Mittwoch, 25. März 2015

[Game Review] Assassin's Creed IV - Black Flag




Titel: Assassins Creed IV – Black Flag 
Format: PS3, PS4, PC, Xbox 360, Xbox one und WiiU 
Erscheinungsdatum: November 2013 
Entwickler: Ubisoft

 



~Inhalt~

Der 4. Teil der Assassins Creed-Reihe führt ins Goldene Zeitalter der Piraten und damit in die Karibik. Der Protagonist ist Edward Kenway, ein Engländer, der als Pirat den großen Reichtum erlangen will und unfreiwillig in einen Kampf gegen Templer verwickelt wird, in dessen Verlauf er zum Assassinen wird.


~Eigene Meinung~

Ich habe nur die PS3 Version gespielt.

~Inhalt~
Die Story ist nichts neues: Templer gegen Assassinen, weil wieder mal irgendein wichtiges Artefakt nicht in die Händen der bösen Templer gelangen soll. Edward als Protagonist besticht dabei nicht gerade als Symphatieträger – jedenfalls fand ich ihn recht ätzend und plump. In sein neues Assassinen-Dasein stolpert er auch nur zufällig hinein, obwohl er (zumindest anfangs) doch eher mit einem ähnlichen Motiv wie die Templer beginnt: Das geheimnisvolle Artefakt in den eigenen Besitz bringen und an den Höchstbietenden verscherbeln. Das Ziel der Assassinen, das Artefakt zu schützen, damit dessen Macht nicht missbraucht werden kann, teilt er erst deutlich später.
Wie sich Edward von dem geldgierigen Piraten zum edlen Assassinen entwickelt fand recht schleichend statt, jedenfalls war ich mir nie sicher, ob Edward sich schon als Assassine sieht oder ob er es nur ausnutzen will, dass sie ihm auf seiner Suche helfen. Auch die Interaktionen mit anderen Charakteren waren eher mäßig und einige Freundschaften viel zu plötzlich entstanden. Vielleicht hatte ich aber auch einfach nicht so großen Überblick über die Vielzahl neuer Namen und Gesichter, die gefühlt dauernd auftauchten.  


~Gameplay~
Die einzigen Neuerungen waren wohl die wenigen Tauchmissionen zu Schiffswracks und das Harpunieren von Haien und Walen. Die Schifffahrten wurden deutlich ausgebaut und die Steuerung dort scheinbar auch verbessert im Vergleich zum 3. Teil, jedenfalls kamen sie mir einfacher zu handhaben vor als zuvor mit Connor. Die Tauchmissionen ließen allerdings zu wünschen übrig und haben mich im Grunde nur genervt. Die Kameraführung war vor allem in engen Räumen furchtbar, ebenso die Steuerung von Edward. Ständig drehte er sich in die falsche Richtung und hat mich mehr als einmal damit an die Wutgrenze gebracht. Hinzu kamen die Haie, die dort überall herum schwammen und vor denen man aufgrund der miserablen Steuerung nur schwerlich fliehen bzw. sich verstecken konnte. Selbst wenn ich mich in Algenteppichen versteckt hatte, fanden sie mich, weil ich es selten geschafft habe, dass Edward auch wirklich zwischen den Algen verschwindet! 
Das Harpunieren fand ich hingegen recht sinnlos. Es diente eigentlich nur dazu, Hai- und Walhaut für Waffen/Rüstungen zu bekommen. Und so wichtig waren mir solche Sachen nicht, dass ich dafür ernsthaft Wale töten wollte. Die Steuerung war dabei aber zumindest recht leicht, man musste nur gut zielen können.

Alles weitere war im Grunde wie in den vorherigen Spielen. Die selben Aufreger beim Flüchten, wenn Edward zum 100. Mal einen Baum oder eine Wand hochklettern will, obwohl er nur daran vorbei laufen soll... Ich fasse es echt nicht, dass diese Probleme, die ja nun schon seit Teil 1 bestehen, nicht endlich mal behoben werden. Sollen sie halt die Tastenbelegung ändern, sodass man zum Klettern eine extra Taste hat. Hat z.B. bei Prince of Persia doch auch irgendwie geklappt. Das ist jedenfalls einer der Hauptpunkte, die mich seit dem 1. Teil immer wieder richtig aufregen.
Hinzu kam in diesem Teil, dass der Nahkampf irgendwie schlechter war. Edward wechselt dauernd den Gegner, sodass man kaum dazu kommt, sich auf einen zu konzentrieren. Das fand ich vorher irgendwie eleganter. Zudem war der Wechsel zwischen Waffen im Kampf ungelenk. Abwehren oder Angreifen und dabei z.B. die Rauchbomben auswählen hat bei mir nie geklappt. Ich musste dafür immer aus dem Kampfgeschehen raus.

