Mittwoch, 24. Juni 2015

[Rezi] Needful Things

© Coverrechte: Hoffmann und Campe




Titel: In einer kleinen Stadt – Needful Things
Originaltitel: Needful Things
Autor: Stephen King
Einzelband
Formate:
~Hoffmann und Campe: Hardcover, 695 S., 1991
~Heyne Verlag: Taschenbuch, 880 S., September 2009







~Inhalt~

In der kleinen Stadt Castle Rock eröffnet ein neuer Laden: Needful Things. Der Inhaber Leland Gaunt bietet dort Raritäten an, in denen die Bewohner Castle Rocks die Dinge finden, die sie sich am sehnlichsten Wünschen. Und alles ist bezahlbar, sogar sehr günstig! Doch neben der geringen Bezahlung in Geld verlangt Mr. Gaunt noch eine andere Gegenleistung: harmlose Streiche. Doch schon bald wird aus dem kleinen „Spaß“ deutlich mehr...

~Eigene Meinung~

Ich lese ja sehr gerne Stephen King. Er vermag es wie kein zweiter, alltägliche Dinge in ein abstoßendes, erschreckendes Licht zu tauchen und mir damit oftmals einen Schauer über den Rücken zu jagen. „Needful Things“ war allerdings etwas anders. Weniger gruselig, weniger grausam. Dennoch abstoßend und erschreckend. Denn auch wenn inhaltlich der Funken Übernatürliches nicht fehlen durfte, war die Grundhandlung doch mehr als realistisch: Eine beschauliche Kleinstadt, in der für gewöhnlich alles ruhig und gesittet abläuft und die Menschen zwar kleine, typische Probelem haben, sich aber niemals ernsthaft schaden würden, erfährt eine komplette Wandlung. Und das nur aufgrund von Neid, Habgier und Eifersucht. Die kleinen Streiche arten schnell aus, denn jeder denkt, man würde ihm den neuen, geliebten Gegenstand klauen wollen. So schaukelt sich die Stimmung immer weiter auf bis zum großen Finale.
Die Umsetzung ist dabei wirklich gut gelungen. Alles schreitet langsam voran und während man sich anfangs kaum vorstellen kann, worauf das hinaufläuft, ist man hinterher doch umso erstaunter, wie schnell am Ende alles ging.
Charaktere werde dabei ganz nach Stephen King-Manier in einer großen Zahl vorgestellt, jeweils mit eigener Hintergrundgeschichte, was die Menschen sehr real erscheinen lässt. Der ein oder andere wächst einem dabei ans Herz und man hofft natürlich, dass genau diese Personen am Ende überleben. Doch wenn ich jetzt mit Namen anfange, spoiler ich vielleicht zu sehr. Leicht hat es auf jeden Fall niemand im ganzen Buch und viele Menschen sterben, denen man es auf keinen Fall gewünscht hätte.
Das Ende fand ich ab einem gewissen Punkt leider recht vorhersehbar, was aber vermutlich auch daran liegt, dass ich schon so viel von Stephen King gelesen habe, dass ich einigermaßen weiß, wie er tickt. ;)

Fazit: Gelungenes Werk, das sehr schön die Wirkung von Habgier, Neid und Eifersucht aufzeigt, wenn die Emotionen nur genug genährt werden. Leider fehlte mir insgesamt gesehen doch ein bisschen der King-typische Gruselfaktor.

Bewertung:

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