Freitag, 3. April 2015

[Rezi] Kuss der Nacht - Cat & Bones 2

© Coverrechte: blanvalet





Titel: Kuss der Nacht (Cat & Bones 2)
Originaltitel: One Foot In The Grave
Autor/in: Jeaniene Frost
Verlag: blanvalet
Formate:
~Taschenbuch, 368 S., September 2009 








~Inhalt~

Vier Jahre sind vergangen, seit Cat sich dem FBI angeschlossen und Bones hinter sich gelassen hat. Sie versucht, sich nur auf ihren Job zu konzentrieren und ihre nie nachgelassene Liebe zu Bones zu vergessen. Und alles nur, um legal Vampire zu töten und ihre Mutter und Bones zu schützen. Sie leitet ihre eigene Abteilung, bildet sie auch selbst mit aus und ist erfolgreich damit.
Doch dann trifft Cat unerwartet auf der Hochzeit ihrer Freundin Denise Bones wieder...

~Eigene Meinung~

Der zweite Teil der Cat & Bones Reihe beginnt erstmal ohne Bones. Es wird beschrieben, wie Cat ihrem Job nachgeht, ihre Leute ausbildet und wie sie mit ihrem bunten Team interagiert. Daneben versucht sie ein Privatleben zu führen, eine neue Beziehung anzufangen, Bones zu vergessen. Dann erfährt sie von der anstehenden Hochzeit ihrer Freundin Denise und alles ändert sich. Man merkt die ganze Zeit über, wie Cat sich zwingen muss, nicht an Bones zu denken und sich einredet, dass sie ihn ohnehin nie wieder sehen wird. Dieses hilflose Gefühl und der Zwang, sich in die Arbeit zu stürzen, fand ich gut nachvollziehbar.
„Kuss der Nacht“ war insgesamt etwas anders war als der Vorgänger, aber ich fand ihn dadurch nicht schlechter. Cat ist erwachsener geworden, geht strukturierter vor und ist zu einer richtigen Führungskraft geworden. Ich empfand sie als deutlich selbstbewusster und zielstrebiger. Die Arbeit beim FBI erscheint dabei deutlich sinnvoller und weniger spontan als die Vampirjagten im ersten Teil. Ich fand es richtig spannend zu lesen, wie Cats Team Vampire jagt und dabei ein witziges Wortgefecht nach dem nächsten raushaut. Die Wortwahl war dabei oft recht derb, was mich aber nicht weiter störte. Ich habe allerdings in anderen Rezensionen gelesen, dass einige ein bisschen Probleme damit hatten.
Die Kämpfe waren auch wieder recht blutig und reichten stellenweise wieder an das etwas eklig werdende Niveau des Ende des ersten Bandes heran. Es konnte mich diesmal aber weniger schocken, denn irgendwie gehört das zu der Reihe wohl auch dazu...?
Positiv fand ich auf jeden Fall, dass Cat auch ohne Bones zurecht kommt, nun eine gute Freundin hat, mit der sie über alles sprechen kann und die bissigen Dialoge wieder mit dabei waren. Zudem wird alles etwas mehr auf FBI-Niveau ausgetragen – auch die Feinde setzen vermehrt auf hinterhältige Angriffe, die nicht immer durch Vampire ausgeführt werden.
Etwas störend fand ich hingegen, dass Bones plötzlich eine super Fähigkeit nach der anderen besitzt. Er ist fast schon so etwas wie ein Superheld, was anhand seines Alters begründet wird. Tolle Meistervampire können sowas angeblich alles. Fand ich aber etwas Richtung „Gary-Stu“-Charakter gehend (also „Alleskönner ohne Fehler“). Das war etwas schade. Auch dass das FBI Morde einfach so durchwinkt und die Leichen verschwinden lässt, fand ich manchmal etwas krass – auch wenn es „nur“ Vampire waren.
Zudem ist Cat etwas übertrieben eifersüchtig, sobald auch nur annähernd eine Ex von Bones ins Spiel kommt. Da hatte ich manchmal das Gefühl, sie könne Bones nicht vertrauen und wäre zu leicht reizbar. Allerdings waren die Ex-Freundinnen auch immer ziemlich pissig drauf und haben Cat gezielt provoziert. Mit dem im Hinterkopf waren die Keiferein doch oftmals recht unterhaltsam.

Insgesamt gefiel mir „Kuss der Nacht“ aber wirklich gut. Es war richtig spannend und ich konnte den Band nur schwer aus der Hand legen. Einige interessante Geheimnisse werden gelüftet und starke Gegenspieler mischen ordentlich mit. Es passierte aber so viel, dass ich jetzt gar nicht auf alles eingehen kann. Das Ende bietet aber eine – hoffentlich – interessant umzusetzende Neuerung für den dritten Band.

Bewertung:

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