Was ich allerdings ganz nett fand, war die freie Weltkarte, die wirklich groß war und man konnte tatsächlich überall mit dem Schiff hinfahren, auch wenn man dafür teilweise einige Minuten brauchte. Dazu kamen die vielen kleineren und größeren Inseln, die man finden und besuchen konnte. Ich glaube Black Flag hatte damit die bisher größte Weltkarte und das Meiste zu entdecken. Ganz niedlich war auch, dass man Seemannslieder finden konnte, die dann während der langen Schifffahrten von der Mannschaft zum besten gegeben wurden. Die Texte gabs im Menü sogar zum nachlesen und ggf. auswendig lernen. :P
 
Die Missionen waren leider auch weniger abwechslungsreich. Gefült war jede zweite Mission an Land das verfolgen und/oder belauschen von irgendwem. Auf Dauer nervt das schon. Jede 3. Mission war dann gefühlt zu Wasser das verfolgen von Schiffen. Also irgendwie immer nur verfolgen, belauschen, verfolgen, töten. Wobei das Töten meist auch recht billig war. Hinrennen und umlegen reichte meist, ohne groß auf irgendwas zu achten. Ich habe ein bisschen die „Schleiche dich ungesehen zu Ort Bla“ oder „Töte XY unbemerkt“ vermisst. Die kamen deutlich zu kurz, obwohl gerade solche Missionen das Assassinen-Dasein ausmachen. Man hatte wirklich mehr das Gefühl, dass man plumper Pirat sein sollte.



~Grafik~
Was das angeht bin ich nicht allzu wählerisch. Wenn die Grafik hübsch ist, stört es mich auch nicht, wenn sie etwas veraltet ist. Zu diesem Spiel lässt sich aber sagen, dass die Karibik mit den Palmen, dem klaren, blauen Wasser und den weißen Stränden schön eingefangen wurde. Die Details an Kleidung, Gebäuden und Schiffen waren auch schon echt toll. Und man hatte von Aussichtspunkten aus eine echt grandiose Aussicht! Man konnte wirklich bis zum Horizont sehen. Die Gesichter werden auch immer besser dargestellt und Mimik war teilweise schon recht real animiert. Was mir auch noch positiv aufgefallen war, war das Wetter. Die heftigen Stürme mit Monsterwellen und Windhosen waren schon klasse und mir wurde beim Zuschauen schon manchmal leicht flau im Magen. Auch dichter Nebel hing teilweise über dem Meer und machte es echt schwer, nicht gegen den nächsten Felsen zu fahren.
Insgesamt hat mich die Grafik übrigens an Far Cry 3 erinnert, das ein halbes Jahr vorher erschienen war. Vor allem die Aussichtstürme sahen denen in Far Cry 3 verdammt ähnlich. Ist aber bei so einem eng zusammen liegenden Erscheinungsdatum nur Zufall?

~Fazit~
Wer die Assassins Creed-Reihe kennt und mag, wird natürlich auch zu diesem Teil greifen. Im Vergleich zum Vorgänger hat sich allerdings nicht viel geändert und einige Standardprobleme bestehen nach wie vor. Das Schifffahren im Mittelpunkt stand, war zwar mal was neues für mich, aber ich habe doch die ursprünglichen Assassinen-Missionen vermisst. Zudem gefielen mir die Schifffahrten nicht genug, um nach dem Ende der Haupthandlung alle Nebenmissionen zu machen, was ich in den vorherigen Teilen eigentlich immer getan hatte. Dafür war mir auch Edward zu unsympathisch. Wer noch nie einen Teil der Reihe gespielt hat, sollte also vllt lieber mit einem anderen anfangen.


Bewertung: ★★★

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