Sonntag, 25. Oktober 2015

[Rezi] Das schwarze Einhorn



























~Inhalt~

Ben Holiday ist bereits ein Jahr König von Landover, als ihn und seine Freunde merkwürdige Träume heimsuchen. Ben sieht darin seinen alten Kollegen in der Menschenwelt, der Probleme hat. Questor Threws, der Hofzauberer, sieht die schon lange verschollen geglaubten Zauberbücher, die unglaubliche Macht verleihen sollen. Und Weide, die Sylphe, sieht ein schwarzes Einhorn, das mit einem goldenen Zaumzeug gefangen werden muss... Die Träume erscheinen real und so macht sich jeder auf die Reise, die Wahrheit dahinter zu finden. Doch schnell muss Ben herausfinden, dass dahinter ein finsterer Plan seines Feindes Meeks steckt...

~Herkunft und Aufmachung~

Als ich diesen Monat krank war und nach Hause fuhr, hatte ich nur ein Buch dabei, das natürlich schnell ausgelesen war. Und so musste ich für die restlichen Krankheitstage ein Buch aus dem Regal meiner Mutter stibitzen. :) Von dieser Reihe habe ich vor einigen Jahren (etwa 10, um genau zu sein... lang ist's her... XD) schon Bände gelesen. Damals war das mit dem Internet noch nicht so verbreitet und so wusste ich nicht, welche Bände genau ich las. Jetzt habe ich recherchiert und musste feststellen, das ich ausgerechnet Band 2 ausgelassen hatte.

Das Buch ist von 1998 und entsprechend mit einem "typischen" Coverbild gestaltet. Sowas findet man heute ja eher nicht mehr. Vermutlich ist es zu aufwändig, extra ein Bild zeichnen zu lassen. Keine Ahnung. Jedenfalls zeigt das Cover Weide mit dem schwarzen Einhorn. Das finde ich sehr passend und hübsch.

~Eigene Meinung~

Ich muss leider gestehen, das Buch zum Schluss nicht mehr sehr aufmerksam gelesen zu haben. Es hat zu viele langatmige Szenen gehabt, die mir einfach die Laune am "richtigen" Lesen verdorben haben. Gerade Ben schwelgt so oft in Überlegungen, die am Ende zu wenig führen. Das war schon nervig.

Positiv und der Grund, warum ich die ganze Reihe trotzdem sehr mag, sind die Charaktere. Gerade Weide, die Sylphe, mag ich total gerne, auch wenn ich nicht genau sagen kann, woran es liegt. Sie ist mutig, lässt sich von ihren Gefühlen leiten und steht ihren Freunden immer bei. Ihre Liebe zu Ben ist so stark, dass sie alles für ihn tun würde und dabei sogar geduldig abwartet, bis er den Tod seiner Ehefrau Annie verarbeitet hat und eine neue Liebe zulassen kann. Ich finde sie einfach toll.
Ben selbst ist manchmal etwas anstrengend. Er macht sich zu viele Gedanken, schreckt oft vor Entscheidungen oder Wagnissen zurück, weil er den Ausgang nicht richtig abschätzen kann. Eigentlich kann ich mir kaum vorstellen, dass er als König ohne seine Berater klar kommen würde. Er braucht immer jemanden, der ihn auf den richtigen Weg stößt.
Questor Threws und Abernathy sind beide sehr ulkige Gestalten. Questor, dem fast immer die Zauber misslingen, und Abernathy, der dadurch in einen sprechenden Hund verwandelt wurde. Ein sehr unterhaltsames Duo.
In diesem Band kam zudem noch die (sprechende) Prismenkatze Dirk vor, die ich unglaublich sympathisch fand. Er gibt sich rätselhaft und zeigt wenig von seinen Fähigkeiten, beobachtet meist, aber wenn er dann den Mund aufmacht, kommen haufenweise Hinweise heraus, die Ben jedoch nicht richtig zu deuten weiß. Ich mag solche geheimnisvollen Charaktere (oder Katzen ;)) einfach.

Inhaltlich zieht es sich dann leider etwas zu sehr dahin, auch wenn die Handlung an sich interessant ist. Die Suche nach dem schwarzen Einhorn und die Frage, was dieses Einhorn wirklich ist, ist das zentrale Thema. Die Art, wie das Einhorn dargestellt wurde, gefiel mir wirklich gut. Nur leider ist das drumherum, mit den vielen Zwischenstationen, an denen alte Bekannte auftauchen, die dann doch nicht viel beizusteuern haben, außer einem Hin und Her, anstrengend zu lesen.


Fazit: Die gelungenen Charaktere sind der Kern des Buches, die Rahmenhandlung ist gut, leider hapert die Umsetzung an Spannung und weist zu viele Längen auf.


Bewertung
★★★☆☆

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