Donnerstag, 14. April 2016

[Rezi] Feuersee

~Inhalt~

Vor undenklichen Zeiten teilten mächtige Zauberer die Welt in vier Reiche auf. Dann verschwanden sie, und ein Schleier des Vergessens legte sich über die Welt. Bis die geheimnisvollen Patryn dem Labyrinth des Todes entkommen, in das die feindlichen Zauberer sie sperrten, und ihren Boten Haplo in die Welt schicken, um das Rätsel der vier Reiche zu lösen. Auf Abbarrach, der Welt der Steine, erwartet Haplo eine Überraschung: Die Menschen, Elfen und Zwerge sind ausgestorben. Niemand lebt in der Ödnis von Abbarrach – bis auf die göttlichen Sartan. Ihnen haben die Patryn grausame Rache geschworen, doch Haplo muss seinen unbändigen Hass zügeln: Die einst so friedlichen Sartan bekämpfen sich gegenseitig und erwecken ihre Toten. (Quelle: Phantastik-Couch)

~Aufmachung~

Das Cover zeigt diesmal einen der Feuerdrachen, die im Buch auch zweimal vorkommen und nicht immer freundlich gesinnt sind. Davon abgesehen ist das Cover aber wiedermal nicht das schönste bzw. einfach nicht modern.
Das Innere ist genau wie in Band 1 und 2 aufgebaut. Am Ende gab es diesmal noch einen kleinen Zusatzbericht über die Nekromantie.

~Eigene Meinung~

Der dritte Band der Reihe "Die vergessenen Reiche" führt in die Welt aus Stein Abbarrach. Diese befindet sich komplett unter der Erdoberfläche und wird durch Magma erwärmt.
Die Handlung beginnt direkt spannend mit dem Bericht des Hofnekromanten in Kairn Telest, in dem erzählt wird, wie es mit ihrer Heimat langsam aber stetig zu Ende geht. Die Wärme aus dem Inneren der Erde ist versiegt und eisige Kälte breitet sich aus. Letztlich sind die Bewohner gezwungen, tiefer in die Erde vorzudringen.
Mir hat dieser tragische Einstieg wirklich gut gefallen, da neben der zunehmenden Verzweiflung der Bewohner auch gut rüber kam, welche Intentionen der Hofnekromant wirklich verfolgt. Schade war jedoch, dass gerade dieser im späteren Verlauf des Buches nicht mehr von Bedeutung ist und der tolle Einstieg mit diesem Charakter dadruch im Nachhinein etwas blass erscheint.

Danach geht es mit Haplo weiter, der vor dem Reisebeginn in die Welt Abbarrach unfreiwillig Alfred mit an Bord nimmt, den Sartan und damit Erzfeind, den man aus Band 1 kennt. Diese Kombination macht unheimlich Spaß zu lesen, denn natürlich gehen die beiden einen Zwangswaffenstillstand ein und helfen sich im Laufe der Handlung öfter mal - wenn auch wiederwillig. Man lernt dabei viel neues über Haplo und er wird mir immer sympathischer. Während Haplo stets gelassen, aufmerksam und mutig ist, ist Alfred das genaue Gegenteil. Er stellt sozusagen die Witzfigur im Buch dar, hat aber dennoch große magische Kräfte, die man nicht unterschätzen sollte. Ab und an wurden seine ewigen Tollpatschigkeiten zwar nervig, aber insgesamt mag ich auch ihn gerne.

Wichtiger Handlungspunkt ist in diesem Band die Nekromantie und die Frage, ob man Tote wirklich zum Leben erwecken sollte. Die Art, wie dies in diesem Buch beschrieben wird, ist verstörend und man sollte wirklich nicht zu genau darüber nachdenken, welche Qual es für die Betroffenen darstellt. Auch dass sich die Bevölkerung auf diese Weise nach und nach in lebende Tote verwandelt und kaum noch tatsächlich Lebende existieren, ist ein beunruhigender Gedanke.

Insgesamt hat mir der 3. Band wieder besser gefallen. Ich mochte das Thema Nekromantie und die Beziehung zwischen Haplo und Alfred. Manch anderer Charakter hätte sicherlich mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt, doch der Spannung tut das keinen Abbruch. Und auf der letzten Seite gab es dann noch einen dezenten "Cliffhanger", der sehr neugierig auf die folgenden Bände macht.


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