, als müsse es unbedingt erzählt werden, ohne einen größeren Sinn in der Handlung einzunehmen. Irgendwann verliert man dann doch leicht den Überblick und fragt sich, was das alles soll. 

Immerhin wird zum Ende hin doch endlich angedeutet, dass außerhalb der Mauern der Stadt noch etwas existiert. Und dass es einen Grund gibt, warum scheinbar nur noch diese Stadt besteht und sonst nur Ödland. Wie es damit weitergeht, werde ich wohl in Band 3 erfahren. Auch wenn es mich noch immer wundert, dass das nie zuvor bei irgendjemanden eine Frage war...

Insgesamt kann auch Band 2 nicht wirklich überzeugen und schwächelt an mehreren Stellen. Die Idee der Story ist zwar weiterhin gut, aber die Umsetzung ist alles andere als gut gelungen. Für den Abschlussband hoffe ich nun auf Besserung - viele Baustellen der Charaktere wurden ja in Band 2 gelöst und sollten dementsprechend weniger Raum in Band 3 einnehmen.


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