Dienstag, 21. April 2015

[Rezi] Die zerbrochene Welt

© Coverrechte: Piper





Titel: Die zerbrochene Welt
Autor: Ralf Isau
Verlag: Piper
Formate:
~Hardcover, 469 S., Februar 2011
~Taschenbuch, 496 S., April 2012








~Inhalt~

Die Welt Berith besteht aus unzähligen Inseln, die durch den Äther schweben. Als das grausame Volk der Dagonisier die Macht über das Reich an sich reißen will, überziehen sie es mit einem Krieg, der alles zu verschlingen droht. Einzig der Nebelwächter Taramis kann das Blutvergießen beenden. Gemeinsam mit seinen Gefährten setzt er alles daran, seine Welt vor den Dagonisiern zu retten. Doch ein grausamer Schicksalsschlag lässt den Helden fast versagen. Erst im Ange sicht der gefährlichsten Geheimnisse der zerbrochenen Welt gelingt es Taramis, sich auf seine Kräfte zu verlassen und die letzte Schlacht zu schlagen. (Quelle: Amazon.de)

~Eigene Meinung~

„Die zerbrochene Welt“ war mein erstes Buch von Ralf Isau, von dem ich bisher nur Gutes gehört hatte. Doch leider traf es so gar nicht meinen Geschmack... Dabei klang der Inhalt sehr interessant und gut und hatte durchaus Potential, etwas wirklich tolles zu werden. Doch stattdessen habe ich mich nur gelangweilt.
Es fing schon damit an, dass man als Leser in diese fremde Welt mit all ihren merkwürdigen Lebewesen und Orten hineingeworfen wird wie ins kalte Wasser. Nur nach und nach wird mal etwas erklärt. Gut umgesetzt funktioniert so etwas durchaus, aber ich fühlte mich einfach nur überfordert und planlos angesichts der vielen neuen Begriffe und Namen. Zudem empfand ich den Schreibstil als anstrengend, denn es gab zu viele ausführliche Beschreibungen, die immer „mittendrin“ lagen, sodass für mich keinerlei Spannung aufkommen konnte. Dennoch habe ich versucht, eine Weile durchzuhalten – oftmals muss man sich ja nur reinlesen und eingewöhnen und dann wird das Buch doch noch spannend. Doch auch nach 120 Seiten war das Gefühl, sich durch die Seiten zu quälen, statt sie zu genießen, immer noch da. Also habe ich die nächsten paar Kapitel nur überflogen und letztlich einfach das Ende gelesen. Und auch dieses erzeugte nicht das Gefühl, irgendetwas aus der Handlung genauer erfahren zu wollen. Alles ging genau so aus, wie ich es nach 100 Seiten schon erwartet hätte. Ich habe das Buch also abgebrochen und dass, obwohl ich eine fünfstündige Busfahrt vor mir hatte, die ohne zu lesen noch langweiliger als ohnehin gewesen wäre. Doch ich habe lieber sinnlos aus dem Fenster gestarrt, als weiterzulesen – und das muss schon echt was heißen!
Zu der langweiligen, spannungslosen, vorhersehbaren Handlung kommt der Hauptcharakter. Taramis soll 27 Jahren alt sein, kam mir aber immer vor wie ein 15-jähriger, der nur aus Rache handelt. Hinzu kommt, dass er irgendwie alles kann: er ist der beste Krieger aus seinem Dorf, hat den mächtigen Stab Ez in die Wiege gelegt bekommen, hat super tolle mentale Fähigkeiten (die er allerdings noch etwas tranieren muss), kann feindliche mentale Angriffe abblocken bzw. auf den Gegner zurückwerfen und hat auch das vergiftete und dadurch tödliche Blut seines Volkes in den Adern. Ich fand ihn anstrengend perfekt. Charaktere, die so ziemlich alles ganz toll können, sind einfach unglaubwürdig. Und in diesem Fall konnte ich zu Taramis oder irgendeinen anderen Charakter auch keinerlei Bindungen aufbauen. Sie blieben oberflächlich und langweilig.

Insgesamt war ich also sehr enttäuscht und hatte mir deutlich mehr erhofft. Irgendwie habe ich im Moment kein Händchen für gute Bücher... >.<
Allerdings habe ich die Rezensionen auf Amazon.de, auch zu den folgenden Bänden, durchgelesen und es scheint viele zu geben, denen die Bücher sehr gut gefallen haben. Vielleicht hat es einfach nicht meinen Nerv getroffen.
Da die Idee mit den verschiedenen, menschenähnlichen Völkern und der zersplitterten Welt aber immerhin im Ansatz gut war, gebe ich dennoch 2 Sterne.

Bewertung:

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