Donnerstag, 5. März 2015

[Rezi] Die Chroniken des Magnus Bane

© Coverrechte: Arena





Titel: Die Chroniken des Magnus Bane
Autor: Cassandra Clare, Maureen Johnson, Sarah Rees Brennan
Einzelband
Verlag: Arena
Ausgabe: Hardcover, 560 S.
Erscheinungsdatum: Juni 2014







Anmerkung: Ich habe nur die englische Ausgabe gelesen, hier aber die deutschen Angaben gemacht, da ja nicht jeder das englische Buch kaufen wird, wenns das auch auf Deutsch gibt. ;)
Allerdings muss ich anmerken, dass in der englischen Ausgabe zu jedem Kapitel ein einseitiger Comic von Cassandra Jean gezeichnet wurde, der je eine Szene aus der dazugehörigen Kurzgeschichte zeigt. Soweit ich weiß, fehlen diese Comics in der deutschen Ausgabe, da sie ein paar Monate vor der englischen erschien. Dazu sei gesagt, dass die Chroniken des Magnus Bane zuerst nur als E-Books erhältlich waren, die als einzelne Kurzgeschichte herausgebracht wurden. Die Gesamtausgabe wurde erst nachträglich in gedruckter Form veröffentlicht.
 

~Inhalt~

In insgesamt 11 Kurzgeschichten von je ca. 50 Seiten wird das Leben des Warlocks Magnus Bane näher beleuchtet und ein paar Geheimnisse über ihn gelüftet. Z.B. was wirklich in Peru geschah oder wie Magnus Raphael Santiago rettet.

~Eigene Meinung~

Als erstes sei gesagt, dass die Bane Chroniken nur etwas für diejenigen sind, die die „Chroniken der Unterwelt“ (The Mortal Instruments) und die „Chroniken der Schattenjäger“ (The Infernal Devices) komplett gelesen haben. Sonst spoilert man sich und es könnten die Zusammenhänge zwischen Magnus Bane und den Personen, die er in den Kurzgeschichten trifft, unverständlich sein oder gar überflüssig erscheinen. Außerdem sollte man Magnus Bane zumindest etwas mögen oder interessant finden. ;)

Daher: Achtung, SPOILER möglich!

Insgesamt ist zudem anzumerken, dass Cassandra Clare nicht selbst die Geschichten geschrieben hat und daher die Spannung, die sie so toll in Kämpfen oder auch in romantischen Szenen einbringen kann, nicht so gut rüber kommt wie man es sonst gewohnt ist. Außerdem bleibt Magnus in den meisten Geschichten etwas blass im Vergleich zu den Hauptbüchern, wo er immerhin nur eine wichtige Nebenrolle spielt. Er wird viel zu sehr auf seinen Modefimmel reduziert, finde ich.

Die Kurzgeschichten sind unterschiedlich interessant, weshalb es schwer ist, ein Gesamturteil zu fällen. Gerade die ersten Geschichten konnten mich nicht wirklich mitreißen. Was wirklich in Peru geschah erschien mir wie eine recht sinnlose Aneinanderreihung von trivialen Ereignissen, die irgendwie in Peru stattfanden und nicht mal ansatzweise witzig oder spannend waren. Das war kein guter Einstieg in die Kurzgeschichtenreihe…

Bei der zweiten Story „The Runaway Queen“ fehlte mir komplett der Bezug zu den anderen Büchern der Schattenjäger. Vielleicht habe ich es aber auch einfach vergessen. Es ist sicherlich hilfreich, die Chroniken des Magnus Bane direkt nach den Ereignissen in den Hauptbüchern zu lesen. Jedenfalls konnte mich diese Geschichte auch nicht wirklich fesseln und ich war schon am zweifeln, ob ich wirklich weiter lesen sollte…

Die folgenden Geschichten wurden aber besser. In der 3. Kurzgeschichte geht es darum, wie Magnus den Vater von Will Herondale trifft und wie er Camille kennenlernt. Insgesamt zwar auch eine sehr ruhige Geschichte, aber die Charaktere waren interessanter.

In der 4. Geschichte trifft Magnus dann Will, Tessa und Jem wieder und lernt den Sohn von Will und Tessa kennen. Hier hätte ich gerne mehr gelesen, da man am Ende doch recht hilflos zurückgelassen wird und nicht erfährt, wie „die Angelegenheit“ (Ich will ja niemanden zu sehr spoilern.) weiter geht. Insgesamt aber eine der Geschichten, die mir am besten gefallen haben!

In den Geschichten 5 bis 7 geht dann alles um das Hotel Dumort, Camille und Raphael Santiago, wobei es über etwa 60 Jahre verteilt spielt. Diese Geschichten fand ich auch recht unterhaltsam und gerade die Szenen mit Raphael sind super, denn er hat eine ganz spezielle, vorlaute Art, die mir auch in den anderen Büchern schon gut gefallen hat.

Die Geschichten 8, 10 und 11 handeln dann von Magnus Beziehung zu Alec. Hier merkt man, dass Cassandra Clare und ihre Co-Autorinnen den Fans von „Malec“, wie die Beziehung von Magnus und Alec gerne bezeichnet wird, ein bisschen mehr präsentieren wollte. Mir gefielen sie allerdings nicht so unbedingt. Gerade Story 8 dreht sich fast komplett darum, wie Magnus ein Geburtstagsgeschenk für Alec sucht. Dies sollte vermutlich witzig oder niedlich oder was weiß ich sein. Ich fands eher langweilig. Dasselbe gilt für die 11. Geschichte, die nur aus Nachrichten auf Magnus Mailbox besteht, die Izzy, Simon, Alec und Co. nach der Trennung von „Malec“ drauf sprechen. Auch das fand ich nicht allzu witzig zu lesen und eher überflüssig. Fans der Beziehung wird es aber sicher gefallen können. Einzig die 10. Geschichte gefiel mir gut. Sie war zwar auch nicht unbedingt voll mit Action, aber hier konnte man die Beziehung zwischen Alec und Magnus in ihrer Anfangsphase miterleben und gerade die Unsicherheit der beiden kam sehr gut rüber.

Die 9. Geschichte spielte nochmal ein paar Jahre in der Vergangenheit, wo Magnus zum ersten Mal auf den Zirkel von Valentin trifft. Hier gab es endlich mal mehr Konflikte und Kampf. Es kam meiner Meinung nach gut rüber, wie sehr Valentins Gefolgsleute den Befehlen ihres Anführers folgen, ohne darüber nachzudenken. Und wie dann doch erste Zweifel auftreten. Zum Schluss gab es auch noch die Szene, in der Jocelyn Clary zum ersten Mal zu Magnus bringt und um Hilfe bittet.

Insgesamt sind die Chroniken des Magnus Bane recht unterhaltsam und für zwischendurch gut geeignet. Man sollte aber keine allzu mitreißenden, spannenden Geschichten erwarten, sondern sich eher auf das Wiedersehen mit alten Bekannten freuen und nebenbei ein paar Geheimnisse aus Magnus Vergangenheit lüften. Ein paar Geschichten hätten gerne weggelassen oder gekürzt werden können, wohingegen ich einige andere gerne ausführlicher gehabt hätte. Schade ist natürlich, dass die sonst so witzige Art von Magnus nicht so gut rüber kommt wie man es gewohnt ist. Er wirkt oftmals sogar etwas nervig und langweilig, wenn er mal wieder nur von Mode spricht oder andere Menschen auf ihre Kleidung reduziert.

Bewertung: ★★★☆☆

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