Samstag, 28. März 2015

[Rezi] Arkadien brennt

© Coverrechte: Carlsen





Titel: Arkadien brennt 
Autor: Kai Meyer 
Band 2 von aktuell 3 
Verlag: Carlsen 
Formate: 
~Taschenbuch, 416 S., Februar 2013
~Hardcover, 400 S., September 2010








~Inhalt~ 

Rosa und Alessandro müssen sich ihren neuen Aufgaben als Oberhaupt der Mafiaclans stellen. Ihre Beziehung zueinander ist dabei innerhalb der Clans nicht gern gesehen und niemand weiß, ob und wann ein Mordversuch an einem der beiden stattfinden wird. Hinzu kommt die Frage, wer oder was TABULA ist und was es mit den Statuen auf sich hat, die am Meeresgrund gefunden wurden.
Rosa beschließt in all dem neuen Chaos um sie herum für einige Tage zurück nach New York zu ihrer Mutter zu reisen und sie nach ihrem verstorbenen Vater und den arkadischen Dynastien zu befragen. Doch der Kurztripp endet lebensgefährlich und voller unliebsamer Überraschungen für sie... 

~Eigene Meinung~ 

Der erste Band liegt für mich nun schon eine ganze Weile zurück und ich hatte nicht mehr alle Erinnerungen daran. Dennoch fühlte ich mich schon nach wenigen Seiten wieder mitten in der Geschichte wieder. Kai Meyers Schreibstil trägt dazu sehr ausschlaggebend bei: klar, übersichtlich und nie zu stark ausgeschmückt. Es wird kein Blatt vor den Mund genommen, weder von den Charakteren noch in den Beschreibungen. Ich hatte den ersten Band nicht so brutal in Erinnerung und war anfangs doch etwas überrascht, wie offen über Themen wie Mord, Vergewaltigung oder auch Sex gesprochen wird. Unerwartet erwachsen für eine Reihe, die ich eigentlich einem jugendlichen Publikum zuschreiben würde. Ich empfand es aber als angenehm, dass nicht bei jedem etwas härteren Thema durch die Blume beschrieben wurde – sowas kennt man ja aus vielen anderen Büchern. 

Von der Handlung her setze es recht nahtlos am ersten Band an, soweit ich mich entsinne. Rosa ist nun Oberhaupt des Alcantra-Clans und weiß noch nicht so recht damit umzugehen. Sie ist sich ihrer Verantwortung bewusst und dass niemand es gutheißen wird, wenn sie mit dem Oberhaupt des verfeindeten Clans liiert ist, doch das ist ihr egal. Ebenso, dass sie einige der Hauptgeschäftszweige der Alcantras abschaffen will und damit den ein oder anderen wütend machen könnte. Sie hat ihren eigenen Kopf und lässt sich von niemandem herumkommandieren oder einschüchtern. Das macht sie zu einer tollen Protagonistin und war mir sofort sympathisch. Dass sie dabei weiterhin mit ihrer harten Vergangenheit zu kämpfen hat und im Laufe des Bandes einige sehr unschöne Dinge darüber erfahren muss, und trotzdem nicht aufgibt oder in Depressionen versinkt, gefiel mir.
Auch ihre Beziehung zu Alessandro war schön zu lesen. Die beiden verstehen und unterstützen einander, egal was andere sagen. Rosas scheinbar grenzenloses Vertrauen in Alessandro kam mir dabei manchmal etwas naiv vor, doch sie wurde nie enttäuscht. Immer hält er Wort und lügt sie nie an, auch wenn es manchmal schwer für beide ist. 

Dieser zweite Band wartete mit einigen Überraschungen auf, die die Spannung aufrecht erhielten. Dank dem angenehmen Schreibstil konnte man der Handlung super folgen und sich langsam selbst das ein oder andere zusammenreimen oder Vermutungen anstellen. Doch allzu viele Auflösungen gab es noch nicht und gerade die Geheimnisse rund um die arkadischen Dynastien wurden eher weniger behandelt. Es ging vordergründig um Rosas Entwicklung und die Aufklärung ihrer Vergangenheit. Da hätte ich vielleicht doch noch ein paar Hinweise mehr schön gefunden. Jetzt muss ich warten, bis ich Band 3 lesen darf. ;-) Zudem fehlte mir ein bisschen das Funken Epicness, um den Band perfekt zu machen. Es war zwar stets interessant und spannend und ich wollte immer gerne weiter lesen, doch am Ende fehlte mir doch ein bisschen was. Vielleicht lag es an dem irgendwie zu kontrolliert wirkenden Endkampf oder dass es zu wenig ordentliches Drama gab. Dennoch gefiel mir – soweit ich mich erinnern kann – dieser Band etwas besser als der erste, gerade weil er erwachsener wirkte.

Bewertung:

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