Samstag, 14. März 2015

[Rezi] Firelight - Brennender Kuss

© Coverrechte: Loewe




Titel: Firelight – Brennender Kuss
Originaltitel: Firelight
Autor: Sophie Jordan
Band 1 von 3
Verlag: Loewe
Formate:
~Hardcover, 376 S., August 2011
~Taschenbuch, 376 S., Februar 2014








~Inhalt~

Jacinda ist ein Draki, d.h. sie ist ein drachenähnliches Wesen, das sich in einen Menschen verwandeln kann. Als sie eines morgens heimlich außerhalb ihres Dorfes fliegt, wird sie von Jägern entdeckt und gejagt. Dabei macht sie Bekanntschaft mit dem Jäger Will, der sie überraschenderweise am Leben lässt und gegenüber seinen Kollegen behauptet, sie aus den Augen verloren zu haben. Jacinda soll kurz darauf von ihren Artgenossen für ihren Regelverstoß bestraft werden und ihre Mutter beschließt in einer Nacht- und Nebelaktion, dass sie mit Jacinda und ihrer Zwillingsschwester Tamra das Dorf verlassen müssen, wenn Jacinda nicht in ihr eigenes Verderben laufen will. Widerwillig folgen die beiden ihrer Mutter in eine Stadt in der Wüste, wo Jacinda ihren Draki „töten“ soll, indem sie sich lange genug nicht verwandelt. Die trostlose Wüste und der Beton der Stadt verhindern ohnehin, dass Jacinda sich verwandeln kann, denn sie ist dazu auf grüne Natur angewiesen.
In der Schule, zu der Jacinda und Tamra nun gehen müssen, trifft sie Will wieder und fühlt sich sofort zu ihm hingezogen – was auch ihren Draki am Leben hält. Jacinda ist hin- und hergerissen von dem Wunsch, ihren Draki zu retten und der jahrhundertealten Feindschaft zu den Jägern, denen Will angehört.

~Eigene Meinung~

Die Idee der Drakis fand ich recht erfrischend – endlich mal keine Liebesgeschichte mit Vampiren oder Werwölfen. Zudem gefiel mir, dass die Draki mit der Natur verbunden sind und diese brauchen, um die Energie zu haben, sich zu verwandeln und dass ihre Draki „sterben“ können, wenn sie sie nicht pflegen. Allerdings haperte die Umsetzung insgesamt etwas. Nach dem spannenden und interessanten Einstieg kam die lange Phase des „vor-sich-hin-plätscherns“. Die Szenen in der Highschool waren mehr als typisch – Mädchen trifft Jungen, verliebt sich, aber irgendwer ist immer dagegen. Dazu gehörten neben der Tatsache, dass Will und seine Cousins Draki-Jäger sind auch eifersüchtige Mitschülerinnen, eine zickige Schwester und eine strenge Mutter. Jacinda als Protagonistin war dabei oftmals nervig. Ständig macht sie sich über alles Gedanken, kommt aber zu keinem endgültigen Entschluss. Sei es nun in der Beziehung zu Will oder dem Wunsch, in ihr Dorf zurück zu kehren. Ständig jammert sie herum, beschließt etwas, nur um 10 Seiten weiter doch komplett anders zu handeln. Das machte sie nicht nur anstrengend, sondern stellenweise auch unglaubwürdig. Ihre Beziehung zu Will basiert dabei einzig auf der „magischen Anziehungskraft“, die sie verbindet und sie verlieben sich sehr schnell, ohne sich vorher überhaupt richtig kennen zu lernen. Das hätte die Autorin gerne etwas langsamer entwickeln können. Zusammen mit dieser Beziehung rücken die Draki auch immer stärker in den Hintergrund und man liest einen Großteil des Buches nur eine typische, klischeehafte Highschool-Romanze. Zum Ende hin wurde es dann wieder spannender und machte neugierig auf die Fortsetzung.

Insgesamt ist die Idee hinter der Geschichte gut und Draki eine gelungene Abwechslung, das Potential wurde allerdings so gut wie gar nicht ausgeschöpft. Aufgrund des einfachen, bildhaften Schreibstils bleibt es trotz einiger Längen aber kurzweilig und das Buch ist schnell zu Ende gelesen. Bleibt zu hoffen, dass die beiden Fortsetzungsbände mehr Spannung, Überraschungen und eine weniger klischeehafte Liebesgeschichte aufweisen.

Bewertung: ★★★☆☆

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Die Kommentarfunktion beißt nicht. ;-)